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So aktivieren Sie den Blickschutz auf Ihrem iPhone und iPad

Februar 15, 2026 5 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Haben Sie manchmal das Gefühl, Ihre Freunde oder Familie würden ständig Ihr Handy durchstöbern? Das ist ziemlich nervig, besonders wenn Sie sensible Daten auf Ihrem Gerät speichern.iPhones machen es zwar nicht so offensichtlich wie Android-Geräte, einzelne Apps zu sperren, aber es gibt clevere Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre zu schützen. Funktionen wie der geführte Zugriff, Bildschirmzeitlimits oder sogar Kurzbefehle können Ihnen helfen, eine Art virtuellen Sichtschutz zu erstellen. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass diese Methoden keinen absoluten Schutz bieten – sie sind eher clevere Lösungen, um neugierige Blicke fernzuhalten, ohne gleich alles zu jailbreaken. Diese Tricks können dazu beitragen, Ihre Daten etwas privater zu halten, selbst wenn jemand versucht, Ihnen über die Schulter zu schauen oder Sie Ihr Gerät jemandem für eine kurze Vorführung geben. Schauen wir uns also einige praktische Methoden an, für die Sie kein Technikstudium benötigen.

Wie Sie die Daten Ihres iPhones vor neugierigen Blicken schützen

Aktivieren Sie einen sicheren Sperrbildschirm und Face/Touch ID.

Zunächst einmal, und das mag offensichtlich erscheinen, ist die Einrichtung eines sicheren Sperrbildschirms mit Face ID oder Touch ID der erste Schritt.iOS setzt schließlich stark auf den Sperrbildschirm, um die Privatsphäre zu schützen. Falls noch nicht geschehen, gehen Sie zu „Einstellungen“ > „Face ID & Code“ – oder „Touch ID & Code“, je nach Ihrem Modell – und wählen Sie eine PIN, die kein leicht zu erratendes Muster ist. Die biometrische Verifizierung bietet zusätzliche Sicherheit, insbesondere in brenzligen Situationen. Meiner Erfahrung nach ist dies die einfachste und effektivste Schutzmaßnahme. Ohne aktivierte biometrische Sicherheit kann jeder Ihr Gerät durch Antippen entsperren oder Ihren Code erraten.

Standardmäßige Apple-Apps mit Inhalts- und Datenschutzbeschränkungen ausblenden

Diese Funktion wird etwas unterschätzt, ist aber wirklich praktisch. Wenn Sie bestimmte Apple-Apps haben, die niemand durchsuchen soll, können Sie diese über die Einschränkungen komplett deaktivieren. Gehen Sie dazu auf „Einstellungen“ > „Bildschirmzeit“ > „Inhalts- & Datenschutzbeschränkungen“. Aktivieren Sie die Funktion beim ersten Mal und legen Sie einen Code fest. Dort können Sie auf „Erlaubte Apps“ tippen und die Apps deaktivieren, die Sie ausblenden möchten (z. B.Safari, Mail, Nachrichten – alles, worauf niemand Zugriff haben soll).Bei neueren iOS-Versionen ist dies ganz einfach. Bei älteren Versionen finden Sie die Einstellung unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „ Einschränkungen “.Es funktioniert erstaunlich gut, auch wenn hartnäckige Suchende nicht daran gehindert werden, Spotlight zu nutzen. Dennoch wird das heimliche Stöbern auf ein Minimum reduziert.

Geführten Zugriff für schnelles App-Sperren einrichten

Jetzt wird es interessant. Der geführte Zugriff beschränkt Ihr Gerät auf eine einzige App. Wenn Sie also jemandem Ihr Smartphone geben, kann diese Person nicht einmal auf Ihre anderen Inhalte zugreifen, es sei denn, sie kennt Ihren Code. Um die Funktion zu aktivieren, gehen Sie zu „Einstellungen“ > „Bedienungshilfen“ > „Geführter Zugriff“. Schalten Sie die Funktion ein und legen Sie optional einen Code fest oder verwenden Sie Face ID/Touch ID für schnelles Beenden. Zum Aktivieren öffnen Sie die App, die Sie sperren möchten, und tippen Sie dreimal auf die Home-Taste (oder die Seitentaste bei neueren iPhones).Sie können anpassen, welche Bereiche des Bildschirms aktiv oder deaktiviert sein sollen. Ehrlich gesagt ist diese Funktion mein Favorit, weil sie super schnell ist und alles andere unzugänglich hält. Der einzige Nachteil ist das dreimalige Tippen zum Beenden, aber genau das ist ja der Sinn der Sache.

Automatisierte Sperre mit Tastenkombinationen erstellen

Diese Methode ist etwas aufwendiger, aber überraschend effektiv, wenn man ein bisschen experimentiert. In der Kurzbefehle -App lassen sich Automatisierungen einrichten, die Apps beim Öffnen bestimmter Anwendungen sperren oder ausblenden. Man kann beispielsweise eine Kurzbefehl erstellen, der einen Timer startet oder das Smartphone quasi sofort sperrt. Gehen Sie zu „Automatisierung“ > „Persönliche Automatisierung erstellen“ > wählen Sie die Aktion „App“ und anschließend die App, die Sie sperren möchten. Legen Sie eine Aktion fest, z. B.das Starten eines 1-Sekunden-Timers (über „ Timer starten“ in der Suche), und deaktivieren Sie dann „ Vor dem Ausführen fragen “.Stellen Sie in der Uhr- App ein, dass der Timer nach Ablauf stoppt oder das Smartphone gesperrt wird. Es ist nicht perfekt, aber in einer Konfiguration funktionierte es einwandfrei, um Apps schnell auszublenden – sie öffneten sich kurz und sperrten sich dann wieder. Der Trick besteht darin, die Einstellungen an Ihre typischen Nutzungsgewohnheiten anzupassen.

Begrenzen Sie die App-Nutzung mit Bildschirmzeit

Wenn Sie die Nutzungsdauer einer App begrenzen möchten, ist die Bildschirmzeit die Lösung. Gehen Sie zu „Einstellungen“ > „Bildschirmzeit“ > „App-Limits“. Legen Sie für sensible Apps wie Safari oder Nachrichten ein Limit fest – beispielsweise 1 Minute. Nach Ablauf der Zeit blockiert iOS den Zugriff, bis Sie den Bildschirmzeit-Code eingeben. Das manuelle Zurücksetzen ist zwar etwas umständlich, aber es funktioniert, wenn Sie einen neugierigen Nutzer oder ein Kind davon abhalten möchten, Apps zu nutzen. Beachten Sie jedoch: Falls Sie Ihren Bildschirmzeit-Code vergessen, können Sie ihn zwar über Ihre Apple-ID zurücksetzen, aber das kann umständlich sein, wenn Sie einen sicheren Code festgelegt haben.

Nutzung von Drittanbieter-Apps (Ein bisschen gegen die Regeln)

Es gibt einige Drittanbieter-Apps, die angeblich Apps sicherer sperren, doch die meisten erfordern einen Jailbreak – etwas, das nur empfehlenswert ist, wenn man sich wirklich auskennt. Apps wie AppLocker oder Bio-Protect existieren zwar, bergen aber Risiken, darunter den Verlust der Garantie oder die Beschädigung des Geräts, wenn man nicht vorsichtig ist. Ehrlich gesagt, bietet ein Standard-iPhone maximal den geführten Zugriff oder die Bildschirmzeit. Denken Sie daran: Je mehr Hürden Sie überwinden, desto instabiler kann Ihr Gerät werden.

Hinweis: Einige Schritte oder Funktionen können je nach iOS-Version variieren. Prüfen Sie immer, ob Ihr Gerät über die neuesten Updates verfügt, da Apple die Funktionsweise regelmäßig ändert.

Zusammenfassung

  • Legen Sie ein sicheres Sperrbildschirmpasswort mit Face ID oder Touch ID fest.
  • Sensible Apps über Inhalts- und Datenschutzbeschränkungen ausblenden
  • Nutzen Sie den geführten Zugriff, um sich schnell auf eine App festzulegen.
  • Erstellen Sie Verknüpfungen für die schnelle App-Sperre und Automatisierung.
  • Begrenzen Sie die App-Nutzung mit der Bildschirmzeit, um neugierige Blicke fernzuhalten.
  • Erkunden Sie die app-spezifischen Datenschutzfunktionen in Drittanbieter-Apps, aber seien Sie sich der Risiken bewusst.

Zusammenfassung

Mit ein paar Tricks lässt sich die Privatsphäre auch ohne Jailbreak deutlich verbessern. Es ist zwar etwas ärgerlich, dass iOS keine integrierte App-Sperre wie Android bietet, aber diese Kniffe reichen für den alltäglichen Datenschutz völlig aus. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass keine dieser Methoden absolut sicher ist – wer entschlossen ist, findet immer einen Weg, die Sperre zu umgehen. Für den durchschnittlichen Neugierigen sollten diese Methoden Ihre Geheimnisse aber etwas besser schützen. Hoffentlich hilft Ihnen das, Ihre Daten etwas privater zu halten – und vielleicht sogar Ihre Nerven zu schonen.