So aktualisieren Sie DirectX unter Windows 10 und 11
Die neueste DirectX-Version ist unerlässlich für Gaming, Streaming oder flüssige Multimedia-Wiedergabe unter Windows. Manchmal stellt man fest, dass das System noch mit einer älteren Version läuft oder dass Programme nicht richtig funktionieren, weil DirectX veraltet ist. Dieser Leitfaden erklärt, wie man die aktuelle Version überprüft und die neueste installiert, ohne den PC komplett umzubauen. Keine Sorge, es ist ganz einfach, sobald man weiß, wie es geht. Außerdem hat mir die Kenntnis der eigenen Version bei einigen Setups viel Ärger erspart. Hoffentlich klärt dieser Leitfaden einige Unklarheiten.
So überprüfen Sie Ihre aktuelle DirectX-Version
Wenn Sie sich fragen, ob auf Ihrem PC bereits die neueste DirectX-Version installiert ist oder ob sich ein Update lohnt, erfahren Sie hier, wie Sie Ihre aktuelle DirectX-Version schnell überprüfen können. Die Schritte sind unter Windows 7, 8 und 10 nahezu identisch, bei neueren Windows-Versionen ist es jedoch etwas einfacher.
Ermitteln Sie Ihre DirectX-Version
- Öffnen Sie Ihr Windows-Startmenü.
- Geben Sie „Dxdiag“ in die Suchleiste ein (vergessen Sie nicht, es handelt sich um ein Tool namens „DirectX Diagnostic Tool“) und drücken Sie die Eingabetaste.
- Sobald es geöffnet ist, suchen Sie unten im Fenster nach „ DirectX-Version “.
Das ist Ihre aktuelle DirectX-Version. Normalerweise steht dort etwas wie „DirectX 12“ oder „DirectX 11.3“, je nachdem, was installiert ist. Wenn die Version fehlt oder veraltet ist, sollten Sie sie aktualisieren. Diese Schritte funktionieren auch unter Windows 8 und 7, auch wenn sie dort etwas anders aussehen.
Hinweis: Windows 10 wird in der Regel mit vorinstalliertem DirectX 11.3 oder 12 ausgeliefert. Sollten Sie also Windows 10 verwenden und trotzdem eine ältere Version sehen, ist möglicherweise zuerst ein Windows-Update erforderlich.
So laden Sie DirectX 12 herunter und aktualisieren es
DirectX lässt sich nicht mehr so einfach aktualisieren wie früher, indem man im Betriebssystem auf „Aktualisieren“ klickt, da DirectX in Windows integriert ist. Sie können neuere Versionen jedoch entweder manuell herunterladen oder sicherstellen, dass Ihr Windows auf dem neuesten Stand ist. Hier erfahren Sie, wie beides funktioniert.
Methode 1: DirectX manuell von Microsoft herunterladen
Dies ist der einfachste Weg, falls Ihr System nicht automatisch aktualisiert wird. Laden Sie den offiziellen DirectX End-User Runtime Web Installer von der Supportseite von Microsoft herunter. Der Link lautet: Microsoft Support: DirectX End-User Runtime Web Installer.
Nach dem Herunterladen:
- Öffne deinen Download- Ordner.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die DirectX-Setup-Datei und wählen Sie „Als Administrator ausführen“.(Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.)
- Erteilen Sie die erforderlichen Berechtigungen, falls Sie dazu aufgefordert werden. Folgen Sie den Anweisungen – es ist im Prinzip immer gleich: weiter, weiter, fertig.
- Nach der Installation sollten Sie Ihren PC unbedingt neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.
Manche Benutzer berichten, dass das Installationsprogramm möglicherweise ältere Versionen oder die Systemkompatibilität bemängelt. In diesem Fall empfiehlt es sich oft, die Installation im abgesicherten Modus auszuführen, wodurch einige Softwarekonflikte oder Blockaden durch Antivirenprogramme umgangen werden können.
Methode 2: Windows zum Update zwingen
Falls Ihr Windows sich nicht automatisch aktualisiert oder Sie sicherstellen möchten, dass Sie die neuesten Systemupdates (einschließlich DirectX-Verbesserungen) erhalten, gehen Sie wie folgt vor:
- Klicken Sie auf das Startmenü.
- Gehen Sie zu Einstellungen (Zahnradsymbol).
- Wählen Sie „Update und Sicherheit“.
- Klicken Sie auf „ Nach Updates suchen“. Falls Updates verfügbar sind, installieren Sie alle – insbesondere die optionalen, da diese manchmal Treiber- oder Komponentenaktualisierungen enthalten, die Ihre DirectX-Version aktualisieren können.
- Nach Abschluss der Arbeiten starten Sie das System neu und überprüfen Sie anschließend die DirectX-Version erneut mit Dxdiag.
Diese Methode ist in der Regel die sicherste, da sie alle Systemdateien und Treiber ordnungsgemäß aktualisiert. Bei manchen Systemen habe ich beobachtet, dass Windows problemlos auf DirectX 12 aktualisiert wurde, in anderen Fällen kann es jedoch erforderlich sein, die Grafikkartentreiber separat zu aktualisieren.
So installieren Sie DirectX im abgesicherten Modus (falls erforderlich)
Falls bei der Installation etwas abstürzt oder sich aufhängt, versuchen Sie, im abgesicherten Modus zu starten. Die Einrichtung ist etwas umständlich, aber es hilft bei Softwarekonflikten, beispielsweise wenn Antivirenprogramme oder Hintergrundprozesse die Installation blockieren. Hier ist die Kurzanleitung:
- Öffnen Sie das Startmenü.
- Klicken Sie auf den Pfeil neben „Herunterfahren“ und wählen Sie „Neustart“, während Sie die ShiftTaste gedrückt halten.
- Nach dem Neustart wird ein blaues Fenster angezeigt. Klicken Sie auf Problembehandlung.
- Gehen Sie zu Erweiterte Optionen und dann zu Starteinstellungen.
- Klicken Sie erneut auf Neustart.
- Wenn Ihr PC neu startet, drücken Sie 4 oder F4, um in den abgesicherten Modus zu booten.
Führen Sie nun das DirectX-Installationsprogramm aus. Die Theorie besagt, dass im abgesicherten Modus nur die wichtigsten Treiber geladen werden, wodurch Drittanbietersoftware (wie z. B.Antivirenprogramme) deaktiviert wird. Dies erleichtert die Installation von Systemkomponenten wie DirectX. Es ist zwar keine Garantie für eine dauerhafte Lösung, aber einen Versuch wert, falls Probleme auftreten.
DirectX deinstallieren
Das wird nicht passieren – DirectX ist fest in Windows integriert und lässt sich nicht deinstallieren. Versuche, daran herumzubasteln, könnten alles nur noch schlimmer machen, insbesondere da es für unzählige Apps und Spiele unerlässlich ist. Konzentriere dich stattdessen darauf, deine GPU-Treiber zu aktualisieren. Diese enthalten in der Regel die neuesten DirectX-Laufzeitkomponenten und beheben oft Kompatibilitätsprobleme mit Spielen oder Anwendungen.
In unseren ausführlichen Anleitungen finden Sie alles Wissenswerte zum Aktualisieren von NVIDIA- und AMD-Grafikkarten. Denken Sie daran: Treiberaktualisierungen sind deutlich sicherer und effektiver als manuelle Änderungen an DirectX-Versionen.
Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Monitortreiber auf dem neuesten Stand sind, falls weiterhin Bildfehler oder Flimmern auftreten. Manchmal liegt das Problem gar nicht an DirectX, sondern an den Grafikkartentreibern.
System- und Hardwareanforderungen
Wenn Sie Windows 7 oder neuer und eine unterstützte Grafikkarte besitzen, sollten Sie DX12 ausführen können. Typischerweise unterstützen Grafikkarten ab der NVIDIA GeForce 600-Serie oder der AMD HD 7700-Serie DX12.
Neuere GPUs sind grundsätzlich die bessere Wahl. Wenn Ihre Hardware alt ist oder aus der Vista-Ära stammt, brauchen Sie es gar nicht erst zu versuchen – sie wird einfach nicht unterstützt und wäre reine Zeitverschwendung.
Windows-Versionen, die DX12 unterstützen
Alle Windows 10- und Windows 11-Versionen unterstützen DirectX 12, aber erwarten Sie das nicht von älteren Betriebssystemen. Windows 7 kann es, sofern Ihr System kompatibel ist, verarbeiten, aber ehrlich gesagt ist es besser, auf ein neueres System umzusteigen. Windows Vista? Vergessen Sie es. Und auch Mac OS wird DirectX 12 nicht unterstützen – das ist eine reine Microsoft-Technologie.
Warum auf DX12 upgraden?
DX12 bietet einen enormen Leistungsschub – in manchen Fällen rund 50 % schneller als DX11 – und eine bessere Energieeffizienz. Es ist, als würde man seine Grafikkarte aufrüsten, ohne eine neue kaufen zu müssen. Außerdem sind die meisten modernen Spiele für DX12 optimiert, was weniger Fehler, höhere Stabilität und Zukunftssicherheit bedeutet.
Zusammenfassung
- Immer die neueste DirectX-Version verwenden – dadurch läuft alles flüssiger und schneller.
- DirectX lässt sich nicht wirklich deinstallieren, konzentrieren Sie sich daher auf die Aktualisierung der Treiber, um Fehler zu beheben.
- Laden Sie Updates direkt von Microsoft herunter, um dubiose Malware oder veraltete Versionen zu vermeiden.