So beheben Sie das Problem, dass WD Passport unter Windows nicht angezeigt wird: 12 effektive Lösungen
Warum Ihr WD Passport plötzlich nicht mehr unter Windows angezeigt wird
Ihre Western Digital My Passport ist angeschlossen und blinkt wie verrückt, aber im Datei-Explorer ist sie nirgends zu finden. Vielleicht wird sie in der Datenträgerverwaltung angezeigt, aber ohne Laufwerksbuchstaben, oder schlimmer noch: Sie ist einfach nicht da. Dieses Problem tritt häufiger auf, als man denkt, besonders nach Windows-Updates oder Hardwareänderungen. Es ist extrem frustrierend, denn technisch gesehen ist das Laufwerk aktiv – die LED leuchtet, der Anschluss ist beleuchtet –, aber das System erkennt es einfach nicht. Meistens liegt es entweder an einem Treiberproblem, einer Verbindungsstörung oder daran, dass der Laufwerksbuchstabe bereits von einem anderen Programm belegt ist. Was auch immer der Grund ist, es gibt einige bewährte Lösungen, um das Laufwerk wieder zum Laufen zu bringen – manche einfach, andere etwas aufwendiger. Und ja, manchmal ist es ein Hardwaredefekt, aber versuchen wir es zuerst mit den Software-Lösungen.
So beheben Sie das Problem, dass WD Passport unter Windows nicht angezeigt wird
Überprüfen Sie Ihre physischen Verbindungen und das Netzteil.
Bevor Sie sich mit Software-Problemen befassen, sollten Sie die Grundlagen überprüfen. Tauschen Sie das USB-Kabel gegen ein funktionierendes aus, denn Kabel können unerwartet ausfallen. Schließen Sie die Festplatte außerdem direkt an einen normalen USB-Anschluss an, anstatt einen Hub zu verwenden – Hubs liefern manchmal nicht genügend Strom, insbesondere bei Laptops. Sie können feststellen, ob Ihre externe Festplatte funktioniert, indem Sie die LED beobachten und auf Geräusche achten. Wenn sie jedoch stumm bleibt und nicht reagiert, ist dies ein Hinweis darauf, dass sie nicht ausreichend mit Strom versorgt wird oder nicht richtig angeschlossen ist.
Profi-Tipp: Bei manchen Systemen kann ein anderer USB-Anschluss (vorzugsweise direkt auf dem Mainboard) einen großen Unterschied machen. Bei Desktop-PCs versuchen Sie es mit dem Anschluss an der Rückseite; bei Laptops wechseln Sie testweise von USB 3.0 auf USB 2.0, um eine mögliche Inkompatibilität auszuschließen.
Aktualisieren Sie Windows und Ihre Gerätetreiber.
Windows-Updates enthalten oft Treiber-Patches, die Erkennungsprobleme beheben. Gehen Sie zu Einstellungen > Windows Update und stellen Sie sicher, dass alles auf dem neuesten Stand ist.Überprüfen Sie außerdem Ihre Gerätetreiber: Öffnen Sie den Geräte-Manager ( Windows + Xund wählen Sie ihn aus), erweitern Sie dann den Eintrag „Laufwerke“ und prüfen Sie, ob Ihr WD-Gerät angezeigt wird.
Falls ja, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Treiber aktualisieren“. Sollte sich nichts ändern, klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste, wählen Sie „Gerät deinstallieren“ und starten Sie den Computer neu. Windows versucht dann, die Treiber automatisch neu zu installieren. Dies kann die Treibererkennung manchmal wiederherstellen, wenn Treiber beschädigt oder veraltet sind.
Meiner Erfahrung nach sind Treiberaktualisierungen auf manchen Rechnern unzuverlässig. Daher kann es helfen, über die Treibereigenschaften im Geräte-Manager auf eine vorherige Treiberversion zurückzugreifen, insbesondere wenn ein Windows-Update das Problem verursacht hat.
Manuelles Zuweisen oder Ändern von Laufwerksbuchstaben
Wenn das Laufwerk in der Datenträgerverwaltung, aber nicht unter „Dieser PC“ angezeigt wird, liegt das oft daran, dass ihm kein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist. Etwas seltsam, aber Windows benötigt diesen, um Laufwerke im Explorer anzuzeigen. So gehen Sie vor:
- Drücken Sie Windows + X und wählen Sie dann Datenträgerverwaltung.
- Suchen Sie Ihre externe WD-Festplatte. Falls ihr kein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie dann „ Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern“.
- Klicken Sie auf Hinzufügen, wählen Sie einen Buchstaben aus der Dropdown-Liste und drücken Sie dann OK.
- Starten Sie Ihren PC neu oder aktualisieren Sie die Seite und prüfen Sie, ob es im Explorer angezeigt wird.
Bei manchen Konfigurationen wird hier möglicherweise ein Laufwerk angezeigt, ihm wird aber nicht automatisch ein Buchstabe zugewiesen – daher funktioniert das Erzwingen in den meisten Fällen.
Führen Sie WD Drive Utilities aus, um den Gesundheitszustand zu überprüfen.
Die WD-Suite eignet sich gut zur Diagnose, ob das Laufwerk selbst die Ursache des Problems ist. Laden Sie sie von der offiziellen WD-Support-Downloadseite herunter. Nach der Installation:
- Öffnen Sie WD Drive Utilities.
- Klicken Sie im Diagnose- Tab auf „ Laufwerksstatusprüfung ausführen“. Wenn die Meldung „SMART-Status bestanden“ angezeigt wird, ist die Laufwerkshardware wahrscheinlich in Ordnung.
- Falls das nicht hilft, versuchen Sie den Schnelltest. Sollte das Problem weiterhin bestehen, führen Sie den vollständigen Test durch. Manchmal verursachen defekte Sektoren oder fehlerhafte Hardware Erkennungsprobleme.
Das ist zwar nicht narrensicher, aber ein solider Schritt, um Hardwarefehler auszuschließen.
Verwenden Sie diskpart, um Ihr Laufwerk zu bereinigen und zu partitionieren.
Wenn Windows das Laufwerk erkennt, es aber trotzdem nicht als Volume erkennt, ist es möglicherweise beschädigt oder nicht formatiert. Diskpart kann helfen, die Erkennung zu erzwingen. Warnung: Dadurch werden alle Daten auf dem Laufwerk gelöscht!
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein
diskpartund drücken Sie die Eingabetaste. - Geben Sie den gewünschten Wert ein
list diskund drücken Sie die Eingabetaste. Suchen Sie Ihr WD-Laufwerk anhand der Größe. - Geben Sie
select disk [number][Nummer] ein und ersetzen Sie [Nummer] durch die Nummer Ihres Laufwerks. Drücken Sie anschließend die Eingabetaste. - Geben Sie Folgendes ein
clean: Dadurch werden die Partitionsinformationen gelöscht. - Bei Bedarf in GPT oder MBR konvertieren:
convert gptoderconvert mbr. - Erstellen Sie eine neue primäre Partition:
create partition primary. - Formatieren Sie es schnell auf NTFS:
format fs=ntfs quick. - Weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu:
assign. - Geben Sie
exitzum Schließen von diskpart den Befehl ein und prüfen Sie dann, ob das Laufwerk jetzt angezeigt wird.
Diese Methode ist zwar aggressiver, aber oft die Lösung, wenn Windows die vorhandene Partitionsstruktur des Laufwerks einfach nicht erkennt.
Testen Sie das Laufwerk an einem anderen PC oder in einer anderen Umgebung.
Wenn alles andere fehlschlägt, kann es helfen, die Festplatte an einen anderen Computer oder sogar ein anderes Betriebssystem (z. B.Linux) anzuschließen, um festzustellen, ob die Festplatte selbst defekt ist. Funktioniert sie woanders, liegt das Problem an Ihrer aktuellen Konfiguration. Manchmal kann das Zurücksetzen des BIOS auf die Standardeinstellungen oder ein BIOS-Update Hardware-Erkennungsfehler beheben, insbesondere wenn Ihr Mainboard etwas älter oder ungewöhnlich ist.
Treiberprobleme lassen sich durch Neuinstallation oder Downgrade beheben.
Klicken Sie im Geräte-Manager mit der rechten Maustaste auf Ihre WD Passport unter „Laufwerke“. Wird sie mit einem gelben Ausrufezeichen angezeigt, aktualisieren Sie den Treiber oder deinstallieren Sie ihn und starten Sie den Computer neu. Windows sollte den richtigen Treiber finden und neu installieren. Falls Sie kürzlich Treiber aktualisiert haben und das Laufwerk nicht mehr angezeigt wird, kann ein Downgrade die letzte Änderung rückgängig machen – manchmal reicht das schon aus.
- Wählen Sie „Eigenschaften“, gehen Sie zur Registerkarte „Treiber“ und klicken Sie dann auf „Treiber zurücksetzen“.
Das ganze Treiber-Zeug kann lästig sein, ist aber oft die Ursache für Erkennungsprobleme.
Deaktivieren Sie den selektiven USB-Energiesparmodus und aktualisieren Sie das BIOS gegebenenfalls.
Die Einstellung „Selektiver USB-Energiesparmodus“ kann externe Geräte manchmal unerwartet ausschalten, insbesondere wenn diese nicht erkannt werden. So deaktivieren Sie den Energiesparmodus:
- Gehen Sie zu Systemsteuerung > System und Sicherheit > Energieoptionen.
- Klicken Sie neben Ihrem aktuellen Tarif auf „Tarifeinstellungen ändern“ und anschließend auf „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“.
- Erweitern Sie die USB-Einstellungen > USB-Selektive-Suspend-Einstellung und deaktivieren Sie diese sowohl für den Akku- als auch für den Netzbetrieb.
Es ist nicht immer die Ursache, aber einen Versuch wert. Was BIOS-Updates angeht: Um diese sicher durchzuführen, müssen Sie die Anweisungen des Herstellers genau befolgen. Nur zur Warnung: Ein fehlerhaftes BIOS-Update kann das Mainboard unbrauchbar machen. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, konsultieren Sie Anleitungen für Ihr Systemmodell und gehen Sie behutsam vor.
Spezielle Lösungen für Surface Pro-Nutzer
Laut Microsoft-Foren wird die WD Passport-Festplatte von Surface Pro-Besitzern manchmal nicht erkannt. Das Surface Diagnostic Toolkit kann helfen, zugrundeliegende Hardware- oder Softwarekonflikte zu diagnostizieren. Installieren Sie es einfach, führen Sie es aus und folgen Sie den Anweisungen. Wenn Ihre Festplatte passwortgeschützt ist, wird sie möglicherweise aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit dem ARM-Chip nicht angezeigt. Das Entfernen des Passworts auf einem anderen Computer behebt das Problem in der Regel. Nach dem erneuten Anschließen wird die Festplatte dann auf Ihrem Surface angezeigt.
Schlussbetrachtung – was funktioniert tatsächlich?
Viele Anwender konnten das Problem durch Überprüfung der Kabelverbindungen, Neustart, Treiberaktualisierung oder Korrektur der Laufwerksbuchstaben beheben. Datenträgerverwaltungstools oder WD-Dienstprogramme zeigen oft den Zustand der Festplatte an oder beheben Partitionsprobleme. Hardwarefehler – beschädigte Anschlüsse, defekte Kabel oder defekte Festplatten – können jedoch weiterhin auftreten. Wenn also nichts hilft, ist es wichtig, das Problem an anderen Geräten zu testen.
Zusammenfassung
- Überprüfen Sie Kabel und Anschlüsse – tauschen Sie sie gegebenenfalls aus.
- Windows und Treiber aktualisieren
- Manuelles Zuweisen oder Ändern von Laufwerksbuchstaben
- Verwenden Sie WD Drive Utilities für die Diagnose.
- Verwenden Sie diskpart, um das Laufwerk zu bereinigen und neu zu formatieren.
- Testen Sie den Test an einem anderen PC, um den Hardwarezustand zu bestätigen.
- Treiber bei Bedarf neu installieren oder auf eine ältere Version zurücksetzen
- Deaktivieren Sie den selektiven USB-Suspend-Vorgang und erwägen Sie BIOS-Updates.
Zusammenfassung
Eine WD Passport-Festplatte unter Windows zum Laufen zu bringen, kann einfach oder etwas knifflig sein – je nachdem, wo das Problem liegt. Meistens spart es viel Zeit, mit den Grundlagen zu beginnen – Kabel, Verbindungen, Updates – und diese zu überprüfen. Falls das nicht hilft, lohnt es sich, tiefergehende Lösungsansätze wie diskpart oder die Diagnose auszuprobieren. Manchmal gibt die Hardware einfach den Geist auf, sodass ein Test an einem anderen Rechner oft die einzige Möglichkeit ist, den Defekt zu bestätigen. Hoffentlich hilft dieser Beitrag jemandem, die Festplatte wieder in Betrieb zu nehmen – er hat schon vielen von uns geholfen, hoffentlich auch Ihnen.