So beheben Sie den Fehler „Datei oder Verzeichnis ist beschädigt und nicht lesbar“ (0x80070570)
Ja, dieser Fehler tritt überraschend häufig auf, insbesondere bei externen Festplatten oder nach diesen lästigen automatischen Windows-Updates. Oftmals liegt es an beschädigten Sektoren oder daran, dass das System die Festplatteninformationen manipuliert. Manchmal meldet Windows diesen Fehler sogar, obwohl die Festplatte einwandfrei aussieht, weil es Beschädigungen festgestellt hat oder die Festplatte langsam verschlissen ist. Das ist ziemlich ärgerlich, aber es gibt ein paar Tricks, mit denen man die Dateien in der Regel ohne komplizierte Maßnahmen wiederherstellen kann. Ziel ist es, diese logischen Fehler zu beheben oder zu überprüfen, ob die Festplatte tatsächlich defekt ist.
Wie behebt man den Fehler 0x80070570 beim Löschen einer Datei?
Führen Sie das CHKDSK-Dienstprogramm aus.
Das ist wahrscheinlich der erste Schritt, den Sie versuchen sollten, da diese Funktion direkt in Windows integriert ist. Dabei wird das Laufwerk auf Fehler überprüft – logische Fehler wie beschädigte Dateizeiger oder physische Probleme wie defekte Sektoren. Werden Fehler gefunden, versucht das System, diese zu beheben oder zumindest die betroffenen Sektoren zu markieren, sodass Windows sie bei zukünftigen Lesezugriffen überspringt. Warum das funktioniert, ist nicht ganz klar, aber in manchen Fällen behebt dies das Problem mit dem Löschen von Dateien und ermöglicht wieder die normale Dateiverwaltung. Wenn Ihr Laufwerk nach einem unsachgemäßen Herunterfahren ungewöhnlich reagiert oder Fehlfunktionen aufweist, ist dies möglicherweise die beste Lösung.
Einziger Haken: Bei manchen Hardwarekonfigurationen, insbesondere mit externen Festplatten, benötigt CHKDSK möglicherweise explizite Berechtigungen oder einen Neustart, um vollständig ausgeführt werden zu können. Unter Umständen müssen Sie es auch mit Administratorrechten ausführen, um vollen Zugriff zu erhalten.
- Drücken Sie diese Taste Win + R, um das Dialogfeld „Ausführen“ zu öffnen.
- Geben Sie Folgendes ein
cmdund drücken Sie die Eingabetaste Ctrl + Shift + Enter– dadurch wird die Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet, was für die ordnungsgemäße Funktion von CHKDSK auf System-/gesperrten Laufwerken erforderlich ist. - Geben Sie den Buchstaben ein
chkdsk “Drive letter” /f /xund drücken Sie die Eingabetaste. Ersetzen Sie „Laufwerksbuchstabe“ durch den tatsächlichen Buchstaben, z. B.chkdsk E: /f /x8. Das/fFlag behebt Fehler und/xerzwingt bei Bedarf das Auswerfen des Laufwerks – nützlich, wenn Dateien verwendet werden.
Verwenden Sie eine spezielle Software zur Überwachung des Festplattenzustands.
Wenn CHKDSK Fehler meldet oder nicht alles reparieren kann, liegt das Problem möglicherweise an der Hardware – Festplatten verschleißen mit der Zeit.Überprüfen Sie mithilfe von Herstellertools oder Drittanbieter-Software wie CrystalDiskInfo oder HD Tune, ob Ihre externe oder interne Festplatte defekt ist. Diese Tools analysieren die SMART-Daten und liefern eine Momentaufnahme des Festplattenzustands. Manchmal warnen sie vor einem Totalausfall oder geben Hinweise darauf, ob eine neue Festplatte benötigt wird. Da einige externe Festplatten mit eigenen Diagnose-Apps ausgestattet sind, lohnt es sich, diese von der offiziellen Website herunterzuladen. Wenn die Festplatte kurz vor dem Ausfall steht, ist ein Austausch wahrscheinlich die sicherste Lösung.
Startreparatur durchführen
Tritt dieser Fehler direkt nach einem Windows-Systemupdate oder beim Systemstart auf, könnte er mit beschädigten Systemdateien oder Festplattenproblemen im Betriebssystem selbst zusammenhängen. Eine Starthilfe kann diese Konflikte oft beheben, ohne dass eine Neuinstallation erforderlich ist. Diese Lösung zielt eher auf die Systemintegrität als auf die Festplattenqualität ab, ist aber einen Versuch wert, wenn das Löschen von Dateien auf der Systemfestplatte die Ursache ist.
- Halten Sie die Taste gedrückt Shiftund klicken Sie im Ein-/Ausschaltmenü auf Neustart, oder wählen Sie im Wiederherstellungsmenü *Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starthilfe*.
- Folgen Sie den Anweisungen und lassen Sie Windows Startprobleme scannen und beheben. Das ist wie ein Wellness-Tag für Windows – nur eben für die Systemdateien.
Formatieren Sie das Laufwerk
Diese Methode ist zwar etwas radikal, aber effektiv – insbesondere bei externen Festplatten. Durch das Formatieren wird das Dateisystem im Wesentlichen gelöscht und repariert, fehlerhafte Sektoren werden neu zugeordnet – quasi ein Neustart. In manchen Fällen ist dies die einzige Möglichkeit, hartnäckige Fehler zu beseitigen, die das Löschen von Dateien verhindern. Natürlich gehen alle Daten auf dieser Festplatte verloren, sofern sie nicht an anderer Stelle gesichert wurden. Bei einer externen Festplatte sollten Sie sich vorher überlegen, ob Sie eine Schnellformatierung oder eine vollständige Formatierung durchführen möchten. Eine vollständige Formatierung dauert zwar länger, repariert aber fehlerhafte Sektoren gründlicher und markiert problematische Bereiche, sodass das System diese bei zukünftiger Verwendung ignoriert.
- Öffnen Sie den Datei-Explorer mit Strg Win + E+X und gehen Sie dann zu „Dieser PC“.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das externe Laufwerk und wählen Sie Format.
- Wählen Sie Ihr bevorzugtes Dateisystem (NTFS für intern, exFAT oder NTFS für extern) und geben Sie ihm bei Bedarf eine Bezeichnung.
- Deaktivieren Sie die Schnellformatierung – das ist der entscheidende Punkt. Klicken Sie dann auf „Start“ und warten Sie. Bestätigen Sie den Vorgang, sobald er abgeschlossen ist.
Bei internen Laufwerken ist die Situation drastischer. Wenn Ihre interne SSD/HDD ständig Fehler aufweist, ist ein Austausch möglicherweise sinnvoller als eine Formatierung. Aber versuchen Sie erst einmal alles andere.
System aktualisieren oder zurücksetzen
Manchmal sind Windows-Updates die Ursache. Sie können gelegentlich Fehler verursachen, darunter Dateisystemfehler oder Treiberkonflikte, die beim Löschen oder Ändern von Dateien Probleme verursachen. Wenn Sie dies nach einem kürzlich erfolgten Update bemerkt haben, lohnt es sich, das Update rückgängig zu machen oder auf einen Patch zu warten. Windows ist dafür bekannt, mit Updates Probleme zu verursachen und diese dann im nächsten Update zu beheben – oder auch nicht. Um ein Update rückgängig zu machen, gehen Sie zu Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf anzeigen und entfernen Sie das letzte problematische Update. Alternativ können Sie über appwiz.cpldas Ausführen-Fenster auf *Programme > Installierte Updates* zugreifen und gegebenenfalls kürzlich durchgeführte Updates deinstallieren.
Halten Sie Ihr System stets mit den neuesten Patches auf dem aktuellen Stand – diese könnten genau diese Probleme beheben. Behalten Sie die Microsoft-Supportforen im Auge, falls eine neue Version plötzlich wieder Festplattenfehler oder Probleme beim Löschen von Dateien verursacht. Das kommt häufig vor: Ein Update behebt zwar einen Fehler, führt aber gleichzeitig einen neuen ein.