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So beheben Sie den Fehler „Standard-Startgerät fehlt“ oder „Startvorgang fehlgeschlagen“.

Februar 12, 2026 7 Minuten Lesezeit Updated: Februar 12, 2026

Ach, der klassische Albtraum: „Standard-Startgerät fehlt oder Start fehlgeschlagen“.Nichts ist ärgerlicher, als den Rechner einzuschalten und vom BIOS mit einem leeren Blick begrüßt zu werden. Meistens liegt es an einem Problem mit der Startfestplatte – vielleicht ist sie nicht richtig angeschlossen, beschädigt oder die BIOS-Einstellungen haben sich einfach zurückgesetzt. Was auch immer der Grund ist, bevor Sie sich die Haare raufen, es gibt ein paar Lösungsansätze. Manche beinhalten Hardware-Checks, andere BIOS-Anpassungen, und im schlimmsten Fall muss Windows sogar neu installiert werden. Aber wenn Sie die Ursache finden, können Sie sich die Neuinstallation und teure Reparaturen sparen.

Durch das Durchprobieren dieser Methoden erhalten Sie einen besseren Überblick darüber, ob das Problem an der Hardware, der Firmware oder an Systemdateien liegt. Rechnen Sie mit unerwarteten Neustarts, dem erneuten Einsetzen von Komponenten und dem Bearbeiten der BIOS-Einstellungen. Warum diese Schritte funktionieren, ist nicht ganz klar, aber im Allgemeinen helfen sie, Startprobleme zu beheben. Bedenken Sie: Bei manchen Systemen lässt sich das Problem einmalig beheben, bei anderen müssen Sie die Schritte mehrmals durchführen oder weitere Anpassungen vornehmen. Bleiben Sie dran, und hoffentlich behebt eine dieser Lösungen Ihr Problem.

So beheben Sie den Fehler „Standard-Startgerät fehlt oder Start fehlgeschlagen“.

Hardware prüfen und gegebenenfalls austauschen

Dies ist immer ein guter Ausgangspunkt, da Hardwarefehler oft die Ursache sind. Dies trifft zu, wenn Sie feststellen, dass das Laufwerk im BIOS nicht erkannt wird oder wenn zuvor neue Hardware hinzugefügt wurde, die möglicherweise Konflikte verursacht. Betrachten Sie dies als eine physische Überprüfung. Manchmal ist ein loses SATA-Kabel oder ein defektes Laufwerk der Übeltäter. Bei manchen Rechnern kann auch das erneute Einsetzen des Arbeitsspeichers oder das Trennen von Peripheriegeräten Startprobleme beheben.

  • Schalten Sie Ihr Gerät zunächst vollständig aus und trennen Sie es von jeglicher Stromzufuhr. Bei einem Desktop-PC ziehen Sie das Netzkabel ab, und bei einem Laptop entfernen Sie nach Möglichkeit auch den Akku.
  • Bei Desktop-PCs sollte man den Netzschalter etwa 10 Sekunden lang gedrückt halten, um eventuelle Restladung zu entladen. Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar, aber dadurch lassen sich manchmal seltsame BIOS-Einstellungen zurücksetzen.
  • Öffnen Sie das Gehäuse oder die Rückwand (dafür brauchen Sie einen guten alten Schraubenzieher).
  • Überprüfen Sie sorgfältig alle an das Laufwerk angeschlossenen Kabel. Achten Sie auf lose oder beschädigte SATA- oder Stromkabel. Denn natürlich muss Windows es einem unnötig schwer machen.
  • Sollte etwas verdächtig aussehen, überprüfen oder ersetzen Sie die Kabel. Dasselbe gilt für den Arbeitsspeicher und andere Komponenten – setzen Sie sie gegebenenfalls neu ein oder tauschen Sie sie aus.
  • Bei NVMe-Laufwerken ist darauf zu achten, dass der M.2-Steckplatz nicht locker oder verschmutzt ist.

Auf einem Laptop ist der Vorgang ähnlich, aber etwas komplizierter:

  • Schalten Sie das Gerät aus und entnehmen Sie den Akku (falls entnehmbar).Bei fest verbauten Akkus muss die Rückwand vorsichtig entfernt werden.
  • Zum vollständigen Entladen den Netzschalter einige Sekunden lang gedrückt halten.
  • Im Inneren sollten Sie die internen Verbindungen überprüfen, SSD und RAM neu einsetzen und alle losen Kabel abziehen.

BIOS-Einstellungen ändern – Datum, Bootmodus und Bootreihenfolge

Manchmal geraten BIOS-Einstellungen durcheinander, insbesondere nach Updates oder Stromausfällen. Dadurch kann es passieren, dass Ihr Computer das Startlaufwerk nicht mehr findet. Die gute Nachricht: Die BIOS-Reparatur geht in der Regel schnell – vorausgesetzt, Sie haben Zugriff auf die Firmware. Es mag seltsam klingen, aber ein falsches Datum/eine falsche Uhrzeit kann manchmal Startprobleme verursachen, und UEFI-/Legacy-Modus müssen mit Ihrem Laufwerkstyp übereinstimmen.

  1. Starten Sie Ihr Gerät neu und drücken Sie wiederholt die BIOS-Taste (z. B.Del, F2oder F10), sobald der Startbildschirm erscheint. Bei manchen Geräten ist es eine andere Taste – konsultieren Sie Ihr Handbuch oder die Support-Seite des Herstellers. Bei einem Gerät hat es funktioniert, bei einem anderen nicht.
  2. Sobald Sie im System sind, überprüfen Sie Datum und Uhrzeit – korrigieren Sie diese, falls sie falsch sind. Dies gilt insbesondere, wenn das BIOS ein Datum aus dem letzten Jahr oder ein anderes unsinniges Datum anzeigt.
  3. Suchen Sie als Nächstes die Einstellung für den Bootmodus.Ändern Sie diese je nach Systemkonfiguration von UEFI auf Legacy (oder umgekehrt).Bei neueren Festplatten mit UEFI sollten Sie den UEFI-Modus beibehalten, es sei denn, Sie installieren ein älteres Betriebssystem. Durch diese Änderung kann das BIOS die Festplatte möglicherweise korrekt erkennen und von ihr booten.
  4. Vergessen Sie nicht die Bootreihenfolge. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hauptlaufwerk (SSD oder HDD) an erster Stelle steht. Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie das Programm. Drücken Sie dazu F10 oder die entsprechende Speichertaste. Starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob das Problem dadurch behoben wurde.

Bootreihenfolge ändern oder zurücksetzen

Wenn das BIOS Ihr Laufwerk erkennt, aber der Computer nicht bootet, liegt das wahrscheinlich an der Bootreihenfolge. Oft hilft es, die Bootreihenfolge zu ändern. Manchmal ändert Windows oder ein kürzlich durchgeführter BIOS-Reset diese Einstellung unbemerkt.

  1. Rufen Sie das BIOS erneut auf und suchen Sie das Menü „Boot“ oder „Bootreihenfolge“.
  2. Stellen Sie sicher, dass sich Ihr primäres Laufwerk (das mit der installierten Windows-Festplatte) ganz oben in der Liste befindet.
  3. Speichern und beenden. Falls Ihr System immer noch nicht startet, versuchen Sie, das Laufwerk direkt im Startmenü auszuwählen (manchmal auch „Startüberschreibung“ genannt).

Automatisierte Reparatur über die Windows-Wiederherstellung

Wenn die Hardware in Ordnung zu sein scheint, Windows aber nicht startet, liegt das wahrscheinlich an beschädigten System- oder Startdateien. Die integrierte automatische Reparaturfunktion kann häufige Startprobleme erkennen und beheben. Die Verwendung von Wiederherstellungsmedien ist hier ratsam, insbesondere wenn Ihr Betriebssystem nicht normal lädt.

  • Laden Sie das Windows Media Creation Tool herunter und erstellen Sie ein Wiederherstellungslaufwerk auf einem anderen PC (vorzugsweise per USB-Stick).
  • Legen Sie das Wiederherstellungsmedium ein und schalten Sie anschließend Ihr betroffenes Gerät aus.
  • Bevor das Windows-Logo erscheint, drücken Sie wiederholt die Starttaste ( normalerweise F12, F11 oder Esc – siehe Dokumentation Ihres Geräts oder Support-Website).Möglicherweise müssen Sie es mehrmals versuchen.
  • Wählen Sie im Startmenü das Wiederherstellungsmedium aus, um die Windows-Installation von USB zu starten.
  • Wählen Sie im ersten Bildschirm Ihre Sprache und Ihr Tastaturlayout aus und klicken Sie dann auf Weiter.
  • Navigieren Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starthilfe.
  • Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und lassen Sie Windows Startprobleme diagnostizieren und beheben. Bei manchen Systemen dauert dies etwas, aber es funktioniert oft.

Wenn die Reparatur nicht funktioniert, können Sie Folgendes versuchen: Setzen Sie den PC zurück. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass dabei Ihre Daten gelöscht werden könnten, wenn Sie nicht die richtigen Optionen auswählen. Erstellen Sie daher vorsichtshalber Sicherungskopien.

Speichercontroller-Modus anpassen

Das ist ein häufiger Fehler, als man denkt. Das BIOS ist manchmal standardmäßig im IDE-Modus, was zu Konflikten mit modernen SSDs führen kann, die den AHCI-Modus erwarten. Durch Umstellen des BIOS-Modus wird Ihr Laufwerk möglicherweise wieder erkannt – ohne dass Sie die Hardware austauschen müssen.

  1. Starten Sie den Computer neu und rufen Sie das BIOS auf (drücken Sie die BIOS-Taste erneut).
  2. Navigieren Sie zu SATA-Konfiguration oder Ähnlichem (manchmal unter Erweiterte Einstellungen).
  3. Ändern Sie den Modus von IDE (oder Kompatibilitätsmodus) auf AHCI.
  4. Speichern und beenden. Neustart und prüfen, ob Windows normal startet.

Achtung: Das Ändern dieses Modus nach der Windows-Installation kann zu Startproblemen führen, sofern Sie nicht vorher die Registrierung anpassen. Im BIOS-Modus besteht jedoch kein Grund zur Sorge.

Bootpartition wieder aktivieren

Wenn die Windows-Partition aus irgendeinem Grund als inaktiv markiert ist, weiß das System nicht, wo es starten soll. Sie können dies mithilfe der Eingabeaufforderung im Wiederherstellungsmodus beheben.

  1. Erstellen oder legen Sie ein Wiederherstellungsmedium ein und starten Sie anschließend die Windows-Wiederherstellungsumgebung.
  2. Wählen Sie Ihre Sprache und Tastatur aus und gehen Sie dann zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
  3. Geben Sie im Befehlsfenster Folgendes ein:
    • diskpart
    • list disk
    • select disk 0(oder Ihre Hauptlaufwerksnummer)
    • list partition
    • Suchen Sie die Partition, auf der Windows installiert ist (normalerweise mit „Primär“ oder „Windows“ bezeichnet), und geben Sie dann Folgendes ein select partition 1(passen Sie die Zahl gegebenenfalls an):
    • Zum Schluss geben Sie den Befehl ein, activeum es als bootfähig zu markieren.
  4. Beenden Sie das Programm und starten Sie es neu, um zu sehen, ob das Problem dadurch behoben wurde.

Reparieren Sie den Bootsektor (MBR oder GPT).

Ist der Bootsektor beschädigt, kann Windows nicht starten. Sie können den Bootsektor mithilfe bestimmter Befehle wiederherstellen, müssen aber wissen, ob Ihr Laufwerk MBR oder GPT verwendet – üblicherweise MBR für ältere Systeme und GPT für UEFI.

Für MBR-Laufwerke:

  • Starten Sie im Wiederherstellungsmodus, öffnen Sie die Eingabeaufforderung und führen Sie dann Folgendes aus:
bootrec /FixMBR bootrec /FixBoot bootrec /Scanos bootrec /Rebuildbcd 

Für GPT-Laufwerke:

  • Führen Sie diese Befehle in der angegebenen Reihenfolge aus:
diskpart list vol select vol X (where X is the System volume, e.g., 4) assign letter=K exit cd /d K:\EFI\Microsoft\Boot\ (or K:\Boot\ or K:\ESD\Windows\EFI\Microsoft\Boot\ if errors) bcdboot C:\Windows /s K: /f UEFI ren BCD BCD.backup bcdboot C:\Windows /s K: /f UEFI exit 

Schließen Sie die Eingabeaufforderung, entfernen Sie das Wiederherstellungsmedium und starten Sie den Computer neu. Hoffentlich startet das System nun ohne diesen Fehler.

Windows als letzten Ausweg neu installieren

Wenn alles andere fehlschlägt und Sie sich ziemlich sicher sind, dass die Hardware in Ordnung ist, ist die Neuinstallation die letzte Option. Verwenden Sie ein neues Wiederherstellungslaufwerk, starten Sie den Computer davon und folgen Sie den Anweisungen, um Windows neu zu installieren. Manchmal ist die einfachste Lösung die beste, insbesondere wenn Systemdateien stark beschädigt wurden. Sichern Sie unbedingt alle wichtigen Daten, bevor Sie beginnen.