So beheben Sie den Fehler „Unbekanntes USB-Gerät (Port-Reset fehlgeschlagen)“.
Wenn ein unbekanntes USB-Gerät die Fehlermeldung „Port-Reset fehlgeschlagen“ anzeigt, kann das extrem frustrierend sein, besonders wenn ein angeschlossener USB-Stick oder ein anderes Gerät plötzlich nicht mehr erkannt wird oder die Verbindung ständig abbricht. Es scheint, als ob Windows die Hardware einfach nicht richtig erkennt, egal wie oft man die Verbindung wiederherstellt oder den Computer neu startet. Meistens stecken Treiberkonflikte, Hardware-Eigenheiten oder Probleme mit der Energieverwaltung dahinter. Glücklicherweise gibt es einige Lösungsansätze, die das Problem in der Regel beheben. Ziel ist es, Windows dazu zu bringen, das USB-Gerät wieder korrekt zu erkennen und zu verwenden, ohne dass eine vollständige Neuinstallation oder tiefgreifende Hardware-Eingriffe nötig sind. Hier finden Sie eine Sammlung von Schritten, die bei ähnlichen Problemen geholfen haben, inklusive Erklärungen, damit Sie die zugrundeliegenden Zusammenhänge verstehen.
Ursachen des Fehlers „Unbekanntes USB-Gerät (Port-Reset fehlgeschlagen)“
Dieses Problem tritt in der Regel aufgrund fehlerhafter Hardware, Treiberkonflikten oder fehlgeschlagener Energieeinstellungen auf. Einige häufige Ursachen:
- Defekte USB-Kabel, -Anschlüsse oder -Geräte.
- Unübersichtliche oder alte Fahrer verursachen Konflikte.
- Energiespareinstellungen, die USB-Anschlüsse unnötigerweise abschalten.
- Inkompatibilitätsprobleme mit Ihren Betriebssystem-Updates oder Ihrer BIOS-Version.
Behebung des Fehlers „Unbekanntes USB-Gerät (Port-Reset fehlgeschlagen)“
Bevor Sie kompliziertere Änderungen vornehmen, ist der einfachste Schritt ein Neustart des Systems – versuchen Sie es am besten mehrmals, während Sie das Gerät ein- und ausstecken. Manchmal hängt sich Windows in einem ungewöhnlichen Zustand auf, und ein Neustart behebt das Problem. Vergessen Sie außerdem nicht, den Schnellstart unter Systemsteuerung > Energieoptionen > Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll > Einstellungen ändern, die momentan nicht verfügbar sind, zu deaktivieren. Der Schnellstart kann die ordnungsgemäße Hardware-Initialisierung blockieren; durch Deaktivierung wird ein sauberer Systemstart gewährleistet.
Sollte das nicht helfen, schauen Sie sich die folgenden Lösungen an – das sind bewährte Maßnahmen, die schon vielen Nutzern geholfen haben.
Geräte und Anschlüsse prüfen
Hierbei geht es darum, die tatsächliche Ursache des Problems einzugrenzen. Manchmal ist es nur ein loses Kabel oder ein defekter Anschluss. Daher sollte man, wenn möglich, Folgendes tun:
- Stecken Sie das USB-Gerät in denselben und in verschiedene andere Ports.
- Versuchen Sie es gegebenenfalls mit einem anderen Kabel.
- Trennen Sie andere Peripheriegeräte, insbesondere solche, die an derselben Seite angeschlossen sind, da es zu Störungen kommen kann, wenn mehrere Geräte denselben Controller verwenden.
- Testen Sie das Gerät an einem anderen PC – eine gute Möglichkeit, um festzustellen, ob es sich um ein Hardware- oder ein Host-Problem handelt.
- Wenn Sie einen USB-Hub verwenden, versuchen Sie, den PC direkt anzuschließen – Hubs können manchmal Probleme mit der Stromversorgung oder der Bandbreite verursachen.
Diese Schritte helfen herauszufinden, ob das Problem am Gerät, am Kabel oder am USB-Anschluss des Mainboards liegt. Bei manchen Konfigurationen funktioniert das Gerät an anderen Anschlüssen oder Systemen einwandfrei, wodurch sich ein Hardwarefehler leichter eingrenzen lässt.
Führen Sie die Problembehandlung für Hardware und Geräte aus.
Dieses in Windows integrierte Tool wirkt manchmal Wunder bei kleineren Treiberproblemen – etwas seltsam, aber einen Versuch ist es wert. Es ist ein echter Geheimtipp, denn in Windows 10/11 erscheint es nicht mehr als reguläre Problembehandlung in den Einstellungen, sondern kann über die Eingabeaufforderung oder „Ausführen“ gestartet werden.
msdt.exe -id DeviceDiagnostic
Dadurch wird die Problembehandlung für Hardware und Geräte geöffnet. Folgen Sie einfach den Anweisungen. Einige Geräte – wie beispielsweise Surface-Geräte oder kundenspezifische Peripheriegeräte – verfügen auch über eigene Problembehandlungen, die Sie auf den jeweiligen Supportseiten finden (z. B.hier ).Dieser Vorgang dient lediglich dazu, offensichtliche Probleme zu melden.
USB-Gerät entfernen und nach Hardwareänderungen suchen
Manchmal „merkt“ sich Windows das Gerät und sucht weiterhin danach, selbst wenn es nicht angeschlossen ist, was zu Konflikten führt. So beheben Sie das Problem:
- Öffnen Sie „Ausführen“ mit dem Befehl „Ausführen Win + R“, geben Sie „Geräte-Manager“
devmgmt.mscein und drücken Sie die Eingabetaste. - Klicken Sie im Geräte-Manager mit der rechten Maustaste auf das problematische Gerät (oder dessen Eintrag „Unbekanntes Gerät“) und wählen Sie „Gerät deinstallieren“.
- Klicken Sie anschließend in der Menüleiste auf „Aktion“ > „Nach Hardwareänderungen suchen“. Dadurch wird Windows gezwungen, angeschlossene Hardware erneut zu erkennen.
Falls Sie das USB-Kabel nicht physisch abziehen können – vielleicht befindet es sich an einer schwer zugänglichen Stelle – deaktivieren Sie zunächst den USB-Anschluss im Geräte-Manager (Rechtsklick → Deaktivieren), suchen Sie dann nach Hardwareänderungen und aktivieren Sie ihn anschließend wieder. Windows hat manchmal Probleme mit der Anschlusserkennung.
USB-Treiber deinstallieren und neu installieren
Veraltete Treiber oder übriggebliebene Einträge können Konflikte verursachen. So entfernen Sie sie:
- Klicken Sie im Geräte-Manager auf Ansicht > Ausgeblendete Geräte anzeigen.
- Universelle serielle Bus-Controller erweitern.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen ausgegrauten Eintrag oder einen Eintrag mit der Bezeichnung „Unbekanntes USB-Gerät“ und wählen Sie „Gerät deinstallieren “.
- Nach der Deinstallation aller verdächtigen Geräte starten Sie Ihren PC neu – Windows sollte die Standardtreiber automatisch neu installieren.
Wenn das Gerät nach einem Neustart weiterhin nicht funktioniert, überprüfen Sie die Geräteeigenschaften. Windows installiert manchmal einen generischen Treiber von Microsoft, der möglicherweise nicht ausreicht. Sie können die neuesten Treiber manuell von der Website des Herstellers herunterladen und über den Geräte-Manager aktualisieren.
USB-Treiber aktualisieren oder neu installieren
Sind die Treiber veraltet oder beschädigt, liegt es oft daran. Zum Aktualisieren:
- Erweitern Sie im Geräte-Manager die Kategorie „Universal Serial Bus-Controller“.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das unbekannte oder problematische Gerät und wählen Sie „Treiber aktualisieren“.
- Wählen Sie „Automatisch nach Treibern suchen“ und lassen Sie Windows seine Arbeit erledigen.
Wenn das nicht hilft, versuchen Sie eine Neuinstallation: Klicken Sie mit der rechten Maustaste, wählen Sie „Gerät deinstallieren“, starten Sie den Computer neu und lassen Sie Windows die Software automatisch neu installieren. Oder noch besser: Laden Sie die neueste Version direkt von der Website des Herstellers herunter und installieren Sie sie manuell.
Selektives USB-Suspendieren deaktivieren
Diese Energiesparfunktion kann paradoxerweise zu Verbindungsabbrüchen oder Neustarts führen, insbesondere wenn ein Port während der Nutzung deaktiviert wird. So deaktivieren Sie sie:
- Öffnen Sie „Ausführen“ mit Win + R, geben Sie ein
powercfg.cplund drücken Sie die Eingabetaste. - Klicken Sie anschließend neben Ihrem aktuellen Energiesparplan auf „Planeinstellungen ändern “.
- Klicken Sie auf „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“.
- Erweitern Sie die USB-Einstellungen > Selektive USB-Suspend-Einstellung.
- Stellen Sie beide Optionen auf „Deaktiviert“.
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und „OK“.
Starten Sie das System neu und prüfen Sie, ob der Fehler weiterhin besteht. Falls ja, machen Sie die Änderung rückgängig und versuchen Sie andere Lösungsansätze.
Energieverwaltungseinstellungen anpassen
Windows schaltet möglicherweise USB-Anschlüsse ab, um Strom zu sparen, insbesondere bei Laptops. Um dies zu verhindern:
- Geräte-Manager öffnen.
- Universelle serielle Bus-Controller erweitern.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jeden USB-Root-Hub und wählen Sie „Eigenschaften“.
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Energieverwaltung“ und deaktivieren Sie die Option „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“.
- Wiederholen Sie den Vorgang für alle USB-Root-Hubs.
Bei manchen Nutzern kann auch das Deaktivieren der C-States im BIOS (oder UEFI) helfen – insbesondere bei Ryzen- oder Lenovo-Systemen. Es handelt sich dabei um eine Energiesparfunktion des BIOS, die die USB-Anschlüsse manchmal auf ungewöhnliche Weise einschränkt.
Rüsten Sie auf eine PCIe USB 3.0-Karte oder einen aktiven Hub auf.
Wenn Ihr Gerät USB 3.0 benötigt und die Anschlüsse Ihres Mainboards fehlerhaft oder veraltet sind, sollten Sie die Installation einer PCIe-USB-3.0-Erweiterungskarte in Betracht ziehen. Diese sind in der Regel sofort einsatzbereit und bieten stabile, mit Strom versorgte Verbindungen. Alternativ kann ein hochwertiger USB-Hub mit eigener Stromversorgung Ihre Geräte mit Strom versorgen und Konflikte reduzieren.
USB-Debugging im System-BIOS aktivieren (Relevant für bestimmte Systeme)
Bei Systemen wie Dell kann die Aktivierung der Funktion „USB-Debugging“ im BIOS manchmal Treiberprobleme beheben, insbesondere bei neueren Peripheriegeräten mit USB 3.0. So gehen Sie vor:
- Starten Sie den Computer neu und rufen Sie das BIOS/UEFI auf (normalerweise F2 oder Entf beim Start).
- Navigieren Sie zu Erweitert > Verschiedene Geräte.
- Markieren Sie USB-Debugging und stellen Sie es auf „Aktiviert“.
- Drücken Sie F10, um zu speichern und das Programm zu beenden.
Denken Sie daran, diese Funktion nach Updates zu deaktivieren, da die Anschlüsse sonst möglicherweise auf das langsamere USB 2.0 zurückfallen…
Windows und BIOS aktualisieren
Durch ein stets aktuelles System können auch zugrundeliegende Fehler behoben werden, die diese Probleme verursachen. Führen Sie Windows Update regelmäßig aus: Einstellungen > Windows Update > Nach Updates suchen. Prüfen Sie außerdem die Website Ihres Mainboard-Herstellers auf BIOS-Updates – manchmal unterstützt ein neueres BIOS USB 3.0 besser oder behebt Fehler, die externe Geräte beeinträchtigen. Gehen Sie dabei jedoch vorsichtig vor und befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers genau, um Ihr Mainboard nicht zu beschädigen.
Nachdem man die meisten dieser Tipps ausprobiert hat, braucht es manchmal Geduld und das Testen verschiedener Kombinationen. Nicht alle Hardwarekonfigurationen sind gleich, und was bei dem einen funktioniert, muss nicht unbedingt auch bei dem anderen funktionieren. Aber wenn das Gerät nach diesen Anpassungen wieder erkannt wird, ist das ein Erfolg.
Zusammenfassung
- Neustart mit/ohne angeschlossenes Gerät, Schnellstart deaktivieren.
- Kabel und Anschlüsse prüfen und gegebenenfalls austauschen.
- Führen Sie die Hardware-Problembehandlung aus.
- Treiber deinstallieren und neu installieren, Treiber bei Bedarf aktualisieren.
- Selektives USB-Energiesparen deaktivieren, Energiemanagement anpassen.
- Erwägen Sie Hardware-Upgrades wie PCIe-USB-Karten oder aktive Hubs.
- Aktualisieren Sie Windows und BIOS gegebenenfalls.
Zusammenfassung
Die Fehlermeldung „Port-Reset fehlgeschlagen“ kann einem schnell wie ein Kampf gegen Windmühlen vorkommen, doch die meisten Probleme lassen sich auf Treiberkonflikte oder fehlerhafte Energieeinstellungen zurückführen. Mit systematischem Vorgehen ist das Problem in der Regel behebbar – manchmal reichen ein paar Neustarts, manchmal muss der Treiber bereinigt oder das BIOS angepasst werden. Es ist schon seltsam, warum manche Rechner ihre Peripheriegeräte einfach nicht erkennen. Diese Schritte sollten aber die meisten Fälle abdecken, und hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden. Daumen drücken!