So beheben Sie den Fehler „Zugriff verweigert“ beim Ausführen von Bootrec /Fixboot
Die Fehlermeldung „Bootrec /FixBoot Zugriff verweigert“ ist wirklich ärgerlich, besonders wenn man versucht, den Windows-Bootloader zu reparieren. Das Problem ist, dass Windows auf UEFI-Systemen diesen Befehl nicht so verarbeitet wie bei älteren BIOS-Versionen, da die EFI-Systempartition (ESP) standardmäßig nicht eingebunden und somit versteckt ist. Wenn FixBoot also versucht, darauf zuzugreifen, stößt es auf die Fehlermeldung „Zugriff verweigert“.Ärgerlich, oder? Es gibt jedoch einen Workaround, den man ausprobieren sollte, insbesondere wenn man feststeckt und Windows nicht normal starten kann. Dabei muss die EFI-Partition manuell mit diskpart eingebunden und anschließend einige Befehle erneut ausgeführt oder BCDBoot verwendet werden, um die Bootdateien neu zu erstellen. Das ist zwar etwas umständlich, funktioniert aber manchmal, wenn andere Lösungsansätze versagen. Bei einigen Windows-Versionen wie 1707, 1709 oder 1803 tritt dieses Problem häufiger auf. Wenn Sie also eine dieser Versionen verwenden, sollten Sie sich auf zusätzliche Fehlersuche einstellen.
Wie man den Fehler „Zugriff verweigert“ beim Ausführen von Bootrec /FixBoot unter UEFI behebt
Verwendung von Diskpart zum Einbinden der EFI-Systempartition
Diese Methode ist hilfreich, da FixBoot die EFI-Partition nicht bearbeiten kann, wenn diese nicht eingebunden ist. Durch die Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens zur ESP-Partition geben Sie Windows einen Speicherort, auf den es zugreifen kann. So geht’s:
- Starten Sie Ihre WinRE-Umgebung – gehen Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
- Ermitteln Sie zunächst, auf welcher Festplatte Windows installiert ist:
diskpart - Alle Datenträger auflisten:
list disk. Suchen Sie Ihren primären Datenträger (normalerweise Datenträger 0) und wählen Sie ihn dann mit folgendem Befehl aus:sel disk 0. Bei manchen Konfigurationen ist ein kleiner Datenträger (ca.128 GB oder 256 GB) wahrscheinlich Ihr Hauptlaufwerk. - Suchen Sie anschließend
list volnach dem Volume mit der Bezeichnung System oder FAT32, das etwa 100–200 MB groß ist. Es kann auch als System und Boot gekennzeichnet sein. Die Volume-Nummer kann 2 oder 3 lauten. - Wählen Sie die entsprechende Lautstärke aus:
sel vol 2(Ersetzen Sie die 2 durch Ihre Lautstärkenummer, falls diese abweicht). - Weisen Sie dem Laufwerk einen Buchstaben zu – beispielsweise R: – mit folgendem Befehl:
assign letter=R. Dies ist erforderlich, damit Windows darauf zugreifen kann. - Geben Sie Folgendes ein
exit, um diskpart zu verlassen.
Nachdem die EFI-Partition nun eingebunden ist, können Sie erneut versuchen, die Bootdateien zu reparieren. Die Ausführung bootrec /FixBootkönnte jetzt funktionieren, aber falls nicht, hier der alternative Trick:
Verwenden Sie BCDBoot, um die Bootdateien neu zu erstellen.
- Navigieren Sie zum EFI-Ordner:
cd /d R:\EFI\Microsoft\Boot\. Falls dieser Pfad nicht gefunden wird, versuchen Sie folgende Alternativen:cd /d R:\Boot\cd /d R:\ESD\Windows\EFI\Microsoft\Boot\
- Führen Sie diesen Befehl aus, um die Startdateien Ihrer Windows-Installation zu kopieren:
bcdboot C:\Windows /s R: /f UEFI. Ersetzen SieC:\Windowsdurch Ihr tatsächliches Windows-Verzeichnis, falls dieses abweicht. Dieser Befehl erstellt die BCD (Startkonfigurationsdaten) neu und kopiert alle erforderlichen Dateien auf die EFI-Partition. - Optional können Sie zuerst Ihre bestehende BCD sichern:
ren BCD BCD.bak - Erstellen Sie anschließend einen neuen BCD-Speicher:
Bcdboot C:\Windows /s R: /f UEFI. - Geben Sie abschließend den Befehl ein
exitund starten Sie den Computer neu. Hoffentlich startet Ihr System nun wieder ohne die Fehlermeldung „Zugriff verweigert“.
Eines sollte man beachten: Windows braucht manchmal etwas mehr Überredungskunst. Die EFI-Partition kann etwas störrisch sein, und bei manchen Konfigurationen müssen die Befehle eventuell leicht angepasst werden. Aber keine Sorge, oft reicht das schon, um alles wieder zum Laufen zu bringen. Und ja, auf manchen Rechnern kann der Prozess etwas unzuverlässig sein – mal funktioniert er, dann nicht, dann wieder nicht. Denn natürlich muss Windows es einem unnötig schwer machen.
Wenn alles andere fehlschlägt: EFI löschen und automatische Reparatur verwenden.
Wenn das Einbinden und manuelle Reparieren der EFI-Partition nicht hilft, besteht ein weiterer Ansatz darin, sie zu löschen und Windows die automatische Wiederherstellung durchführen zu lassen. Erstellen Sie zunächst ein bootfähiges Windows 10/11-Medium (vorzugsweise von einer Version wie 1703, da diese in der Regel etwas fehlertoleranter ist).Starten Sie anschließend im Wiederherstellungsmodus und gehen Sie wie folgt vor:
- Starten Sie die Eingabeaufforderung erneut.
- Verwenden Sie diskpart, um die EFI-Partition zu löschen:
diskpartlist disk- Wählen Sie Ihr Laufwerk aus mit:
sel disk 0 - Listenbände:
list vol - Suchen und wählen Sie das EFI-Volume aus:
sel vol 2(oder die Nummer Ihres Volumes) - Löschen Sie es:
delete volume
- Beenden Sie diskpart (
exit) und führen Sie anschließend das Starthilfetool aus dem Wiederherstellungsmenü aus. Dieser Vorgang erstellt die EFI-Partition mitunter komplett neu und behebt so zugrundeliegende Beschädigungen.
Diese Vorgehensweise ist zwar etwas drastisch, aber wenn die EFI-Partition beschädigt oder falsch konfiguriert war, könnte sie die Ursache beheben. Nur zur Info: Das Löschen von Partitionen kann riskant sein. Erstellen Sie daher nach Möglichkeit unbedingt Backups. Starten Sie den Computer nach der Reparatur neu und prüfen Sie, ob Windows normal startet.
Schlussgedanken
Manchmal treten diese EFI-Bootprobleme unerwartet auf, insbesondere nach Windows-Updates oder unerwarteten Festplattenoperationen. Die wichtigste Erkenntnis? Das manuelle Einbinden der EFI-Partition und das Ausführen von BCDBoot oder die direkte Reparatur des BCD-Codes behebt oft das Problem. Es ist nicht immer ganz einfach, und bei manchen Systemen ist etwas Ausprobieren nötig. In den meisten Fällen bietet diese Methode aber zumindest eine Chance, das Problem ohne eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems zu beheben. Hoffentlich hilft das jemandem, ohne großen Frust wieder auf die Beine zu kommen.
Zusammenfassung
- Die EFI-Partition kann manuell mit diskpart eingebunden und ihr ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen werden.
- Verwenden Sie BCDBoot, um Bootdateien neu zu erstellen oder zu kopieren, falls FixBoot fehlschlägt.
- Löschen Sie gegebenenfalls die EFI-Partition und verwenden Sie die automatische Reparaturfunktion, um die Systemdateien wiederherzustellen.
- Beachten Sie, dass dieser Prozess je nach Hardware und Windows-Version unzuverlässig sein kann.
Zusammenfassung
Den Fehler „Zugriff verweigert“ unter UEFI zu beheben, kann etwas knifflig sein, ist aber mit Geduld und den richtigen Befehlen meist möglich. Seien Sie bei Partitionierungsoperationen vorsichtig – Datenverlust ist ärgerlich. In den meisten Fällen bietet das manuelle Mounten der EFI-Partition und die Verwendung von BCDBoot die Chance, das Problem zu beheben, ohne von vorne beginnen zu müssen. Ich hoffe, das spart Ihnen etwas Zeit bei der Fehlersuche – viel Erfolg!