So beheben Sie effektiv das Bildschirmflackern Ihres Dell-Laptops
Bildschirmflackern auf einem Dell-Laptop ist ziemlich ärgerlich, besonders wenn es scheinbar aus dem Nichts auftritt – beispielsweise nach einem Windows-Update, der Installation einer neuen App oder einer leichten Erschütterung. Manchmal ist es nur ein Softwarefehler, manchmal aber auch ein Hardwaredefekt. Ziel ist es, die Ursache einzugrenzen – ob Treiberproblem, Softwarekonflikt oder Hardwaredefekt –, um das Problem beheben zu können, anstatt endlos herumzuprobieren und den Laptop immer wieder neu zu starten.
So beheben Sie Bildschirmflackern auf Ihrem Dell-Laptop
Prüfen Sie, ob das Flackern im BIOS und bei Verwendung externer Bildschirme auftritt.
Das mag seltsam klingen, aber zunächst sollte man prüfen, ob das Bildschirmflackern software- oder hardwarebedingt ist. Starten Sie den Laptop neu und drücken Sie direkt nach dem Einschalten wiederholt die Taste F2 (normalerweise die BIOS-Taste).Wenn das Flackern im BIOS angezeigt wird, handelt es sich um ein Hardwareproblem, wahrscheinlich mit dem Display, seinen Anschlüssen oder der Grafikkarte. Wenn im BIOS alles in Ordnung aussieht, der Bildschirm aber erst nach dem Windows-Start flackert, liegt es wahrscheinlich an einem Treiber- oder Softwarekonflikt.
Wenn Sie einen externen Monitor besitzen, schließen Sie Ihren Dell-Computer über HDMI oder DisplayPort daran an.Ändern Sie den Anzeigemodus mit der Tastenkombination Windows + P auf „Duplizieren“ oder „Erweitern“.Flackert der externe Monitor ebenfalls, deutet dies auf ein Problem mit der Grafikkarte oder dem Treiber hin. Andernfalls liegt das Problem wahrscheinlich am Hauptbildschirm oder dessen Anschlüssen. Manchmal tritt das Flackern nur auf dem integrierten Display auf, was auf lose Kabel oder defekte Panels hindeutet.
Hinweis: Bei manchen Geräten kann das Flackern im BIOS oder unter bestimmten Lasten auftreten.Überprüfen Sie daher beide Szenarien.
Sauberer Neustart zur Erkennung von Softwarekonflikten
Tritt das Bildschirmflackern nur unter Windows und nicht im BIOS oder auf externen Bildschirmen auf, werden die Probleme wahrscheinlich durch Drittanbieter-Apps verursacht. Es empfiehlt sich, im abgesicherten Modus zu starten, um die Ursache zu finden. Im abgesicherten Modus werden nur die wichtigsten Microsoft-Dienste ausgeführt. Prüfen Sie, ob das Flackern weiterhin besteht. Falls nicht, fügen Sie die Dienste oder Autostartprogramme nacheinander wieder hinzu, bis Sie den Verursacher gefunden haben.
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie dann den gewünschten Text ein
msconfigund drücken Sie die Eingabetaste. - Aktivieren Sie unter dem Reiter „Dienste“ die Option „Alle Microsoft-Dienste ausblenden“ und klicken Sie anschließend auf „Alle deaktivieren“.
- Wechseln Sie im Task-Manager zur Registerkarte „Autostart“ (drücken Sie Strg + Umschalt + Esc und gehen Sie dann zu „Autostart“ ).
- Deaktivieren Sie alle Autostart-Apps und starten Sie den Computer anschließend neu.
- Starten Sie nach dem Hochfahren nur einige Apps/Dienste, um zu prüfen, ob das Flackern wieder auftritt. Falls ja, deaktivieren Sie weitere. Falls nein, sind Sie kurz davor, die problematische App oder den problematischen Dienst zu identifizieren.
Sobald Sie die Software identifiziert haben, die möglicherweise das Bildschirmflackern verursacht, können Sie diese über „Programme und Funktionen “ ( appwiz.cpl) oder über das Menü „Einstellungen“ deinstallieren oder deaktivieren. Manchmal kann ein kürzlich durchgeführtes Update oder eine inkompatible App die Bildschirmausgabe beeinträchtigen.
Aktualisieren oder installieren Sie die Anzeigetreiber neu.
Grafiktreiber sind dafür bekannt, insbesondere nach Windows-Updates Bildflimmern, Artefakte oder Bildfehler zu verursachen. Sollten Sie erst nach einem Treiberupdate Bildflimmern feststellen, versuchen Sie zunächst, den Treiber zu aktualisieren oder auf eine ältere Version zurückzusetzen.
- Öffnen Sie den Geräte-Manager, indem Sie
devmgmt.msc„Ausführen“ eingeben. - Erweitern Sie den Eintrag „Grafikkarten“, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf Ihre GPU und wählen Sie „Treiber aktualisieren“.
- Wenn Ihr System sich nicht automatisch aktualisiert, können Sie bei AMD, NVIDIA oder Intel nach den neuesten Treibern suchen.
- Wenn ein Update nicht hilft, können Sie versuchen, den Treiber zu deinstallieren: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Grafikadapter und wählen Sie „Gerät deinstallieren“. Starten Sie den Computer neu, damit Windows den Standardtreiber oder den neuesten Treiber automatisch neu installiert, oder installieren Sie die neuesten Treiber manuell von den offiziellen Websites.
Tipp: Manchmal funktionieren ältere Treiber besser. Falls ein Update Probleme verursacht, kann es helfen, im Geräte-Manager auf eine ältere Version zurückzugehen. Warum das funktioniert, ist unklar, aber auf manchen Systemen macht der neueste Treiber einfach Probleme.
Überprüfen Sie die Bildwiederholfrequenz und die Anzeigeeinstellungen.
Zu hohe oder inkompatible Bildwiederholraten können zu Flimmern führen, insbesondere wenn adaptive Synchronisierung (G-Sync, FreeSync usw.) aktiviert ist. So beheben Sie das Problem:
- Öffnen Sie Einstellungen > System > Anzeige.
- Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf „Erweiterte Anzeige“.
- Suchen Sie das Dropdown-Menü für die Bildwiederholfrequenz. Ist der Wert auf Maximum eingestellt, versuchen Sie, eine etwas niedrigere Frequenz auszuwählen. Manchmal behebt die niedrigste verfügbare Frequenz (z. B.60 Hz) das Flimmern.
- Wenn Sie G-Sync oder FreeSync verwenden, versuchen Sie, diese Funktionen vorübergehend in der Systemsteuerung Ihrer Grafikkarte zu deaktivieren, um zu sehen, ob das Flackern aufhört.
Die Anpassung der Bildwiederholfrequenz erfordert etwas Ausprobieren – manche Bildschirme reagieren empfindlicher als andere.
Testen Sie Ihren Arbeitsspeicher mit der Windows-Speicherdiagnose.
Da integrierte GPUs direkt auf Ihren Arbeitsspeicher (RAM) zugreifen, können Fehler hier zu Anzeigefehlern oder Flimmern führen. Führen Sie das integrierte Speichertool aus:
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein
mdschedund drücken Sie dann die Eingabetaste. - Wählen Sie „Jetzt neu starten“ und prüfen Sie auf Probleme.
- Das System wird neu gestartet, führt den Test durch und startet anschließend mit den Ergebnissen erneut. Sollten Fehler auftreten, könnte der Arbeitsspeicher defekt oder nicht richtig eingesetzt sein.
Profi-Tipp: Setzen Sie Ihre RAM-Module neu ein – schalten Sie den Computer aus, ziehen Sie den Netzstecker und entnehmen Sie die RAM-Riegel vorsichtig. Setzen Sie sie anschließend wieder fest ein. Sollten die Probleme weiterhin bestehen, testen Sie jeweils nur einen Riegel oder tauschen Sie das defekte Modul aus.
Überprüfen Sie die Displayanschlüsse und die Hardware.
Wenn das Bildschirmflackern nur auf dem Laptop-Display (nicht auf externen Geräten) auftritt, könnte ein loses Kabel oder ein defektes Panel die Ursache sein. Bei einigen Dell-Modellen müssen zum Öffnen des Bildschirms Schrauben an den Displayrahmen entfernt und die Displayanschlüsse vorsichtig behandelt werden. Wenn Sie sich das zutrauen, können Sie sich Anleitungen zum Reparieren oder Wiedereinstecken dieser Verbindungen ansehen – oft ist ein loses Kabel die Ursache. Andernfalls sollten Sie einen Fachmann aufsuchen, da Hardware-Reparaturen kompliziert sein können.
Hinweis: Tritt das Flackern auch im BIOS auf, liegt es wahrscheinlich an der Hardware – entweder am Display oder an der Grafikkarte. In diesem Fall muss möglicherweise ein Teil ausgetauscht werden. Hoffentlich hilft das, die Fehlerursache einzugrenzen!
Zusammenfassung
- Prüfen Sie, ob das Flackern im BIOS und auf externen Monitoren auftritt.
- Verwenden Sie einen sauberen Neustart, um Softwarekonflikte auszuschließen.
- Aktualisieren oder installieren Sie die Anzeigetreiber neu.
- Passen Sie die Aktualisierungsraten an und deaktivieren Sie gegebenenfalls die adaptive Synchronisierung.
- Führen Sie die Windows-Speicherdiagnose aus, um den Zustand des Arbeitsspeichers zu überprüfen.
- Überprüfen Sie die Displayanschlüsse physisch oder ziehen Sie eine Hardware-Reparatur in Betracht.
Zusammenfassung
Flackernde Bildschirme können sehr nervig sein, aber oft lässt sich die Ursache schnell finden. Ob es sich um ein Treiberproblem, einen Softwarekonflikt oder ein Hardwareproblem handelt – mit dieser Vorgehensweise finden Sie die Wurzel des Problems. Manchmal ist die Lösung so einfach wie ein Treiberupdate oder das Überprüfen des Displaykabels. In anderen Fällen müssen Sie das Panel oder die Grafikkarte austauschen. In jedem Fall gilt: Wenn Sie die Ursache des Flackerns kennen, müssen Sie nicht ständig den Computer neu starten, sondern können die eigentliche Ursache beheben. Hoffentlich hilft Ihnen diese Anleitung, sich die Fehlersuche zu ersparen.