So beheben Sie effektiv das Problem, dass ein Chromecast ständig puffert
Das ständige Puffern von Videos auf Chromecast kann wirklich frustrierend sein. Meist liegt es an einer Kombination aus langsamer Internetverbindung, WLAN-Problemen oder auch daran, dass sich das Gerät nach längerer Nutzung erhitzt. Manchmal sind es nur vorübergehende Probleme, die sich mit wenigen Handgriffen beheben lassen. Manchmal fühlt es sich aber an, als würde man endlos nach der Ursache suchen. Dieser Leitfaden beschreibt einige gängige Lösungsansätze und gibt praktische Tipps, die bei einigen meiner Tests funktioniert haben. Sie sollten mit Maßnahmen wie Neustarts, Überprüfung der Internetgeschwindigkeit oder – falls WLAN die Ursache ist – der Verwendung von Ethernet rechnen. Ziel ist es, den Stream wieder flüssig laufen zu lassen, denn ehrlich gesagt, niemand möchte ewig auf einen Ladekreis starren.
Wie behebt man Pufferungsprobleme bei Chromecast?
Chromecast neu starten
Als Erstes sollten Sie Ihren Chromecast neu starten. Es mag seltsam klingen, aber ein Neustart behebt oft kleinere Fehler – beispielsweise Cache-Probleme oder Überhitzungsprobleme. Es ist, als ob er eine kurze Pause bekommt und neu starten kann. Trennen Sie dazu Ihren Chromecast vom Fernseher und der Steckdose und warten Sie 2–3 Minuten, bevor Sie alles wieder anschließen. Wenn Sie eine Steckdosenleiste verwenden, schalten Sie diese einfach aus und wieder ein. Manchmal funktioniert das bei manchen Geräten beim ersten Mal nicht, aber nach einem Neustart klappt es – es ist quasi das technische Äquivalent zu „ein- und ausschalten“.
Überprüfen Sie Ihre Internetverbindung
Das ist die klassische Ursache. Führen Sie einen Geschwindigkeitstest mit einem anderen Gerät im selben WLAN-Netzwerk durch. Ist die Verbindung langsam oder instabil, liegt das wahrscheinlich daran, dass Ihre Streams ruckeln.Überprüfen Sie auch den Standort Ihres Routers: Steht er hinter Möbeln oder weit entfernt von Ihrem Chromecast? Bei einem älteren Router kann ein Upgrade auf ein Modell mit Dualband-WLAN, insbesondere 5 GHz, viel bewirken. Falls Sie bereits 5 GHz nutzen, aber weiterhin Probleme haben, versuchen Sie, Ihren Chromecast manuell auf dieses Frequenzband umzustellen. Einige Router ermöglichen die Zuweisung von Geräten zu bestimmten Frequenzbändern über die Benutzeroberfläche. Ein Neustart des Routers (Aus- und Wiedereinschalten) kann ebenfalls viele vorübergehende Netzwerkprobleme beheben. Sollte Ihr Netzwerk weiterhin instabil sein, kontaktieren Sie möglicherweise Ihren Internetanbieter, da es in Ihrer Region zu Ausfällen oder Störungen kommen könnte.
Verwenden Sie Chromecast-kompatible Streaming-Apps
Nicht alle Apps unterstützen Chromecast gleich gut. Zwar kann man technisch gesehen von fast jeder App streamen, doch unterstützte Dienste bieten in der Regel eine bessere Qualität und ein stabileres Streaming, da sie für Chromecast optimiert sind. Nutzen Sie nach Möglichkeit Apps wie YouTube, Netflix, Disney+ oder Hulu – so erleben Sie wahrscheinlich weniger Pufferungsprobleme. Nicht unterstützte Apps laden Videos manchmal weniger optimiert, was zu Rucklern führen kann. Wenn es bei bestimmten Apps häufiger zu Pufferungsproblemen kommt, sollten Sie zunächst auf unterstützte Apps umsteigen.
Andere Downloads oder Bandbreitenfresser stoppen
Wenn Sie große Dateien herunterladen, ein Systemupdate durchführen oder in mehreren Tabs streamen, kann das Ihre Bandbreite stark belasten und die Leistung Ihres Chromecast beeinträchtigen. Schließen Sie Apps oder Browser-Tabs, die viel Internet verbrauchen. Wenn beispielsweise Windows oder Mac im Hintergrund ein Update durchführt, pausieren Sie es kurz.Überprüfen Sie in der Benutzeroberfläche Ihres Routers die verbundenen Geräte und sehen Sie nach, ob ein anderes Gerät die gesamte Bandbreite beansprucht. Bei manchen Routern können Sie den Datenverkehr für Ihren Chromecast priorisieren, was in überlasteten Netzwerken hilfreich ist. Denken Sie daran: Je mehr Geräte gleichzeitig Ihr WLAN nutzen, desto langsamer kann es werden. Versuchen Sie daher, die Aktivitäten einzuschränken, wenn es weiterhin zu Pufferproblemen kommt.
Verwenden Sie Ethernet mit Chromecast
WLAN ist zwar praktisch, aber Funkstörungen können manchmal zu unerwarteten Geschwindigkeitseinbrüchen führen. Bei instabilem WLAN-Signal lässt sich die Stabilität verbessern, indem man Chromecast über einen Ethernet-Adapter anschließt. Diese Adapter verfügen in der Regel über einen USB-Anschluss zur Stromversorgung und einen Standard-Ethernet-Anschluss für die direkte Verbindung mit dem Router – so gehören Störungen der Vergangenheit an. So richten Sie es ein:
- Stecken Sie ein Ende des Ethernet-Kabels in den Ethernet-Anschluss Ihres Routers (normalerweise auf der Rückseite des Routers).
- Verbinden Sie das andere Ende mit dem Ethernet-Adapter.
- Schließen Sie den Ethernet-Adapter an den USB-Anschluss Ihres Chromecast an.
- Stecken Sie den Chromecast in den HDMI-Anschluss Ihres Fernsehers und den Adapter in eine Steckdose.
Sobald alles angeschlossen ist, sollte Ihr Chromecast automatisch auf kabelgebundenes Internet umschalten – das ist in der Regel stabiler und schneller. Bei manchen Konfigurationen ist ein Neustart erforderlich, damit das Gerät die neue Verbindung erkennt. Führen Sie diesen also durch, falls es nicht sofort funktioniert.
Niedrigere Videoqualität
Bei manchen Streaming-Apps lässt sich die Videoqualität manuell reduzieren – beispielsweise von 4K oder HD auf 720p oder sogar niedriger. Weniger Bandbreite bedeutet weniger Pufferung. Diese Option findet man meist in den App-Einstellungen unter Begriffen wie „Videoqualität“ oder „Wiedergabeeinstellungen“.Viele Nutzer machen sich darüber keine Gedanken, aber wenn die Internetverbindung Probleme macht, ist es ein schneller Lösungsansatz. Das Bild wirkt dann zwar etwas körnig, aber immer noch besser als ständiges Puffern.
Chromecast-Cache leeren
Manchmal werden zwischengespeicherte Daten beschädigt oder überfüllt, was zu Streaming-Problemen führen kann. Das Leeren des Caches auf Chromecast mit Google TV ist ganz einfach. Tippen Sie auf Ihr Profilsymbol und anschließend auf „Einstellungen“. Gehen Sie dann zu: System > Speicher > Interner gemeinsam genutzter Speicher > Zwischengespeicherte Daten. Tippen Sie auf „OK“, und alle temporären Daten werden gelöscht. Apps brauchen beim nächsten Start möglicherweise ein oder zwei Sekunden länger zum Laden, aber in der Regel behebt dies einige ungewöhnliche Fehler.
Chromecast-Firmware aktualisieren
Die Verwendung veralteter Firmware kann zu allerlei Problemen führen – darunter auch Pufferprobleme. Prüfen Sie manuell auf Updates: Gehen Sie in Google TV zu Einstellungen > System > Info > Systemaktualisierung. Falls ein Update verfügbar ist, wird es heruntergeladen und installiert. Währenddessen können Sie natürlich keine Inhalte streamen oder das Gerät nutzen. Planen Sie dies entsprechend ein. Firmware-Updates beheben häufig Fehler, verbessern die Stabilität oder fügen neue Funktionen hinzu. Es lohnt sich daher, das Gerät auf dem neuesten Stand zu halten.
Zurücksetzen auf Werkseinstellungen als letzte Möglichkeit
Wenn nichts anderes hilft, kann ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen die Ursache des Problems beheben. Das ist zwar ein drastischer Schritt, da dabei alle Einstellungen und Präferenzen gelöscht werden, aber manchmal ist es unumgänglich. Sie können das Gerät über die Google Home App zurücksetzen: Wählen Sie Ihren Chromecast aus, gehen Sie zu „Einstellungen“, tippen Sie auf die drei Punkte und wählen Sie dann „ Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“. Alternativ können Sie die Reset-Taste am Gerät gedrückt halten, bis sie orange blinkt und dann weiß leuchtet – das signalisiert den Reset. Normalerweise müssen Sie nach dem Zurücksetzen alles neu einrichten, aber dadurch werden oft Fehler behoben, die sich mit anderen Methoden nicht lösen ließen.
Wenden Sie sich an den Support, falls nichts funktioniert.
Wenn Sie all diese Schritte befolgt haben und das Puffern immer noch anhält, ist es vielleicht an der Zeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Chromecast-Supportseite ist ein guter Ausgangspunkt. Dort kann man Ihnen bei der weiteren Fehlerbehebung helfen, und falls die Hardware Ihres Geräts defekt ist, wird es möglicherweise ausgetauscht (sofern es noch Garantie hat).Manchmal liegt einfach ein Hardwareproblem vor, das man erst bemerkt, wenn es von jemandem mit besseren Diagnosemöglichkeiten bestätigt wird.