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So beheben Sie ein fehlendes Startlaufwerk im BIOS

Februar 11, 2026 7 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

Wenn ein Bootlaufwerk im BIOS nicht erkannt wird, kann das extrem frustrierend sein. Manchmal liegt es einfach daran, dass das BIOS das Laufwerk nicht richtig erkennt, insbesondere nach Hardwareänderungen oder wenn es nicht initialisiert ist. In anderen Fällen kann das Problem tiefer liegen – beispielsweise ein beschädigter MBR, lose Kabel oder BIOS-Einstellungen, die bestimmte Geräte blockieren. Zu wissen, was zu überprüfen ist und wie man das Problem behebt, kann viel Ärger ersparen, wenn das System einfach nicht startet. Dieser Leitfaden behandelt die häufigsten Ursachen und praktische Lösungen, damit Ihr Laufwerk wieder erkannt wird und Ihr PC wieder normal startet.

So beheben Sie das Problem, dass ein Startlaufwerk im BIOS nicht angezeigt wird

BIOS auf Standardeinstellungen zurücksetzen

Das ist quasi der erste Schritt, den man versuchen sollte, denn wenn das BIOS fehlerhaft ist oder die Bootreihenfolge nicht stimmt, wird die Festplatte einfach nicht erkannt. Durch das Zurücksetzen auf die Standardeinstellungen werden normalerweise alle Einstellungen korrigiert und Probleme behoben, die durch eine falsche Bootreihenfolge oder deaktivierte Laufwerke verursacht wurden. Bei manchen Systemen funktioniert das schnell und direkt beim ersten Versuch – allerdings nicht immer. Je nach Mainboard gelangen Sie ins BIOS, indem Sie beim Start eine Taste wie Entf, F2 oder Esc drücken.

  • Starten Sie Ihren PC neu und drücken Sie wiederholt die BIOS-Eingabetaste.
  • Sobald Sie sich im Menü befinden, suchen Sie nach Setup-Standardeinstellungen, Load Setup-Standardeinstellungen oder etwas Ähnlichem – normalerweise unter dem Menüpunkt Beenden oder auf einer separaten Registerkarte.
  • Wählen Sie es aus und bestätigen Sie die Eingabe, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  • Drücken Sie F10, um zu speichern und das BIOS zu beenden. Das BIOS wird mit den Standardeinstellungen neu gestartet.

Wenn das Laufwerk immer noch nicht sichtbar ist, fahren Sie mit Hardware-Überprüfungen fort – denn manchmal reicht ein BIOS-Reset nicht aus, insbesondere wenn Kabel locker sind oder das Laufwerk defekt ist.

Physische Verbindungen und Anschlüsse prüfen

Dieser Schritt wird oft übersehen, kann aber die Ursache sein. Nur weil das Laufwerk angeschlossen ist, heißt das nicht, dass es richtig verbunden ist oder das Kabel nicht beschädigt ist. Und ja, selbst ein winziger verbogener Pin oder ein lockeres SATA- oder Stromkabel können dazu führen, dass das Laufwerk im BIOS nicht mehr erkannt wird.

  • Schalten Sie den PC aus und trennen Sie ihn vom Stromnetz.
  • Wenn es Ihnen angenehm ist, öffnen Sie das Gehäuse. Stellen Sie sicher, dass alle SATA- und Stromkabel fest mit Ihrem Laufwerk und dem Mainboard verbunden sind.
  • Versuchen Sie, die Kabel zu tauschen oder, wenn möglich, andere Anschlüsse zu verwenden.
  • Bei SSDs oder HDDs, die über SATA angeschlossen sind, achten Sie darauf, dass sie fest sitzen und die Anschlüsse nicht beschädigt sind.
  • Bei manchen Geräten kann es helfen, das Laufwerk an einem anderen Computer oder mit einem anderen Stromkabel zu testen, um festzustellen, ob das Laufwerk defekt ist.

Manchmal ist der physische Anschluss oder Stecker defekt, wodurch das Laufwerk völlig unsichtbar wird – und dann ist der Austausch von Kabeln oder Laufwerken möglicherweise unausweichlich.

Aktualisieren Sie die Firmware der Speichercontroller und des BIOS.

Veraltete Treiber oder BIOS-Versionen können Erkennungsprobleme verursachen. Durch Aktualisieren der BIOS-Firmware und der Treiber für den Speichercontroller wird sichergestellt, dass Ihr System neue oder vorhandene Hardware besser erkennt. Dies erfolgt üblicherweise über die Support-Website des Mainboard-Herstellers.

  • Besuchen Sie die offizielle Website Ihres Motherboards.
  • Laden Sie die neueste BIOS-Firmware und die zugehörigen Treiber herunter.
  • Folgen Sie deren Anweisungen – typischerweise beinhaltet das Aktualisieren des BIOS das Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks mit der Firmware oder die Verwendung integrierter Aktualisierungstools.
  • Navigieren Sie im BIOS zu „Erweitert“ oder „Onboard-Geräte“ und stellen Sie den SATA-Modus auf AHCI um, falls dies noch nicht geschehen ist, da dieser Modus in der Regel kompatibler ist.
  • Speichern, neu starten und prüfen, ob das Laufwerk angezeigt wird.

Hinweis: Ein BIOS-Update kann riskant sein, wenn es nicht korrekt durchgeführt wird. Im Zweifelsfall sollten Sie sich Hilfe suchen oder die Anleitung sorgfältig lesen, da ein fehlgeschlagenes BIOS-Update Ihr Mainboard unbrauchbar machen kann.

MBR und BCD über bootfähiges Medium wiederherstellen

Wenn das BIOS das Laufwerk erkennt, Windows aber nicht startet und das Laufwerk nicht korrekt erkannt wird, sind möglicherweise der Master Boot Record (MBR) oder die Bootkonfigurationsdaten beschädigt. Dies beeinträchtigt in der Regel den Startvorgang, manchmal wird das Laufwerk aber auch gar nicht erkannt. Mithilfe einer Windows-Wiederherstellungs-DVD oder eines bootfähigen USB-Sticks können Sie die Bootdaten reparieren.

  • Erstellen Sie ein Windows-Wiederherstellungslaufwerk oder verwenden Sie Installationsmedien (USB/DVD).
  • Starten Sie den Computer von diesem Medium – normalerweise stellen Sie die Boot-Priorität im BIOS auf USB oder CD/DVD ein.
  • Wählen Sie im Startbildschirm „Computer reparieren“.
  • Wählen Sie Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
  • Führen Sie die folgenden Befehle aus und drücken Sie Enternach jedem Befehl die entsprechende Taste:
bootrec /FixMBR bootrec /FixBoot bootrec /ScanOs bootrec /RebuildBcd
  • Nach Abschluss des Vorgangs starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob die Festplatte erkannt wird und Windows ordnungsgemäß startet.
  • Beachten Sie, dass Sie diese Befehle bei manchen Systemkonfigurationen mit Administratorrechten oder in einer geeigneten Wiederherstellungsumgebung ausführen müssen. Sollte Windows weiterhin nicht starten oder das Laufwerk im BIOS nicht angezeigt werden, ist das Laufwerk möglicherweise defekt.

    USB- und externe Geräte im BIOS aktivieren

    Wenn Ihr Laufwerk über eine externe Schnittstelle angeschlossen ist oder Sie von einem USB-Laufwerk booten möchten, stellen Sie sicher, dass diese Anschlüsse im BIOS aktiviert sind. Manchmal deaktivieren Mainboards ungenutzte USB-Controller, um Strom zu sparen oder aufgrund von Standardeinstellungen.

    • Neustart, BIOS aufrufen.
    • Navigieren Sie zu „Erweiterte Geräte“ oder „Integrierte Geräte“.
    • Suchen Sie nach „USB-Controller“ und stellen Sie ihn auf „Aktiviert“.
    • Prüfen Sie, ob es eine Option für USB-Boot-Unterstützung oder Ähnliches gibt – aktivieren Sie diese.
    • Speichern und neu starten.

    Bei manchen BIOS-Einstellungen müssen Sie außerdem explizit die Unterstützung für Legacy-USB aktivieren oder den Schnellstart deaktivieren, damit beim Systemstart alle Geräte erkannt werden.

    Bootpriorität anpassen und USB-Bootunterstützung aktivieren

    Um sicherzustellen, dass Ihr System vom richtigen Gerät startet, müssen Sie möglicherweise die Startreihenfolge manuell ändern. So geht’s:

    1. Nach dem Neustart ins BIOS wechseln.
    2. Gehen Sie zum Reiter oder Menü „Boot“.
    3. Sie finden eine Liste von Geräten wie Festplatte, USB-Stick und CD/DVD-Laufwerk. Verwenden Sie die angegebenen Tasten (oft +/− oder Pfeiltasten), um Ihr gewünschtes Gerät nach oben zu verschieben.
    4. Wenn Ihr Laufwerk nicht normal erkannt wird, es sich aber um ein externes (USB-)Laufwerk handelt, stellen Sie sicher, dass das Booten von USB-Geräten aktiviert ist.
    5. Änderungen speichern und neu starten.

    Profi-Tipp: Falls das USB-Laufwerk nicht separat aufgeführt wird, sondern im Abschnitt „Festplatten“ erscheint, verschieben Sie es nach oben und versuchen Sie erneut zu booten.

    Initialisieren oder Formatieren eines neuen Datenträgers

    Wenn Sie gerade ein neues Laufwerk installiert haben und es überhaupt nicht angezeigt wird, muss es wahrscheinlich zuerst initialisiert werden. Die Windows-Datenträgerverwaltung kann das erledigen, und es ist ziemlich einfach:

    1. Drücken Sie Windows + R und geben Sie Folgendes ein diskmgmt.msc:
    2. Drücken Sie die Eingabetaste, um die Datenträgerverwaltung zu öffnen.
    3. Suchen Sie nach Datenträgern, die als „Nicht initialisiert“ gekennzeichnet sind.
    4. Rechtsklicken, Festplatte initialisieren auswählen.
    5. Wählen Sie den von Ihnen bevorzugten Partitionsstil (GPT oder MBR) je nach Kompatibilität mit Ihrem Motherboard und Betriebssystem.
    6. Neuer, nicht zugewiesener Speicherplatz? Klicken Sie mit der rechten Maustaste, wählen Sie „Neues einfaches Volume“ und folgen Sie dem Assistenten, um den Speicherplatz zu formatieren und einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen.

    Nach der Initialisierung sollte das Laufwerk im BIOS angezeigt werden, sofern alle anderen Funktionen in Ordnung sind. Beachten Sie: Ein Laufwerk wird im BIOS nicht angezeigt, wenn es nicht korrekt angeschlossen oder defekt ist. Ignorieren Sie daher keine Hardwarefehler.

    Dienstprogramm zur Fehlerprüfung ausführen

    Defekte Sektoren oder Festplattenfehler können ebenfalls Erkennungsprobleme verursachen. Windows verfügt über ein integriertes Fehlerprüfungsprogramm, das nach defekten Sektoren sucht und versucht, diese zu reparieren, da sie die Laufwerkserkennung beeinträchtigen könnten.

    1. Diesen PC öffnen.
    2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die betroffene Festplatte und wählen Sie „Eigenschaften“.
    3. Gehen Sie zum Reiter „Tools“ und klicken Sie auf „Prüfen“.
    4. Wählen Sie „Dateisystemfehler automatisch beheben“ und „Nach fehlerhaften Sektoren suchen und versuchen, diese wiederherzustellen“.
    5. Starten Sie den Scan – dies kann je nach Größe des Laufwerks einige Zeit dauern.

    Dieser Prozess kann dazu beitragen, beschädigte Sektoren wiederherzustellen und die Erkennung des Laufwerks zu stabilisieren, insbesondere wenn der physische Schaden nicht umfangreich ist.

    Was passiert, wenn das Laufwerk beschädigt oder defekt ist?

    Manchmal lässt sich ein physisch beschädigtes Laufwerk auch durch Software-Tricks nicht reparieren. Wenn das Laufwerk seltsame Geräusche von sich gibt, klickt oder nach all diesen Schritten im BIOS gar nicht mehr angezeigt wird, ist es möglicherweise defekt. In diesem Fall muss es eventuell ausgetauscht werden. Bringen Sie es im Zweifelsfall zu einer Reparaturwerkstatt oder investieren Sie je nach Budget in eine neue SSD oder HDD.

    Hard Reset – letzter Ausweg

    Das ist zwar eine Art radikale Maßnahme, aber manchmal kann ein kompletter Neustart das Mainboard dazu bringen, angeschlossene Hardware besser zu erkennen. Im Grunde geht es darum, die Restspannung abzubauen, damit die Hardware zurückgesetzt wird.

    • Schalten Sie Ihren PC aus und trennen Sie ihn vom Stromnetz.
    • Halten Sie den Netzschalter etwa 20 Sekunden lang gedrückt – dadurch wird die restliche elektrische Energie entladen.
    • Schließen Sie alles wieder an, schalten Sie das Gerät ein und prüfen Sie, ob das Laufwerk jetzt angezeigt wird.
    • Sollte das Problem weiterhin bestehen, ist möglicherweise eine Überprüfung oder ein Austausch der Hardware erforderlich. Bei mehreren Fehlern wird eine Hardware-Diagnose empfohlen.

    Wenn ein Laufwerk im BIOS nicht angezeigt wird, kann das ganz schön knifflig sein. Doch durch systematisches Überprüfen von Hardware, BIOS und Datenträgerverwaltung findet man meist die Ursache. Manchmal ist es nur ein loses Kabel, manchmal ist das Laufwerk defekt. Wichtig ist Geduld und das systematische Ausschließen möglicher Ursachen.