So beheben Sie Probleme mit einem Router, der nach einem Reset nicht mehr funktioniert
Das Zurücksetzen des Routers erscheint oft als einfachste Lösung, wenn etwas schiefgeht – die Verbindung bricht ab oder das Netzwerk verhält sich einfach seltsam. Aber Achtung: Nach dem Zurücksetzen ist der Router quasi ein unbeschriebenes Blatt. Sie müssen Ihre Internet- und WLAN-Einstellungen wahrscheinlich erneut eingeben. Manchmal können Firmware-Updates sogar hartnäckige Fehler oder Leistungsprobleme beheben, die nach dem Zurücksetzen auftreten. Außerdem kann es viel Ärger ersparen, die Router-Konfigurationen vorher zu sichern – denn glauben Sie mir, sich später an all diese Einstellungen zu erinnern, ist wirklich mühsam. Dieser Leitfaden hilft Ihnen also, alles wieder in Ordnung zu bringen, erklärt einige häufige Fehlerquellen und gibt Ihnen nützliche Tipps, um Zeit und Frust zu sparen.
Wie behebt man ein Router-Problem nach dem Zurücksetzen?
Was vielen Nutzern Probleme bereitet, ist nicht nur der Reset selbst, sondern vor allem das, was danach passiert: Die Verbindung kann schnell abreißen, das WLAN-Passwort vergessen oder Firmware-Updates übersehen, die möglicherweise im Hintergrund laufen. Die Ursache liegt meist in einer fehlerhaften Netzwerkkonfiguration oder veralteter Firmware. Manchmal wird die physische Verbindung während des Vorgangs unterbrochen, oder der Router benötigt einen kleinen Anstoß, um sich korrekt neu zu konfigurieren. Mit wenigen einfachen Schritten lässt sich das Netzwerk jedoch wieder zum Laufen bringen und die endlose Fehlersuche vermeiden.
Physikalische Verbindung prüfen
Das ist zwar offensichtlich, aber extrem wichtig. Nach einem Neustart werden Kabel oft falsch eingesteckt oder ausgesteckt, was häufig zu Internetproblemen führt. Stellen Sie sicher, dass das Netzwerkkabel Ihres Internetanbieters (oder Modems) fest im WAN-Anschluss Ihres Routers sitzt. Falls Sie separate Geräte verwenden, überprüfen Sie, ob das Ethernet-Kabel vom Internet-/WAN-Anschluss des Modems zum WAN-Anschluss des Routers führt. Schlechte Verbindungen bedeuten keine IP-Adresse und somit kein Internet. Wenn Sie ein optisches Netzwerkterminal (ONT) oder eine ONU verwenden, muss das Gerät manchmal vom Internetanbieter eingerichtet werden oder ist bereits vorkonfiguriert. Rufen Sie daher Ihren Anbieter an, falls etwas nicht stimmt. Windows macht es einem ja manchmal unnötig schwer.
Konfigurieren Sie Ihren Router neu
Nachdem die Hardware überprüft wurde, geht es an die Software. Normalerweise greifen Sie dazu auf die Weboberfläche des Routers zu, um alles neu einzurichten. Die Standard-IP-Adresse und die Anmeldedaten finden Sie oft auf einem Aufkleber am Router – üblicherweise 192.168.0.1 oder 192.168.1.1. Geben Sie diese Adresse in die Adresszeile Ihres Browsers ein und tragen Sie die Standard-Anmeldedaten (oft admin/password ) ein, sofern Sie diese nicht zuvor geändert haben. Falls Sie sich nicht anmelden können, überprüfen Sie die Daten oder versuchen Sie, das Passwort in den Router-Einstellungen zurückzusetzen. Nach der Anmeldung gelangen Sie wahrscheinlich zur Einrichtungsseite. Falls nicht, suchen Sie nach Registerkarten wie „ Schnelleinrichtung“ oder „Einrichtungsassistent“.
- Stellen Sie Ihren Verbindungstyp ein: Bei den meisten Routern ist dies standardmäßig dynamische IP – das bedeutet, dass Ihr Internetanbieter Ihnen automatisch eine IP-Adresse zuweist. Wenn Sie eine statische Adresse haben, müssen Sie Details wie IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS-Server eingeben (diese sollten Ihnen von Ihrem Internetanbieter mitgeteilt werden).Bei PPPoE-Verbindungen, die üblicherweise bei DSL-Anschlüssen verwendet werden, geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, die Sie von Ihrem Internetanbieter erhalten haben. Wenn Sie sich unsicher sind, kontaktieren Sie Ihren Anbieter kurz per Nachricht oder Anruf. Schließlich möchte niemand die Verbindung verlieren, nur weil er sein Passwort vergessen hat.
WLAN neu konfigurieren
Nachdem die Netzwerkverbindung hergestellt ist, können Sie WLAN einrichten. Manchmal werden die WLAN-Einstellungen nach einem Reset nicht korrekt übernommen, insbesondere wenn Sie die Konfiguration nicht gesichert haben. Normalerweise finden Sie auf der Einstellungsseite einen Tab für WLAN. Bei Dualband-Routern wählen Sie, ob Sie im 2, 4-GHz-Band, im 5-GHz-Band oder in beiden Frequenzbändern senden möchten. Geben Sie eine neue SSID ( Ihren WLAN-Namen) ein und wählen Sie ein sicheres Passwort – idealerweise WPA2-PSK. Lassen Sie den Kanal auf „Auto“, es sei denn, Sie bemerken Störungen. In diesem Fall sollten Sie einen weniger frequentierten Kanal wählen. Stellen Sie sicher, dass die SSID-Übertragung aktiviert ist, damit Ihre Geräte das Netzwerk leicht finden – nicht jeder kann sich den Netzwerknamen ohne SSID merken.
Router-Firmware aktualisieren
Dieser Schritt wird oft übersehen, kann aber viele kleinere Probleme beheben, insbesondere wenn Ihr Router mehrmals zurückgesetzt wurde. Hersteller veröffentlichen Firmware-Updates, um Fehler zu beheben und die Stabilität zu verbessern. Ein Update mag kompliziert klingen, aber bei den meisten modernen Routern ist es ganz einfach: Sie rufen die Firmware- Seite in den Einstellungen auf – diese finden Sie normalerweise unter „System“ oder „Wartung “.Einige Router suchen und aktualisieren automatisch. Falls nicht, besuchen Sie die Support-Website des Herstellers, suchen Sie Ihr Router-Modell und laden Sie die neueste Firmware herunter. Laden Sie diese anschließend über die Router-Oberfläche hoch – suchen Sie nach einer Schaltfläche wie „Datei auswählen“ oder „Durchsuchen“. Wichtig: Unterbrechen Sie das Update nicht, da Sie sonst das Gerät beschädigen könnten. Nach einem erfolgreichen Update ist möglicherweise ein Neustart erforderlich.
Backup-Router-Konfigurationen
Weißt du, was dir wirklich das Leben rettet? Deine Konfigurationen zu exportieren, bevor du am Router rumfummelst. Sobald alles wieder funktioniert, geh in die System- oder Administrationseinstellungen und such nach der Option „Backup“. Speichere eine Kopie an einem sicheren Ort – auf einem USB-Stick, in der Cloud oder in einem lokalen Ordner. Falls du jemals wieder einen Router zurücksetzen oder Einstellungen auf ein anderes Gerät übertragen musst, erspart dir dieses Backup jede Menge Ärger. Manche Router bieten sogar die Möglichkeit, automatische Backups zu planen. Diese Funktion solltest du unbedingt aktivieren, falls verfügbar.