So beheben Sie Videoruckeln unter Windows: 9 effektive Lösungen
Ruckelnde Videos im Browser, Mediaplayer oder Streaming-Dienst sind wohl extrem nervig. Oft wird die Grafikkarte dafür verantwortlich gemacht, da sie ja für die Darstellung aller Bildschirminhalte zuständig ist. Aber ehrlich gesagt, ist sie nicht immer die Ursache. Selbst mit einer guten Grafikkarte kann es schnell zu Rucklern kommen, wenn die Treiber veraltet sind oder bestimmte Hintergrundeinstellungen nicht stimmen.
Um dieses Problem zu beheben, muss man verschiedene Bereiche überprüfen, von Treiberaktualisierungen bis hin zu Windows-Optimierungen. Das Ziel? Videos flüssig abspielen, damit man nicht mehr vor Wut das Gerät aus dem Fenster werfen möchte. Folgendes hat mir bei verschiedenen Systemen geholfen – manches mag übertrieben sein, aber einen Versuch ist es wert.
So beheben Sie Videoruckeln unter Windows
Führen Sie die Problembehandlung für die Videowiedergabe aus – erster Schritt, falls Windows ein offensichtliches Problem erkennt.
Dieses praktische, in Windows integrierte Tool sucht nach häufigen Problemen, die die Videowiedergabe beeinträchtigen. Es mag etwas seltsam klingen, aber auf manchen Rechnern erkennt es das Problem tatsächlich und schlägt dann ein oder zwei Einstellungsanpassungen vor. Probieren Sie es aus:
- Drücken Sie diese Taste Windows + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehen Sie zu System > Problembehandlung > Weitere Problembehandlungen.
- Klicken Sie neben „Videowiedergabe“ auf „Ausführen“.
- Folgen Sie den Anweisungen und überprüfen Sie nach Abschluss des Vorgangs die Ergebnisse. Sollten Sie Vorschläge zur Änderung einiger Einstellungen erhalten, probieren Sie diese aus.
- Wenn Probleme gemeldet werden, ist es ratsam, auf „Detaillierte Informationen anzeigen“ zu klicken – das kann Ihnen helfen, die Ursache zu ermitteln.
Manchmal funktioniert Windows von selbst, und es läuft wieder besser. Manchmal aber auch nicht. Es ist aber ein guter erster Schritt, bevor man sich mit Treibern oder tiefergehenden Einstellungen beschäftigt.
Aktualisieren Sie Ihre GPU-Treiber – denn veraltete Grafiktreiber sind bekanntermaßen häufig die Ursache für Ruckler.
Sind Ihre GPU-Treiber veraltet, kann Windows hochauflösende Videos möglicherweise nicht korrekt dekodieren oder verarbeiten, was zu Rucklern führt. Ein Update behebt diese Probleme oft, da neue Treiber in der Regel Kompatibilität und Leistung verbessern. So gehe ich dabei vor:
- Deinstallieren Sie zunächst den aktuellen Treiber mit Display Driver Uninstaller – hier herunterladen. Führen Sie die Deinstallation im abgesicherten Modus durch (denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen).
- Starten Sie die App, wählen Sie GPU und anschließend Ihren Hersteller: AMD, NVIDIA oder Intel.
- Klicken Sie auf „Bereinigen und neu starten“. Ihr System wird mit einem Standard-Grafiktreiber neu gestartet, was normal ist. Anschließend müssen Sie den neuesten Treiber installieren.
- Besuchen Sie die Website Ihres GPU-Herstellers:
- Intel : Intel Download Center – Wählen Sie Ihr integriertes GPU-Modell.
- NVIDIA : NVIDIA-Treiberseite – Wählen Sie Ihr Grafikkartenmodell aus und laden Sie den Treiber herunter.
- AMD : AMD-Supportseite – Finden Sie Ihr Chipsatz- oder GPU-Modell.
- Laden Sie den neuesten Treiber herunter und führen Sie ihn aus. Starten Sie anschließend Ihren Computer neu. Hoffentlich laufen Ihre Videos danach flüssiger.
Kleiner Tipp: Manchmal machen die älteren Treiber einfach nicht mit – bei einem System musste ich sie mehrmals neu installieren, bis die Ruckler endlich aufhörten. Keine Ahnung, warum es dann funktioniert, aber es funktioniert.
Aktualisieren Sie Widevine CDM – denn Streaming-Video benötigt die neuesten Entschlüsselungsmodule.
Streamingdienste wie Netflix oder YouTube nutzen häufig das Widevine Content Decryption Module. Ist dieses Modul fehlerhaft oder veraltet, können Videos ruckeln, insbesondere bei Setups mit mehreren Monitoren. Die Lösung? Aktualisieren Sie es auf die neueste Version, aktuell 4.10.2557.0.
Für Chrome
- Geben Sie den
chrome://components/gewünschten Text in die Adressleiste ein. - Scrollen Sie nach unten zum Widevine Content Decryption Module und klicken Sie dann auf „ Auf Aktualisierung prüfen“.
- Starten Sie Chrome anschließend neu und prüfen Sie, ob die Geschwindigkeiten besser sind.
Für Firefox
- Öffnen Sie Firefox, klicken Sie auf das Hamburger-Menü und gehen Sie dann zu Add-ons und Designs.
- Wählen Sie links „Plugins“ aus.
- Klicken Sie auf das Zahnradsymbol, wählen Sie „ Nach Updates suchen“ und führen Sie gegebenenfalls ein Update durch.
Für Edge
- Geben Sie den
edge://components/gewünschten Text in die Adressleiste ein. - Suchen Sie das Widevine Content Decryption Module und aktualisieren Sie es gegebenenfalls.
Manchmal genügt es, einfach den Browser zu aktualisieren, da dieser automatisch die neueste Widevine-Version herunterlädt – Sie müssen nichts an den Einstellungen ändern.
Stellen Sie die Grafikpriorität auf „Höchstleistungsmodus“ ein – denn Laptops schalten gerne auf die Akku-GPU um, gerade wenn Sie flüssige Videos benötigen.
Das hat bei tragbaren Geräten sehr geholfen. Wenn das Gerät nicht an das Stromnetz angeschlossen ist, schaltet Windows auf die integrierte Grafikkarte um, um Strom zu sparen. Das kann aber manchmal lästig sein, wenn das System Probleme mit Videos hat.
- Drücken Sie diese Taste Windows + Iund gehen Sie zu System > Anzeige.
- Scrollen Sie zu Grafik oder Grafikeinstellungen.
- Wählen Sie die App aus, die Ihr Video abspielt, und tippen Sie dann auf Optionen.
- Wählen Sie hohe Leistung und sparen Sie.
Hinweis: Bei Laptops schaltet das Anschließen des Ladegeräts normalerweise alle Einstellungen auf Höchstleistung anstatt auf Energiesparmodus. Versuchen Sie es daher gegebenenfalls. Es ist eine einfache Anpassung, die die Leistung deutlich verbessern kann.
Aktualisieren Sie die Chipsatztreiber – denn das zugrundeliegende System ist nicht ganz unwichtig.
Sind die Chipsatztreiber Ihres Mainboards veraltet, kann dies zu allerlei seltsamen Grafikproblemen führen – insbesondere, wenn Ihre Grafikkarte über die PCIe-Lanes der CPU angeschlossen ist. Kennen Sie das Problem, dass Windows manchmal einfach nicht optimal läuft? Ein Chipsatz-Update kann dieses Problem beheben.
- Für Intel-CPUs: Offizielles Treiber-Downloadcenter von Intel – suchen Sie nach Chipsätzen.
- Für AMD: AMD-Supportseite – wählen Sie Ihren CPU-Sockel und Ihr Motherboard-Modell aus und laden Sie dann die neuesten Chipsatztreiber herunter.
Installieren Sie die Treiber, starten Sie das System neu und prüfen Sie, ob die Ruckler nachlassen. Das ist eine kostengünstige Lösung, falls Ihr System schon seit Ewigkeiten mit denselben Treibern läuft.
Hardwarebeschleunigung aktivieren/deaktivieren – manchmal hilft sie, manchmal verursacht sie Probleme
Diese Einstellung kann zu Konflikten führen. Falls Ihr Video nur im Browser oder in bestimmten Apps ruckelt, versuchen Sie, die Hardwarebeschleunigung zu aktivieren/deaktivieren.
- In Chrome geben Sie Folgendes ein,
chrome://settings/systemum die Hardwarebeschleunigung aus- bzw.einzuschalten. - Gehen Sie in Firefox zu Einstellungen > Allgemein > Leistung, deaktivieren Sie dann „Empfohlene Leistungseinstellungen verwenden“ und aktivieren Sie die Hardwarebeschleunigung.
Probier mal aus, ob das die Situation verbessert. Vielleicht kann deine Grafikkarte einfach nicht zwei rechenintensive Aufgaben gleichzeitig bewältigen.
Schließen Sie ressourcenintensive Apps und überprüfen Sie Hintergrundprozesse.
Zu viele im Hintergrund laufende Apps können Ihre CPU und Ihren Arbeitsspeicher überlasten und zu Videoruckeln führen.Überprüfen Sie den Task-Manager ( Ctrl + Shift + Esc) und schließen Sie alle nicht benötigten Prozesse – insbesondere solche, die viel CPU-Leistung oder Arbeitsspeicher beanspruchen.
Vermeiden Sie außerdem, beim Spielen oder Streamen den Desktop-Hintergrund auf Diashow einzustellen – diese Animationen verbrauchen Ressourcen und können Mikroruckler verursachen.
Deaktivieren Sie Multiplane Overlay – da es manchmal die Hardwarebeschleunigung beeinträchtigt.
Nach Treiberaktualisierungen (wie NVIDIA 461.09 oder AMD 22.2.2) traten bei Nutzern systemweite Ruckler auf, sogar auf dem Desktop. Eine Lösung, die einigen half, war die Deaktivierung des Multiplane-Overlays.
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein
regeditund drücken Sie die Eingabetaste. - Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\Dwm.
- Falls OverlayTestMode existiert, doppelklicken Sie darauf und ändern Sie seinen Wert auf 5.
- Falls es nicht existiert, klicken Sie mit der rechten Maustaste in den rechten Bereich, wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit), benennen Sie ihn OverlayTestMode und setzen Sie den Wert auf 5.
- Starten Sie Ihr System neu und prüfen Sie, ob dadurch Ihre Ruckler bei Streaming-Apps oder sogar Desktop-Animationen behoben werden.
Alte Tricks, aber auf manchen Systemen ist das Herumexperimentieren mit Registry-Einstellungen die einzige Möglichkeit, die Dinge wieder reibungslos zum Laufen zu bringen.
Im Allgemeinen lässt sich Videoruckeln durch eine Kombination aus Hardware-Überprüfungen, Treiberaktualisierungen, Systemoptimierungen und manchmal einfach durch Neustarts (manchmal auch mehrmals) beheben. Es ist zwar etwas frustrierend, aber mit Geduld kann die Wiedergabe von ruckelig zu flüssig werden.
Zusammenfassung
- Führen Sie die Windows-Problembehandlung zur schnellen Analyse aus.
- Aktualisieren Sie die GPU-Treiber mithilfe der Tools des Herstellers oder der Methode „Treiber deinstallieren“.
- Aktualisieren Sie Widevine CDM über die Browsereinstellungen, um Streaming-Probleme zu beheben.
- Stellen Sie die Grafikkarte auf Laptops auf Hochleistungsmodus ein.
- Aktualisieren Sie die Chipsatztreiber, insbesondere bei älteren Systemen.
- Aktivieren/Deaktivieren Sie die Hardwarebeschleunigung in Browsern/Apps, um zu sehen, was funktioniert.
- Schließen Sie unnötige Hintergrund-Apps, um Ressourcen freizugeben.
- Deaktivieren Sie Multiplane Overlay, falls das System nach Treiberaktualisierungen ruckelt.
Zusammenfassung
Diese kleinen Tricks sind zwar keine Zauberei, aber sie helfen ungemein bei der Behebung von Videoruckeln. Manchmal muss man einfach verschiedene Lösungsansätze ausprobieren, bis es funktioniert. Hoffentlich erspart diese Information einigen Ärger – bei mir hat es auf verschiedenen Systemen funktioniert, also probiert es einfach mal aus. Ich drücke die Daumen, dass jemand damit wieder flüssiges Videostreaming genießen kann.