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So deaktivieren Sie WLAN auf Ihrem Router

Februar 15, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

WLAN soll eigentlich eine praktische Funktion sein, die man einfach deaktivieren kann, aber manchmal kann das Ausschalten oder Verwalten der Einstellungen ganz schön nervig sein. Manchmal liegt es an Netzwerküberlastung oder daran, dass man das Internet kurzzeitig abschalten möchte – zum Beispiel während der Bildschirmzeit der Kinder oder über Nacht. Manchmal geht es aber auch darum, kabelgebundene Geräte ohne WLAN-Störungen zu verbinden. Was auch immer der Grund ist: Zu wissen, wie man WLAN einfach deaktiviert oder zeitlich plant, kann viel Ärger ersparen – besonders wenn sich der Router hartnäckig weigert, sich auf die übliche Weise auszuschalten.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Einrichtung nicht immer von Gerät zu Gerät erfolgt. Manche Router verfügen über physische Schalter oder Tasten, die am einfachsten zu bedienen sind. Bei den meisten modernen Geräten erfolgt die Einrichtung jedoch in der Regel über die Benutzeroberfläche des Routers per Webbrowser oder mobiler App. Ein kleiner Hinweis: Die Standard-Anmeldedaten lauten oft „admin/admin“ oder „admin/password“.Wenn Sie diese nicht geändert haben, sollten Sie die Einstellungen nach einer Änderung unbedingt sichern. Beachten Sie außerdem, dass einige Router das zeitgesteuerte Ein- und Ausschalten von WLAN ermöglichen – praktisch, wenn Sie WLAN nur zu bestimmten Zeiten offline haben möchten, ohne es jedes Mal manuell aktivieren zu müssen.

So schalten Sie das WLAN Ihres Routers aus

Methode 1: Verwendung physischer Schalter oder Tasten

Das ist ganz einfach: Wenn Ihr Router einen separaten WLAN-Schalter hat, legen Sie ihn einfach um. Manchmal ist dieser mit einem WLAN-Symbol oder einfach mit „Wireless“ gekennzeichnet. Etwas ungewöhnlich ist, dass sich der Schalter bei manchen Modellen auf der Rück- oder Unterseite befindet.Überprüfen Sie daher alle Seiten. Durch Drücken des Schalters wird in der Regel das WLAN deaktiviert, ohne die LAN-Anschlüsse zu beeinträchtigen. Bei manchen Konfigurationen ist anschließend ein Neustart erforderlich. Schalten Sie den Router daher vorsichtshalber einmal aus und wieder ein.

Methode 2: Anmeldung an der Administratoroberfläche des Routers

Dies ist der gängigste Weg, insbesondere für die meisten Nutzer. Sie müssen die IP-Adresse Ihres Routers herausfinden – oft lautet sie 192.168.1.1, 192.168.0.1 oder ähnlich. Schauen Sie auf der Rück- oder Unterseite des Geräts nach; dort befindet sich normalerweise ein Aufkleber. Alternativ können Sie ipconfigunter Windows den Befehl „ oder ifconfigunter Mac/Linux den Befehl „ ausführen, um die Gateway-IP-Adresse zu ermitteln. Sobald Sie diese haben, öffnen Sie einen Browser, geben Sie die IP-Adresse ein und melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an. Wenn Sie die Standardeinstellungen noch nie geändert haben, lauten Benutzername und Passwort wahrscheinlich „admin“.

Je nach Marke können die Menüoptionen etwas variieren, aber im Allgemeinen suchen Sie nach den WLAN-Einstellungen. Schalten Sie dann einfach das WLAN-Modul aus oder deaktivieren Sie sowohl das 2, 4-GHz- als auch das 5-GHz-Band. Vergessen Sie nicht, die Änderungen zu speichern! Bei manchen Routern finden Sie diese Optionen unter „Erweiterte Einstellungen“, „WLAN“ oder manchmal in separaten Tabs.

Hier ein kurzes Beispiel für TP-Link-Router: Im Tab „Drahtlos“ finden Sie die Optionen für das WLAN-Modul oder ein Kontrollkästchen zum Aktivieren/Deaktivieren. Bei D-Link-Routern befindet sich diese Option möglicherweise unter „Einstellungen“ > „Drahtlos“ mit einem Kontrollkästchen zum Deaktivieren. Bei ASUS-Routern finden Sie die Option üblicherweise unter „Erweiterte Einstellungen“ > „Drahtlos“ > „Professionell“.Dort können Sie jedes Frequenzband einzeln deaktivieren. Das ist zwar etwas umständlich, funktioniert aber.

Methode 3: Nutzung von mobilen Apps

Wenn Ihr Router über eine mobile App verfügt – beispielsweise Netgear Nighthawk oder Asus AiMesh – lässt sich WLAN oft mit wenigen Klicks deaktivieren. Verbinden Sie sich einfach mit der Router-App, suchen Sie den WLAN- oder Drahtlosnetzwerk-Bereich und schalten Sie WLAN aus. Besonders praktisch, wenn Sie Ihr Netzwerk ohnehin größtenteils über Ihr Smartphone verwalten.

Methode 4: Zeitpläne oder Timer einstellen

Das ist ziemlich cool und wird oft übersehen. Manche Router ermöglichen es, WLAN-Zeitpläne einzurichten, sodass es sich zu festgelegten Zeiten automatisch ein- und ausschaltet. Normalerweise findet man diese Funktion im Erweiterten Modus der Benutzeroberfläche unter Bereichen wie WLAN-Zeitplan, WLAN-Timer oder Kindersicherung. Dort legt man die Zeiten fest, zu denen WLAN deaktiviert sein soll, und fertig – kein manuelles Eingreifen mehr nötig. Bei TP-Link beispielsweise geht man zu WLAN > WLAN-Zeitplan, aktiviert die Funktion und erstellt die Zeitblöcke. Wichtig ist, die Router-Uhrzeit im Auge zu behalten – stimmt sie nicht, funktionieren die Zeitpläne möglicherweise nicht wie gewünscht. Die genaue Funktionsweise kann je nach Router-Hersteller variieren, aber es lohnt sich, sie auszuprobieren, wenn man zu bestimmten Zeiten keine Probleme haben möchte.

Manchmal hilft es schon, einfach ein bisschen mit den Einstellungen zu experimentieren oder die Firmware zu aktualisieren – Router sind ja bekanntlich komplizierter als nötig. Falls sich Ihr WLAN nicht mehr richtig ausschalten oder die Zeitplanung nicht mehr funktioniert, starten Sie das Gerät nach jeder Änderung neu. Und wenn das alles nichts bringt, kann das Zurücksetzen des Routers auf die Werkseinstellungen helfen. Dann müssen Sie die Einstellungen aber erneut konfigurieren.