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So duplizieren Sie eine SD-Karte mit einem PC

Februar 14, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

SD-Karten sind als mobiler Speicher äußerst praktisch, insbesondere für Kameras, Smartphones oder sogar Spielekonsolen. Das Klonen einer SD-Karte kann nützlich sein, wenn man ein schnelles Backup erstellen, alles auf eine größere Karte übertragen oder sogar ein bootfähiges Laufwerk erstellen möchte. Allerdings ist das Klonen nicht so einfach wie das Kopieren von Dateien; es geht vielmehr darum, die gesamte Sektorstruktur zu kopieren. Unter Windows reicht es nicht, einfach auf „Kopieren“ zu klicken und zu erwarten, dass es funktioniert, es sei denn, man verwendet eine spezielle Software. Und selbst das ist manchmal knifflig, da Windows keine integrierte Funktion zum Klonen ganzer Laufwerke oder SD-Karten bietet. In den meisten Fällen benötigt man daher Apps von Drittanbietern – oder man nutzt Linux oder macOS, da diese Systeme über integrierte oder benutzerfreundlichere Tools verfügen.

Dieser Leitfaden zeigt verschiedene Möglichkeiten zum Klonen einer SD-Karte: Software, Hardware-Duplikatoren oder sogar Terminalbefehle unter Mac/Linux. Es ist hilfreich zu wissen, welche Methode für Ihre Situation am besten geeignet ist – egal ob Sie Windows nutzen und eine schnelle Softwarelösung bevorzugen oder sich mit der Kommandozeile unter Linux/Mac auskennen. Hoffentlich ersparen Ihnen diese Tipps so manchen Ärger beim Aktualisieren oder Sichern Ihrer SD-Karte.

So klonen Sie eine SD-Karte – Verschiedene Methoden

SD-Karte unter Windows klonen

Warum das hilfreich ist: Da Windows keine integrierten Klonfunktionen bietet, sind Drittanbieter-Apps die beste Lösung. Sie können eine exakte Kopie Ihrer SD-Karte Sektor für Sektor erstellen, was ideal ist, wenn Sie bootfähige Images verwenden oder ein exaktes Backup benötigen. Auf manchen Systemen kann dieser Vorgang etwas umständlich sein – insbesondere, weil das Klonen eines kompletten sektorbasierten Images große Dateien erzeugt und der Vorgang manchmal hängen bleibt oder länger dauert als erwartet. Bringen Sie etwas Geduld mit und stellen Sie sicher, dass auf Ihrem Ziellaufwerk genügend Speicherplatz vorhanden ist.

Anwendungsfall: Wenn Sie eine exakte Byte-für-Byte-Kopie Ihrer SD-Karte benötigen, einschließlich versteckter Dateien und Systemdateien. Nützlich zum Klonen bootfähiger Laufwerke oder für die Wiederherstellung einer perfekten Kopie.

Hier ist ein grundlegender Workflow mit Win32DiskImager, einem kostenlosen und ressourcenschonenden Programm. Es eignet sich gut als Ausgangspunkt, aber andere Tools wie Clonezilla bieten mehr Möglichkeiten für fortgeschrittenere Aufgaben.

  • Stecken Sie Ihre SD-Karte gegebenenfalls mithilfe eines Kartenlesers in den Computer.
  • Laden Sie Win32DiskImager herunter und installieren Sie es. Folgen Sie einfach den Installationsanweisungen – es ist ganz einfach.
  • Öffnen Sie die App und wählen Sie unter Bilddatei den Speicherort für das Bild aus und geben Sie ihm einen Namen (z. B.my_sd_backup.img).
  • Stellen Sie im Dropdown-Menü „ Gerät“ das Laufwerk Ihrer SD-Karte ein (z. B./dev/sdb oder unter Windows den Laufwerksbuchstaben).
  • Klicken Sie auf „Lesen “ – dadurch wird die gesamte SD-Karte in die Image-Datei kopiert. Je nach Größe kann dies einige Zeit dauern.
  • Nach Gebrauch die SD-Karte sicher auswerfen.
  • Um ein Image auf eine andere SD-Karte wiederherzustellen oder zu klonen, legen Sie die neue SD-Karte ein, öffnen Sie Win32DiskImager erneut, wählen Sie Ihr Image aus, legen Sie das Ziellaufwerk fest und klicken Sie auf Schreiben.

Achtung: Beim Klonen auf eine kleinere SD-Karte müssen die Partitionen anschließend manuell angepasst werden – mit Tools wie GParted ist das ganz einfach. Andernfalls passt der Klon möglicherweise nicht. Bei einem System schlug dieser Vorgang beim ersten Mal manchmal fehl, aber ein Neustart oder ein erneuter Versuch half – seltsam, aber es kommt vor.

Andere Programme wie Clonezilla, Macrium Reflect oder AOMEI Partition Assistant bieten ähnliche Funktionen, teilweise sogar mehr Optionen – beispielsweise das Klonen nur belegter Sektoren oder das Anpassen der Partitionsgröße. Beachten Sie jedoch unbedingt die jeweilige Dokumentation, da sich die Arbeitsabläufe leicht unterscheiden.

SD-Karte unter Mac oder Linux klonen

Warum das hilfreich ist: Beide Betriebssysteme verfügen über integrierte Befehle zum Klonen von Laufwerken – zusätzliche Software ist nicht erforderlich. Der Linux- ddBefehl ist zwar leistungsstark, aber riskant, wenn der Laufwerksname falsch angegeben wird. Seien Sie daher vorsichtig. Unter macOS diskutilvereinfacht er das Aushängen und Auflisten von Laufwerken. In manchen Konfigurationen ist dies schneller und zuverlässiger als grafische Benutzeroberflächen.

Hier eine kurze Anleitung für Linux oder Mac:

  • Schließen Sie die Quell-SD-Karte an.
  • Öffne das Terminal.
  • Geben Sie diskutil list(Mac) oder sudo fdisk -l(Linux) ein. Ermitteln Sie den Namen Ihres SD-Karten-Laufwerks – wahrscheinlich so etwas wie /dev/disk2 oder /dev/sdb.
  • Laufwerk aushängen: Auf dem Mac: diskutil unmountDisk /dev/disk2 Auf Linux: sudo umount /dev/sdb
  • Klonen Sie die gesamte Festplatte mit folgendem Befehl: sudo dd if=/dev/sdX of=~/sd_backup.img bs=4M status=progress Ersetzen Sie /dev/sdX<Festplattenname> durch Ihren Festplattennamen. Dadurch wird der bs=4MVorgang etwas beschleunigt und status=progressder Fortschritt angezeigt.
  • Sobald dies erledigt ist, legen Sie die Ziel-SD-Karte ein, wiederholen Sie den Vorgang, um deren Datenträgernamen zu erhalten, und werfen Sie sie aus.
  • Stellen Sie das Image wieder her mit: sudo dd if=~/sd_backup.img of=/dev/sdY bs=4M status=progress

Hinweis: Dieser ddBefehl hat weitreichende Befugnisse – gehen Sie bei der Benennung der Datenträger äußerst sorgfältig vor, da Sie sonst möglicherweise das falsche Laufwerk löschen.Überprüfen Sie daher immer alles doppelt.

Verwendung von Hardware-Duplikatoren

Warum das hilfreich ist: Diese Geräte klonen SD-Karten drahtlos und benötigen keinen Computer. Einfach Quell- und Zielkarte einlegen, einen Knopf drücken, und das Gerät erledigt den Rest. Ideal, wenn Sie mehrere Karten klonen oder keine Lust auf Software haben. Natürlich kommt es auf die Qualität an; manche Billigmodelle überspringen Sektoren oder funktionieren nicht zuverlässig.

Anwendungsbereich: Für schnelles und einfaches Klonen, insbesondere bei häufigem oder großflächigem Klonen. Lesen Sie aber vorher unbedingt Testberichte – manche günstigen Modelle schneiden deutlich schlechter ab oder fallen sogar mittendrin aus.

SD-Karte klonen über virtuelle Festplatte (VHD)

Warum das hilfreich ist: Das ist zwar etwas aufwendiger, aber wenn Sie mit virtuellen Maschinen arbeiten oder ein virtuelles Backup erstellen möchten, kann das Erstellen einer VHD-Datei von Ihrer SD-Karte praktisch sein. Die Verwendung von Tools wie Microsofts Disk2Vhd ist recht einfach, richtet sich aber eher an fortgeschrittene Benutzer.

Die Schritte umfassen typischerweise Folgendes:

  • Legen Sie die SD-Karte ein und starten Sie Disk2Vhd.
  • Wählen Sie die SD-Karte aus, geben Sie einen Dateinamen an und erstellen Sie die VHD-Datei.
  • Diese virtuelle Festplatte kann dann eingebunden oder in andere Formate konvertiert werden. Das ist zwar etwas nerdig, aber effektiv, wenn man eine virtuelle Kopie zum Testen oder zur Datenwiederherstellung benötigt.

Verwandte Fragen – Kurze Erläuterungen

Kann eine SD-Karte direkt auf eine normale Festplatte geklont werden?

Ja, mit der richtigen Software ist das möglich – allerdings könnten viele Klonprogramme bei anderen Partitionsschemata (wie GPT) Probleme haben. Prüfen Sie daher vor dem Start, ob die Anwendung den Partitionsstil Ihres Laufwerks unterstützt.

Dauert das Klonen länger als das einfache Kopieren von Dateien?

Das kommt darauf an… Beim Klonen auf Sektorebene wird jedes Bit gelesen und geschrieben, egal ob belegt oder frei. Werden also nur belegte Sektoren geklont, ist es im Allgemeinen schneller – ein vollständiges Klonen Sektor für Sektor kann jedoch langsam sein, insbesondere bei großen Festplatten mit viel freiem Speicherplatz.

Lässt sich eine geklonte, bootfähige SD-Karte tatsächlich starten?

Normalerweise ja. Beim Klonen werden alle Sektoren, einschließlich der Bootsektoren, kopiert – wenn die Quelle also bootfähig war, sollte auch die Kopie bootfähig sein. Manchmal ist es jedoch ratsam, die Bootfähigkeit im Nachhinein zu überprüfen, insbesondere wenn es sich um eine Kopie für ein kritisches System handelt.

Ich drücke die Daumen – hoffentlich hilft das weiter und zeigt ein paar Lösungsansätze. Das Klonen von SD-Karten ist nicht immer so einfach, wie es sein sollte, aber mit den richtigen Werkzeugen und etwas Geduld ist es durchaus machbar.