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So erkennen Sie, ob Ihre CPU defekt ist

Februar 15, 2026 3 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Die CPU gilt oft als das robusteste Bauteil eines Computers, doch auch sie kann ausfallen. Es mag seltsam klingen, aber in seltenen Fällen gibt eine CPU einfach den Geist auf – ohne Vorwarnung, ohne jegliche Anzeichen. Meistens treten Symptome wie zufällige Abstürze, Systemstillstände oder die berüchtigten Bluescreens auf. Manchmal bemerkt man auch sichtbare Schäden – verbogene Pins oder andere physische Beschädigungen –, die eindeutig darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. Wenn die CPU komplett ausfällt, sollte man als Erstes die Diagnoseanzeigen während des POST-Vorgangs überprüfen. Wird die CPU vom System gar nicht erkannt, ist das ein deutliches Warnsignal. Der Austausch gegen eine funktionierende CPU oder ein Test in einem anderen System kann helfen, das Problem zu bestätigen. Denn natürlich macht das BIOS die Sache unnötig kompliziert.

Diagnose eines defekten Prozessors

Ein wirklich defekter Prozessor verhält sich ziemlich vorhersehbar: Der PC bleibt beim POST hängen und zeigt keinerlei Anzeichen dafür, dass Windows oder irgendetwas anderes startet. Man kommt nicht zum Anmeldebildschirm, gar nichts. Kurz gesagt, es ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Prozessor nicht funktioniert. Hier erfahren Sie, wie Sie das überprüfen können.

Überprüfen Sie die Debug-LED.

Die meisten modernen Mainboards verfügen über kleine Debug-LEDs – meist mit der Bezeichnung „CPU“ versehen –, die aufleuchten oder dauerhaft leuchten, wenn ein Problem mit dem Prozessor vorliegt. Leuchtet die LED dauerhaft, ist die CPU wahrscheinlich defekt oder hat Stromversorgungsprobleme, wie z. B.unzureichende Stromversorgung oder verbogene Pins.Überprüfen Sie daher, ob die CPU korrekt eingesetzt ist, die Stromanschlüsse ( 12-V-CPU-Stromanschluss ) fest sitzen und ob die Pins, falls gesockelt, beschädigt sind – manchmal verursacht schon eine leichte Verbiegung große Probleme.

POST-Codes analysieren

Verfügt Ihr Mainboard über einen Debug-Anschluss, werden beim Start hexadezimale Codes ausgegeben. Bestimmte Codes wie 56, 57, 58oder 59deuten oft auf CPU-Probleme hin. Die genaue Bedeutung der einzelnen POST-Codes finden Sie im Handbuch Ihres Mainboards oder auf der Website des Herstellers. Manchmal sind BIOS-Updates erforderlich, um die Kompatibilität mit neueren CPUs zu gewährleisten. Vergessen Sie daher nicht, dies bei einem neu installierten System oder nach einem CPU-Upgrade zu überprüfen!

Piepcodes verwenden (falls verfügbar)

Wenn Sie einen Mainboard-Lautsprecher angeschlossen haben, achten Sie auf die Pieptöne. Bestimmte Muster – wie 5, 7 oder 11 Pieptöne – deuten in der Regel auf CPU-Probleme hin. Schauen Sie am besten in der Piepton-Code-Tabelle Ihres Mainboards nach, denn es ist ehrlich gesagt etwas ärgerlich, dass diese Muster nicht immer herstellerübergreifend einheitlich sind. Eine Überprüfung lohnt sich aber oft. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Lautsprecher richtig angeschlossen ist – meistens ist es nur ein Wackelkontakt.

Denken Sie daran, dass die POST-Diagnose lediglich die Anwesenheit einer CPU überprüft – diese Signale sagen also nicht mit Sicherheit aus, dass die CPU defekt ist. Um sicherzugehen, kann es sehr hilfreich sein, die CPU in einem anderen System zu testen oder eine funktionierende CPU in Ihrem aktuellen System zu verwenden. Manchmal benötigt Ihr System für neuere CPUs ein BIOS-Update – dies gilt insbesondere für neue oder kürzlich aufgerüstete Systeme. Prüfen Sie dazu die Änderungsprotokolle der BIOS-Updates Ihres Mainboards.

Anzeichen einer defekten CPU

Bevor die CPU endgültig ausfällt, gibt es meist Warnzeichen. Dazu gehören unerwartete Abschaltungen, seltsame Systemabstürze oder häufige Bluescreens. Treten diese Symptome auf, sollten Sie die Pins genau überprüfen – verbogene Pins sind eine häufige Ursache. Da die CPU teilweise noch funktioniert, kann das Zurückbiegen der Pins etwas Zeit verschaffen. Warum das so ist, ist unklar, aber auf einem Rechner funktioniert es, auf einem anderen hingegen nicht. Wenn das Richten der Pins keine Besserung bringt und die Abstürze weiterhin auftreten, sollten Sie über einen Austausch der CPU nachdenken.

Die Diagnose einer defekten CPU ist generell nicht immer einfach, aber die Kombination dieser Methoden kann den Verdacht bestätigen. Oft handelt es sich um ein Ausschlussverfahren: Komponenten austauschen, Anzeigen prüfen und beobachten, was noch leuchtet oder piept. Hinweis: Einige Mainboards verfügen über integrierte Diagnosefunktionen mit Fehlercodes oder LEDs speziell für CPU-Probleme. Nutzen Sie diese, falls vorhanden – das ist oft der schnellste Weg, die Ursache einzugrenzen.