So ermitteln Sie die Spezifikationen Ihres PCs unter Windows 11
Sich mit den technischen Spezifikationen eines Windows 11-PCs vertraut zu machen, kann überraschend hilfreich sein, insbesondere bei der Fehlersuche in ungewöhnlichen Leistungsproblemen oder um herauszufinden, ob neue Software oder Hardware problemlos zusammenarbeitet. Manchmal ist es einfach befriedigend, einen Blick unter die Haube zu werfen und zu sehen, mit welchem Prozessor oder Arbeitsspeicher man arbeitet – denn Windows stellt diese Informationen nicht immer auf den ersten Blick dar. Glücklicherweise bietet Windows 11 einige integrierte Möglichkeiten, all diese Informationen unkompliziert zu überprüfen. Jede Methode hat jedoch ihre Eigenheiten und optimalen Anwendungsfälle. Hier ist eine Übersicht, die sich in der Vergangenheit bewährt hat, ergänzt durch einige zusätzliche Details, um den Prozess zu vereinfachen.
So finden Sie Ihre PC-Spezifikationen in Windows 11
Nutzen Sie die Systeminformations-App
Diese App liefert zuverlässig alle Systeminformationen: CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher, BIOS-Version – einfach alles. Man kann quasi im Handbuch des Mainboards nachlesen, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen. Die Systeminformations-App ist vorinstalliert und per Befehl schnell erreichbar. Sie ist hilfreich, um den Status von Hardware-Ressourcen wie DMA, E/A und Arbeitsspeicher zu überprüfen, was bei der Fehlersuche in komplexen Systemen oder bei Hardwarekonflikten nützlich sein kann.
- Drücken Sie Win+R, um das Dialogfeld „Ausführen“ zu öffnen.
- Geben Sie den Text ein
msinfo32und drücken Sie die Eingabetaste. - Dadurch öffnet sich das Fenster mit den vollständigen Systeminformationen. Klicken Sie links auf „Systemübersicht“ und rufen Sie Details wie Prozessorinformationen, Systemmodell, BIOS-Version und mehr ab. Falls jemand an Ihrem System manipuliert, erkennen Sie auf einen Blick, ob alles auf dem neuesten Stand ist oder ob etwas nicht stimmt.
Überprüfen Sie Ihr Gerät in den Windows-Einstellungen
Es liefert schnell und einfach einen Überblick über Ihre Systemdaten und ist für die meisten Fehlerbehebungen oder Kompatibilitätsprüfungen ausreichend. Außerdem wird Ihre Windows-Version angezeigt, was schon einigen IT-Kollegen viel Ärger erspart hat.
- Geben Sie „Einstellungen“ in die Suchleiste ein oder drücken Sie Win+I.
- Navigieren Sie zu System > Über.
- Hier finden Sie wichtige Spezifikationen wie Prozessordetails, installierten Arbeitsspeicher, Systemtyp (32-Bit oder 64-Bit) sowie Windows-Version und -Build. Praktisch für eine schnelle Überprüfung, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr System die Softwarevoraussetzungen erfüllt.
Verwenden Sie das DirectX-Diagnosetool
Ideal für GPU-Informationen und Treiberdetails. Manchmal verursachen fehlerhafte Grafik- oder Soundtreiber Probleme im System, die sich in der DirectX-Diagnose bemerkbar machen. Zwar werden nicht alle Informationen angezeigt, aber es bietet einen guten Überblick über Ihre Grafikkarte.
- Drücken Sie Win+R, geben Sie ein
dxdiagund klicken Sie auf OK. - Das DirectX-Diagnosefenster öffnet sich.Überprüfen Sie hier die Registerkarte „Anzeige“ für Grafikinformationen und die Registerkarte „Sound“ für Audioinformationen. Möglicherweise finden Sie dort Treiberdetails oder Hinweise zu Problemen, was Ihnen viel Zeit sparen kann, falls Ton- oder Videoprobleme auftreten.
Führen Sie den Befehl „System Info“ in der Eingabeaufforderung aus.
Das ist eigentlich selbstverständlich, aber praktisch – es liefert eine Menge Informationen direkt im CMD-Fenster. Manchmal werden dort sogar mehr technische Details angezeigt als in den Konfigurations- oder Einstellungsoptionen.
- Öffnen Sie erneut „Ausführen“Win+R, geben Sie dann den Befehl ein
cmdund klicken Sie auf OK. - Geben Sie den Text ein
systeminfound drücken Sie die Eingabetaste. Dies kann einige Sekunden dauern. - Nach Abschluss des Vorgangs erhalten Sie eine Liste mit Systemdaten – Betriebssystemversion, Hardwareinformationen, Speicherinformationen und Netzwerkdetails – nützlich für den technischen Support oder einfach nur zur Befriedigung Ihrer Neugier.
Überprüfen Sie Leistungs- und Hardwaredetails mit dem Task-Manager.
Das dient nicht nur zum Beenden von Prozessen. Der Reiter „Leistung“ bietet zahlreiche Echtzeitinformationen zu CPU, RAM, GPU, Festplattenaktivität und Netzwerk. Besonders hilfreich, um schnell zu überprüfen, ob Ihre Hardware ausgelastet ist oder etwas langsam läuft, ohne tiefergehende Analysen durchführen zu müssen.
- Drücken Sie Strg+Umschalt+Esc oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste und wählen Sie Task-Manager.
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Leistung“.
- Klicken Sie auf die einzelnen Kategorien (CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte, GPU, Netzwerk), um detaillierte Statistiken anzuzeigen. Hier werden einige Informationen angezeigt – beispielsweise Ihr RAM-Typ oder Ihre Geschwindigkeit –, die bei der Diagnose von Engpässen oder Kompatibilitätsproblemen hilfreich sein können.
Verwenden Sie PowerShell für detailliertere Informationen.
PowerShell ist etwas komplexer, hat es aber in sich. Der Get-ComputerInfoBefehl liefert einen detaillierten Bericht direkt in der Konsole. Nicht immer notwendig, aber für eine tiefergehende Analyse ist dies der richtige Weg.
- Geben Sie PowerShell in die Suchleiste ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“.
- Kopieren Sie den Text, fügen Sie ihn
Get-ComputerInfoin das Fenster ein und drücken Sie die Eingabetaste. - Sie sehen eine möglicherweise lange Liste mit Informationen – Betriebssystemdetails, Hardware-Spezifikationen, Netzwerkinformationen und mehr. Da es sich um eine sehr umfangreiche Liste handeln kann, empfiehlt es sich, diese bei Bedarf mit `| Out-GridView` zu durchsuchen.
Tools von Drittanbietern für schnellere und tiefergehende Informationen
Falls Ihnen das alles zu kompliziert erscheint oder Sie eine benutzerfreundlichere Oberfläche bevorzugen, sind Programme von Drittanbietern genau das Richtige. CPU-Z, HWiNFO und HWMonitor sind äußerst beliebt und bieten einen detaillierten Überblick über alle Komponenten – CPU, GPU, RAM, Temperaturen, Spannungen und Dinge, die Windows nicht so einfach anzeigt.
CPU-Z ist besonders benutzerfreundlich und zeigt Echtzeitdaten zu CPU-Kernen, RAM-Timings und sogar an, ob Ihr RAM im Dual-Channel-Modus läuft. Die beiden anderen, HWiNFO und HWMonitor, sind ebenfalls gute Optionen, wenn Sie Temperaturen oder Spannungswerte überwachen möchten.
Meiner Erfahrung nach bietet CPU-Z die perfekte Balance aus Einfachheit und nützlichen Informationen – genug, um Neugier zu befriedigen oder die Kompatibilität von Upgrades zu überprüfen, ohne sich in komplizierte Einstellungen oder Benutzeroberflächen vertiefen zu müssen. Halten Sie es einfach auf dem neuesten Stand, und Sie können schnell überprüfen, ob Ihr RAM optimal getaktet ist oder ob Ihre GPU zu heiß läuft.