So flashen Sie Ihr BIOS neu: Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Ihr BIOS beschädigt ist oder nach einem Firmware-Update Probleme auftreten – beispielsweise, wenn Ihr System nicht mehr startet oder seltsame Fehlermeldungen angezeigt werden –, kann ein erneutes Flashen des BIOS oft Abhilfe schaffen. Im Prinzip wird beim Reflashen die BIOS-Firmware einfach neu installiert. Vorsicht: Es birgt Risiken, wenn man nicht alles richtig macht. Der Vorgang ist im Prinzip derselbe wie beim BIOS-Update, aber Sie müssen besonders vorsichtig sein, da im Fehlerfall das Mainboard unbrauchbar werden kann. Und ja, das ist wirklich schlimm. Normalerweise wird empfohlen, zuerst einen BIOS-Reset durchzuführen – beispielsweise durch Entfernen der CMOS-Batterie oder Löschen der Jumper auf dem Mainboard –, bevor man ein Reflashing versucht, insbesondere bei kleineren Problemen. Wenn Sie all das bereits versucht haben und die Probleme weiterhin bestehen, ist ein Reflashing möglicherweise Ihr letzter Ausweg.
Noch etwas Wichtiges: Ein BIOS-Update steigert die Leistung nicht. Es dient hauptsächlich der Fehlerbehebung und Kompatibilitätsverbesserung. Solange also keine ungewöhnlichen Probleme auftreten, die sich durch einen BIOS-Reset nicht beheben lassen, ist ein Eingriff in die Firmware in der Regel nicht notwendig. Denken Sie außerdem daran, Ihren Laptop an das Stromnetz anzuschließen (und ihn angeschlossen zu lassen, wenn Sie es an einem Desktop-PC durchführen).Stromausfälle während des Flash-Vorgangs verschlimmern die Situation mit Sicherheit. Bei manchen Laptops, z. B.von Dell oder HP, kann es nach dem Flashen zu BitLocker-Problemen kommen. Deaktivieren Sie daher die BitLocker-Verschlüsselung vor Beginn des Vorgangs.
So beheben Sie Probleme beim BIOS-Reflash auf Ihrem Motherboard
Methode 1: Zuerst die richtige BIOS-Version ermitteln
Das ist hilfreich, denn das Flashen der richtigen Version – egal ob die neueste stabile Version oder eine ältere – kann Kompatibilitätsprobleme verhindern. Manchmal passt das neueste BIOS nicht optimal, oder Sie haben eine Beta-Version installiert, die mehr Probleme verursacht als Nutzen bringt. Sie benötigen die offizielle, stabile Version – laden Sie diese direkt von der Website des Herstellers herunter. Bei MSI-Mainboards gehen Sie beispielsweise auf die MSI-Supportseite, suchen Ihr Mainboard und prüfen auf der Registerkarte „BIOS“ die neueste stabile Version. Vergleichen Sie die Versionsnummer mit Ihrer aktuellen Version, um festzustellen, ob ein Update erforderlich ist oder ob ein Downgrade helfen könnte – manchmal sind ältere Firmware-Versionen je nach Ihren Problemen kompatibler.
Methode 2: Einen bootfähigen USB-Stick korrekt vorbereiten
Dies ist unerlässlich, da die meisten Flash-Methoden ein sauberes, bootfähiges Laufwerk benötigen. FAT32 ist hier die beste Wahl – exFAT oder NTFS sind nicht geeignet. Bei neueren Mainboards mit Funktionen wie USB Flashback kopieren Sie die BIOS-Datei einfach in das Stammverzeichnis des Laufwerks und benennen sie gegebenenfalls um, wie von MSI empfohlen MSI. ROM. Für ältere Boards ohne entsprechendes Dienstprogramm benötigen Sie wahrscheinlich ein Programm wie Rufus, um ein DOS-bootfähiges Laufwerk zu erstellen. Laden Sie Rufus hier herunter , wählen Sie Ihren USB-Stick aus, wählen Sie unter „Boot Selection“ FreeDOS und klicken Sie auf „Start“.Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, kopieren Sie einfach Ihre BIOS-Datei auf dieses Laufwerk.
Methode 3: BIOS neu flashen
Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, dies zu tun, abhängig von den Funktionen Ihres Motherboards. Jede Methode hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, ist aber im Grunde recht einfach, sobald man den Dreh raus hat.
Verwendung des BIOS-Flash-Dienstprogramms
- Starten Sie das BIOS mit der entsprechenden Taste (z. B.F2, Entf oder F12 – siehe Handbuch).
- Stecken Sie den vorbereiteten USB-Stick in einen USB-Anschluss (vorzugsweise in den speziell für das BIOS-Flashing vorgesehenen Anschluss, der üblicherweise mit „BIOS“ oder ähnlich beschriftet ist).
- Navigieren Sie zum BIOS-Flash-Dienstprogramm – die Hersteller verwenden unterschiedliche Namen: MSI nennt es M-Flash, Gigabyte hat Q-Flash, ASUS hat EZ-Flash.
- Normalerweise wird das USB-Laufwerk automatisch erkannt. Bestätigen Sie die Auswahl und wählen Sie die vorbereitete BIOS-Datei aus.
- Folgen Sie den Anweisungen – bestätigen Sie alles und lassen Sie den Vorgang abschließen. Dies kann einige Minuten dauern. Schalten Sie das Gerät nicht aus und unterbrechen Sie den Vorgang nicht.
Verwendung der USB-Flashback-Taste (sofern Ihr Motherboard dies unterstützt)
- Stellen Sie sicher, dass Ihr System heruntergefahren und die Stromversorgung angeschlossen ist (insbesondere bei neuen Systemen).
- Stecken Sie den mit der BIOS-Datei gefüllten USB-Stick in den entsprechenden Flash-BIOS-Anschluss – die genaue Bezeichnung des Anschlusses und weitere Anweisungen finden Sie in Ihrem Handbuch.
- Halten Sie die Flashback-Taste (normalerweise eine kleine, deutlich beschriftete Taste) gedrückt. Halten Sie sie etwa 3–5 Sekunden lang gedrückt, bis eine LED zu blinken beginnt, und lassen Sie sie dann los.
- Lassen Sie es einfach seinen Lauf nehmen – das kann einige Minuten dauern. Sie müssen das System erst einschalten, wenn der Vorgang abgeschlossen ist.
BIOS-Aktualisierung im DOS-Modus (eher altmodisch)
Diese Methode eignet sich für ältere oder sehr einfache Motherboards ohne Flash-Funktion. Erstellen Sie mit Rufus ein bootfähiges DOS-Laufwerk, kopieren Sie Ihre BIOS-Datei darauf und starten Sie den Computer davon. Führen Sie im DOS-System einen bestimmten Befehl aus, der üblicherweise im BIOS-Update-Paket enthalten ist, z. B.`–update-bIOS` AFUWINoder ` flash.bat–update-bIOS`.Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen des Herstellers, da die Eingabe eines falschen Befehls zu Problemen führen kann.
Überprüfung des BIOS-Updates
Nach dem Flash-Vorgang sollte das System automatisch neu starten. Gegebenenfalls müssen Sie es manuell neu starten. Rufen Sie erneut das BIOS auf (drücken Sie Entf oder F2) und überprüfen Sie die BIOS-Versionsnummer. Diese wird normalerweise prominent auf dem Hauptbildschirm angezeigt. Vergewissern Sie sich, dass sie mit der geflashten Version übereinstimmt. Speichern Sie anschließend die Einstellungen und starten Sie Windows. Prüfen Sie, ob Ihre Probleme behoben sind – manchmal behebt ein einfaches BIOS-Update allerlei Kompatibilitäts- oder Stabilitätsprobleme. Zur Sicherheit können Sie das BIOS auf die Standardeinstellungen zurücksetzen oder die Einstellungen neu konfigurieren.
Naja, das BIOS neu zu flashen kann ganz schön nervenaufreibend sein, aber bei manchen Systemen ist es die einzige Möglichkeit, hartnäckige Firmware-Fehler oder Inkompatibilitäten zu beheben. Befolgen Sie die Anweisungen genau, stellen Sie eine stabile Stromversorgung sicher und überprüfen Sie die BIOS-Datei, die Sie flashen, sorgfältig. Viel Glück und hoffentlich hilft das jemandem, einen unbrauchbaren Mainboard-Briefbeschwerer zu vermeiden.
Zusammenfassung
- Die richtige BIOS-Version finden Sie auf der Support-Seite Ihres Motherboards.
- Erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick mit der BIOS-Datei – entweder mit Rufus oder mit dem Dienstprogramm des Herstellers.
- Nutzen Sie die im Motherboard integrierte BIOS-Flash-Funktion oder die Flashback-Taste.
- Überprüfen Sie nach dem Neustart, ob das Update installiert ist, und fahren Sie dann fort.
Zusammenfassung
Das Neuflashen des BIOS ist keine Spielerei, aber richtig durchgeführt, kann es ein defektes Mainboard retten oder hartnäckige Fehler beheben.Überprüfen Sie die Dateien und Vorgehensweisen immer dreifach. Wenn Ihnen das zu riskant erscheint, fragen Sie einen Experten oder kontaktieren Sie den Herstellersupport. Mit etwas Geduld schaffen die meisten Benutzer den Vorgang, ohne ihren PC unbrauchbar zu machen. Hoffentlich hilft Ihnen dieser Artikel weiter und eine der beschriebenen Methoden behebt Ihr Problem.