So formatieren Sie eine SSD richtig über das BIOS
Das Formatieren einer SSD direkt im BIOS mag zunächst etwas kompliziert klingen, ist aber tatsächlich sicherer – insbesondere, wenn Sie die SSD verkaufen oder weitergeben möchten. Anstatt sich auf die übliche betriebssystembasierte Formatierung zu verlassen, die lediglich das Dateisystem löscht, setzt die BIOS-basierte „Secure Erase“-Funktion alles auf Hardwareebene zurück. Sie sendet einen Befehl über die ATA-Schnittstelle, der praktisch alle Daten löscht, einschließlich der versteckten Overprovisioned-Blöcke. Der Haken? Nicht alle BIOS-Versionen unterstützen diese Funktion, und Sie müssen sie korrekt ausführen, um die SSD nicht unbrauchbar zu machen. Wenn Ihr Mainboard jedoch kompatibel ist, sorgt sie für eine saubere und gründliche Datenlöschung.
Bevor Sie loslegen, schließen Sie die SSD direkt über einen SATA- oder NVMe-Anschluss an, nicht über einen USB-Adapter oder eine RAID-Karte – das kann zu Problemen führen. Sichern Sie unbedingt vorher alle wichtigen Daten, denn wenn sie einmal weg sind, sind sie unwiederbringlich verloren. Es ist etwas ärgerlich, dass die Unterstützung nicht flächendeckend ist; ich habe einige Mainboards getestet (da ich ein paar herumliegen habe – MSI B550M Mortar, ASUS ROG Strix B450-F, Gigabyte B450 AORUS ELITE, ASRock X370 Taichi), und nur einige unterstützen diese Funktion. Sie müssen also in den BIOS-Einstellungen nachsehen, ob Ihr Mainboard „Secure Erase“ unterstützt. Diese Option finden Sie üblicherweise unter Abschnitten wie Erweitert, Tools oder Sicherheit. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie ins BIOS gelangen, drücken Sie einfach beim Start die Entf- Taste oder schauen Sie im Handbuch Ihres Mainboards nach.
Wie man die Sicherheit durch die Verwendung von BIOS Secure Erase erhöht
Zugriff auf das BIOS – Diesen Teil nicht vergessen
Schalten Sie Ihren PC ein und drücken Sie beim Start die Entf- Taste (oder je nach Mainboard manchmal F2 ).Falls das nicht funktioniert, hilft meist eine kurze Suche nach Ihrem Modell + „BIOS-Eintrag“.Im BIOS angekommen, navigieren Sie durch die Menüs – suchen Sie nach Bereichen wie „ Erweitert “, „Tools “ oder „Sicherheit“. Suchen Sie gegebenenfalls nach einer Option wie „Sicheres Löschen“.
Auffinden und Ausführen des sicheren Löschprogramms
Stellen Sie sicher, dass Sie sich im erweiterten Modus befinden – manche BIOS-Versionen benötigen eine spezielle Taste wie F7 zum Umschalten. Sobald Sie den richtigen Abschnitt gefunden haben, suchen Sie nach Speicheroptionen. Es ist etwas merkwürdig, wie unterschiedlich die BIOS-Layouts sind – auf einem System finden Sie vielleicht eine klare Option für „Sicheres Löschen“, auf einem anderen ist sie in einem Untermenü versteckt.
Sobald Sie das Dienstprogramm gefunden haben, werden Sie wahrscheinlich aufgefordert, die Entsperrung des Laufwerks zu bestätigen (ein notwendiger Schritt, um es für das Löschen vorzubereiten).Lesen Sie daher die Anweisungen sorgfältig durch; manchmal müssen Sie die Schnellstartoptionen deaktivieren oder bestimmte Einstellungen ändern, damit die SSD korrekt erkannt wird. Nach dem Laden sollte Ihr Laufwerk nach Name, Größe oder Anschluss aufgelistet sein.
Sicheres Löschen durchführen – nichts Kompliziertes
Identifizieren Sie Ihre SSD – das sollte einfach sein, wenn Sie sich an die Größe oder den Anschluss erinnern. Wählen Sie sie aus und bestätigen Sie den Löschvorgang. Dieser ist schnell und dauert in der Regel nur wenige Sekunden bis eine Minute. Nach Abschluss des Vorgangs startet Ihr System neu, und die Festplatte ist vollständig gelöscht. Bei manchen Systemen wirkt das fast wie Zauberei – insbesondere, da das BIOS die Löschung auf Hardwareebene durchführt und somit weniger anfällig für versehentliche Datenwiederherstellung ist als bei herkömmlichen Betriebssystemlöschungen.
Alternative Methoden, falls BIOS keine Option ist
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Löschung außerhalb des BIOS durchzuführen, beispielsweise mit diskpartTools ddwie Winhance (oder einem vom Festplattenhersteller bereitgestellten Dienstprogramm).Samsung SSD Magician oder Western Digital Dashboard bieten beispielsweise oft eine integrierte Funktion zum sicheren Löschen oder ähnliche Funktionen. Seien Sie dabei äußerst vorsichtig – die Verwendung von Kommandozeilentools wie hdparmkann gefährlich sein, insbesondere wenn Sie vergessen, das richtige Laufwerk oder den richtigen Befehl anzugeben.
Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Häufig treten Probleme auf, beispielsweise werden Laufwerke nicht richtig erkannt oder mit einem Passwort gesperrt – was ärgerlich sein kann, wenn man vorher kein Passwort festgelegt hat. Bereiten Sie sich also gründlich vor und befolgen Sie die Anweisungen genau. Fehler können ein schnelles Löschen schnell zu einem Desaster machen.Überprüfen Sie daher unbedingt die Kompatibilität und sichern Sie Ihre Daten.
Das ist im Wesentlichen die Kernaussage. BIOS Secure Erase wird etwas unterschätzt, ist aber wirklich effektiv, wenn man eine saubere Löschung auf Hardwareebene anstrebt – insbesondere aus Sicherheitsgründen vor dem Weiterverkauf.