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So führen Sie eine BIOS-Wiederherstellung auf ASUS-Motherboards durch: Vier effektive Methoden

Februar 11, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

BIOS-Probleme auf ASUS-Mainboards können sehr ärgerlich sein. Manchmal schlagen Updates fehl oder das System bleibt im Wiederherstellungsmodus hängen, sodass man eine Fehlermeldung wie „BIOS-Wiederherstellungsmodus erkannt!“ sieht. Das ist zwar etwas seltsam, aber solche Probleme treten oft nach fehlgeschlagenen BIOS-Updates oder Firmware-Beschädigungen durch Stromstöße, falsches Übertakten oder einfach instabile Hardware auf. Zum Glück bietet ASUS in solchen Fällen eine Reihe integrierter Tools, die helfen, das System wieder zum Laufen zu bringen – und wer versteht, wie diese funktionieren, kann sich viel Frust ersparen.

Besonders hilfreich ist das CrashFree BIOS 3- Dienstprogramm. Es dient dazu, ein beschädigtes BIOS-Image von einem USB-Stick oder – falls nötig – über eine Wiederherstellungstaste wiederherzustellen. Darüber hinaus bietet es Optionen wie das Löschen des CMOS, das Umschalten auf das Backup-BIOS (falls Ihr Mainboard über zwei NVRAM-Chips verfügt) oder die Verwendung der USB-BIOS-Flashback -Taste. Diese Tricks sind besonders nützlich, wenn Ihr System den POST-Start verweigert oder Sie nicht einmal auf das BIOS zugreifen können. Daher kann die Kenntnis dieser Funktionen lebensrettend sein – insbesondere, wenn das System nach einem fehlgeschlagenen Update unbrauchbar geworden ist.

So beheben Sie BIOS-Probleme auf ASUS-Motherboards

Setzen Sie Ihr ASUS-BIOS zurück.

Dies ist der einfachste Weg, wenn etwas schiefgeht. Wenn Ihr BIOS beschädigt ist oder Einstellungen zu Boot-Schleifen führen, behebt das Zurücksetzen auf die Standardeinstellungen oft das Problem.Übliche Ursachen: fehlerhaftes Übertakten, falsche Einstellungen oder fehlgeschlagene Firmware-Updates. Rechnen Sie mit einem Neustart und dem Zurücksetzen des BIOS auf die Werkseinstellungen, wodurch manchmal auch zugrundeliegende Probleme behoben werden. Ziel ist es, den Fehler zu beheben, der das Fehlverhalten des Systems verursacht.

  • Prüfen Sie zunächst, ob Ihr ASUS-Mainboard über eine separate Clear-CMOS- Taste verfügt – diese befindet sich üblicherweise am I/O-Panel oder direkt auf dem Mainboard. Falls vorhanden, ist alles in Ordnung. Andernfalls müssen Sie den CMOS-Speicher manuell löschen.
  • Falls kein Knopf vorhanden ist, schalten Sie den PC aus und trennen Sie ihn vom Stromnetz. Suchen Sie anschließend die CMOS-Batterie, üblicherweise eine Knopfzelle (ähnlich einer großen Uhrenbatterie).Entnehmen Sie sie vorsichtig, warten Sie etwa 5 Minuten und setzen Sie sie dann wieder ein. Dadurch werden Ihre BIOS-Einstellungen zurückgesetzt.
  • Alternativ finden Sie möglicherweise eine 2- oder 3-polige Stiftleiste mit der Bezeichnung CLR, CLRRTC oder ähnlich.Überbrücken Sie die Pins mithilfe eines Jumpers oder eines Schlitzschraubendrehers für etwa 10 Sekunden. Dadurch wird auch der BIOS-Cache gelöscht.
  • Sobald der CMOS-Speicher gelöscht ist, schließen Sie das System wieder an die Stromversorgung an und starten Sie es neu. Falls das BIOS erscheint, laden Sie die optimierten Standardeinstellungen und speichern Sie diese. Normalerweise lädt die Taste F5 die Standardeinstellungen und anschließend F10 speichert die Einstellungen und beendet das BIOS. Simpel, aber effektiv.

Ehrlich gesagt, kann dieser Vorgang bei manchen Konfigurationen etwas knifflig sein – insbesondere bei älteren Modellen oder wenn der CMOS-Jumper schwer zugänglich ist. Meiner Erfahrung nach ist es aber meist der erste Schritt, den man unternehmen sollte, wenn das System nach einem BIOS-Update nicht mehr richtig funktioniert.

Dual-BIOS verwenden (falls unterstützt)

Hochwertige ASUS-Mainboards, insbesondere die der ROG-Serie, verfügen mitunter über zwei BIOS-Chips – einen Haupt- und einen Backup-Chip. Sollte beim BIOS-Flash ein Fehler auftreten, kann der Backup-Chip automatisch einspringen oder manuell aktiviert werden. Dies bietet Ihnen quasi ein Sicherheitsnetz, damit Ihr System nicht dauerhaft unbrauchbar wird. Es ist quasi ein Lebensretter, vorausgesetzt, Sie besitzen ein Mainboard mit Dual-BIOS.

  1. Öffnen Sie das Gehäuse und suchen Sie den BIOS-Schalteranschluss oder den dedizierten Wiederherstellungsschalter. Einige Modelle verfügen über einen physischen Schalter, andere über einen Knopf.
  2. Falls ein Schalter vorhanden ist, stellen Sie ihn auf die Wiederherstellungsposition oder drücken Sie die Taste gemäß der Bedienungsanleitung. Behalten Sie die BIOS_LED2 oder ähnliche Anzeigen im Auge; diese blinken normalerweise oder ändern ihre Farbe im Wiederherstellungsmodus.
  3. Starten Sie den PC. Das Wiederherstellungs-BIOS wird automatisch geladen. Vergessen Sie nach Abschluss des Vorgangs nicht, die Einstellungen wieder auf Normalbetrieb zurückzusetzen, die Standardeinstellungen im BIOS zu laden und zu speichern.

Diese Methode kann manchmal ein komplett defektes oder beschädigtes BIOS wiederherstellen. Bei einem System hat sie wunderbar funktioniert, bei einem anderen musste ich stattdessen die USB-Flashback-Methode verwenden.

BIOS-Wiederherstellung mit ASUS CrashFree BIOS Utility und EZ Flash

Dies ist wahrscheinlich die gängigste Lösung, wenn das BIOS komplett defekt ist. Mit dem ASUS CrashFree BIOS 3 -Tool lässt sich das BIOS von einem bootfähigen USB-Stick mit der BIOS-Datei wiederherstellen. Es ist zwar als letzter Ausweg gedacht, funktioniert aber recht zuverlässig, insbesondere bei guter Vorbereitung.

Bevor Sie beginnen, überprüfen Sie bitte, ob Ihr Mainboard CrashFree BIOS unterstützt. Sie können im Handbuch nachsehen oder die entsprechende Funktion auf der ASUS-Supportseite für Ihr Modell finden. Der Vorgang ist etwas aufwendig, aber machbar.

Laden Sie die BIOS-Datei herunter und bereiten Sie sie vor.

  • Gehen Sie zum Supportbereich auf der offiziellen ASUS-Website.
  • Suchen Sie nach Ihrem genauen Motherboard-Modell (z. B.PRIME B450 PLUS, ROG STRIX B550-I usw.).
  • Laden Sie die neueste BIOS-Datei herunter, die üblicherweise als ZIP-Archiv vorliegt. Entpacken Sie sie mit Ihrem bevorzugten Dateimanager.
  • Führen Sie die Datei BIOSRenamer.exe in diesem Ordner aus. Dadurch wird die BIOS-Datei in ein von Ihrem Mainboard erkanntes Format umbenannt (z. B..bIOS.js PB450PS. CAP).Stellen Sie sicher, dass der Name mit dem in Ihrem Mainboard-Handbuch angegebenen Namen übereinstimmt – andernfalls funktioniert das Update möglicherweise nicht.
  • Kopieren Sie die umbenannte .CAP -Datei auf einen FAT32-formatierten USB-Stick. Darauf sollten sich keine anderen Dateien befinden, nur die BIOS-Datei.

Führen Sie die BIOS-Wiederherstellung mit EZ Flash oder dem Boot Utility durch.

  • Schließen Sie den USB-Stick an den dafür vorgesehenen BIOS-Flashback-Anschluss auf Ihrem Mainboard an. Normalerweise gibt es dafür einen speziellen Anschluss – schauen Sie in Ihrem Handbuch nach.
  • Drücken Sie die USB-BIOS-Flashback-Taste – diese befindet sich oft als kleine Taste in der Nähe des I/O-Panels. Halten Sie sie etwa 3 Sekunden lang gedrückt, bis die LED-Anzeige blinkt. Der Status der Anzeige signalisiert, dass der Vorgang läuft.
  • Die LED blinkt zunächst langsam, dann schnell. Bitte haben Sie Geduld und trennen Sie das System nicht vom Stromnetz und schalten Sie es nicht aus.
  • Sobald die LED aufhört zu blinken, ist das BIOS aktualisiert. Bauen Sie alle Komponenten wieder ein, falls Sie etwas demontieren mussten, und schalten Sie das Gerät anschließend ein.
  • Nach dem Neustart rufen Sie das BIOS auf, um zu prüfen, ob die BIOS-Version aktuell ist. Laden Sie die Standardeinstellungen mit F5 und speichern Sie sie ( F10 ).

Auf manchen Systemen kann dieser Vorgang Wartezeiten von etwa 8 Minuten erfordern. Haben Sie also Geduld. Sollte es länger dauern oder der Vorgang scheinbar hängen bleiben, warten Sie einfach noch etwas, bevor Sie das System neu starten.

Zusätzliche Tipps und Schlussbetrachtungen

Ehrlich gesagt, verläuft die BIOS-Wiederherstellung auf ASUS-Mainboards deutlich reibungsloser, wenn man sich gut vorbereitet. Bewahren Sie immer eine Sicherungskopie des aktuellen BIOS auf einem leeren USB-Stick auf und vergewissern Sie sich, dass Ihr Mainboard die gewünschten Wiederherstellungsfunktionen unterstützt. Und unterbrechen Sie den BIOS-Flashvorgang auf keinen Fall – weder Stromausfälle noch das Trennen vom Stromnetz oder versehentliches Herunterfahren sind die Ursache für einen irreparablen Schaden am Mainboard.

Sobald alles erledigt ist und Ihr BIOS wieder normal funktioniert, empfiehlt es sich, die Standardeinstellungen zu laden, die Systemtreiber zu aktualisieren und die Stabilität zu überprüfen. BIOS-Probleme können sehr ärgerlich sein, aber mit Geduld und den richtigen Tools lassen sich die meisten Probleme beheben, ohne dass das Mainboard zur Reparatur eingeschickt werden muss.

Zusammenfassung

  • Versuchen Sie, den CMOS-Speicher nach Möglichkeit zurückzusetzen – entweder über einen Knopf, einen Jumper oder durch Entfernen der Batterie.
  • Verwenden Sie das Dual-BIOS, falls Ihr Motherboard über eine solche Funktion verfügt, und schalten Sie die Wiederherstellungsmodi manuell um.
  • Laden Sie das neueste BIOS von der ASUS-Supportseite herunter, bereiten Sie einen USB-Stick vor und verwenden Sie CrashFree BIOS oder EZ Flash zur Wiederherstellung.
  • Seien Sie während des Blinkvorgangs stets geduldig und vermeiden Sie Stromausfälle.

Zusammenfassung

Die Wiederherstellung des BIOS muss kein Hexenwerk sein – zumindest nicht, wenn man ruhig bleibt und die richtigen Schritte befolgt. Diese Methoden haben auf mehreren ASUS-Mainboards einwandfrei funktioniert und sind gute Alternativen, bevor man sich von seinem Gerät trennen muss. Hoffentlich hilft das jemandem, eine teure Reparatur oder einen Mainboard-Austausch zu vermeiden. Viel Glück!