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So führen Sie einen Paketverlusttest unter Windows durch

Februar 14, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Paketverluste können sehr ärgerlich sein, besonders wenn sie beim Spielen, Streamen oder einfach beim Surfen auftreten. Ein geringer Paketverlust ist in der Regel kein Problem – Windows kommt damit gut zurecht –, aber wenn er sich verschlimmert, bemerken Sie Verzögerungen oder sogar Verbindungsabbrüche. Die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, ob das Problem an Ihrem Netzwerk oder außerhalb liegt. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einige praktische Schritte zur Fehlerbehebung und hoffentlich auch zur Lösung des Problems. Spoiler: Manchmal reicht ein Neustart des Routers, manchmal ist die Ursache aber komplexer. Die Verwendung von Tools wie Ping und Pathping kann Ihnen viel Frust ersparen.

Wie man mit Ping Paketverluste testet

Ping ist etwas ungewöhnlich, aber ungemein praktisch. Es sendet eine kurze ICMP-Echo-Anfrage an ein Ziel (z. B.Ihren Router oder eine Website) und wartet auf eine Antwort. Erhalten Sie Antworten, umso besser. Falls nicht oder falls Pakete verloren gehen, erhalten Sie einen groben Überblick über Paketverlust und Latenz. Dies hilft Ihnen, einzugrenzen, ob Ihre Verbindung lokal oder weiter entfernt instabil ist. Unter Windows ist das Kommandozeilentool einfach zu bedienen, Sie müssen jedoch wissen, welche Befehle Sie ausführen müssen.

Durchführung eines einfachen Ping-Tests

  • Drücken Sie Win + R, geben Sie ein cmdund drücken Sie dann die Eingabetaste.
  • ping <IP address or domain name>Geben Sie beispielsweise „type “ ein ping google.comoder pingen Sie Ihr Standardgateway an.
  • Schauen Sie sich die Statistiken unten an, insbesondere die Paketverlustrate und die durchschnittliche Round-Trip-Time (RTT).

Bei manchen Konfigurationen schlägt dies beim ersten Mal fehl, funktioniert dann aber möglicherweise nach einem Neustart – aus irgendeinem Grund reagiert Windows manchmal etwas unzuverlässig auf ICMP. Sie können Parameter festlegen, z. B.-n 5050 Pings senden oder -tdie Ping-Anfrage so lange fortsetzen, bis Sie sie manuell mit `<p>` beenden CTRL + C.

Bessere Daten durch erweiterte Tests

Wenn Sie der Sache genauer auf den Grund gehen möchten, sollten Sie Ihr Standardgateway mit großen Paketgrößen anpingen. Ermitteln Sie zunächst die IP-Adresse Ihres Gateways:

ipconfig

Suchen Sie nach der Zeile mit der Bezeichnung „Standardgateway“. Diese lautet oft etwa 192.168.1.1.

Führe anschließend einen kontinuierlichen Ping mit größerer Paketgröße durch:

ping -t -l 1472 <defaultgateway IP>

Lassen Sie den Test etwa 15–20 Pings durchführen und drücken Sie dann die Eingabetaste CTRL + C.Überprüfen Sie die Ergebnisse auf Paketverluste und hohe RTT-Spitzen. Paketverluste von über 2–3 % oder eine durchschnittliche RTT von über 15 ms deuten in der Regel auf Probleme hin. Bei hohen Paketverlusten erhöhen Sie die Anzahl der Pings auf über 50, um ein genaueres Bild zu erhalten.

Manchmal erscheint die Fehlermeldung „Zeitüberschreitung der Anforderung“.Das deutet oft auf ein schwaches Signal oder eine Firewall hin, die ICMP-Datenverkehr blockiert. Keine Panik, wenn es nur beim Ping nicht funktioniert – das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Ihre Internetverbindung komplett ausgefallen ist.

So beheben Sie Paketverluste auf Ihrer Seite

Wenn die Ping-Tests einen Paketverlust nahe oder über 2–3 % anzeigen, könnte Ihre lokale Verbindung Probleme bereiten. Hier sind einige schnelle Lösungen, die oft helfen:

  • Wenn Sie WLAN nutzen, versuchen Sie zunächst, näher an den Router heranzugehen oder auf eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung umzusteigen. Drahtlose Signale können instabil sein, insbesondere bei Störungen oder dicken Wänden.
  • Überprüfen Sie Ihr Ethernet-Kabel oder Ihre Netzwerkkarte – verwenden Sie ein anderes kabelgebundenes Gerät und führen Sie von diesem aus einen Ping an Ihren Router durch. Wenn auch hier Paketverluste angezeigt werden, liegt das Problem wahrscheinlich an Ihrem Router.
  • Wenn mehrere kabelgebundene Geräte betroffen sind, sollten Sie Ihren Router neu starten oder das Kabel austauschen. Auch Firmware-Updates für den Router können helfen.

Paketverlust außerhalb Ihres Netzwerks

Wenn Ihre Tests innerhalb des Netzwerks jedoch einwandfrei verlaufen, Online-Spiele oder Streaming aber weiterhin ruckeln, liegt das Problem wahrscheinlich außerhalb Ihrer Heimnetzwerkkonfiguration. Häufige Ursachen sind:

  • Netzwerküberlastung – viele Geräte beanspruchen zu viel Bandbreite. Führen Sie den Test durch, wenn niemand sonst online ist, oder richten Sie Tools zur Überwachung des Datenverkehrs ein.
  • Im Hintergrund laufende Apps – automatische Updates, Torrents, Malware oder andere Programme – könnten Bandbreite verbrauchen oder Paketverluste verursachen.
  • Beschädigte Kabel oder fehlerhafte Infrastruktur – Glasfaserleitungen oder Kupferkabel können bereits geringfügige Schäden erleiden, die ausreichen, um Probleme zu verursachen.
  • QoS-Beschränkungen (Quality of Service) – Internetanbieter begrenzen mitunter den Datenverkehr für Spiele oder Streaming, oder Ihr Router ist so konfiguriert, dass bestimmter Datenverkehr priorisiert wird. Ein Test mit einem VPN kann dies aufdecken.
  • Möglicherweise liegt das Problem am Server oder am Service-Endpunkt – wenn Paketverluste nur beim Spielen oder bei bestimmten Apps auftreten, liegt das Problem möglicherweise an deren Servern und nicht an Ihrer Verbindung.

Befindet sich das Problem außerhalb Ihres Netzwerks, können Sie als Internetanbieter (ISP) nicht viel tun. Dieser führt in der Regel eigene Diagnosetests durch. Zur Sicherheit können Sie jedoch Tools wie Winhance oder Drittanbieter-Tools wie WinMTR verwenden, die Ping- und Traceroute-Funktionen kombinieren und so die Ursache des Paketverlusts leichter aufspüren.

Ehrlich gesagt, kann die Suche nach Paketverlusten einem regelrechten Katz-und-Maus-Spiel gleichen. Manchmal hilft es erstaunlich oft schon, den Router neu zu starten oder die Kabel auszutauschen.