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So nutzen Sie die Bildschirmspiegelung von Ihrem PC auf Android-Geräte

Februar 14, 2026 3 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Die Anzeige Ihres PC-Bildschirms auf einem Android-Gerät ist mit den richtigen Tools unkompliziert. Doch umgekehrt, also Ihren PC-Bildschirm auf Ihrem Android-Gerät anzuzeigen, ist das eine andere Geschichte. Die Möglichkeiten sind nicht immer offensichtlich, und manchmal reichen die integrierten Funktionen einfach nicht aus. Wenn Sie Ihren PC von Ihrem Android-Gerät aus spiegeln oder fernsteuern möchten, benötigen Sie Unterstützung von Drittanbietern – beispielsweise Chrome Remote Desktop oder Microsoft Remote Desktop. Ein kleiner Hinweis: Nicht alle Methoden funktionieren sofort oder fehlerfrei, und manche Konfigurationen erfordern möglicherweise etwas Feintuning oder Fehlersuche.

Diese Lösungen funktionieren laut Praxiserfahrung, aber es können vereinzelt Probleme auftreten, insbesondere wenn sich Ihre Geräte nicht im selben WLAN-Netzwerk befinden oder Netzwerkbeschränkungen bzw. Firewalls aktiv sind. Wichtig ist, die Schritte genau zu befolgen – manchmal hilft ein Neustart oder eine Neuinstallation. So geht’s.

So spiegeln oder steuern Sie Ihren PC von Android aus: Praktische Methoden

Chrome Remote Desktop verwenden: Die ungewöhnliche, aber praktische Methode

Dies ist wahrscheinlich der einfachste Weg, Ihren PC-Bildschirm auf Ihr Android-Gerät zu übertragen, ohne komplizierte Netzwerkeinstellungen vornehmen zu müssen. Chrome Remote Desktop nutzt Ihr Google-Konto, daher müssen sowohl Ihr PC als auch Ihr Android-Gerät lediglich mit demselben Konto verknüpft sein – eine Verbindung im selben Netzwerk ist nicht erforderlich. Im Normalfall läuft die Übertragung reibungslos, bei manchen Konfigurationen kann es jedoch zu Verbindungsabbrüchen oder Verzögerungen kommen, insbesondere bei langsameren Internetverbindungen.

Auf Ihrem PC müssen Sie eine Browsererweiterung installieren und anschließend den Fernzugriff einrichten. Die Erweiterung verlinkt direkt zum offiziellen Installationsprogramm: der Chrome Remote Desktop-Erweiterung. Klicken Sie nach der Installation auf das Erweiterungssymbol, folgen Sie den Anweisungen zur Einrichtung Ihres Geräts und vergeben Sie eine PIN. Manchmal kann es zu Problemen kommen, wenn die Installation beim ersten Mal nicht reibungslos funktioniert.Überprüfen Sie daher noch einmal, ob alles korrekt installiert wurde und Sie Ihre PIN richtig eingegeben haben.

Laden Sie auf Ihrem Android-Gerät die App „Chrome Remote Desktop“ aus dem Play Store herunter. Nach der Installation öffnen Sie die App, melden sich mit demselben Google-Konto an und tippen auf den Computereintrag. Geben Sie Ihre PIN ein – und schon sehen Sie Ihren Desktop in einem Android-Fenster. Es ist etwas ungewöhnlich, dass man durch Wischen den Cursor bewegt oder die Tastatur vom unteren Bildschirmrand nach oben wischen muss, aber es funktioniert.

Microsoft Remote Desktop: Wenn Sie die Kontrolle behalten wollen

Dies ist eher eine Fernsteuerungsfunktion als eine reine Bildschirmspiegelung. Beide Geräte müssen sich im selben WLAN-Netzwerk befinden, und die Verbindung wird hergestellt, wodurch Sie auf dem Zielrechner von Ihrem Windows-Konto abgemeldet werden. Die Funktion eignet sich jedoch hervorragend, um Anwendungen fernzusteuern oder Programme ohne flackernde Fenster oder komplizierte Konfigurationen auszuführen.

Öffnen Sie zunächst auf Ihrem PC die Einstellungen und wählen Sie „System“ > „Remotedesktop“. Alternativ können Sie Win + Idie Einstellungen auch mit der entsprechenden Taste öffnen und dann zu „System“ > „Remotedesktop“ navigieren. Aktivieren Sie die Funktion. Prüfen Sie gegebenenfalls, ob Ihre Edition (Pro oder Enterprise) diese unterstützt. Stellen Sie sicher, dass Ihr PC-Netzwerk auf „Privat“ eingestellt ist, damit er gefunden werden kann.

Laden Sie auf Ihrem Android-Gerät die Microsoft Remote Desktop-App herunter.Öffnen Sie die App, tippen Sie auf das Pluszeichen (+), um einen PC hinzuzufügen, geben Sie den Namen oder die IP-Adresse Ihres PCs ein und anschließend Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Möglicherweise müssen Sie die Anzeigeeinstellungen, wie Auflösung oder Ton, anpassen. Sobald alles eingerichtet ist, können Sie die Verbindung mit nur einem Fingertipp herstellen. Die Verbindung ist nach der Konfiguration sehr zuverlässig. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie ein oder zwei Versuche benötigen, bis alles reibungslos funktioniert.

Andere Apps: Denn manchmal sind weniger Einschränkungen besser

Wenn Ihnen keine dieser Lösungen zusagt oder Sie deren Einschränkungen stören, bieten sich Drittanbieter-Apps wie AweSun, TeamViewer oder VNC-Viewer an. Sie haben zwar ihre Eigenheiten, sind aber in der Regel flexibler oder bieten mehr Funktionen – wie Dateiübertragung oder Unterstützung für mehrere Monitore. Bedenken Sie jedoch den zusätzlichen Einrichtungsaufwand und mögliche Datenschutzaspekte. Normalerweise genügt es, die App auf beiden Geräten zu installieren, ein Konto oder eine Verbindungs-ID zu erstellen und dem Installationsassistenten zu folgen. Manchmal funktioniert es sofort, manchmal müssen Sie Ports oder Berechtigungen anpassen. Bei manchen Systemen klappt es, bei anderen nicht, denn Windows macht es einem manchmal unnötig schwer.