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So nutzen Sie die USB-Anschlüsse Ihres Monitors effizient

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Es mag seltsam klingen, aber viele wissen nicht, dass Monitor-USB-Anschlüsse mehr können, als nur Tastatur und Maus anzuschließen. Wenn Ihr PC oder Laptop nur wenige USB-Anschlüsse hat – oder Sie einfach Ihren Schreibtisch aufräumen möchten – ist die Nutzung des Monitors als USB-Hub eine clevere Lösung. Außerdem können Sie damit Ihr Smartphone laden oder Medien direkt übertragen, ohne zusätzliche Geräte anschließen zu müssen. Das Problem ist nur: Zu verstehen, welcher Anschluss wofür zuständig ist, kann vor allem für Einsteiger etwas verwirrend sein. Diese Anleitung hilft Ihnen, die Beschriftungen und Anschlüsse an Ihrem Monitor zu verstehen. Wer hätte gedacht, dass Monitoranschlüsse so vielseitig sein können? Bei manchen Konfigurationen ist etwas Geduld gefragt, aber sobald alles richtig eingerichtet ist, kann es Ihren Arbeitsplatz deutlich vereinfachen.

So verwenden Sie die USB-Anschlüsse am Monitor

Upstream-Port: Die Hauptverbindung zu Ihrem PC

Dieser Anschluss fungiert als Brücke zwischen Monitor und Computer und ist für den Datenaustausch zuständig.Üblicherweise handelt es sich um einen USB-A-, USB-B- oder USB-C- Anschluss.Ältere Monitore verfügen oft über einen USB-B-Anschluss, während bei neueren Modellen USB-C häufiger anzutreffen ist, da dieser schneller und vielseitiger ist. Sind alle Anschlüsse Ihres Monitors USB-A-Anschlüsse, ist der Upstream-Anschluss deutlich mit „ Upstream “ oder „ USB In “ gekennzeichnet. Falls ein USB-C- oder USB-B-Anschluss vorhanden ist, benötigen Sie diesen wahrscheinlich für die Verbindung mit Ihrem PC. Das Kabel, das vom PC zu diesem Anschluss führt, ist entscheidend – vergessen Sie nicht, es anzuschließen, da die Monitoranschlüsse sonst nicht wie erwartet funktionieren.

Downstream-Ports: Anschluss von Peripheriegeräten und Geräten

Die meisten Ihrer Peripheriegeräte werden hier angeschlossen. Sie können mit „ USB In “ beschriftet sein oder auch nicht. Typischerweise handelt es sich um USB-A-Anschlüsse, aber einige Monitore verfügen auch über einen USB-C-Downstream-Anschluss, was besonders praktisch ist, wenn Sie neuere Geräte besitzen oder ein minimalistisches Setup bevorzugen.Über diese Downstream-Anschlüsse können Sie Ihre Tastatur, Maus, externe Festplatte oder bei Bedarf auch einen Streaming-Stick anschließen. Ein USB-C-Downstream-Anschluss kann das Anschließen mehrerer Bildschirme oder Geräte deutlich vereinfachen – einige Monitore unterstützen sogar Power Delivery an diesen Anschlüssen, diese sind jedoch in der Regel teurer und weniger verbreitet.

So nutzen Sie die USB-Anschlüsse Ihres Monitors optimal – Praktische Tipps

Verwenden Sie es als USB-Hub

Hier beginnt oft die Frustration: Viele verbinden den Upstream-Anschluss ihres Monitors mit dem PC und nutzen dann die Downstream-Anschlüsse für Tastatur, Maus oder externe Festplatte. So erhält man zusätzliche Anschlüsse, ohne einen separaten Hub kaufen zu müssen – ein großer Vorteil bei begrenzten USB-Anschlüssen. Wichtig ist, den richtigen Anschluss zu verwenden: Das USB-Kabel des PCs muss in den „ USB-In “- oder „ Upstream “-Anschluss des Monitors gesteckt werden. Nach der Installation der passenden Treiber (Windows 10/11 erledigt das normalerweise automatisch) sollten alle Downstream-Anschlüsse funktionieren. Das reduziert Kabelsalat und sorgt für einen aufgeräumteren Schreibtisch. Falls die Anschlüsse nach der Einrichtung nicht sofort funktionieren, sollten Sie die Monitoreinstellungen überprüfen oder die Treiber aktualisieren. Bei mir werden die Anschlüsse manchmal nicht sofort erkannt – ein kurzes Aus- und Wiedereinstecken oder ein Neustart des Computers behebt das Problem.

Laden Sie Ihre Geräte auf – wie mit einer Powerbank

Wollten Sie schon immer Ihr Handy während der Arbeit aufladen, aber Ihren Schreibtisch nicht mit Kabeln überladen? Ein praktischer Trick – besonders, wenn die Anschlüsse Ihres Monitors Power Delivery (PD) unterstützen. Sie können Ihr Handy oder kabelloses Headset an die Downstream-Anschlüsse anschließen, und bei manchen Monitoren wird es sogar geladen, wenn der PC ausgeschaltet ist. USB-2.0-Anschlüsse liefern üblicherweise bis zu 0, 5 A, was zwar nicht wahnsinnig schnell, aber für die meisten Handys ausreichend ist. USB 3.0 liefert bis zu 0, 9 A, und einige Ladeanschlüsse erreichen sogar 1, 5 A oder mehr, wenn sie PD unterstützen.Übrigens: Wenn Ihr Monitor Thunderbolt oder USB-C Power Delivery unterstützt, können Sie Ihren Laptop über diesen Anschluss laden, während Sie den Monitor anschließen – das klingt verrückt, ist aber möglich. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Monitore diese Funktion unterstützen und sie eher ein Premium-Feature ist.

Übertragung von Audio-/Videosignalen über USB-C

Jetzt wird es etwas knifflig: Wenn Ihr Monitor über einen USB-C-Anschluss mit Alt-Mode-Unterstützung verfügt, können Sie HDMI- oder DisplayPort-Kabel möglicherweise komplett weglassen. So lassen sich Video- und Audiosignal über ein einziges Kabel von Ihrem PC übertragen – eine besonders aufgeräumte Lösung. Allerdings unterstützen nicht alle USB-C-Anschlüsse diese Funktion. Prüfen Sie daher die Spezifikationen Ihres Monitors. Falls er diese Funktion besitzt, bietet Ihnen der Anschluss Ihres PCs an diesen USB-C-Anschluss eine elegante Möglichkeit, Inhalte ohne zusätzliche Adapter auf den Monitor zu streamen.

Reihenschaltung – Vereinfachung der Einrichtung mehrerer Monitore

Wenn Sie mehrere Monitore verwenden, kann die Reihenschaltung viel Kabelsalat vermeiden. Verfügen Ihre Monitore über USB-C mit Alt-Modus, können Sie einen Monitor an den USB-C-Anschluss Ihres PCs anschließen, dann einen zweiten Monitor an den ersten usw. So erweitern Sie Ihren Arbeitsbereich auf sparsame Weise, ohne alle Anschlüsse Ihrer Grafikkarte zu belegen. Beachten Sie jedoch, dass Sie in der Regel Monitore mit zwei USB-C-Anschlüssen benötigen, damit dies reibungslos funktioniert. Maximal können Sie etwa vier FullHD-Bildschirme (1080p) verwenden, dies hängt jedoch von Ihrer Grafikkarte ab. In manchen Fällen ist die Verwendung eines USB-C-zu-HDMI-Adapters oder einer Dockingstation einfacher, insbesondere wenn Ihre Monitore nur einen USB-C-Anschluss besitzen oder diese Funktion gar nicht haben.

Medien von einem USB-Laufwerk abspielen

Die meisten Fernseher und Monitore mit USB-Anschluss sind für die Medienwiedergabe ausgelegt – zum Beispiel für Filme oder Musik von einem USB-Stick. Da nicht alle Dateiformate unterstützt werden, sollten Sie vorher die technischen Daten Ihres Monitors überprüfen. Laden Sie einfach Ihre Dateien, schließen Sie den USB-Stick an den USB-Anschluss an und stellen Sie gegebenenfalls die Eingangsquelle auf den USB-Modus des Monitors um. Bei älteren Modellen kann dies manchmal etwas knifflig sein, bei neueren Modellen mit guter Medienunterstützung funktioniert es jedoch einwandfrei. Das einzige Problem besteht manchmal darin, das richtige Format zu finden oder die Firmware Ihres Monitors zu aktualisieren, falls die Wiedergabe nicht flüssig läuft.

Letztendlich kann das Verständnis der einzelnen Anschlüsse entscheidend für einen effizienteren Arbeitsplatz sein. Nicht alles ist selbsterklärend – manche Monitore haben verwirrende Beschriftungen oder unterstützen nicht alle Funktionen an jedem Anschluss. Daher sind unter Umständen etwas Ausprobieren, Treiberaktualisierungen und Anpassungen der Einstellungen nötig. Doch sobald alles eingerichtet ist, lohnt es sich definitiv für den zusätzlichen Komfort und die aufgeräumtere Arbeitsfläche.

Zusammenfassung

  • Identifizieren Sie die Upstream- und Downstream-Ports an Ihrem Monitor.
  • Nutzen Sie den Monitor als USB-Hub, um Ihre Anschlussmöglichkeiten zu erweitern.
  • Laden Sie Geräte über kompatible Anschlüsse auf, insbesondere wenn Ihr Monitor PowerDelivery unterstützt.
  • Nutzen Sie den USB-C-Alternativmodus für Videostreaming oder Reihenschaltung.
  • Genießen Sie die Medienwiedergabe direkt von einem USB-Laufwerk auf Ihrem Monitor.

Zusammenfassung

Die USB-Anschlüsse an Monitoren optimal zum Laufen zu bringen, kann etwas knifflig sein – von Treiberproblemen bis hin zu verwirrender Portbeschriftung. Einmal eingerichtet, sorgen sie aber für ein deutlich aufgeräumteres Setup und mehr Flexibilität. Natürlich ist nicht jeder Monitor gleich, und manche Funktionen (wie Power Delivery an Downstream-Ports) sind noch relativ selten. Trotzdem lohnt sich dieser Ansatz, wenn Sie mehr aus Ihrer vorhandenen Ausrüstung herausholen möchten. Hoffentlich hilft Ihnen dieser Beitrag weiter – zumindest bei einem Ihrer Setups.