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So passen Sie die Bootreihenfolge auf einem ASRock-Mainboard an

Februar 11, 2026 3 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

Die meisten Mainboards, darunter auch die bekannten ASRock-Modelle, verfügen über eine Boot-Prioritätsliste, die festlegt, von welchem ​​Gerät das System zuerst bootet. Nach dem Einschalten startet die Firmware den POST (Power-On Self Test) und durchsucht anschließend diese Liste, um das Gerät zum Laden des Betriebssystems zu finden. Steht Ihre interne SSD mit Windows oder Ihrem Betriebssystem an erster Stelle, bootet das System normal. Ist das erste Gerät jedoch ein USB-Stick oder ein anderes externes Medium, startet das System möglicherweise direkt die USB-Einstellungen oder fragt nach den Boot-Optionen. Das kann lästig sein, wenn man nicht jedes Mal danach gefragt werden möchte. Daher kann die Anpassung der Boot-Prioritätsliste einen Unterschied machen. Die Änderung ist zwar nicht besonders kompliziert, kann aber etwas verwirrend sein, wenn man mit BIOS- oder UEFI-Systemen nicht vertraut ist. Die meisten neuen Mainboards verwenden UEFI und bieten zwei Modi: EZ und Advanced. Der EZ-Modus ist die einfachste und unkomplizierteste Lösung. Benötigen Sie jedoch mehr Kontrolle oder verwenden Sie ältere Boot-Geräte, sollten Sie in den Advanced-Modus wechseln. Denn UEFI hat natürlich seine Eigenheiten, wie zum Beispiel das CSM (Compatibility Support Module), sodass ältere BIOS-Stile oder Legacy-Betriebssysteme möglicherweise nicht angezeigt werden, es sei denn, Sie aktivieren es.

So beheben oder ändern Sie die Bootreihenfolge in Windows auf ASRock-Mainboards

Verwendung des UEFI EZ-Modus für eine schnelle Anpassung

Dies ist der einfachste Weg, wenn Ihr BIOS den EZ-Modus unterstützt. Dabei handelt es sich im Grunde um eine vereinfachte Benutzeroberfläche. Sie können die Bootreihenfolge per Drag & Drop mit der Maus ändern, was recht praktisch ist. Dies funktioniert jedoch nur, wenn Ihr Mainboard dies unterstützt und Sie sich im richtigen Modus befinden. Normalerweise gelangen Sie in diesen Modus, indem Sie direkt nach dem Einschalten beim Erscheinen des Herstellerlogos F2 oder Entf drücken. Wenn sich die Benutzeroberfläche öffnet, suchen Sie nach dem Abschnitt „Bootreihenfolge“, der sich üblicherweise auf der rechten Seite mit einer Geräteliste befindet. Sie können jedes Gerät anklicken und per Drag & Drop neu anordnen. Wenn Sie mit der Reihenfolge zufrieden sind, drücken Sie F10 und bestätigen Sie mit „Ja“, um die Änderungen zu speichern und den Modus zu verlassen. Hinweis: Bei manchen Modellen funktioniert das Ziehen mit der Maus nicht wie erwartet – wundern Sie sich also nicht, wenn Sie klicken oder die Tastatur verwenden müssen. Bei einigen älteren Mainboards ist der EZ-Modus möglicherweise eingeschränkt oder fehlt ganz, sodass Sie auf den erweiterten Modus zugreifen müssen.

Wechsel in den erweiterten Modus für volle Kontrolle

Wenn der EZ-Modus nicht ausreicht oder Ihr Mainboard direkt in ein einfaches BIOS startet, bietet Ihnen der erweiterte Modus mehr Optionen. Um dorthin zu gelangen, drücken Sie beim Start erneut F2 oder Entf. Befinden Sie sich im EZ-Modus, drücken Sie F6 – dadurch wechseln Sie in den erweiterten Modus. Navigieren Sie dort zum Reiter „Boot“. Jetzt wird es interessant: Unter „Boot-Optionen“ sehen Sie „Boot-Option #1“, „#2 “ usw. Markieren Sie mit den Pfeiltasten ein Gerät und drücken Sie die Eingabetaste, um Ihr bevorzugtes Boot-Gerät auszuwählen – beispielsweise Ihre SSD oder den UEFI-Bootmanager. Wiederholen Sie dies für die anderen Optionen und platzieren Sie Ihre Hauptfestplatte an erster Stelle. Gehen Sie anschließend zum Reiter „Beenden“, wählen Sie „Änderungen speichern und beenden“ und bestätigen Sie mit „Ja“.

Tipp: Wenn Sie das Kompatibilitätsunterstützungsmodul (CSM) deaktiviert haben, werden einige ältere Geräte möglicherweise nicht angezeigt oder ihre Bezeichnungen ändern sich. Stattdessen sehen Sie Einträge wie „Windows Boot Manager“ für UEFI-Installationen oder „UEFI: USB-Gerät“ für bootfähige Laufwerke. Falls diese älteren Geräte nicht sichtbar sind, müssen Sie CSM in den Einstellungen möglicherweise zuerst wieder aktivieren, speichern, neu starten und es erneut überprüfen. Denn wenn CSM deaktiviert ist, bevorzugt Windows den UEFI-Start, der im Allgemeinen besser und sicherer ist, aber Kompatibilitätsprobleme verursachen kann.

Es ist etwas seltsam, aber manche dieser Einstellungen funktionieren nicht immer – manchmal ist nach dem Ändern der CSM- oder Bootmodus-Optionen ein Neustart nötig, oder die Änderungen werden nicht sofort angezeigt. Außerdem können sich Bezeichnungen und Menüpunkte in verschiedenen BIOS-Versionen ändern. Wenn Sie also nicht weiterwissen, suchen Sie einfach nach Optionen wie „ Bootmodus“, „Bootpriorität“ oder „UEFI/Legacy-Boot“. Denn BIOS/UEFI hält einen bekanntlich gerne im Unklaren.