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So reparieren Sie eine defekte Monitorkamera: 8 effektive Lösungen

Februar 15, 2026 7 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Wenn die Kamera Ihres Monitors kein Bild anzeigt oder gar nicht funktioniert, liegt die Annahme nahe, dass sie defekt ist und ersetzt werden muss. Doch die meisten Probleme sind lediglich Softwarefehler oder versehentlich deaktivierte Einstellungen. Bevor Sie also den Monitor auseinandernehmen oder einen neuen kaufen, sollten Sie einige gängige Lösungsansätze ausprobieren. Manchmal genügt schon ein einfaches Umschalten oder ein Update, und alles funktioniert wieder. Sollte all das nicht helfen, sind Hardwareprobleme natürlich komplexer und erfordern möglicherweise professionelle Hilfe.

So beheben Sie Probleme mit Ihrer Monitorkamera unter Windows

Windows und Treibersoftware aktualisieren

Dies ist der erste Schritt, da veraltete Treiber oder Betriebssystemversionen die Funktion der Webcam beeinträchtigen können. Es mag seltsam klingen, aber diese Updates beheben tatsächlich versteckte Fehler. Bei manchen Systemen müssen Sie möglicherweise manuell nach Updates suchen – insbesondere, wenn Sie die Windows-Benachrichtigungen bisher ignoriert haben. In der Regel behebt dies Kompatibilitätsprobleme, vor allem nach einem Windows-Upgrade oder der Installation neuer Hardware.

  1. Drücken Sie diese Taste Windows key + I, um die Einstellungen zu öffnen.
  2. Gehen Sie zu „Update und Sicherheit“.
  3. Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“. Lassen Sie das Programm den Vorgang abschließen und alle gefundenen Updates installieren. Es kann sein, dass der Computer ein paar Mal neu startet; das ist normal.
  4. Um sicherzustellen, dass die Kameratreiber aktuell sind, klicken Sie als Nächstes auf „ Optionale Updates anzeigen“. Falls dort Updates für Ihren Monitor oder Ihre Webcam angezeigt werden, installieren Sie diese.
  5. Nach Abschluss der Aktualisierungen sollten Sie Ihren PC neu starten, um sicherzustellen, dass alle Änderungen übernommen wurden.

Sobald das erledigt ist, versuchen Sie erneut, Ihre Kamera-App oder Ihr Videokonferenz-Tool zu öffnen. Manchmal braucht Windows nur einen kleinen Anstoß, um die Hardware richtig zu erkennen. Ach ja, und auf einem Rechner hat es nach dem ersten Update funktioniert, auf einem anderen…eher nicht. Geben Sie also nicht auf, wenn es ein paar Versuche braucht.

Überprüfen Sie im Geräte-Manager, ob Kamera- und Monitortreiber verfügbar sind.

Manchmal verliert Windows die Verbindung zur Kamera, insbesondere nach Updates oder Treiberkonflikten. Im Geräte-Manager sehen Sie, welche Hardware erkannt wird und ob Treiber veraltet oder fehlen. Das könnte erklären, warum die Kamera nicht angezeigt wird oder nicht funktioniert. Außerdem ist es beruhigend zu sehen, dass alle Geräte ohne Fehlermeldungen angezeigt werden.

  1. Drücken Sie die Eingabetaste Windows key, geben Sie „Geräte-Manager“ ein und drücken Sie anschließend die Eingabetaste.
  2. Erweitern Sie die Kategorien: Suchen Sie unter Kameras, Bildverarbeitungsgeräte oder Video- und Gamecontroller. Ihre Monitorkamera sollte dort aufgeführt sein – falls Sie sie sehen, ist alles in Ordnung. Falls nicht, ist sie entweder nicht erkannt oder es besteht ein Verbindungsproblem.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Kameraeintrag und wählen Sie Treiber aktualisieren.
  4. Wählen Sie „Automatisch nach Treibern suchen“. Windows sucht dann online nach der neuesten Version und installiert diese, sofern verfügbar.
  5. Wiederholen Sie das Gleiche für Ihren Monitor unter Monitore ; manchmal können veraltete Monitortreiber die Erkennung durch die Kamera beeinträchtigen.

Wird die Kamera gar nicht angezeigt, könnte sie defekt oder nicht richtig angeschlossen sein. Hardware-Überprüfungen werden weiter unten beschrieben. Zunächst prüft diese Überprüfung jedoch, ob Windows Ihr Gerät korrekt erkennt.

Aktualisieren Sie die Firmware Ihres Monitors (falls möglich).

Das ist zwar eher ein Nischenthema, aber manche Monitore benötigen Firmware-Updates für bessere Kompatibilität oder Fehlerbehebungen, beispielsweise bei Webcam-Problemen. Die meisten Hersteller bieten Firmware-Updates an, die Sie auf einen USB-Stick herunterladen oder direkt über die Monitormenüs installieren können. Zugegeben, es ist etwas komplizierter, aber wenn die Firmware veraltet ist, kann ein Update die Kamera möglicherweise wieder zum Laufen bringen. Schauen Sie am besten in der Bedienungsanleitung Ihres Modells oder auf der Website des Herstellers nach, da die Vorgehensweise je nach Marke variiert. Bei manchen Monitoren finden Sie die Firmware-Updates unter Einstellungen > Support oder Konfiguration.

  1. Laden Sie die neueste Firmware-Datei von der Supportseite Ihres Monitors herunter.
  2. Folgen Sie den Anweisungen – meistens müssen Sie Dateien auf einen USB-Stick kopieren und im Menü eine Aktualisierungsoption auswählen.
  3. Bei manchen Modellen muss man sie möglicherweise ausschalten, ein USB-Kabel anschließen, sie dann wieder einschalten und den Aktualisierungsmodus auswählen.
  4. Nach Abschluss der Arbeiten starten Sie den Monitor neu und prüfen Sie, ob die Kamera jetzt funktioniert.

Ja, das mag manchmal übertrieben wirken, aber ich habe schon erlebt, wie damit seltsame Kamerafehler behoben wurden, die kein Treiberupdate beheben konnte.

Stellen Sie sicher, dass Windows auf Ihre Kamera zugreifen kann.

Es klingt vielleicht komisch, aber Windows bietet Datenschutzeinstellungen, mit denen der Zugriff von Apps auf Ihre Kamera deaktiviert werden kann – manchmal versehentlich, insbesondere nach Updates oder größeren Windows-Upgrades. Wenn die Kamera in Apps nicht angezeigt wird, könnte dies daran liegen, dass sie deaktiviert wurde.

  1. Öffnen Sie die Einstellungen mit Windows key + I.
  2. Klicken Sie auf Datenschutz.
  3. Wählen Sie in der Seitenleiste „Kamera“ aus.
  4. Stellen Sie sicher, dass der Schalter oben mit der Bezeichnung „ Apps den Zugriff auf Ihre Kamera erlauben“ aktiviert ist.
  5. Scrollen Sie anschließend nach unten und überprüfen Sie, ob die jeweilige App, die Sie verwenden möchten (Zoom, Teams, OBS usw.), über die erforderlichen Berechtigungen verfügt.

Nachdem Sie alle Funktionen wieder aktiviert haben, starten Sie den PC neu und testen Sie die Kamera erneut. Normalerweise behebt dies das Problem, falls Windows den Kamerazugriff versehentlich deaktiviert hat.

BIOS-Einstellungen prüfen – Manchmal ist die Kamera auf Hardwareebene deaktiviert.

Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber manche Laptops und Desktop-PCs bieten im BIOS Optionen zum Deaktivieren der internen Webcam. Wenn Sie an den BIOS-Einstellungen herumgespielt haben oder einfach nur sichergehen wollen, dass die Webcam nicht deaktiviert ist, ist das ein guter Versuch. Der Zugriff auf das BIOS ist je nach System unterschiedlich – normalerweise drücken Sie beim Start die Entf-, F2- oder Esc-Taste.

  1. Starten Sie Ihren Computer neu und drücken Sie beim Start die Taste, um ins BIOS zu gelangen (beachten Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm).Sollten Sie die Taste verpassen, ist das kein Problem – starten Sie den Computer einfach neu und versuchen Sie es erneut.
  2. Wechseln Sie zur Registerkarte „Sicherheit“ oder „Erweitert“.
  3. Achten Sie auf Optionen wie I/O-Port-Zugriff oder speziell auf integrierte Kamera.
  4. Falls es deaktiviert ist, schalten Sie es auf „Aktivieren“.
  5. Speichern Sie Ihre Einstellungen und verlassen Sie das BIOS. Das System wird neu gestartet.

Das ist vielleicht nur ein Schuss ins Blaue, aber wenn die Kamera im BIOS deaktiviert ist, erkennt Windows sie überhaupt nicht. Es lohnt sich, das zu überprüfen, falls andere Optionen nicht funktionieren.

Suchen Sie nach einem physischen Schalter oder einer Funktionstaste.

Das wird oft übersehen, ist aber wichtig. Viele Laptops und einige Monitore haben einen kleinen Schalter oder eine Tastenkombination (z. B.FN + F10 ), um die Webcam aus Datenschutzgründen zu deaktivieren. Legen Sie den Schalter um oder drücken Sie die Tastenkombination – manchmal genügt es, FN + F10 oder eine Taste der F-Serie mit Kamerasymbol zu drücken. Suchen Sie an den Kanten, Seiten oder der Rückseite Ihres Geräts. Wenn Sie einen Schalter finden, aktivieren Sie ihn.

Nutzen Sie die integrierten Problembehebungsfunktionen – quasi wie beim Schweizer Taschenmesser.

Windows verfügt über Problembehandlungstools, die manchmal wie von Zauberhand Probleme aufspüren, die man selbst übersehen hat. Sie sind zwar nicht hundertprozentig perfekt, aber einen Versuch ist es wert.

  1. DrückenWindows key + R
  2. Geben Sie den Befehl ein msdt.exe -id DeviceDiagnosticund drücken Sie die Eingabetaste. Das Fenster der Hardware-Problembehandlung sollte sich öffnen.
  3. Folgen Sie den Anweisungen – lassen Sie das Programm Ihre Hardware, einschließlich angeschlossener Geräte, scannen. Es wird Sie möglicherweise darüber informieren, wenn ein fehlender Treiber oder ein Konflikt gefunden wird.
  4. Nach Abschluss des Vorgangs starten Sie die Kamera neu und prüfen Sie, ob sie jetzt funktioniert.

Hinweis: Es handelt sich nicht um ein spezielles Tool zur Fehlerbehebung an Webcams, daher werden möglicherweise nur größere Probleme erkannt, aber ein kurzer Testlauf lohnt sich.

Hardware-Fehlerbehebung und letzte Auswege

Wenn Softwarelösungen nicht helfen, sind Hardware-Überprüfungen der nächste logische Schritt. Das bedeutet in der Regel, dass man den Monitor oder Laptop auseinandernehmen muss, was nichts für Anfänger ist. Hier sind aber ein paar schnelle Tipps zur Überprüfung:

  1. Versuchen Sie, die Steckdose zu wechseln oder das Netzkabel und die Anschlusskabel auszutauschen. Manchmal ist eine lockere Verbindung oder ein defektes Kabel die Ursache des Problems.
  2. Falls an Ihrem Monitor eine externe Kamera angeschlossen ist, tauschen Sie deren Daten- oder Stromkabel aus – das könnte eine einfache Lösung sein.
  3. Prüfen Sie, ob sich am Monitor oder Laptop ein physischer Schalter oder Knopf zum Deaktivieren/Aktivieren der Kamera befindet. Manche Geräte verfügen lediglich über einen kleinen Schalter oder einen Kameraverschluss.
  4. Wenn Sie sich das zutrauen, können Sie den Monitorrahmen öffnen, um die Anschlüsse zu überprüfen – dabei können jedoch die Garantieansprüche erlöschen oder Schäden entstehen, wenn nicht vorsichtig vorgegangen wird. Im Zweifelsfall sollten Sie dies lieber einem Fachmann überlassen.

Hardwareprobleme sind in der Regel komplexer, aber hoffentlich helfen Ihnen die hier beschriebenen Software-Schritte, das Problem ohne vollständige Demontage zu beheben. Sollte alles andere fehlschlagen, ist die Kontaktaufnahme mit dem Support oder Kundendienst wahrscheinlich die sicherste Vorgehensweise. Manchmal genügt es bereits, ein Kabel auszutauschen oder die Verbindung zu reparieren, um die Kamera wieder zum Laufen zu bringen.