So richten Sie eine Quad-Monitor-Konfiguration für gesteigerte Produktivität ein
Vier Bildschirme an einem einzigen Rechner anzuschließen, klingt zwar beeindruckend, ist aber auch nicht ganz einfach. Es gibt diverse Kompatibilitätsprobleme, Anschlussbeschränkungen und BIOS-Einstellungen zu beachten. Im Prinzip lassen sich zwar alle vier Bildschirme anschließen, aber wenn das System nicht dafür ausgelegt ist, kann es zu Verzögerungen, Bildflackern oder sogar zu fehlenden Bildern auf einigen Monitoren kommen. Um herauszufinden, ob Ihr PC vier Monitore problemlos verarbeiten kann, sind einige Tests und gegebenenfalls ein paar Anpassungen nötig, damit alles reibungslos läuft.
In dieser Übersicht zeigen wir die gängigen Methoden, um vier Monitore einzurichten – sei es durch BIOS-Anpassungen, Hardware-Anschlüsse oder zusätzliches Zubehör wie Adapter und Dockingstationen. Es erfordert etwas Ausprobieren, aber die meisten modernen Rechner schaffen das, sofern sie richtig unterstützt werden. Das Ziel: mehr Arbeitsfläche, höhere Produktivität, vielleicht sogar ein Gaming- oder Design-Setup ohne ständiges Wechseln zwischen Programmen. Schauen wir uns an, was zu prüfen ist und wie alles reibungslos zusammenarbeitet.
Wie man vier Monitore an ein System anschließt
Aktivieren Sie die Unterstützung für mehrere Bildschirme in den BIOS-Einstellungen.
Das wird oft übersehen, ist aber extrem wichtig. Wenn Ihr BIOS die Unterstützung für mehrere Monitore nicht aktiviert hat, erkennt Ihr Betriebssystem möglicherweise nicht alle angeschlossenen Bildschirme. Diese Einstellung ist normalerweise in den erweiterten BIOS-Menüs versteckt und trägt Bezeichnungen wie „ Mehrere Monitore“ oder „Integrierte Grafik“. Warum das hilft: Sie weist die Firmware des Mainboards an, mehrere Ausgänge gleichzeitig zu aktivieren. Wann das zutrifft: Sie stellen fest, dass trotz Anschluss mehrerer Monitore nur ein oder zwei angezeigt werden. Was Sie erwarten können: Nach der Aktivierung sollte Windows alle angeschlossenen Bildschirme zuverlässiger erkennen. Zusätzlicher Tipp: Manche BIOS-Menüs sind ziemlich unübersichtlich. Wenn Sie die Einstellung nicht finden, sollten Sie im Handbuch Ihres Mainboards oder im Online-Support nachsehen. Und ja, bei manchen Systemen ist zum Aktivieren dieser Funktion ein Neustart und etwas Herumprobieren im BIOS erforderlich.
- Starten Sie den PC neu und rufen Sie beim Start das BIOS auf (normalerweise durch Drücken von Delete, F2 oder Esc, je nach Motherboard).
- Suchen Sie nach dem Abschnitt „Erweitert“ oder „Chipsatz“.
- Suchen Sie nach einer Option namens Multi-Monitor oder IGD Multi-Monitor.
- Stellen Sie es auf „Aktiviert“.
- Speichern und beenden (normalerweise F10 ), dann Windows neu starten, um zu sehen, ob mehrere Bildschirme besser erkannt werden.
Manche Mainboards sind etwas ungewöhnlich und bieten diese Option gar nicht an, oder sie ist an bestimmte BIOS-Versionen gebunden. In jedem Fall lohnt sich ein kurzer Blick darauf, bevor man sich neue Hardware kauft.
Prüfen Sie Ihre Anschlüsse – gibt es vier?
Klingt komisch, kann aber tatsächlich der Flaschenhals sein. Schauen Sie im Geräte-Manager oder in den Spezifikationen Ihres PCs nach. Wenn Ihr Rechner nur zwei HDMI-Anschlüsse und einen DisplayPort an der Grafikkarte hat, wird es schwierig, vier Anschlüsse direkt zu nutzen – es sei denn, Sie verwenden Adapter oder eine zweite Grafikkarte. Warum es hilft: Mehr Anschlüsse bieten mehr Möglichkeiten, Monitore direkt ohne zusätzliche Geräte anzuschließen. Wann es relevant ist: Sie wünschen sich ein sauberes, unkompliziertes Setup und möchten nicht mit Adaptern hantieren. Was Sie erwarten können: Wenn Sie vier Anschlüsse haben, perfekt; einfach anschließen und loslegen. Falls nicht, sehen Sie sich die unten aufgeführten Alternativen an.
Monitore in Reihe schalten mit DisplayPort oder Thunderbolt
Das ist ziemlich praktisch – vorausgesetzt, Ihre Monitore unterstützen es. Mit der Reihenschaltung können Sie mehrere Bildschirme über einen einzigen Anschluss verbinden, üblicherweise über DisplayPort Out vom ersten zum nächsten Monitor. Vorteile: Sie sparen Anschlüsse und vermeiden Kabelsalat. Voraussetzungen: Ihre Bildschirme unterstützen DisplayPort Out/In oder Thunderbolt-Anschlüsse. Funktionsweise: Nach der Installation des MST-Treibers (Multi-Stream Transport) erkennt Windows in der Regel alle Bildschirme automatisch. Hinweis: Nicht alle Monitore unterstützen Reihenschaltung, und die Kompatibilität hängt oft von Marke und Modell ab. Manchmal funktioniert die Kette auf einem Rechner einwandfrei, auf einem anderen jedoch nicht. Windows und Hardware spielen da natürlich manchmal eine Rolle.
- Stellen Sie sicher, dass alle Monitore an die Stromversorgung angeschlossen und eingeschaltet sind.
- Schließen Sie den ersten Monitor mit einem DisplayPort-Kabel an den PC an.
- Schließen Sie den zweiten Monitor über die DisplayPort-Ein- und Ausgänge an den ersten Monitor an. Bei Verwendung von Thunderbolt schließen Sie den Monitor entsprechend mit Thunderbolt-Kabeln an.
- Wiederholen Sie den Vorgang für den dritten und vierten Monitor. Sie benötigen einen Treiber für die MST-Unterstützung (suchen Sie auf den Supportseiten Ihrer Grafikkarte oder Ihres Mainboards nach).
Eine Einschränkung: Dies funktioniert nur, wenn Ihre Grafikkarte und Ihre Monitore die Reihenschaltung unterstützen – überprüfen Sie die technischen Daten Ihres Modells. Andernfalls ist es möglicherweise nicht möglich.
Verwenden Sie einen USB-Videoadapter (insbesondere USB-C mit Thunderbolt).
Keine Anschlüsse mehr frei? Damit sind Sie nicht allein. USB-Videoadapter sind eine echte Rettung – sie verwandeln einen USB-C-Anschluss (Thunderbolt-kompatibel) in einen zusätzlichen Videoausgang. Warum das hilft: Sie können zusätzliche Monitore anschließen, wenn nur wenige Hardware-Anschlüsse vorhanden sind. Wann es funktioniert: Wenn Ihr Computer ein Thunderbolt-Symbol hat oder den USB-C DisplayPort Alt-Modus unterstützt, funktioniert es. Was Sie erwarten können: Normalerweise sind sie sofort einsatzbereit, aber nicht immer. Einige leistungsstarke Adapter unterstützen 4K oder höhere Auflösungen problemlos, andere stürzen gelegentlich ab. Warum es manchmal funktioniert, ist unklar, aber es ist eine gute Möglichkeit, zusätzliche Bildschirme anzuschließen, ohne den PC auseinandernehmen zu müssen.
Hinweis: Die Leistung kann variieren, insbesondere wenn Ihr USB-Anschluss kein Thunderbolt-Anschluss ist oder nicht über ausreichend Bandbreite verfügt.Überprüfen Sie die technischen Daten vor dem Kauf.
Verwenden Sie eine Dockingstation für zusätzliche Anschlüsse
Dockingstationen sind im Prinzip erweiterte Switches mit integrierter Stromversorgung. Schließen Sie die Dockingstation an Ihren PC an und verbinden Sie dann mehrere Monitore – Dockingstationen mit HDR-, DisplayLink- oder Thunderbolt-Unterstützung funktionieren alle. Vorteile: Zuverlässige und aufgeräumte Verbindung mit mehreren Anschlüssen, oft für vier oder mehr Bildschirme. Anwendungsfall: Wenn die Anschlüsse Ihres PCs voll belegt oder nicht ausreichend sind. Funktionsweise: Nach der Einrichtung erkennt Windows alle Monitore, sofern Sie die mit der Dockingstation gelieferten Treiber installiert haben.
Konfigurieren Sie die Anzeigeeinstellungen in Windows korrekt.
Nach dem physischen Anschluss aller Geräte geht es oft nur noch darum, die Windows-Einstellungen anzupassen, damit die Monitore optimal dargestellt werden. Manchmal erkennt Windows sie automatisch, manchmal nicht. Warum das hilft: Es stellt sicher, dass alle Ihre Monitore mit Ihrer bevorzugten Auflösung und Ihrem bevorzugten Layout funktionieren. Wann es relevant ist: Nachdem alle Bildschirme angeschlossen sind oder falls einige nicht erkannt werden. Was Sie erwartet: Nach der Konfiguration können Sie Bildschirme erweitern oder duplizieren und die Auflösung jedes Monitors individuell festlegen. Kleiner Tipp: Klicken Sie nach der Erkennung der Bildschirme auf „Identifizieren“, um die einzelnen Monitore zuzuordnen. Ziehen Sie dann die Monitorsymbole an die entsprechende Stelle in Ihrer physischen Konfiguration. Vergessen Sie auch nicht die Auflösung – eine niedrigere Auflösung kann bei einigen Monitoren die Gesamtleistung verbessern, insbesondere bei einer schwachen Grafikkarte.
- Rechtsklick auf den Desktop > Anzeigeeinstellungen
- Klicken Sie auf „Erkennen“, wenn einige Monitore nicht angezeigt werden.
- Verwenden Sie „Identifizieren“, um festzustellen, welcher Bildschirm welcher ist.
- Ordnen Sie Monitore in Windows physisch an, indem Sie Symbole verschieben.
- Wählen Sie jeden Monitor aus und wählen Sie die richtige Auflösung, Skalierung und den Anzeigemodus (Erweitern oder Duplizieren).