So richten Sie zwei Monitore über einen einzigen HDMI-Anschluss ein
Zwei Monitore über nur einen HDMI-Anschluss zu betreiben, kann ziemlich frustrierend sein, besonders wenn man mehrere Ausgänge gewohnt ist. Viele wünschen sich mehr Bildschirmfläche zum Arbeiten, Spielen oder einfach für einfacheres Multitasking, doch Hardwarebeschränkungen stehen dem oft im Weg. Glücklicherweise gibt es einige Lösungen, mit denen sich die Anzeige erweitern lässt, ohne die Grafikkarte oder GPU austauschen zu müssen. Diese Methoden sind zwar nicht perfekt – viele basieren auf Spiegelung statt echter Erweiterung oder erfordern zusätzliche Hardware –, aber sie reichen oft aus. Dieser Leitfaden stellt praktische Optionen aus der Praxis vor und beleuchtet sowohl die Vor- als auch die Nachteile sowie einige unerwartete Tricks.
So beheben Sie Probleme mit zwei Monitoren bei begrenzten HDMI-Anschlüssen
Verwenden Sie einen HDMI-Splitter (zum Spiegeln, nicht zum Erweitern).
Das ist wahrscheinlich die einfachste und naheliegendste Lösung. Man kauft einen HDMI-Splitter, verbindet den HDMI-Anschluss des PCs mit dem Eingang des Splitters und schließt dann mehrere Monitore an die Ausgänge des Splitters an. Der Haken? Die meisten günstigen Splitter spiegeln nur den Bildschirminhalt, sodass beide Bildschirme exakt das anzeigen, was auf dem Hauptbildschirm zu sehen ist. Das ist gut, wenn man nur eine Kopie für eine Präsentation oder Ähnliches benötigt, aber nicht optimal, wenn man seinen Desktop erweitern möchte.
Hinsichtlich der Einrichtung:
- Schließen Sie ein HDMI-Kabel an den HDMI-Anschluss Ihres PCs an.
- Schließen Sie dies an den Eingangsanschluss des Splitters an.
- Verwenden Sie zusätzliche HDMI-Kabel, um jeden Monitor mit den Ausgängen des Splitters zu verbinden.
Bei manchen Konfigurationen kann es zu einem Flackern der Monitore kommen, wenn der Splitter nicht von guter Qualität ist. Wenn Sie mehr Platz für Fenster und Anwendungen auf dem zweiten Monitor benötigen, ist diese Lösung ebenfalls nicht geeignet. HDMI-Splitter unterstützen zudem keine Desktop-Erweiterung. Sie dienen fast ausschließlich der Bildschirmspiegelung; erwarten Sie also keinen nahtlosen Multi-Monitor-Arbeitsbereich. Dennoch ist er eine schnelle Lösung – wenn Sie lediglich einen zweiten Bildschirm benötigen.
Verwenden Sie HDMI-zu-DisplayPort- oder VGA-Adapter (für erweiterte Anzeige).
Jetzt wird es etwas komplizierter, aber auch nützlicher. Adapter ermöglichen es Ihnen, Ihren Bildschirm je nach Gerät zu erweitern, anstatt ihn nur zu spiegeln. Verbinden Sie dazu einfach den HDMI-Anschluss Ihres PCs mit einem Adapter – beispielsweise einem VGA-zu-HDMI- oder DisplayPort-zu-HDMI-Adapter. Diesen schließen Sie dann an Ihren zweiten Monitor an.
Der eigentliche Grund, warum das funktionieren kann: Solange der Adapter EDID (Extended Display Identification Data) unterstützt, kann er Windows manchmal dazu bringen, den Bildschirm zu erweitern, anstatt ihn zu spiegeln. Das funktioniert aber nicht immer – manchmal erkennt Windows ihn einfach als zweiten Bildschirm, manchmal nicht. Außerdem muss Ihre Grafikkarte mehrere Bildschirme unterstützen – ältere oder integrierte GPUs sind möglicherweise nicht kompatibel. Es geht also um Kompatibilität.
So richten Sie das ein:
- Schließen Sie den HDMI-Anschluss Ihres PCs an den Adapter an.
- Schließen Sie den Ausgang des Adapters an den HDMI- oder VGA-Anschluss Ihres zweiten Monitors an.
- Gehen Sie anschließend zu Einstellungen > System > Anzeige und prüfen Sie, ob der zweite Monitor als erweiterbarer Bildschirm angezeigt wird. Falls er standardmäßig dupliziert ist, drücken Sie die entsprechende Taste Windows + Pund wählen Sie „Erweitern“.
Beachten Sie, dass für manche Adapter Treiberinstallationen oder spezielle Einstellungen erforderlich sein können. Und ehrlich gesagt, ist es manchmal Glückssache. Bei einer Konfiguration funktionierte es sofort, bei einer anderen musste ich erst etwas herumprobieren.
Nutzen Sie eine Dockingstation – Die robuste Lösung
Dies ist eine praktische Komplettlösung, wenn Sie zwei Bildschirme gleichzeitig nutzen möchten, ohne Adapter zu benötigen. Dockingstationen verfügen über mehrere Ausgänge – HDMI, DisplayPort, DVI oder sogar VGA. Verbinden Sie einfach den USB-C- oder DVI-Anschluss Ihres Laptops oder PCs mit der Dockingstation und schließen Sie die Monitore direkt an die Ausgänge der Dockingstation an. Es ist im Prinzip Plug-and-Play, und die meisten modernen Dockingstationen kommen mit mehreren Bildschirmen problemlos zurecht.
In der Praxis muss man einfach alles anschließen:
- Verbinden Sie den Anschluss Ihres PCs (in der Regel USB-C oder DVI) mit der Dockingstation.
- Schließen Sie jeden Monitor an einen anderen Anschluss der Dockingstation an.
- Gehen Sie zu den Anzeigeeinstellungen und ordnen Sie Ihre Monitore nach Bedarf an.
So fungiert die Dockingstation als Hub, selbst wenn Ihr PC nur über einen HDMI-Anschluss verfügt. Außerdem erhalten Sie zusätzliche Anschlüsse für Mäuse, Tastaturen und andere Geräte – eine Win-win-Situation, auch wenn die Anschaffung etwas teurer ist.
Nutzen Sie verschiedene Anschlüsse an Ihrem Gerät (sofern verfügbar).
Manche PCs und Laptops verfügen neben HDMI über weitere Videoausgänge – beispielsweise DisplayPort, DVI oder VGA. Es liegt auf der Hand, aber falls Ihre Konfiguration dies zulässt, schließen Sie Ihren ersten Monitor einfach per HDMI und den zweiten beispielsweise per VGA oder DVI an. Windows erkennt dann beide Ausgänge als separate Bildschirme und erweitert den Desktop entsprechend.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Monitore diese Anschlüsse unterstützen oder dass Adapter verfügbar sind. Manchmal genügt eine einfache Verkabelung, in anderen Fällen müssen Sie möglicherweise in den Anzeigeeinstellungen die Option „Erweitern“ auswählen.
Ja, manchmal spinnt Windows und besteht auf Bildschirmspiegelung, selbst wenn die Geräte an unterschiedlichen Ports angeschlossen sind. In solchen Fällen hilft meist ein kurzer Klick auf „ Windows + PErweitern “. Erwarten Sie aber keine perfekte Plug-and-Play-Lösung – manchmal müssen Sie neu starten oder die Auflösungseinstellungen anpassen.
Generell kann die Hardware- und Treiberkompatibilität hier problematisch sein. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn ein Versuch nicht sofort funktioniert. Manchmal behebt ein Treiberupdate oder eine schnelle Windows-Neuinstallation das Problem. In anderen Fällen hilft es, einen anderen Adapter oder Anschluss auszuprobieren.