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So rüsten Sie den Arbeitsspeicher Ihres Laptops auf: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Februar 14, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Das Aufrüsten des Arbeitsspeichers (RAM) eines Laptops kann die Leistung deutlich steigern, insbesondere wenn Sie Verzögerungen oder langsames Multitasking bemerken. Der Vorgang ist jedoch nicht so einfach, wie einfach neue RAM-Riegel zu kaufen und einzubauen. Kompatibilitätsprobleme, Schwierigkeiten beim Einbau und Treiberbesonderheiten können zu Problemen führen. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen, wie Sie neuen RAM reibungslos zum Laufen bringen – von der Überprüfung der Spezifikationen bis hin zum Öffnen des Laptops und dem Einbau der Riegel. Nach dem Upgrade sollten Sie überprüfen, ob alles korrekt erkannt wurde und mit der richtigen Geschwindigkeit läuft. Etwas umständlich, aber die Mühe lohnt sich, wenn Ihr System träge ist.

So rüsten Sie den Arbeitsspeicher Ihres Laptops auf

Prüfen Sie zuerst die Kompatibilität – denn natürlich unterstützen nicht alle Laptops Upgrades.

Bevor Sie neues RAM kaufen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Laptop es auch unterstützt. Viele ultraflache oder fest verlötete Modelle bieten keine Aufrüstmöglichkeiten – ärgerlich, aber wahr. Diese Informationen finden Sie in der Regel im Benutzerhandbuch oder auf der Website des Herstellers unter den technischen Daten. Achten Sie auf Details wie die maximal unterstützte Kapazität, die DDR-Generation (DDR3, DDR4, DDR5) und die Frequenz. Wenn Ihr Laptop beispielsweise auf DDR4 2400 MHz beschränkt ist, können Sie nicht einfach DDR5-Riegel einbauen. Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihr Betriebssystem 64-Bit ist – nichts ist frustrierender, als neuen RAM einzubauen und dann festzustellen, dass das Betriebssystem ihn nicht unterstützt.

Manche Nutzer mischen RAM-Riegel verschiedener Marken ohne Probleme, doch Warnungen bezüglich Stabilitäts- oder Startproblemen sind häufig. Es ist sicherer, RAM-Riegel derselben Marke zu verwenden oder RAM-Kits von renommierten Herstellern wie Kingston, Corsair oder Samsung zu kaufen. Ein einziges nicht passendes Modul kann Startfehler oder Abstürze verursachen.Überprüfen Sie daher die Spezifikationen sorgfältig, bevor Sie kaufen.

Kaufen Sie den passenden RAM-Riegel oder das passende RAM-Kit.

Sobald Sie wissen, dass Ihr System ein Upgrade unterstützt, wählen Sie ein kompatibles Modul. Wenn Sie nur einen Steckplatz haben, benötigen Sie einen Riegel mit höherer Kapazität – beispielsweise ein Upgrade von 4 GB auf 8 GB. Verfügt Ihr Laptop hingegen über zwei Steckplätze und möchten Sie Dual-Channel-Leistung nutzen, besorgen Sie sich ein passendes Kit. Das lohnt sich für höhere Geschwindigkeit und Stabilität. Setzen Sie dabei immer auf vertrauenswürdige Marken. Günstiger oder No-Name-RAM mag zwar verlockend erscheinen, ist aber aus gutem Grund billiger: weniger zuverlässig und anfälliger für Probleme. Sie sparen zwar jetzt ein paar Euro, müssen aber später Abstürze beheben.

Laptop ausschalten und öffnen

Dieser Schritt ist zwar immer etwas mühsam, aber unerlässlich. Fahren Sie den Computer zunächst vollständig herunter: Schließen Sie alle Anwendungen, drücken Sie die entsprechende Taste Alt + F4und wählen Sie „Herunterfahren“. Trennen Sie anschließend alle externen Geräte – Festplatten, Maus und Ladegerät. Falls Ihr Modell über einen externen Akku verfügt, entfernen Sie diesen (siehe Handbuch; manche Modelle benötigen einen Schraubendreher oder lediglich einen Schiebeschalter).Bevor Sie interne Komponenten berühren, erden Sie sich – tragen Sie ein antistatisches Armband oder berühren Sie einen geerdeten Metallgegenstand. Statische Aufladung kann Ihr Mainboard oder Ihre RAM-Module beschädigen, und das wollen Sie sicherlich vermeiden.

Als Nächstes entfernen Sie mit einem Schraubendreher die Schrauben an der Unterseite. Diese befinden sich manchmal unter Gummifüßen. Bewahren Sie die Schrauben gut auf – werfen Sie sie nicht einfach irgendwo hin, wo sie verloren gehen können. Hebeln Sie das Gehäuse vorsichtig mit einem Kunststoffhebel oder einem Spatel ab – achten Sie dabei auch hier darauf, nichts zu beschädigen. Bei manchen Modellen muss zuvor die Tastatur entfernt oder das Flachbandkabel getrennt werden. Informieren Sie sich daher im Zweifelsfall kurz über Ihr spezifisches Modell.

Vorhandene RAM-Module lokalisieren und entfernen

Öffnen Sie das Gehäuse und suchen Sie die RAM-Steckplätze. Normalerweise befinden sich ein bis zwei Steckplätze unter einer Kunststoffabdeckung; manchmal sind sie auch von unten zugänglich. Bevor Sie die Module berühren, erden Sie sich erneut – statische Aufladung ist tückisch und hartnäckig. Trennen Sie, wenn möglich, den internen Akku; bei manchen Modellen befindet er sich direkt unter der Tastatur oder an der Unterseite. Durch das Trennen des Akkus werden versehentliche Kurzschlüsse vermieden. Drücken Sie die Halteklammern zur Seite – dadurch werden die RAM-Riegel freigegeben. Fassen Sie die Module vorsichtig an den Kanten an – vermeiden Sie es, die goldenen Kontakte zu berühren – und heben Sie sie heraus. Falls Sie zwei Riegel haben, wiederholen Sie den Vorgang für den zweiten. Bewahren Sie die alten Module in einem antistatischen Beutel auf – eine gute Angewohnheit.

Neue RAM-Module einbauen

Vor dem Einbau die Steckplätze mit Druckluft ausblasen – Staub und Schmutz können Kontaktprobleme verursachen. Bei Bedarf die Kontakte vorsichtig mit einem in Reinigungsalkohol getauchten Wattestäbchen abwischen. Den neuen RAM-Riegel im Steckplatz ausrichten – die Kerbe beachten, um ein falsches Einsetzen zu verhindern. Fest, aber vorsichtig nach unten drücken, bis die seitlichen Halteklammern einrasten. Leicht wackeln, um den korrekten Sitz zu prüfen. Vorgang wiederholen, falls weitere Module hinzugefügt werden. Sorgfältig eingesetzt, später weniger Probleme.

Zusammenbau und Hochfahren

Schließen Sie den internen Akku wieder an, falls Sie ihn zuvor getrennt haben. Setzen Sie die Bodenplatte wieder ein – drücken Sie sie an den Kanten fest, um sie zu verriegeln, und ziehen Sie dann die Schrauben fest. Setzen Sie den externen Akku wieder ein, falls Sie ihn entfernt haben. Schließen Sie alle Geräte wieder an und starten Sie den Computer neu. Sobald Windows geladen ist, überprüfen Sie, ob der neue Arbeitsspeicher erkannt wird und ordnungsgemäß funktioniert.Öffnen Sie den Task-Manager ( Ctrl + Shift + Esc) und wechseln Sie zum Reiter „Leistung“. Suchen Sie dort den Abschnitt „Arbeitsspeicher“.Die angezeigte Gesamtkapazität und Geschwindigkeit sollten mit Ihren neuen Modulen übereinstimmen. Falls nicht, überprüfen Sie den Sitz und die Kompatibilität – manchmal muss das BIOS zurückgesetzt werden.

Stellen Sie sicher, dass es reibungslos läuft.

Sobald Windows den neuen Arbeitsspeicher erkennt, empfiehlt es sich, einige Tests durchzuführen. Tools wie MemTest86 eignen sich gut für Stresstests, um Stabilitätsprobleme aufzudecken. Prüfen Sie außerdem, ob der Arbeitsspeicher mit der angegebenen Frequenz läuft – Windows zeigt zwar manchmal niedrigere Geschwindigkeiten an, das ist aber normal, sofern Sie keine XMP-Profile im BIOS aktiviert haben. Seien Sie beim Übertakten vorsichtig – zu hohe Taktraten können zu Abstürzen oder Überhitzung führen, insbesondere bei Laptops, die nicht dafür ausgelegt sind. Wenn aber alles stabil läuft, haben Sie es geschafft!

Mal ganz ehrlich, Raspberry-Pi-Witz beiseite, manchmal wirkt dieser Prozess komplizierter als nötig. Mit etwas Geduld lässt sich aber ein träger Laptop in ein recht ordentliches Gerät verwandeln – zumindest was den Arbeitsspeicher angeht. Viel Glück und Daumen drücken, dass dadurch noch eine weitere Komponente besser funktioniert.

Zusammenfassung

  • Prüfen Sie die RAM-Kompatibilität Ihres Laptops (Generation, Kapazität, Steckplätze).
  • Kaufen Sie zuverlässigen Arbeitsspeicher, der Ihren Spezifikationen entspricht.
  • Gehäuse ordnungsgemäß schließen und öffnen, Vorsicht mit Schrauben und Clips.
  • Erden Sie sich, um statische Schäden zu vermeiden.
  • Alte RAM-Speicher entfernen, Steckplätze reinigen und neue Module installieren.
  • Schließen Sie alle Programme, starten Sie den Computer neu und überprüfen Sie den erkannten Arbeitsspeicher im Task-Manager.
  • Führe Speichertests durch, wenn du technikbegeistert (oder vorsichtig) bist.

Zusammenfassung

Das Aufrüsten des Arbeitsspeichers ist zwar keine Raketenwissenschaft, aber auch nicht völlig narrensicher. Die richtigen Komponenten zu verwenden und beim Einbau sorgfältig vorzugehen, macht den Unterschied. Manchmal erkennen Systeme den neu installierten Arbeitsspeicher einfach nicht, oder die BIOS-Einstellungen müssen angepasst werden. In den meisten Fällen reichen aber eine saubere Installation, der korrekte Sitz und etwas Geduld aus. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden oder erspart zumindest viel Frust. Viel Erfolg!