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So scrollen Sie ohne Maus: 6 effektive Methoden

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Scrollräder sind ungemein praktisch, um durch Seiten oder Dokumente zu blättern, aber ehrlich gesagt hat nicht jeder ständig eine Maus angeschlossen. Und manchmal streikt die Maus *plötzlich* – sie reagiert verzögert, gar nicht oder geht einfach nicht mehr. Das ist ziemlich ärgerlich, besonders wenn man gerade vertieft ins Lesen oder Bearbeiten ist und nicht unterbrochen werden möchte. Zum Glück gibt es viele andere Möglichkeiten zum Scrollen, ohne jedes Mal zur Maus greifen zu müssen. Touchpad, Tastenkombinationen oder sogar der Touchscreen (falls Sie ein Convertible oder einen Touchscreen-Laptop besitzen) können Abhilfe schaffen. Und seien Sie gewarnt: Viele dieser Methoden sind besonders hilfreich, wenn Ihre Maus spinnt oder einfach nicht verfügbar ist.

Wenn Sie also schon einmal verzweifelt versucht haben, ohne Maus zu scrollen, oder einfach Ihren Workflow effizienter gestalten möchten, bietet Ihnen dieser Leitfaden einige einfache Tricks. Manche sind ziemlich offensichtlich, andere werden Sie vielleicht überraschen. Hoffentlich hilft Ihnen eine dieser Lösungen, wenn Ihre Maus das nächste Mal streikt. Denn seien wir ehrlich: Windows und Hardware können unberechenbar sein – manchmal funktioniert selbst nach Updates Ihre bevorzugte Scrollmethode einfach nicht mehr. Diese Tipps haben bei mir auf verschiedenen Systemen funktioniert, aber manchmal hilft nur Ausprobieren, um herauszufinden, was am besten funktioniert.

Wie man ohne Maus scrollt

Maustasten aktivieren und Nummernblock verwenden

Das ist ein klassischer Trick. Man verwandelt die Tastatur quasi in eine Maus zum Scrollen und Klicken. Besonders praktisch ist das, wenn man einen Nummernblock hat und dieser einwandfrei funktioniert – und es ist schon etwas seltsam, dass Windows ihn extra aktivieren muss, aber so ist Windows eben. Das funktioniert vor allem aus Gründen der Barrierefreiheit, ist aber auch nützlich, wenn die Maus mal nicht reagiert oder extrem langsam ist. So kann man den Cursor bewegen oder scrollen, ohne eine physische Maus benutzen zu müssen. Bei manchen Systemen funktioniert das nämlich nicht sofort oder erst nach einem Neustart.

So aktivieren Sie es:

  1. Drücken Sie Windows + R und geben Sie controlim Dialogfeld „Ausführen“ Folgendes ein: (Unter Windows 10 oder 11 öffnet sich dadurch die klassische Systemsteuerung.)
  2. Drücken Sie die Eingabetaste.
  3. Navigieren Sie zu Erleichterte Bedienung > Center für erleichterte Bedienung.
  4. Scrollen Sie nach unten, um „ Die Mausbedienung vereinfachen“ zu finden.
  5. Setzen Sie ein Häkchen bei „Maustasten aktivieren“.
  6. Klicken Sie auf „Anwenden“ oder „OK“.

Sobald das erledigt ist, steuert der Nummernblock den Mauszeiger. Mit den Tasten 4, 6, 8 und 2 bewegen Sie den Cursor nach links, rechts, oben und unten – ähnlich wie mit den Pfeiltasten Ihrer Maus. Zum Scrollen bewegen Sie den Cursor zur Bildlaufleiste und drücken dann 0, um die Bildlaufleistensteuerung zu aktivieren. Anschließend können Sie mit 8 oder 2 scrollen. Drücken Sie die Punkt-Taste (.), um den Maussteuerungsmodus zu beenden. Aus unbekannten Gründen kann es bei manchen Rechnern beim ersten Versuch zu Verzögerungen kommen. Ein Neustart kann helfen, falls die Änderung nicht sofort wirksam wird.

Verwenden Sie die Pfeiltasten nach oben und unten.

Die einfachste und direkteste Methode auf einer Laptop- oder Desktop-Tastatur: Halten Sie einfach die Pfeiltasten nach oben oder unten gedrückt. Einmaliges Drücken scrollt schrittweise, längeres Drücken beschleunigt das Scrollen. In manchen Anwendungen ist das etwas störend, da sich dadurch nur der Cursor bewegt. Für Webseiten oder PDFs ist es jedoch eine schnelle Lösung. In Datei-Explorern oder Texteditoren funktioniert diese Methode nicht, da dort die Pfeiltasten zum Scrollen der Auswahl und nicht der Ansicht verwendet werden. Trotzdem ist sie praktisch, wenn Sie schnell durch eine Webseite oder ein Dokument navigieren möchten, ohne die Maus zur Hand zu haben.

Verwenden Sie die Tasten Bild auf und Bild ab.

Diese Funktion ist ideal für schnelles Scrollen. Drücken Sie Bild auf oder Bild ab, um einen Textabschnitt nach oben oder unten zu verschieben. Langes Drücken scrollt schneller, aber außer bei PDFs oder langen Webseiten reicht kurzes Antippen völlig aus. Hinweis: Nicht alle Laptops verfügen über separate Bild-auf/Bild-ab-Tasten – in diesem Fall müssen Sie möglicherweise eine Bildschirmtastatur verwenden oder die Tastenbelegung ändern.

Leertaste im Browser verwenden

Das ist ein Klassiker, funktioniert aber nur in Webbrowsern. Mit der Leertaste scrollt man nach unten, mit Umschalt + Leertaste zurück. Simpel, aber leicht zu übersehen, wenn man Maus und Scrollleiste gewohnt ist. Besonders praktisch, wenn man online etwas lesen möchte, ohne dass die Maus ständig stört.

Verwenden Sie das Laptop-Touchpad

Das mag offensichtlich erscheinen, aber viele vergessen, dass das Touchpad hervorragend zum Scrollen geeignet ist – ganz ohne zusätzliche Tools. Wenn Ihr Touchpad Mehrfingergesten unterstützt (was heutzutage bei den meisten der Fall ist), können Sie scrollen, indem Sie zwei Finger auf das Touchpad legen und nach oben oder unten wischen. Falls die Funktion deaktiviert ist, können Sie sie unter Einstellungen > Bluetooth & Geräte > Touchpad wieder aktivieren. Manchmal ist es nach Updates oder Treiberänderungen nötig, sie erneut zu aktivieren.

Ein weiterer praktischer Trick: Klicken und ziehen Sie die Bildlaufleiste am rechten Fensterrand. Tippen Sie auf die linke Taste Ihres Touchpads, halten Sie sie gedrückt und bewegen Sie Ihren Finger an der Bildlaufleiste auf und ab, um flüssig zu scrollen. Diese Methode ist zwar etwas altmodisch, aber immer noch sehr zuverlässig.

Die meisten modernen Laptops unterstützen auch das „Zwei-Finger-Scrollen“, eine Geste, die Sie in den Einstellungen aktivieren. Stellen Sie einfach sicher, dass „Mit zwei Fingern scrollen“ ausgewählt ist, und schon kann es losgehen. So können Sie durch Wischen auf dem Touchpad nach oben oder unten schnell scrollen – ähnlich wie auf einem Smartphone.

Scrollen per Touch oder Stift

Verfügt Ihr Gerät über einen Touchscreen oder einen Stift (wie den Samsung S Pen oder einen Wacom-Stift), ist dies eine bahnbrechende Neuerung – insbesondere, wenn Sie die Maus komplett vermeiden möchten. Sie können auf eine beliebige Stelle des Bildschirms tippen und dann mit dem Finger oder Stift nach oben oder unten wischen, um zu scrollen. Das funktioniert ähnlich wie das Wischen auf einem Smartphone oder Tablet. Alternativ können Sie die Scrollleiste auch gedrückt halten (manchmal auch „Greifen und Ziehen“ genannt) und sie dann mit dem Stift oder Finger bewegen, um präzise zu navigieren. Dies ist besonders praktisch beim Zoomen oder bei der Bearbeitung detaillierter Grafiken.

Selbstverständlich können Sie, genau wie bei einem Touchscreen, auch mit Ihrem Stift oder Finger auf kompatiblen Bildschirmen wischen oder schnippen, was eine natürlichere Scrollbewegung ermöglicht – und richtig Spaß macht, wenn man den Dreh erst einmal raus hat.

Letztendlich werden diese Alternativen die Maus vielleicht nicht vollständig ersetzen – manchmal braucht man einfach diese präzise Steuerung –, aber sie können definitiv dafür sorgen, dass die Arbeit weitergeht, wenn das Hauptgerät ausfällt. Und ganz ehrlich: Das Ausprobieren einiger dieser Alternativen kann den Arbeitsablauf deutlich flexibler gestalten, insbesondere wenn man an einem Laptop ohne externe Maus arbeitet oder wenn die Hardware streikt.

Zusammenfassung

  • Aktivieren Sie die Maustasten für die tastaturbasierte Cursorsteuerung.
  • Verwenden Sie die Pfeiltasten oder Bild auf/Bild ab für schnelle Sprünge.
  • Nutzen Sie die Leertaste im Browser zum einfachen Scrollen.
  • Nutzen Sie Touchpad-Gesten oder klicken und ziehen Sie auf der Scrollleiste.
  • Scrollen Sie mit dem Touchscreen oder, falls verfügbar, mit einem Stift.

Zusammenfassung

Wenn Ihre Maus also das nächste Mal streikt oder Sie sie nicht finden können, gibt es viele Möglichkeiten, trotzdem weiterzuscrollen. Manchmal muss man nur wissen, wo man suchen muss und welche Tricks am besten zu Ihrem System passen. Die meisten dieser Methoden sind ziemlich universell, aber bei abweichender Hardware oder Betriebssystemversion sind eventuell ein paar Anpassungen nötig. Diese Tipps haben aber schon oft geholfen, und hoffentlich ersparen sie dem einen oder anderen die Verzweiflung.