So setzen Sie Ihren HP Laptop auf die Werkseinstellungen zurück
Das Zurücksetzen eines HP-Laptops auf Werkseinstellungen kann etwas einschüchternd wirken, besonders wenn man nicht genau weiß, welche Methode man anwenden soll oder ob das Gerät überhaupt die nötigen Tools besitzt. Manchmal funktionieren die in Windows integrierten Reset-Optionen nicht, wenn das Betriebssystem beschädigt ist oder sich der Laptop in einer Boot-Schleife befindet. In anderen Fällen möchte man vielleicht einen kompletten Neustart und bevorzugt die Cloud-Wiederherstellung von HP. Dies erfordert jedoch einige Vorbereitungen und die Prüfung, ob das jeweilige Modell diese Funktion unterstützt. Wenn man die einzelnen Vorgehensweisen genau kennt, lassen sich Fehler vermeiden und ein reibungsloser Neustart gewährleisten.
So setzen Sie Ihren HP-Laptop zurück (diesmal auf mehrere Arten)
Über die Windows-Einstellungen – Die schnelle und einfache Methode
Diese Methode ist am einfachsten, wenn Windows noch normal startet und die Wiederherstellungspartition intakt ist. Im Prinzip handelt es sich um eine erweiterte Option zum Zurücksetzen des PCs. Sie hilft dabei, alles aufzufrischen oder zu löschen, und ist in den meisten Fällen ausreichend, solange das System nicht komplett defekt ist.
- Klicken Sie auf das Startmenü oder drücken Sie die entsprechende Taste Windows + I. Navigieren Sie zu System > Wiederherstellung.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche „PC zurücksetzen“. Ein kleines Fenster erscheint, in dem Sie gefragt werden, ob Sie Ihre Dateien behalten oder alles löschen möchten. Wählen Sie „ Alles löschen“, wenn Sie den PC vollständig zurücksetzen möchten.
- Als Nächstes wählen Sie, ob Sie Windows per Cloud-Download (gut geeignet bei schneller Internetverbindung) oder lokal neu installieren möchten (schneller, hängt aber von Ihrem Windows-Image ab).
- Folgen Sie den Anweisungen und überprüfen Sie die Liste der zu entfernenden Apps, bevor Sie bestätigen. Hoffentlich klappt alles, aber manchmal hängt es sich auf oder schlägt fehl, wenn die Wiederherstellungspartition beschädigt ist. Seltsamerweise funktionieren die Wiederherstellungsoptionen je nach Systemkonfiguration mal besser, mal schlechter.
Verwendung der HP Cloud-Wiederherstellung – Für einen Zustand wie neu
Das ist etwas technischer, aber falls Ihr Laptop es unterstützt, kann die Cloud-Wiederherstellung von HP Ihr Gerät auf die Werkseinstellungen inklusive der vorinstallierten OEM-Software zurücksetzen. Wichtig: Nicht alle Modelle unterstützen diese Funktion, insbesondere ältere oder manuell aktualisierte Geräte.
Prüfen Sie zunächst in der Liste der HP Cloud-Wiederherstellungsplattformen, ob Ihr System unterstützt wird. Sie benötigen mindestens einen USB-Stick mit 32 GB Speicherplatz und Ihr System muss mit dem Internet verbunden sein.
Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks für die HP Cloud-Wiederherstellung
HP macht es einem natürlich unnötig kompliziert. Laden Sie das HP Cloud Recovery Tool aus dem Microsoft Store herunter. Stecken Sie einen leeren USB-Stick (mind.32 GB) ein und führen Sie die Anwendung als Administrator aus. Die Produkt-ID wird automatisch erkannt, wenn Sie den Laptop verwenden, den Sie zurücksetzen möchten. Andernfalls müssen Sie sie manuell eingeben – die Produkt-ID finden Sie auf dem Aufkleber an der Unterseite Ihres Laptops.
Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, wählen Sie das USB-Laufwerk aus der Dropdown-Liste aus (oder suchen Sie nach mehreren) und starten Sie den Erstellungsprozess. Dieser kann einige Zeit dauern, also keine Panik, falls er scheinbar hängen bleibt. Achten Sie auf Warnungen oder Fehlermeldungen wie „Produkt-ID stimmt nicht überein“.Sollte dies der Fall sein, ignorieren Sie den Vorgang und verwenden Sie stattdessen die Windows-Wiederherstellungsmethoden.
Ändern Sie die Bootreihenfolge, sodass vom USB-Stick gebootet wird.
Dieser Schritt ist etwas umständlich, aber notwendig – Ihr Laptop muss vom USB-Stick booten, um zu funktionieren. Starten Sie das System neu und drücken Sie während des Startvorgangs wiederholt F10 (oder je nach Modell Esc oder F9), um ins BIOS zu gelangen. Gehen Sie im BIOS zu Boot-Optionen und ziehen Sie das USB-Gerät an den Anfang der Liste. Vergessen Sie nicht, die Änderungen zu speichern, bevor Sie das BIOS verlassen.
Profi-Tipp: Trennen Sie alle Peripheriegeräte wie externe Festplatten oder Drucker – sie sorgen nur für unnötigen Kabelsalat und können die Bootreihenfolge durcheinanderbringen. Dadurch priorisiert das System Ihre Wiederherstellungsfestplatte und überspringt den Versuch, von beschädigtem oder falsch konfiguriertem internem Speicher zu booten.
Wiederherstellung starten – Vom USB-Stick booten und wiederherstellen
Starten Sie den Computer neu, nachdem Sie den USB-Stick als erstes Startgerät festgelegt haben. Der Wiederherstellungsprozess sollte automatisch starten. Falls nicht, drücken Sie beim Start F9, um den USB-Stick manuell im Startmenü auszuwählen. Die Wiederherstellungsumgebung wird angezeigt. Dort können Sie „Wiederherstellen ohne Datensicherung“ auswählen (vorausgesetzt, Sie haben alle Daten bereits an anderer Stelle gespeichert).
Folgen Sie den Anweisungen, bis Sie gefragt werden, ob Sie nur Dateien löschen oder eine Tiefenreinigung durchführen möchten. Dabei werden alle Daten gelöscht und Windows neu installiert. Rechnen Sie mit mehreren Neustarts. Danach sollte Ihr Laptop wieder wie neu aussehen.
Verwendung der Windows-Wiederherstellungsumgebung (falls Windows nicht startet)
Wenn das System sich nicht mehr einschalten lässt und Sie nicht normal auf Windows zugreifen können, versuchen Sie, den Wiederherstellungsmodus zu erzwingen. Schalten Sie Ihren Laptop aus, drücken Sie dann den Netzschalter und halten Sie ihn, sobald das Windows-Logo erscheint, 5–10 Sekunden lang gedrückt, bis sich der Laptop ausschaltet. Wiederholen Sie dies einige Male. Windows sollte dann in den Startreparaturmodus wechseln.
Dort angekommen, gehen Sie zu Erweiterte Optionen > Problembehandlung > Diesen PC zurücksetzen. Hier können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Dateien behalten oder löschen möchten. Eine vollständige Datenlöschung ist empfehlenswert, wenn Sie den PC verkaufen oder verschenken möchten, dauert aber länger.
Was Sie nach dem Zurücksetzen tun sollten – So halten Sie Ihr System gesund
Ein einfacher Systemreset reicht nicht aus, um Ihr System dauerhaft in Ordnung zu bringen. Treiber veralten oft, und Windows-Updates sind nach dem Zurücksetzen empfehlenswert. Gehen Sie zu Windows Update, suchen Sie nach Updates und installieren Sie alle verfügbaren – einschließlich optionaler Updates, die Fehler beheben oder die Leistung verbessern können. Falls Ihre Grafikkarte ungewöhnlich reagiert oder Ihre Grafiktreiber veraltet sind, besuchen Sie die Websites von AMD oder NVIDIA, um die neuesten Treiber direkt herunterzuladen.AMD-Support oder NVIDIA-Treiber.
Sobald Windows auf dem neuesten Stand ist, stellen Sie alle gesicherten Daten und Programme wieder her und passen Sie die Windows-Einstellungen an Ihre Arbeitsabläufe an. Das mag mühsam erscheinen, ist aber besser, als später mit Leistungsproblemen oder Abstürzen zu kämpfen.
Zusammenfassung
- Erstellen Sie vorsichtshalber ein Backup, bevor Sie beginnen.
- Verwenden Sie die Windows-Einstellungen, wenn die Wiederherstellungspartition in Ordnung ist.
- Versuchen Sie es mit HP Cloud Recovery, sofern dieses System unterstützt wird und Sie eine Wiederherstellung auf Werkseinstellungen wünschen.
- Falls Windows nicht mitspielt, starten Sie von einem Wiederherstellungs-USB-Stick oder verwenden Sie die integrierte Wiederherstellungsumgebung.
- Vergessen Sie nicht, nach dem Zurücksetzen die Treiber und Windows zu aktualisieren.
Zusammenfassung
Das Zurücksetzen eines HP-Laptops auf Werkseinstellungen ist nicht immer einfach, aber mit diesen Methoden stehen die Chancen gut, dass es ohne größere Probleme klappt. Jede Methode hat ihre Eigenheiten, aber wenn man weiß, wann und wie man sie anwendet, wird es einfacher. Hoffentlich spart das dem einen oder anderen ein paar Stunden Ärger. Wichtig: Erstellen Sie unbedingt ein Backup, bevor Sie loslegen.