So setzen Sie Windows Update-Komponenten effektiv zurück
Windows-Updates sind großartig, um Ihr System sicher und reibungslos am Laufen zu halten – vorausgesetzt, sie funktionieren. Manchmal läuft es aber schief: Updates hängen sich auf, schlagen fehl oder lassen sich einfach nicht herunterladen/installieren. Gelegentlich liegt das daran, dass einige Update-Komponenten beschädigt oder blockiert sind. Das ist ziemlich frustrierend, da Windows nicht immer die Ursache des Problems anzeigt. Das Zurücksetzen dieser Komponenten behebt das Problem aber meist. Diese Anleitung beschreibt, wie Sie das manuell durchführen, um hartnäckige Update-Probleme hoffentlich zu beheben, ohne Windows neu installieren oder andere drastische Maßnahmen ergreifen zu müssen.
So setzen Sie Windows Update-Komponenten manuell zurück
Methode 1: Grundlegender Reset über die Eingabeaufforderung
Diese Methode ist für die meisten Nutzer die erste Wahl, wenn Updates Probleme bereiten. Durch das Zurücksetzen des Update-Dienstes werden die ausstehenden Downloads zurückgesetzt und einige Protokolldateien gelöscht, die möglicherweise das Hängenbleiben oder Fehlschlagen des Updates verursachen. Es ist recht einfach und funktioniert bei den meisten Systemen einwandfrei – zumindest beim ersten Mal. Beachten Sie jedoch, dass Sie die Updates anschließend erneut herunterladen müssen. In der Regel reicht dies aus, um das Problem zu beheben und die Updates wieder zum Laufen zu bringen.
- Öffnen Sie die Suchleiste, geben Sie ein
cmd, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die Eingabeaufforderung und wählen Sie Als Administrator ausführen. - Geben Sie diese Befehle nacheinander ein und drücken Sie Enternach jedem Befehl die Eingabetaste:
net stop wuauservrd /s /q %systemroot%\SoftwareDistributionDadurch wird der Download-Cache gelöscht. Falls dieser Weg nicht funktioniert, versuchen Sie Folgendes:rd /s /q "%ALLUSERSPROFILE%\Microsoft\SoftwareDistribution"net start wuauserv— aktiviert den Aktualisierungsdienst wieder.
Führen Sie anschließend Windows Update erneut aus. Manchmal lassen sich die Updates dann problemlos herunterladen und installieren. Auf manchen Rechnern behebt dies das Problem jedoch nicht beim ersten Mal; in diesem Fall müssen Sie den Vorgang wiederholen oder andere Lösungsansätze ausprobieren.
Methode 2: Dienste stoppen und Dateien manuell löschen
Das ist zwar ein etwas radikaler Ansatz, aber manchmal notwendig, wenn ein einfacher Reset nicht ausreicht. Dabei werden einige Dienste, die mit Updates zusammenhängen, beendet, die Update-Dateien gelöscht oder umbenannt und die Dienste anschließend neu gestartet. Man kann es sich wie einen kompletten Systemabgleich vorstellen – dadurch lassen sich beschädigte Dateien oder hängende Prozesse beheben.
Warum das hilft: Durch das Beenden von Diensten wie BITS, cryptsvc und wuauserv verhindern Sie, dass Windows fehlerhafte Dateien oder Prozesse sperrt. Das Löschen des Update-Caches zwingt Windows, die Updates erneut herunterzuladen, wodurch beschädigte Dateien vermieden werden.
Wenn Sie feststellen, dass Updates hängen bleiben, oder wenn Sie bereits einfachere Resets erfolglos versucht haben, kann diese Methode das Problem in der Regel abmildern oder sogar vollständig beheben.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator (drücken Sie Win + R, geben Sie ein
cmd, dann Strg + Umschalt + Eingabe ). - Führen Sie diese Befehle aus, um die Dienste zu stoppen:
net stop appidsvcnet stop bitsnet stop cryptsvcnet stop wuauserv
- Löschen oder benennen Sie anschließend die Update-Dateien um, um einen Neustart zu erzwingen:
Del "%ALLUSERSPROFILE%\Application Data\Microsoft\Network\Downloader\qmgr*.dat"— kann bei manchen Konfigurationen fehlschlagen; versuchen Sie es erneutDel "%ALLUSERSPROFILE%\Microsoft\Network\Downloader\qmgr*.dat".Ren %Systemroot%\SoftwareDistribution\DataStore DataStore.bakRen %Systemroot%\SoftwareDistribution\Download Download.bakRen %Systemroot%\System32\catroot2 catroot2.bak
- Optional können Sie die Sicherheitsdeskriptoren zurücksetzen, falls die Aktualisierungen immer noch nicht funktionieren (letzter Ausweg, seien Sie vorsichtig):
sc sdset bits D:(A;CI;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWLOCRRC;;;IU)(A;;CCLCSWLOCRRC;;;SU)sc sdset wuauserv D:(A;;CCLCSWRPLORC;;;AU)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)
Starten Sie anschließend die Dienste in umgekehrter Reihenfolge neu, beginnend mit Cryptsvc, dann BITS und schließlich wuauserv. Dadurch kann Windows die Dienste wieder ordnungsgemäß starten.
Methode 3: DLL-Dateien erneut registrieren
Das mag übertrieben klingen, aber manchmal werden die DLL-Bibliotheken, die Windows für Updates verwendet, beschädigt. Durch die erneute Registrierung kann Windows ihre korrekte Funktion wiederherstellen. Die manuelle Registrierung ist etwas mühsam, aber Sie können mehrere Befehle gleichzeitig ausführen, um alles auf einmal zu erledigen. Wichtig: Nicht alle DLLs müssen neu registriert werden, aber in den meisten Fällen schadet es nicht, alle zu registrieren.
Öffnen Sie die Eingabeaufforderung erneut als Administrator und führen Sie diese Befehle nacheinander aus:
regsvr32 atl.dll regsvr32 urlmon.dll regsvr32 mshtml.dll regsvr32 shdocvw.dll regsvr32 browseui.dll regsvr32 jscript.dll regsvr32 vbscript.dll regsvr32 scrrun.dll regsvr32 msxml.dll regsvr32 msxml3.dll regsvr32 msxml6.dll regsvr32 actxprxy.dll regsvr32 softpub.dll regsvr32 wintrust.dll regsvr32 dssenh.dll regsvr32 rsaenh.dll regsvr32 gpkcsp.dll regsvr32 sccbase.dll regsvr32 slbcsp.dll regsvr32 cryptdlg.dll regsvr32 oleaut32.dll regsvr32 ole32.dll regsvr32 shell32.dll regsvr32 initpki.dll regsvr32 wuapi.dll regsvr32 wuaueng.dll regsvr32 wuaueng1.dll regsvr32 wucltui.dll regsvr32 wups.dll regsvr32 wups2.dll regsvr32 wuweb.dll regsvr32 qmgr.dll regsvr32 qmgrprxy.dll regsvr32 wucltux.dll regsvr32 muweb.dll regsvr32 wuwebv.dll
Ich bin mir nicht sicher, warum es funktioniert, aber diese etwas unkonventionelle Vorgehensweise hat in der Vergangenheit Update-Fehler behoben. Führen Sie die Schritte einfach nacheinander aus und warten Sie, bis jeder abgeschlossen ist.
Methode 4: Winsock- und Netzwerkeinstellungen zurücksetzen
Wenn Ihre Netzwerkverbindung Probleme bereitet – beispielsweise Ihr PC die Windows Update-Server nicht ordnungsgemäß erreichen kann – kann das Zurücksetzen der Socket-Schicht manchmal helfen. Dadurch werden beschädigte Protokolle oder Einstellungen gelöscht, die die Verbindung möglicherweise blockieren.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
- Tippen
netsh winsock resetund drücken Enter.
Starten Sie anschließend Ihren PC neu und prüfen Sie, ob das Update-Problem behoben ist. Sollten die Probleme weiterhin bestehen, empfiehlt es sich außerdem, Ihren Netzwerkadapter neu zu starten oder TCP/IP zurückzusetzen.
Methode 5: Führen Sie die Windows Update-Problembehandlung aus
Manchmal kann das Windows-eigene Problembehandlungstool Probleme automatisch erkennen und beheben, ohne dass man manuell eingreifen muss. Es funktioniert zwar nicht immer, aber es ist ein einfacher Versuch, bevor man die Kommandozeile benutzt.
- Tippen Sie hier Win + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehen Sie zu „Update und Sicherheit“.
- Klicken Sie links auf „Problembehandlung“ und wählen Sie dann „Zusätzliche Problembehandlungen“ aus.
- Wählen Sie Windows Update und klicken Sie auf Problembehandlung ausführen.
- Folgen Sie den Anweisungen. Das System scannt den Computer, erkennt Probleme und behebt sie oft automatisch. Falls ein Problem gefunden wird, werden Sie möglicherweise zum Neustart oder zur Durchführung von Korrekturen aufgefordert – folgen Sie einfach den Anweisungen.
Oftmals bringt dieser Schritt die Dinge wieder in Gang, ohne dass größere Anpassungen nötig sind. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, stehen Ihnen noch weitere Optionen offen.
Hoffentlich bietet dies einen guten Ausgangspunkt. Windows Update-Probleme zu beheben, kann ein bisschen wie die Fehlersuche bei einem störrischen Auto sein – manchmal bewirkt schon eine kleine Anpassung Wunder. Speichern Sie Ihre Skripte und viel Erfolg!
Zusammenfassung
- Führen Sie grundlegende Reset-Befehle in der Eingabeaufforderung aus.
- Dienste stoppen, Updatedateien löschen und Dienste neu starten.
- DLL-Dateien, die für Updates verwendet werden, erneut registrieren.
- Netzwerk-Sockets über Winsock-Reset zurücksetzen.
- Verwenden Sie die Windows Update-Problembehandlung, damit Windows die Arbeit für Sie erledigen kann.
Zusammenfassung
Das manuelle Zurücksetzen der Windows-Update-Komponenten mag etwas technisch klingen, ist aber oft notwendig, wenn etwas schiefgeht. Manchmal braucht es etwas Ausprobieren, aber meistens helfen diese Methoden, die Updates zu installieren. Wichtig: Geduld ist gefragt, und sichern Sie immer wichtige Daten, bevor Sie Systemdateien bearbeiten – sicher ist sicher. Hoffentlich hilft das, und die Updates laufen endlich wieder reibungslos.