So sichern Sie Ihre externe Festplatte mit einem Passwortschutz
Wenn Sie es leid sind, sich Sorgen zu machen, dass jemand Ihre Dateien auf einer externen Festplatte finden könnte, lohnt sich ein gewisser Schutz definitiv. Passwörter allein sind nur eine erste Verteidigungslinie – leicht zu umgehen, wenn jemand entschlossen ist. Verschlüsselung ist hier der Schlüssel, denn sie macht Ihre Daten ohne den Schlüssel tatsächlich unlesbar. Egal ob Windows, Mac oder Linux – es gibt gute Optionen, und viele dieser Tools sind vorinstalliert oder zumindest einfach einzurichten. Beachten Sie jedoch: Verschlüsselung bedeutet oft, dass die Festplatte vorher gelöscht werden muss (zumindest bei Mac und Linux).Sichern Sie daher unbedingt Ihre wichtigen Daten, bevor Sie beginnen.
So schützen Sie Ihre externe Festplatte mit Passwörtern und Verschlüsselung unter Windows, Mac und Linux
Grundsätzlich gilt: Wenn die Dateien auf Ihrer externen Festplatte so wichtig sind, dass Sie sie mit einem Passwort schützen oder verschlüsseln möchten, ist es ratsam, beides zu kombinieren. Nur ein Passwort? Das ist ziemlich schwach. Durch die Verschlüsselung Ihrer Festplatte kann selbst jemand, der sie in die Hände bekommt, nicht auf die Daten zugreifen – es sei denn, er besitzt den Schlüssel. Es ist zwar nicht hundertprozentig sicher, aber definitiv empfehlenswert, insbesondere wenn Sie sensible Daten speichern. Es kann etwas verwirrend sein, die richtigen Schritte zu finden, da jedes Betriebssystem seine eigenen Tools bietet. Aber sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, ist die Festplatte äußerst sicher.
Unter Windows
Die in Windows integrierte BitLocker-Funktion ist eine zuverlässige Wahl zum Verschlüsseln externer Festplatten – insbesondere, da sie in den Editionen Pro und Enterprise enthalten ist (in der Home-Edition nicht verfügbar, aber es gibt Umgehungsmöglichkeiten).Sie ist vertrauenswürdig, verwendet AES-Verschlüsselung und lässt sich einfach aktivieren/deaktivieren. Gut zu wissen: Schließen Sie die Festplatte an und gehen Sie dann zu Systemsteuerung > System und Sicherheit > BitLocker-Laufwerkverschlüsselung. Bei manchen Systemen genügt es, im Explorer mit der rechten Maustaste auf die Festplatte zu klicken und BitLocker zu aktivieren.
Verwendung von BitLocker zur Verschlüsselung externer Festplatten
Diese Methode ist hilfreich, wenn Sie ein Passwort erzwingen möchten, das das Laufwerk beim Anschließen entschlüsselt. Beim Einschalten verschlüsselt Windows das Laufwerk im Hintergrund (dies kann je nach Größe einige Zeit dauern).Die AES-Verschlüsselung macht es nahezu unmöglich, ohne Passwort oder Wiederherstellungsschlüssel auf die Dateien zuzugreifen.
- Schließen Sie die externe Festplatte an. Sie sollte im Explorer angezeigt werden.
- Drücken Sie hier, Windows Key + Ium die Einstellungen zu öffnen.
- Gehen Sie zu System > Speicher.
- Klicken Sie auf Erweiterte Speichereinstellungen, dann auf Datenträger und Volumes (manchmal auch Datenträger und Volumes verwalten genannt).
- Suchen Sie Ihr externes Laufwerk, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Eigenschaften. Alternativ können Sie im Datei-Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk klicken und BitLocker aktivieren auswählen.
- Klicken Sie auf BitLocker aktivieren. Ein Assistent wird angezeigt; folgen Sie den Anweisungen.
- Wählen Sie Ein Kennwort zum Entsperren des Laufwerks verwenden. Legen Sie ein sicheres Kennwort fest (es sollte einprägsam, aber nicht offensichtlich sein).
- Wählen Sie aus, wie Sie den Wiederherstellungsschlüssel sichern möchten – speichern Sie ihn in Ihrem Microsoft-Konto, in einer Datei oder drucken Sie ihn aus.Überspringen Sie diesen Schritt nicht; wenn Sie Ihr Kennwort vergessen, ist der Wiederherstellungsschlüssel Ihre einzige Möglichkeit, wieder auf Ihre Daten zuzugreifen.
- Wählen Sie den Verschlüsselungsmodus: Der Kompatibilitätsmodus eignet sich für ältere Laufwerke oder wenn Sie das Laufwerk möglicherweise auf anderen Windows-Systemen verwenden möchten. Klicken Sie anschließend auf Verschlüsselung starten.
Der Vorgang kann einige Zeit dauern, aber sobald er abgeschlossen ist, benötigt jeder, der auf Ihr Konto zugreifen möchte, Ihr Passwort. Unter Windows können Sie BitLocker später über den Befehl „manage-bde“ oder das Einstellungsmenü deaktivieren.
BitLocker bei Bedarf deaktivieren
- Schließen Sie Ihr Laufwerk an.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung (Administrator) über Windows Key + X> Windows Terminal (Administrator) oder Eingabeaufforderung (Administrator).
- Geben Sie Folgendes ein:
manage-bde -off <Drive letter>und drücken Sie die Eingabetaste. Zum Beispiel:manage-bde -off E:. - Oder in PowerShell:.
Disable-BitLocker -MountPoint ":" - Dadurch wird Ihr Laufwerk entschlüsselt, denken Sie also daran, dass es jetzt weniger geschützt ist.
Auf dem Mac
Das integrierte Tool heißt Festplattendienstprogramm, aber Achtung: Es *löscht* die Festplatte vor der Verschlüsselung. Sichern Sie daher vorher alle wichtigen Daten. Anschließend ist der Vorgang ganz einfach: Wählen Sie die externe Festplatte im Festplattendienstprogramm aus, klicken Sie auf Löschen und wählen Sie APFS (Verschlüsselt). In diesem Schritt vergeben Sie auch ein Passwort.
- Schließen Sie das externe Laufwerk an.
- Öffnen Sie Launchpad > suchen Sie nach Festplattendienstprogramm > starten Sie es.
- Wählen Sie Ihr externes Laufwerk in der Seitenleiste aus (achten Sie darauf, das Basisgerät und nicht nur das Volume auszuwählen).
- Klicken Sie oben auf Löschen.
- Benennen Sie Ihr Laufwerk und wählen Sie dann im Dropdown-Menü Format die Option APFS (Verschlüsselt).
- Wählen Sie ein sicheres Passwort und klicken Sie dann auf Löschen. Fertig. Sie werden nun jedes Mal beim Anschließen des Laufwerks nach diesem Passwort gefragt. Die Standardverschlüsselung von macOS ist zwar recht sicher, löscht aber trotzdem vorher alle Daten. Seien Sie also vorsichtig.
Unter Linux
Unter Linux ist Disks (GNOME-Festplattendienstprogramm) eine benutzerfreundliche Möglichkeit, Laufwerke zu verschlüsseln. Es ist oft auf Ubuntu und anderen Distributionen vorinstalliert. Dabei wird das Laufwerk mit LUKS-Verschlüsselung formatiert, was im Prinzip dasselbe bewirkt wie BitLocker oder das Festplattendienstprogramm – es löscht und verschlüsselt die Daten gleichzeitig.
- Öffnen Sie Disks über Ihr App-Menü.
- Wählen Sie das externe Laufwerk aus der Liste auf der linken Seite aus.
- Klicken Sie auf das Zahnradsymbol und wählen Sie Partition formatieren.
- Legen Sie den Partitionsnamen fest und wählen Sie Zugrundeliegendes Gerät mit LUKS verschlüsseln (oder Volume mit Passwort schützen).Diese Option wird Ihnen möglicherweise im Dialogfeld angezeigt.
- Legen Sie Ihr Passwort fest und bestätigen Sie es. Dadurch werden das Laufwerk gelöscht, alle Daten verschlüsselt und ein sicheres Volume erstellt.
- Nach der Einrichtung werden Sie bei jedem Einbinden des Laufwerks nach dem Passwort gefragt. Bewahren Sie es sicher auf.
Ehrlich gesagt, können Linux-Tools manchmal etwas umständlich sein, aber sie funktionieren. Sichern Sie vorher unbedingt alle wichtigen Daten, denn beim Formatieren werden alle Daten gelöscht.
Ja, externe Festplatten zu verschlüsseln ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, worauf man achten muss. Je nach Betriebssystem wählt man das passende Tool. Wichtig ist, dass vor der Verschlüsselung meist alle Daten gelöscht werden – Backups sind daher extrem wichtig. Mit diesen Methoden wird der Zugriff durch ein Passwort oder einen Verschlüsselungsschlüssel geschützt, sodass man sich um seine Daten keine Sorgen machen muss.