So stellen Sie alte Passwörter wieder her: 7 effektive Strategien
Selbst wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie bei Bedarf versuchen, es wiederherzustellen. Manchmal ist es natürlich nicht so einfach, einfach auf „Passwort vergessen“ zu klicken, insbesondere wenn Sie keinen Zugriff mehr auf die mit dem Konto verknüpfte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer haben. In solchen Fällen bleibt nur die Suche nach dem alten Passwort – was zwar etwas ärgerlich, aber nicht unmöglich ist.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einige häufige Speicherorte für alte Passwörter – sei es auf Ihrem Gerät, in Browser-Backups oder an anderen Orten, an denen Sie sie gespeichert haben. Er ist nicht perfekt – denn Windows oder Mac können natürlich kompliziert sein und je nach Konfiguration variieren –, aber diese Methoden funktionieren in vielen Fällen.
Wie man alte Passwörter findet
Überprüfen Sie Ihre Browser
Wenn Sie beim Anmelden auf einer Website jemals ein Passwort gespeichert haben, hat Ihr Browser wahrscheinlich eine Kopie davon abgelegt. Vielleicht haben Sie unüberlegt auf „Passwort speichern“ geklickt – und genau das ermöglicht Ihnen, es wiederherzustellen. Browser wie Chrome, Firefox und Safari bieten ähnliche Einstellungen dafür, wobei Chrome wohl am einfachsten ist.
So können Sie die in Chrome gespeicherten Passwörter einsehen:
- Öffnen Sie Google Chrome.
- Klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts ( Menü ) und gehen Sie zu Einstellungen.
- Wählen Sie unter „Automatisch ausfüllen“ die Option „Passwörter“.
- Scrollen Sie oder nutzen Sie die Suchfunktion, um die gewünschte Website zu finden, und klicken Sie dann auf das Augensymbol, um das Passwort anzuzeigen. Sie werden aufgefordert, Ihr Windows-Passwort (oder Ihre Mac-Anmeldedaten) einzugeben – dies dient der Sicherheit.
Bei Firefox oder Edge ist es ganz ähnlich – Sie suchen den Abschnitt „Passwörter“ in den Einstellungen oder Optionen. Safari auf dem Mac? Gehen Sie zu Einstellungen > Passwörter. Etwas ungewöhnlich, aber auf Mac-Geräten werden die Passwörter in der Schlüsselbundverwaltung gespeichert.
Passwörter auf Ihrem Gerät finden
Auf einem Mac? Die Geheimwaffe ist die Schlüsselbundverwaltung. Sie ist wie ein digitaler Tresor für Passwörter. Hier die Kurzfassung:
- Öffnen Sie Launchpad (unten auf Ihrem Bildschirm oder über Spotlight).
- Geben Sie „Schlüsselbundzugriff“ in die Suchleiste ein und öffnen Sie die Anwendung.
- Navigieren Sie zum Abschnitt „Passwörter“. Dieser befindet sich normalerweise unten links.
- Doppelklicken Sie auf den gewünschten Dienst oder die gewünschte Website und aktivieren Sie dann die Option „Passwort anzeigen“.Sie müssen nun Ihre Anmeldedaten für Ihren Mac eingeben, und schon haben Sie Ihr Passwort.
Unter Windows könnten Sie den Anmeldeinformationsmanager verwenden, dieser ist jedoch nicht so umfassend. Alternativ können Sie Ihre gespeicherten Notizen oder, falls Sie einen Passwortmanager verwenden, Ihre Passwort-Manager überprüfen.
Suche in Ihrem Passwort-Manager
Wenn Sie einen Passwort-Manager wie LastPass, 1Password oder Bitwarden verwenden, melden Sie sich einfach dort an. Normalerweise werden Ihre Daten aus Sicherheitsgründen verschlüsselt. Falls Sie Ihr Master-Passwort kennen, können Sie alle gespeicherten Passwörter einsehen. Andernfalls haben Sie leider Pech.
Ihre gespeicherten WLAN-Passwörter anzeigen
Das ist zwar etwas umständlich, aber falls Sie sich zuvor mit einem WLAN-Netzwerk verbunden haben und sich nicht mehr an das Passwort erinnern können, können Sie es mithilfe der Eingabeaufforderung unter Windows abrufen:
- Drücken Sie die Eingabetaste Windows + R, geben Sie den gewünschten Text ein
cmdund drücken Sie die Eingabetaste. - Geben Sie den Suchbegriff ein
netsh wlan show profileund drücken Sie die Eingabetaste. Daraufhin wird eine Liste aller WLAN-Netzwerke angezeigt, mit denen Sie verbunden sind. - Wählen Sie das gewünschte Netzwerk aus und geben Sie Folgendes ein:
netsh wlan show profile "networkname" key=clear. Ersetzen Sie „Netzwerkname“ durch den tatsächlichen WLAN-Namen. - Suchen Sie in der Ausgabe nach dem Schlüsselinhalt – das ist Ihr WLAN-Passwort.
*Achtung:* Bei manchen Konfigurationen benötigen Sie möglicherweise Administratorrechte, oder der Befehl zeigt das Passwort nicht sofort an. Außerdem funktioniert dies bei einigen Windows-Versionen nur, wenn Sie zuvor eine Verbindung hergestellt und das Passwort gespeichert haben.
Passwörter in Notizen oder Dateien suchen
Vielleicht haben Sie Ihre Passwörter sorgfältig in einem Notizbuch, auf einem Haftzettel oder in einem Textdokument notiert. Ein kurzer Blick lohnt sich – besonders bei älteren Dokumenten. Manchmal sind diese Notizen Ihre einzigen verbliebenen Anhaltspunkte. Vergessen Sie nicht, auch Ihren Cloud-Speicher wie OneDrive, Google Drive oder iCloud zu überprüfen, falls Sie dort Sicherungsdateien gespeichert haben.
Anmeldedaten erhalten Sie per E-Mail.
Manche Institutionen oder ältere Accounts versenden Zugangsdaten per E-Mail. Es lohnt sich, Ihr E-Mail-Archiv mit Stichwörtern wie „Passwort“, „Login“ oder dem Namen der Website zu durchsuchen. Noch besser ist es, wenn Sie einen Passwort-Manager verwenden, der mit Ihrem E-Mail-Konto verknüpft ist.
Suche im Cloud-Speicher
Wenn Sie Ihre Passwörter oder Notizen mit einem Cloud-Speicher synchronisiert haben, befinden sie sich möglicherweise dort. Unter Windows 10/11 mit OneDrive suchen Sie in Ihren gesicherten Dateien, auf Android-Geräten in Google Drive oder auf Apple-Geräten in iCloud. Manchmal findet man die benötigten Informationen bereits durch eine schnelle Suche nach „Passwort“ oder „Anmeldedaten“ in diesen Ordnern.
Wie kann man sich alte Passwörter leicht merken?
Ehrlich gesagt, ist es einfach nur unübersichtlich, Passwörter für alle möglichen Websites zu verwalten. Hier punktet ein guter Passwort-Manager: Er speichert alles sicher an einem Ort. Man muss sich nur das Master-Passwort merken, und die fehlenden Passwörter werden automatisch ausgefüllt. Nicht narrensicher, aber deutlich besser als Tabellen oder überall herumliegende Haftnotizen.
Manche schwören darauf, Passwörter einmal aufzuschreiben und sie dann sicher aufzubewahren. Für die meisten ist ein Passwort-Manager jedoch die beste Lösung – insbesondere, wenn man sich künftig den Ärger ersparen möchte.