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So trocknen Sie Wasser im Ladeanschluss schnell: 5 effektive Methoden

Februar 14, 2026 5 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Wasserschäden am Handy sind ein echter Albtraum, und ja, es passiert häufiger, als man denkt. Meistens ist es wichtig, das Wasser so schnell wie möglich zu entfernen – bevor es Korrosion verursacht oder die Elektronik beschädigt. Wenn das Handy ins Wasser gefallen ist oder man Getränke darüber verschüttet hat, geraten viele in Panik. Die gute Nachricht ist aber: Es gibt effektive Methoden, es zu retten. Ziel ist es, jede Ecke und Ritze zu trocknen, ohne Wasser tiefer einzudrücken oder Teile zu beschädigen. Geduld und die richtige Vorgehensweise sind daher entscheidend. Dieser Ratgeber beschreibt einige praktische Methoden, die Sie ausprobieren können – vom Lufttrocknen über die Verwendung von Silicagel bis hin zu Tricks mit dem Staubsauger –, um Ihrem Handy eine Überlebenschance zu geben.

Wie man ein durchnässtes Handy trocknet – ohne alles noch schlimmer zu machen

Methode 1: Sofortiges Ausschalten

Das ist im Grunde die wichtigste Regel bei Wasserunfällen. Warum? Weil Wasser Kurzschlüsse verursachen kann, wenn das Gerät eingeschaltet bleibt. Es klingt verrückt, aber das Ausschalten des Handys verhindert, dass das Wasser empfindliche Bauteile im Inneren beschädigt. Es ist ein simpler, aber dennoch entscheidender Schritt. Sobald das Handy ausgeschaltet ist, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass es komplett kaputtgeht – zumindest vorerst. Bei manchen Geräten mag das Ausschalten selbstverständlich erscheinen, aber es ist erschreckend, wie viele Menschen diesen Schritt vergessen und später feststellen, dass es dadurch schlimmer geworden ist. Schalten Sie Ihr Gerät immer aus und versuchen Sie nicht, es wieder einzuschalten, bis Sie sicher sind, dass es vollständig trocken ist.

Anbauteile und Öffnungen entfernen

Falls Ihre Handyhülle viele Zubehörteile oder zusätzliche Abdeckungen hat, entfernen Sie diese zuerst. Anschließend können Sie den SIM-Karten-Einschub mit einem SIM-Karten-Auswurfwerkzeug entfernen oder ihn einfach mit einer Büroklammer herausdrücken. Bei älteren Handys mit austauschbarem Akku sollten Sie diesen ebenfalls entfernen. Ziel ist es, die Luftzirkulation zu gewährleisten und überschüssiges Wasser aus allen möglichen Bereichen zu entfernen. Denn Wasser dringt bekanntlich in jede noch so kleine Ritze ein. Bei manchen Geräten macht dieser Schritt einen großen Unterschied, insbesondere bei kleinen Öffnungen wie Ladebuchsen oder Lautsprechergittern.

Überschüssiges Wasser abwischen und trocken tupfen

Das Letzte, was Sie wollen, ist, dass sich Wasser auf der Oberfläche oder in den Anschlüssen sammelt. Wischen Sie die äußere Feuchtigkeit vorsichtig mit einem weichen, fusselfreien Tuch oder Papiertüchern ab. Falls sich sichtbar Wasser in den Anschlüssen oder Lautsprecheröffnungen befindet, klopfen oder neigen Sie das Gerät leicht, damit es abtropft. Achten Sie dabei darauf, kein Wasser tiefer ins Gerät zu drücken oder Ihr Handy zu zerkratzen. Manche schwören darauf, dass die Schwerkraft den Rest erledigt – legen Sie das Handy einfach mit den Anschlüssen nach unten hin.

Methode 2: Lufttrocknen mit einem Dreh

Das ist die klassische Methode: Legen Sie Ihr Handy an einen trockenen, gut belüfteten Ort. Es klingt vielleicht etwas seltsam, funktioniert aber erstaunlich gut bei kleinen Wassermengen, vor allem, wenn Sie etwas Geduld haben. Legen Sie das Gerät mit dem Ladeanschluss nach unten auf ein Handtuch an einen gut belüfteten Ort und lassen Sie es einfach liegen. Warum es funktioniert, ist mir nicht ganz klar, aber die Verdunstung ist hier der langsame, aber stetige Helfer. Je nachdem, wie durchnässt alles ist, kann es einige Stunden bis zu ein paar Tage dauern. Um den Vorgang zu beschleunigen, können Sie einen Ventilator oder die kühle Brise einer Klimaanlage darauf richten. Vermeiden Sie Wärmequellen – die würden die Situation nur verschlimmern, insbesondere da heiße Luft alles nur noch schlimmer macht.

Methode 3: Absaugen des Wassers

Wenn Ihr Gerät tiefer ins Wasser gefallen ist (z. B.im Pool oder im Waschbecken), reicht Lufttrocknen möglicherweise nicht aus. In solchen Fällen kann ein Nass-/Trockensauger mit geringer Saugkraft helfen, das Wasser zu entfernen. Halten Sie die Öffnung mit der Hand zu und setzen Sie die Düse vorsichtig über jeden Anschluss. Saugen Sie etwa 10–15 Sekunden lang und fahren Sie dann mit dem nächsten fort. Wiederholen Sie dies mehrmals über 3–5 Minuten. Verwenden Sie dabei unbedingt die niedrigste Leistungsstufe oder, falls vorhanden, einen Modus mit geringer Saugkraft. Ziel ist es, groben Schmutz zu entfernen, ohne Wasser in die kleinsten Spalten zu drücken. Anschließend sollte das Gerät an einem trockenen Ort mit den Anschlüssen nach unten gelagert werden.

Methode 4: Kieselgelbeutel

Ein weiterer, halbwegs wirksamer Trick sind die kleinen Silicagel-Päckchen, die oft neuen Schuhen oder Elektronikartikeln beiliegen. Dank ihrer hygroskopischen Eigenschaften kann Silicagel eine beträchtliche Menge Feuchtigkeit aus Ihrem Handy aufnehmen, wenn Sie es zusammen mit den Päckchen in einem verschlossenen Beutel oder einer Schachtel aufbewahren. Packen Sie Ihr Gerät und die Silicagel-Päckchen einfach in einen Plastikbehälter oder einen wiederverschließbaren Beutel und lassen Sie es mindestens 24 bis 48 Stunden – besser länger – darin liegen. Das dauert zwar etwas, kann aber helfen, versteckte Feuchtigkeit zu entfernen, die beim Lufttrocknen allein möglicherweise nicht erfasst wird. Wichtig: Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie das Gerät während dieser Zeit nicht öffnen – je mehr Luft, desto weniger Feuchtigkeit.

Woran man erkennt, dass das Telefon tatsächlich trocken ist

Dieser Teil ist etwas knifflig, da die meisten Android-Geräte im Gegensatz zu iPhones, die eine Warnung anzeigen, keine Warnmeldung ausgeben, wenn der Anschluss feucht ist. Wenn Sie das Ladegerät anschließen und die Meldung „Flüssigkeit im Lightning-Anschluss erkannt“ sehen, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass noch Feuchtigkeit vorhanden ist. Achten Sie bei Android-Geräten auf Anzeichen wie Überhitzung, flackernde Bildschirme, Geisterberührungen oder dumpfe Lautsprecher. Treten diese Probleme nach ein bis zwei Tagen nicht auf und scheint der Anschluss trocken zu sein, können Sie das Gerät wahrscheinlich bedenkenlos verwenden. Schalten Sie es aber nicht sofort ein; Wasser kann sich eine Zeit lang in Anschlüssen oder unter Bauteilen verstecken.

Wichtige Hinweise: Legen Sie Ihr Handy nicht in die Sonne, um es schneller zu trocknen. Hohe Temperaturen beschleunigen den Schaden. Verwenden Sie keine Wattestäbchen, Taschentücher oder Druckluft, um in die Anschlüsse zu blasen; Fasern und Druck können das Problem verschlimmern. Vermeiden Sie außerdem heftiges Schütteln oder die Verwendung eines Föhns mit hoher Leistung – dadurch kann Wasser tiefer eindringen oder empfindliche Teile beschädigt werden. Manchmal helfen Geduld und vorsichtiges Vorgehen.