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So überprüfen Sie die Sicherheit von Verbindungen: 6 effektive Methoden

Februar 13, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 13, 2026

In Zeiten grassierender Phishing-Betrügereien und heimtückischer Schadlinks ist es nervenaufreibend, zu erkennen, ob eine URL legitim ist oder nur eine Fälschung, die Ihre Daten stehlen soll. Manchmal erhalten Sie E-Mails, die völlig echt aussehen, oder Links, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, sich aber als digitale Bedrohung entpuppen. Dieser Artikel stellt Ihnen einige Möglichkeiten vor, wie Sie die Sicherheit eines Links überprüfen können, damit Sie sich keine Schadsoftware herunterladen oder Ihre Zugangsdaten an Betrüger weitergeben. Auch wenn manche Methoden simpel erscheinen, sind sie – insbesondere in Kombination – sehr effektiv. Zu wissen, wie man URLs manuell prüft, Suchmaschinen-Tricks anwendet oder Online-Tools nutzt, kann Ihnen viel Ärger ersparen. Denken Sie daran: Es geht nicht darum, stundenlang zu recherchieren, sondern einfach nur darum, vorsichtig genug zu sein, um die Schadsoftware zu erkennen, bevor etwas Schlimmes passiert.

Wie man überprüft, ob eine URL sicher ist oder nicht

Manuelle URL-Prüfung

Das ist die gängigste Methode. Man prüft die Bestandteile der URL – Protokoll, Domain und Pfad – und achtet auf Auffälligkeiten. Warum der Aufwand? Weil viele Phishing-Seiten versuchen, echte Seiten nachzuahmen, aber kleinste Details die Täuschung entlarven können.

Beginnen Sie mit dem Protokoll. Wenn dort „http://“ HTTPstatt „http ://“ angezeigt wird HTTPS, ist das verdächtig. HTTPS bedeutet, dass die Website über SSL/TLS-Zertifikate verfügt und Ihre Daten durch Verschlüsselung schützt. Aber Vorsicht: Viele Phishing-Websites verwenden heutzutage ebenfalls HTTPS, daher ist es allein nicht ausreichend.

Überprüfen Sie als Nächstes die Domain. Angreifer erstellen oft Domains, die dem Original täuschend ähnlich sehen – beispielsweise „example.com“ go0gle.comstatt „example.com“ google.com. Bindestriche, zusätzliche Zeichen oder ungewöhnliche Schreibweisen sind verdächtige Hinweise. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Links auf der Seite; Ihr Browser zeigt normalerweise die tatsächliche URL unten links an. Stimmt diese nicht mit dem angezeigten Text überein oder sieht sie verdächtig aus, sollten Sie die Seite meiden.

Auch der URL-Pfad ist aufschlussreich. Manche Angreifer tarnen schädliche Links mit URL-Kürzungsdiensten (bit.ly, tinyurl usw.), die das eigentliche Ziel verbergen. Handelt es sich um einen Kurzlink, sollten Sie Tools wie „ Check Short URL“ verwenden, um ihn aufzulösen und zu überprüfen.

Verwendung von Suchmaschinen-Suchoperatoren

Wenn Ihnen das Entschlüsseln von URLs wie das Deuten von Hieroglyphen vorkommt, ist diese Methode ein wahrer Lebensretter. Dabei wird der Operator „site: “ in Google oder Bing verwendet, um zu überprüfen, wie stark eine Domain indexiert ist und wie seriös sie insgesamt ist.

  • Kopieren Sie die Domain der verdächtigen Website (ohne Pfad).Bei einer URL wie z. B.https://accounts.example.com/loginkopieren Sie einfach example.com.
  • Füge den Suchbegriff site:example.comin Google ein. Wenn du buchstäblich keine oder nur eine Handvoll Ergebnisse erhältst, ist das ein Warnsignal – insbesondere, wenn es sich um eine bekannte Marke oder die Website einer Bank handelt.
  • Mehr Ergebnisse bedeuten, dass die Domain wahrscheinlich legitim ist, aber seien Sie nicht übermütig – überprüfen Sie dies immer noch mit anderen Methoden.

Oftmals hilft diese schnelle Überprüfung dabei, betrügerische Seiten herauszufiltern, die nicht indexiert sind oder nicht in seriösen Suchergebnissen aufgeführt werden.

Online-URL-Sicherheitsprüfer

Manchmal ist ein Schnellscan die einfachste Lösung. Es gibt Online-Dienste, die mehrere Virenscanner und Blacklists nutzen, wie beispielsweise Google Safe Browsing, VirusTotal oder Norton Safe Web. Fügen Sie einfach die URL in diese Dienste ein, und Sie erhalten eine gute Einschätzung, ob es sich um eine schädliche oder lediglich verdächtige Webseite handelt.

Auf VirusTotal beispielsweise werden nach dem Einfügen des Links und dem Start der Analyse Ergebnisse von Dutzenden Sicherheitsanbietern angezeigt – unter anderem, ob die Website als Malware oder Phishing eingestuft wurde. Manchmal sind auch die Domaininformationen hilfreich, beispielsweise das Registrierungsdatum. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass es sich um eine Betrugsseite handelt, die nur für einen schnellen Betrug erstellt wurde.

Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders.

Phishing-Angreifer versenden oft überzeugende E-Mails mit schädlichen Links. Es lohnt sich, die Absenderadresse zu überprüfen, denn Betrüger nutzen mittlerweile trickreiche Domains wie [ storage.googleapisDomainname einfügen], um Schadsoftware zu verbreiten. Manchmal sieht die E-Mail-Adresse legitim aus, ist aber nur eine kleine Abweichung oder nutzt einen vertrauenswürdigen Dienst als Tarnung.

  1. Achten Sie auf den Namen und die E-Mail-Adresse des Absenders – diese werden oft oben in der Nachricht oder unter „ Details anzeigen“ angezeigt.
  2. Kopieren Sie die E-Mail-Adresse innerhalb der <>Klammern oder aus den Absenderinformationen.
  3. Fügen Sie die E-Mail-Adresse in kostenlose Online-Dienste zur Überprüfung der E-Mail-Reputation ein – beispielsweise Email Verifier oder ähnliche. Wenn die E-Mail als verdächtig oder nicht verifiziert angezeigt wird, klicken Sie besser nicht auf den Link.

Links in einer virtuellen Maschine oder Sandbox testen

Das mag zwar etwas riskant klingen, aber wer besonders vorsichtig sein will, sollte verdächtige Links in einer Sandbox-Umgebung testen. Windows 10/11 bietet eine integrierte Funktion namens Windows Sandbox – ideal, um potenziell gefährliche Websites zu isolieren.

Stellen Sie zunächst sicher, dass die Windows-Sandbox aktiviert ist: Gehen Sie zu Systemsteuerung > Programme > Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren. Aktivieren Sie die Windows-Sandbox (und gegebenenfalls auch die Plattform für virtuelle Maschinen und Hyper-V ).Nach dem Neustart suchen Sie einfach im Startmenü nach der Windows-Sandbox, öffnen Sie sie und rufen Sie die URL in Microsoft Edge auf. Hier sind SSL-Schlosssymbole und Website-Inhalte vom Rest Ihres Systems isoliert, sodass Sie sicher sehen können, was die Website tatsächlich tut.

Bei einer Konfiguration funktionierte es einwandfrei, aber manchmal kann die Sandbox etwas zickig sein, also wundern Sie sich nicht, wenn es nicht perfekt läuft – aber es ist immer noch besser, als Ihren Hauptrechner zu riskieren.

Browsererweiterungen und mobile Apps nutzen

Plugins wie Link Checker für Chrome oder ScanURL für Firefox können Links beim Surfen automatisch scannen. Sie analysieren Sicherheitskennzahlen in Echtzeit, was sehr praktisch ist. Für Mobilgeräte gibt es Apps im Google Play Store oder App Store, die den SSL-Status überprüfen oder nach Phishing-Angriffen suchen. Bedenken Sie jedoch, dass kein Tool perfekt ist. Nutzen Sie diese daher nur als zusätzliche Schutzmaßnahme, nicht als alleinige Verteidigungslinie.

Was tun, wenn Sie versehentlich auf einen schädlichen Link geklickt haben?

Schon alles verraten, was? Falls Sie versehentlich auf den verdächtigen Link geklickt haben, versuchen Sie, Ruhe zu bewahren. Geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten an und füllen Sie keine Formulare aus – Betrüger sind nur darauf aus, an solche Details zu gelangen. Schließen Sie den Tab so schnell wie möglich und führen Sie einen vollständigen Virenscan mit Windows Security oder Ihrem vertrauenswürdigen Antivirenprogramm durch.Ändern Sie anschließend Ihre Passwörter, falls Sie vermuten, dass die Website diese kompromittiert haben könnte.

Es ist ratsam, Ihre Konten regelmäßig auf verdächtige Aktivitäten zu überprüfen und gegebenenfalls Ihre Bank oder Dienstleister zu informieren, falls sensible Daten offengelegt worden sein könnten. Kurz gesagt: Bewahren Sie Ruhe, aber handeln Sie schnell, um den Schaden zu begrenzen.

Insgesamt kann Vorsicht und das Wissen, wie man URLs richtig überprüft, viel Ärger ersparen. Nicht alles wirkt auf den ersten Blick gefährlich, aber ein wenig Wachsamkeit schadet nie.

Zusammenfassung

  • URLs manuell prüfen – Protokoll, Domain und Pfad überprüfen.
  • Verwenden Sie Suchoperatoren wie site: bei Google, um die Präsenz einer Domain zu überprüfen.
  • Nutzen Sie Online-Tools wie VirusTotal oder Google Safe Browsing.
  • Überprüfen Sie die E-Mail des Absenders sorgfältig auf ihre Echtheit.
  • Testen Sie heikle Links zur Sicherheit in einer Sandbox oder VM.
  • Nutzen Sie Browser-Plugins und mobile Apps für schnelle Scans.
  • Wenn Sie darauf geklickt haben, handeln Sie schnell – führen Sie einen Virenscan durch, ändern Sie Passwörter und überwachen Sie die Konten.

Zusammenfassung

Das Erkennen von Phishing-Links erfordert Übung und eine gesunde Portion Skepsis. Diese Methoden bieten keine hundertprozentige Sicherheit – das gibt es eigentlich nicht –, aber sie können das Risiko, sich Schadsoftware einzufangen oder Zugangsdaten zu stehlen, deutlich verringern. Ziemlich ärgerlich, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Hoffentlich hilft dies jemandem, Schlimmeres zu vermeiden.