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So überprüfen Sie Ihren Festplattenspeicher unter Windows

Februar 13, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 13, 2026

Wenn Ihre Festplatte voll ist, kann das ziemlich frustrierend werden. Sie können möglicherweise keine neuen Dateien speichern, Updates herunterladen oder manche Programme laufen nicht mehr flüssig. Schlimmstenfalls reagiert Ihr System plötzlich sehr langsam oder gar nicht mehr. Um dieses Chaos zu vermeiden, ist es ratsam, Ihren Festplattenspeicher regelmäßig im Auge zu behalten. Wenn Sie genau wissen, wie viel Speicherplatz Ihnen noch zur Verfügung steht, können Sie rechtzeitig aufräumen, bevor es zu einem Totalausfall kommt. Unter Windows 11 ist es überraschend einfach, Ihren Speicherplatz mithilfe verschiedener integrierter Tools zu überprüfen – wie dem Datei-Explorer, den Einstellungen, der Eingabeaufforderung, PowerShell und der Datenträgerverwaltung – und sogar einiger Drittanbieter-Apps, falls Sie es etwas genauer wissen möchten. So sehen Sie, welche Dateien Speicherplatz belegen, identifizieren versteckte Partitionen oder Wiederherstellungspartitionen und können Ihre Aufräumarbeiten entsprechend planen. Nach wenigen Minuten haben Sie einen besseren Überblick darüber, was gelöscht werden muss und was Sie behalten können. Besonders hilfreich, wenn Ihr PC extrem langsam ist.

So überprüfen Sie den Festplattenspeicher unter Windows 11

Aus dem Datei-Explorer

Dies ist möglicherweise der einfachste Weg, einen Blick auf Ihren Festplattenspeicher zu werfen, ohne sich in die Einstellungen vertiefen zu müssen. Der Datei-Explorer zeigt Ihre Festplatteninformationen direkt unter „ Dieser PC“ an. Falls es Probleme gibt oder die Leertasten fehlen, können schnelle Anpassungen helfen – beispielsweise das Ändern des Ordnerlayouts oder der Ansichtsoptionen. Normalerweise wird Ihnen eine übersichtliche Ansicht mit belegtem, freiem und Gesamtspeicherplatz angezeigt. Beachten Sie jedoch, dass mehrere Partitionen oder versteckte Wiederherstellungslaufwerke die Anzeige des Gesamtspeicherplatzes unübersichtlich machen können. Für eine detailliertere Ansicht erweitern Sie die Ansichtsoptionen oder wechseln Sie zwischen verschiedenen Symbolmodi.

In den Windows-Einstellungen

Gehen Sie zu Einstellungen > System > Speicher. Dieses Menü zeigt nicht nur den verbleibenden Speicherplatz an, sondern auch, wie viel Speicherplatz Ihre Festplatte belegt – beispielsweise Apps, Dateien und verschiedene Kategorien. Praktisch für einen schnellen Überblick oder um große Dateien schnell zu finden. Wenn Sie Ihre Festplatte partitioniert haben, sehen Sie möglicherweise Lücken – das sind Ihre verschiedenen Partitionen. Für detailliertere Informationen scrollen Sie zu Erweiterte Speichereinstellungen und klicken Sie auf Datenträger & Volumes. Hier sehen Sie die genaue Gesamtkapazität jedes Laufwerks und erhalten Einblicke in dessen Zustand – etwas ungewöhnlich, aber vorhanden. Sie sehen hier nicht nur Speicherplatzangaben, sondern auch Informationen zum Laufwerksstatus, was im Notfall Gold wert sein kann, wenn Ihre SSD Probleme macht.

Verwendung der Eingabeaufforderung

Für alle, die die Kommandozeile bevorzugen, ist die Eingabeaufforderung praktisch. Drücken Sie einfach die Windows-Taste, geben Sie „cd“ ein cmd, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“. Geben Sie dann die folgende Zeile ein: „cd“ wmic Logicaldisk Get Caption, Freespace, Size. Drücken Sie die Eingabetaste, und Sie sehen eine Liste Ihrer Laufwerke mit Angabe des freien und des gesamten Speicherplatzes. Mit dieser Methode lässt sich schnell feststellen, ob ein Laufwerk fast voll ist, ohne sich mit den Einstellungen der grafischen Benutzeroberfläche auseinandersetzen zu müssen.

In Windows PowerShell

PowerShell bietet eine alternative Befehlsart. Starten Sie es mit Windows + X und wählen Sie „Windows Terminal (Administrator)“. Geben Sie dort den Befehl ein get-volumeund drücken Sie die Eingabetaste. Sie erhalten sofort eine detaillierte Ausgabe: Laufwerksbuchstaben, Kapazitäten, Dateisysteme und Systemstatus. Dies ist eine übersichtliche und schnelle Methode, um alle Informationen zu erhalten, ohne durch Menüs navigieren zu müssen. Besonders nützlich ist sie für Skripte oder regelmäßige Überprüfungen.

Über Systeminformationen

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet in der Systeminformations-App (Starten mit Windows + R, dann „Systeminformationen“ eingeben ) umfassende Hardware-Details. Navigieren Sie zu Komponenten > Speicher > Datenträger. Hier werden die Größen in Byte und GB sowie Informationen zu einzelnen Partitionen angezeigt. Zwar nicht so aktuell wie andere Methoden, aber ideal, um sich einen Überblick zu verschaffen und den Zustand der Laufwerke ohne zusätzliche Software zu überprüfen.msinfo32

Datenträgerverwaltung verwenden

Die Datenträgerverwaltung ist das Standardwerkzeug zum Verwalten von Partitionen oder zum einfachen Überprüfen der Laufwerksgrößen. Suchen Sie im Startmenü nach „Datenträgerverwaltung“diskmgmt.msc oder führen Sie den Befehl aus. Sie sehen dann alle Ihre Datenträger mit ihrer Gesamtkapazität, dem belegten und dem freien Speicherplatz. Die Anzeige ist präzise und ermöglicht Ihnen bei Bedarf auch Partitionierungsaufgaben. Jeder Datenträger ist mit einer Bezeichnung versehen (Datenträger 0, Datenträger 1 usw.) und Sie erhalten detaillierte Informationen zu jedem einzelnen.

Ressourcenmonitor

Drücken Sie die entsprechende Taste Ctrl + Shift + Esc, um den Task-Manager zu starten. Wechseln Sie dann zum Tab „Leistung“ und wählen Sie „Datenträger“. Klicken Sie unten auf „Ressourcenmonitor öffnen“ und wechseln Sie anschließend zum Tab „Datenträger“. Hier sehen Sie die aktuelle Datenträgeraktivität und die Gesamtkapazität. Diese Informationen beziehen sich auf die Echtzeitaktivität und können Ihnen helfen, eine Überlastung Ihres Laufwerks zu diagnostizieren.

Tools von Drittanbietern

Falls Ihnen die in Windows integrierten Tools etwas zu eingeschränkt oder unübersichtlich erscheinen, können Festplattenanalyseprogramme von Drittanbietern hilfreich sein. Programme wie WinDirStat oder FolderSizes bieten detaillierte visuelle Darstellungen der Speicherplatznutzung und erleichtern so die Identifizierung von Speicherplatzfressern. Sie bieten in der Regel auch Aufräumoptionen, die Ihnen viel Zeit und Ärger ersparen, wenn Sie gezielt Speicherplatz freigeben möchten.