So verbessern Sie die Leistung Ihres Computers durch ein RAM-Upgrade
Das Aufrüsten des Arbeitsspeichers (RAM) klingt einfach, kann aber schnell zu einem frustrierenden Rätsel werden, wenn man nicht auf mögliche Hindernisse vorbereitet ist. Manchmal sind die RAM-Steckplätze schwerer zugänglich als erwartet – vielleicht blockiert eine große Grafikkarte oder ein CPU-Kühler den Zugang, oder das Mainboard hat spezielle Steckplatzkonfigurationen, die Probleme bereiten. Durch das Aufrüsten lassen sich die Systemgeschwindigkeit und das Multitasking deutlich verbessern, aber es erfordert einiges an Geschick im Hinblick auf Kompatibilität, Zugänglichkeit und BIOS-Einstellungen. Falls Sie schon einmal auf Schwierigkeiten gestoßen sind oder einfach nur sichergehen wollen, dass alles korrekt ausgeführt wird, sollte Ihnen diese kurze Übersicht weiterhelfen.
So beheben Sie Probleme beim RAM-Upgrade unter Windows 11 und höher
Methode 1: RAM-Kompatibilität und Mainboard-Unterstützung prüfen
Dies ist die erste Voraussetzung. Viele Probleme entstehen durch inkompatible RAM-Riegel oder nicht unterstützte Mainboards. Sobald Sie Ihre neuen Riegel haben, überprüfen Sie unbedingt das Handbuch Ihres Mainboards oder besuchen Sie die Website des Herstellers. Achten Sie auf den unterstützten DDR-Typ (DDR3, DDR4, DDR5), die maximale Geschwindigkeit, die Kapazität pro Steckplatz und die Gesamtkapazität. Stellen Sie sicher, dass die Nenngeschwindigkeit und Latenz des RAMs kompatibel sind, da das BIOS ihn sonst möglicherweise automatisch drosselt oder, schlimmer noch, den Systemstart verweigert. Bei manchen Systemen wird der RAM gar nicht erst erkannt, wenn er inkompatibel oder defekt ist.
Methode 2: Entladen Sie die Stromversorgung und die Kondensatoren Ihres PCs (weil Windows es einem unnötig schwer macht).
Bevor Sie beginnen, ziehen Sie das Netzkabel vom Netzteil und der Steckdose ab. Dieser Schritt mag selbstverständlich erscheinen, doch häufig wird vergessen, Restladung zu entladen, was zu Problemen führen oder sogar Komponenten beschädigen kann. Halten Sie den Netzschalter etwa 10–15 Sekunden lang gedrückt, um die Restladung zu entladen. Bei einigen älteren Systemen hilft dies, statische Aufladung oder ungewöhnliche BIOS-Probleme zu beheben, die verhindern, dass der Arbeitsspeicher nach einem Upgrade erkannt wird.
Methode 3: Öffnen des PCs und Zugriff auf das Motherboard
Legen Sie das Gehäuse flach hin, am besten auf eine weiche Unterlage, mit der Seitenwand nach oben. Entfernen Sie die Schrauben – einige sind Rändelschrauben, sodass kein Schraubendreher benötigt wird – und schieben Sie die Seitenwand vorsichtig ab. Werfen Sie nun einen kurzen Blick auf das Mainboard; die RAM-Steckplätze befinden sich üblicherweise in der Nähe der CPU und sind als DIMM-Steckplätze gekennzeichnet. Falls eine große Grafikkarte oder ein anderer Kühler den Zugang versperrt, müssen Sie diese Komponenten gegebenenfalls entfernen oder vorübergehend verschieben. Reinigen Sie die RAM-Steckplätze gegebenenfalls mit Druckluft – saubere Kontakte verbessern die Erkennung und Leistung.
Methode 4: RAM-Steckplätze korrekt identifizieren und vorbereiten
Bei Mainboards mit vier Steckplätzen sind diese üblicherweise farblich gekennzeichnet – beispielsweise zwei blaue und zwei schwarze –, um die Dual-Channel-Kanäle anzuzeigen. Um den Dual-Channel-Modus für optimale Leistung zu aktivieren, setzen Sie die RAM-Riegel in gleichfarbige Steckplätze ein. Die Steckplatzdiagramme im Handbuch sind manchmal etwas verwirrend, daher lohnt es sich, diese noch einmal zu überprüfen. Bei Mainboards mit nur zwei Steckplätzen ist es ganz einfach: Sie setzen die Riegel in beide Steckplätze ein, und sie sollten, sofern unterstützt, automatisch im Dual-Channel-Modus laufen.
Methode 5: Entriegeln der Speicherslots (Die Plastikclips können recht empfindlich sein)
Das ist etwas ungewöhnlich, aber erwähnenswert. Bevor Sie neue Module einsetzen, drücken Sie die Kunststoffclips an beiden Seiten des Steckplatzes vorsichtig nach außen; sie rasten ein. Gehen Sie dabei behutsam vor: Wenn Sie die Clips mit Gewalt lösen, kann der Steckplatz beschädigt werden.Überprüfen Sie den Steckplatz nach dem Lösen auf Staub oder Schmutz und wischen Sie ihn gegebenenfalls vorsichtig ab. Bei manchen Mainboards lässt sich der Clip nur an einer Seite lösen. Prüfen Sie dies daher, bevor Sie an beiden Enden ziehen.
Methode 6: RAM-Module korrekt einsetzen (Ist eigentlich gar nicht so schwer…)
Richten Sie die Kerben des RAM-Riegels an den Aussparungen im Steckplatz aus – kein Kraftaufwand nötig. Drücken Sie den Riegel auf beiden Seiten fest und gleichmäßig nach unten, bis er einrastet oder die Halteklammern einrasten. Manchmal sitzt der Riegel etwas stramm, aber wenn er schief sitzt oder sich mit Gewalt einsetzen lässt, überprüfen Sie die Ausrichtung. Prüfen Sie nach dem Einsetzen erneut, ob die Halteklammern an beiden Enden vollständig eingerastet sind – sie müssen fest sitzen, damit das System ordnungsgemäß startet.
Methode 7: Alle entfernten Bauteile wieder anbringen, reinigen und wieder zusammenbauen
Falls Sie den CPU-Kühler oder die Grafikkarte ausgebaut haben, überprüfen Sie diese kurz. Entfernen Sie Staub und alte Wärmeleitpaste von der CPU, tragen Sie neue Paste auf und stellen Sie sicher, dass alles wieder richtig sitzt. Richten Sie beim Wiedereinsetzen der Seitenwand alle Teile aus und ziehen Sie die Schrauben fest an. Ziehen Sie sie aber nicht zu fest an – nur so fest, dass alles fest sitzt.
Methode 8: Überprüfen Sie im BIOS, ob Ihr System den neuen Arbeitsspeicher erkennt.
Schalten Sie den PC ein und rufen Sie das BIOS auf, indem Sie während des POST-Vorgangs eine bestimmte Taste drücken – üblicherweise Entf, F2 oder eine ähnliche. Im Zweifelsfall konsultieren Sie das Handbuch Ihres Mainboards. Navigieren Sie im BIOS zum Abschnitt „Speicher“ oder „Systeminformationen“.Dort sehen Sie, wie viel RAM erkannt wurde. Stimmt die Gesamtmenge mit der installierten RAM-Speichergröße überein, ist alles in Ordnung. Andernfalls überprüfen Sie den korrekten Sitz und die Kompatibilität. Manchmal benötigt das BIOS ein Firmware-Update oder einen Reset, um neue Hardware zu erkennen.
Bei manchen Systemen können Sie im BIOS sogar XMP-Profile aktivieren, um die RAM-Geschwindigkeit über den Standardwert hinaus zu erhöhen. Suchen Sie einfach die XMP- oder Profileinstellung und aktivieren Sie sie. Wird der RAM immer noch nicht erkannt? Versuchen Sie, das BIOS auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen, den CMOS-Speicher mit einem Jumper zu löschen oder die Mainboard-Batterie kurzzeitig zu entfernen. Manchmal reicht es schon, den Computer herunterzufahren, vom Stromnetz zu trennen und ein paar Minuten zu warten, um alles wieder in Ordnung zu bringen.