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So verhindern Sie Spam-E-Mails: 6 effektive Strategien

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Spam zu bekämpfen ist ziemlich lästig, besonders wenn Ihr E-Mail-Postfach überflutet oder gehackt wird. Spamfilter fangen zwar oft den Großteil ab, aber eben nicht immer – und Hunderte von Nachrichten manuell zu löschen, ist mühsam. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einfache Wege, wie Sie Spam besser kontrollieren und seine Auswirkungen reduzieren können, selbst wenn Sie ihn nicht komplett stoppen können. Spam ist nicht gleich Spam, und manchmal zielen Betrüger auf Ihre persönlichen Daten oder Konten ab. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Einstellungen Sie anpassen können. Sobald Sie Ihre Einstellungen und Filterregeln optimiert haben, sollte Ihr Posteingang deutlich übersichtlicher sein, und Sie haben bessere Chancen, wichtige Nachrichten zu erhalten, ohne in Spam zu ertrinken.

So beheben Sie Spam- und Beacon-Probleme in Ihren E-Mails

Methode 1: Externe Inhalte und Lesebestätigungen deaktivieren

Dies ist der erste und einfachste Schritt, um einige Datenschutzlücken zu schließen. Spammer verwenden Bilder oder Inhalte, die von externen Servern geladen werden („Web-Beacons“), um festzustellen, ob Sie die E-Mail geöffnet haben oder ob Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist. Dasselbe gilt für Lesebestätigungen; Ihr E-Mail-Programm kann Ihnen eine Bestätigung senden. Durch Deaktivieren dieser Funktionen wird Ihre Aktivität weniger nachverfolgbar.

Warum es hilft: Es verhindert, dass Absender Ihre Aktivitäten ausspionieren, und verringert das Risiko, Opfer gezielter Betrugsversuche zu werden. Wenn Sie viele Spam-E-Mails oder verdächtige E-Mails mit eingebetteten Bildern erhalten, kann das Deaktivieren dieser Funktion die Überwachung deutlich reduzieren.

Wann dies zutrifft: Wenn Sie E-Mails mit vielen Beschwerden, Bildern oder Anfragen nach Zustell-/Lesebestätigungen erhalten, insbesondere von unbekannten Absendern.

Was Sie erwarten können: Mehr Kontrolle über Ihre Privatsphäre, weniger visuelle Tracker und weniger Weitergabe von Informationen darüber, wann Sie E-Mails lesen.

So deaktivieren Sie diese Funktionen in einigen gängigen Diensten:

  • Gehen Sie in Gmail zu Einstellungen > Alle Einstellungen anzeigen > Tab „Allgemein“. Scrollen Sie zu Bilder und wählen Sie „Vor dem Anzeigen externer Bilder fragen“.
  • Öffnen Sie in Outlook die Einstellungen (Zahnradsymbol) > Alle Outlook-Einstellungen anzeigen > E-Mail > Junk-E-Mail. Deaktivieren Sie die Option „Bilder automatisch einfügen“.
  • Bei anderen Clients finden Sie die Einstellungen unter „Voreinstellungen“ oder „E-Mail-Einstellungen“. Normalerweise unter „Anzeige“ oder „Sicherheit“.

Das Gleiche gilt für Lesebestätigungen: Überprüfen Sie Ihre E-Mail-Optionen oder -Einstellungen, um den Versand automatischer Lesebestätigungen zu deaktivieren. Bei manchen Systemen können Sie diese Option in den Bereichen „Datenschutz“ oder „Tracking“ aktivieren/deaktivieren.

Hinweis: Es ist etwas seltsam, denn manchmal funktioniert es nach dem Deaktivieren auf einer bestimmten Konfiguration einwandfrei, auf einer anderen erhält man jedoch weiterhin heimlich eine Lesebestätigung. Warum das so uneinheitlich ist, weiß niemand, aber einen Versuch ist es wert.

Methode 2: Beacons im E-Mail-Client deaktivieren oder verwalten

Manche E-Mail-Clients oder Erweiterungen ermöglichen eine detailliertere Blockierung oder Kontrolle externer Inhalte. Beispielsweise bietet das Add-on Winhance eine bessere Kontrolle über die E-Mail-Anzeige und -Sicherheit.

Halten Sie Ausschau nach Mailbombing und Kontoübernahmen.

Das ist der unangenehmste Teil. Spam ist nicht nur lästig, sondern kann auch ein Anzeichen dafür sein, dass ein Bankkonto, ein Online-Shop oder ein anderes wichtiges Konto gehackt wurde. Wenn Sie unerwartet mit Hunderten von Spam-E-Mails überschwemmt werden, insbesondere wenn Sie entsprechende Benachrichtigungen oder Kontoaktivitäten bemerken, sollten Sie Ihre Kontosicherheit unbedingt überprüfen. Kontrollieren Sie beispielsweise Ihre letzten Transaktionen oder ändern Sie vorsichtshalber Ihre Passwörter.

Warum es hilft: Sie erkennen verdächtige Aktivitäten frühzeitig und minimieren das Risiko, dass Betrüger Ihre Konten übernehmen. Außerdem verhindert es, dass Spam wichtige E-Mails oder Ihre legitimen Benachrichtigungen verdeckt.

Wann dies zutrifft: Wenn Spamming in Schüben auftritt oder wenn Sie ein ungewöhnliches Verhalten Ihres Kontos feststellen.

Was Sie erwarten können: Sicherere Konten, geringeres Risiko von Finanzbetrug und ein übersichtlicherer Posteingang.

Kleiner Tipp: Auf manchen Rechnern kann es selbst nach dem Zurücksetzen des Passworts oder dem Sperren des Kontos zu Spamfluten kommen. Spammer versuchen es manchmal automatisch erneut, seien Sie also wachsam.

Schritte zur Überprüfung, ob Ihr Konto kompromittiert wurde

  • Rufen Sie die Seite mit den letzten Aktivitäten Ihres Kontos auf (bei Gmail: Google-Konto > Sicherheit > Ihre Geräte ) und prüfen Sie, ob ungewohnte Standorte oder Geräte angezeigt werden.
  • Ändern Sie Ihre Passwörter sofort, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) überall, wo es möglich ist, denn Spammer und Betrüger nutzen natürlich gerne Sicherheitslücken aus.

Abmelden und Spam clever verwalten

Dieser Punkt kann kontrovers sein. Wenn man bei Spam-E-Mails auf „ Abmelden “ klickt, bestätigt man den Spammern oft nur, dass die E-Mail-Adresse existiert. Daraufhin wird der Posteingang mit noch mehr Spam überflutet. Daher ist es in den meisten Fällen ratsam, E-Mails, die verdächtig erscheinen, einfach zu löschen oder direkt in den Junk- oder Papierkorb zu verschieben. Bei Spam-E-Mails von seriösen Absendern – beispielsweise von Newslettern, für die man sich angemeldet hat – ist das Abmelden hingegen unbedenklich und sicher.

Warum es hilft: Es blockiert zukünftige E-Mails von bekannten Absendern und hält Ihren Posteingang übersichtlicher. Klicken Sie jedoch nicht auf Abmeldelinks in unbekannten oder verdächtigen E-Mails.

Dies trifft zu: Wenn es sich beim Absender um eine bekannte, vertrauenswürdige Quelle handelt, deren Abonnement Sie bestätigt haben. Im Zweifelsfall markieren Sie die E-Mail besser als Spam und löschen sie.

Feinabstimmung Ihrer Spamfilter und Regeln

Die meisten E-Mail-Dienste verfügen über eigene Spamfilter, die E-Mails auf typische Spam-Merkmale analysieren. Manchmal funktionieren sie hervorragend, manchmal weniger. Am besten trainieren Sie Ihren Spamfilter, indem Sie verdächtige E-Mails manuell als Spam markieren oder erwünschte E-Mails zurück in den Posteingang verschieben. Nach etwa einer Woche wird er dadurch schlauer.

  • Klicken Sie in Gmail auf den Spam- Ordner und markieren Sie dann Nachrichten als „Kein Spam“ oder „Spam melden“.
  • In Outlook können Sie unerwünschte E-Mails in den Junk-E-Mail- Ordner verschieben; mit der Zeit lernt das System dazu.

Für wiederkehrende Spam-Mails, die die Filter umgehen, sollten Sie manuelle Filterregeln einrichten:

  1. Gehen Sie zu Einstellungen > Filter und blockierte Adressen.
  2. Neuen Filter erstellen.
  3. Geben Sie Schlüsselwörter wie Rabatt, Gewinn oder bestimmte Spam-E-Mail-Adressen ein.
  4. Sie können diese E-Mails entweder löschen oder direkt in den Spam-/Junk-Ordner verschieben.

Hinweis: Diese Regeln müssen Sie möglicherweise im Laufe der Zeit anpassen, insbesondere wenn Spammer ihre Taktiken ändern. Das ist zwar etwas ärgerlich, aber besser, als täglich mit Spam überschwemmt zu werden.

Weitere bewährte Methoden, um Spam zu vermeiden

  • Nutzen Sie eine alternative E-Mail-Adresse : Halten Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse so übersichtlich wie möglich und verwenden Sie für gelegentliche Anmeldungen ein „Wegwerf“- oder Zweitkonto.
  • E-Mail-Aliasse einrichten : Einige Dienste ermöglichen es Ihnen, Aliasadressen zu erstellen, die an Ihre Hauptadresse weiterleiten. Wechseln Sie diese regelmäßig, falls eine Adresse zu viele Spam-Mails generiert.
  • Drittanbieterdienste : Tools wie SimpleLogin oder E-Mail-Filterdienste können helfen, Spam effektiver zu bekämpfen.
  • Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse mit Bedacht weiter : Geben Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse nur vertrauenswürdigen Quellen. Achten Sie bei Online-Anmeldungen auf die Option, die Weitergabe Ihrer Adresse an Dritte abzulehnen.
  • Reagieren Sie nicht auf Spam : Wenn eine E-Mail nach persönlichen Daten fragt oder verdächtig klingt, antworten Sie nicht und klicken Sie nicht auf die verlinkten Seiten. Löschen Sie die E-Mail einfach oder markieren Sie sie als Spam. Eine Antwort bestätigt *meistens*, dass es sich um ein echtes Konto handelt, und verschlimmert so den Spam.

Hoffentlich helfen Ihnen diese Tipps, Spam zu reduzieren und Ihren Posteingang übersichtlich zu halten, anstatt ihn in einen digitalen Müllhaufen zu verwandeln. Denken Sie daran: Spam wird wohl nie ganz verschwinden – aber mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt er sich gut in den Griff bekommen.