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So wandeln Sie einen Router in einen Access Point um

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Wenn Sie Ihre Netzwerkabdeckung mit neuer Hardware erweitern möchten, empfiehlt man üblicherweise einen dedizierten Access Point (AP).Doch seien wir ehrlich: Nicht jeder möchte oder braucht ein separates Gerät – oft greift man einfach zu einem zweiten Router, weil dieser günstiger und leichter erhältlich ist. Der Haken dabei? Viele ältere Router unterstützen den „AP-Modus“ nicht standardmäßig. So verstauben sie ungenutzt, oder es entsteht ein doppeltes NAT-Chaos, das Gaming, Portweiterleitung oder manche VPN-Konfigurationen unnötig verkompliziert. Aber keine Sorge, einen Router als Access Point umzufunktionieren ist kein Hexenwerk – mit den richtigen Schritten ist es recht einfach, selbst mit älterer Hardware.

So verwenden Sie einen Router als Zugangspunkt

Methode 1: Wenn Ihr Router den AP-Modus unterstützt

Dies ist die einfachste Option.Überprüfen Sie zunächst die Benutzeroberfläche Ihres Routers – viele Router bieten in ihrer Firmware einen „Access Point“-Modus an. Normalerweise können Sie diesen unter Einstellungen > Drahtlos oder Betriebsmodus aktivieren. Warum? Weil dies doppeltes NAT vermeidet, die Zuverlässigkeit erhöht und die Einrichtung vereinfacht.

Wichtig: Verbinden Sie vor der Inbetriebnahme Ihren Zweitrouter per Ethernet mit Ihrem Hauptnetzwerk. Dies ist unerlässlich; die Verbindung über WLAN verkompliziert die Sache nur. Halten Sie außerdem die Standard-Anmeldedaten (z. B.admin/password ) bereit oder suchen Sie auf der Rückseite nach den Zugangsdaten.

  1. Halten Sie die Reset-Taste am zweiten Router etwa 10 Sekunden lang gedrückt, um alle alten Einstellungen zu löschen. Einige Router löschen ihre Konfigurationen nach dem Zurücksetzen, sodass Sie mit sauberen Einstellungen beginnen.
  2. Notieren Sie sich während des Neustarts die Standard-IP-Adresse (normalerweise etwas wie 192.198.1 192.168.1.1) und die Anmeldedaten. Diese finden Sie auf einem Aufkleber oder im Handbuch.
  3. Verbinden Sie einen LAN-Anschluss des sekundären Routers mithilfe eines Ethernet-Kabels mit einem LAN-Anschluss des Hauptrouters. Verwenden Sie nicht den WAN-Anschluss – dieser ist für die Einrichtung eines Access Points in der Regel nicht geeignet.
  4. Verbinden Sie Ihren Computer (über Ethernet oder WLAN) mit dem Netzwerk des sekundären Routers.
  5. Öffnen Sie einen Browser und geben Sie die IP-Adresse Ihres Routers ein – zum Beispiel 192.168.1.1. Melden Sie sich mit den Standard-Zugangsdaten an. Falls das nicht funktioniert, versuchen Sie es mit http://192.168.0.1 oder http://tplinkwifi.net (je nach Hersteller).
  6. Gehen Sie zum Abschnitt Einrichtung oder Drahtlos. Falls unterstützt, stellen Sie den Betriebsmodus auf Zugangspunkt um. Manchmal finden Sie diese Option unter Erweiterte Einstellungen oder Modus.
  7. Verwenden Sie für nahtloses Roaming dieselbe SSID (Netzwerkname) und dasselbe Passwort wie für Ihren Hauptrouter. Alternativ können Sie unterschiedliche SSIDs und Passwörter wählen, um separate Netzwerke zu verwenden. Speichern Sie die Einstellungen und starten Sie den Router neu. Fertig.

Diese Methode funktioniert gut, sofern sie unterstützt wird. Bei manchen Routern gibt es einen separaten Schalter für den „AP-Modus“ oder ein Firmware-Update, das diese Funktion hinzufügt. Bei meiner letzten Konfiguration war es so einfach wie das Umlegen eines Schalters und das Anschließen der Kabel – aber natürlich funktionieren nicht alle Router so reibungslos.

Methode 2: Wenn Ihr Router den AP-Modus nicht unterstützt

Ältere oder günstige Router, insbesondere solche mit einem gewissen Alter oder veralteter Firmware, verfügen möglicherweise nicht über eine AP-Modus-Option. In diesem Fall können Sie den AP-Modus zwar manuell einrichten, aber Vorsicht: Das ist etwas kniffliger und kann bei unvorsichtiger Vorgehensweise zu Problemen mit doppeltem NAT führen.

Ermitteln Sie zunächst die IP-Adresse Ihres Hauptrouters.Öffnen Sie unter Windows die Adresszeile Command Promptund geben Sie die entsprechende Option ein ipconfig. Suchen Sie nach dem Standardgateway – das ist die Adresse Ihres Hauptrouters, beispielsweise 192.198.1 192.168.1.1.

Führen Sie als Nächstes die ersten Schritte aus: Setzen Sie den sekundären Router zurück, verbinden Sie ihn per LAN mit dem -LAN-Router und greifen Sie auf dessen Administrationsoberfläche zu. Nun ändert sich die Vorgehensweise:

  • Weisen Sie dem sekundären Router eine statische IP-Adresse zu, die sich im selben Subnetz wie der Hauptrouter befindet, aber außerhalb seines DHCP-Bereichs liegt. Wenn Ihr Hauptrouter beispielsweise den 192.168.1.1DHCP-Bereich verwendet 192.168.1.100-200, wählen Sie eine Adresse wie 192.168.1.2.
  • Deaktivieren Sie DHCP auf dem sekundären Router, um Konflikte mit dem Hauptrouter zu vermeiden. Diese Option finden Sie üblicherweise in den LAN- oder DHCP-Server-Einstellungen.
  • Konfigurieren Sie die WLAN-SSID und das Passwort. Sie können dieselbe SSID/dasselbe Passwort für nahtloses Roaming verwenden oder unterschiedliche, um die Netzwerke zu trennen.
  • Einstellungen speichern und neu starten.

Diese LAN-zu-LAN-Verbindung sorgt dafür, dass sich alle Geräte im selben IP-Adressbereich befinden, wodurch doppeltes NAT vermieden und die Kommunikation zwischen den lokalen Geräten vereinfacht wird. Wichtig: Verbinden Sie den WAN-Port des sekundären Routers nicht mit dem Hauptnetzwerk – das ist *nicht* erwünscht!

Router als Zugangspunkt mit derselben SSID

Hier wird es in der Praxis etwas knifflig. Wenn Sie einen zweiten Router als Access Point mit derselben SSID einrichten, sollten Ihre Geräte idealerweise reibungslos zwischen dem Haupt- und dem sekundären Netzwerk wechseln. Manchmal verhalten sie sich jedoch stur und bleiben bei einem Netzwerk, selbst wenn ein stärkeres Signal vom anderen verfügbar ist. Dies geschieht, weil manche Geräte ein Netzwerk mit stärkerem Signal bevorzugen oder aufgrund anderer Einstellungen.

Um dies zu verbessern, sollten Sie beide Router nach Möglichkeit in den Bridge-Modus versetzen oder zumindest dieselbe SSID und dasselbe Passwort verwenden. Wenn Ihnen jedoch ein nahtloses Erlebnis im ganzen Haus am Herzen liegt, könnte sich die Investition in ein Mesh-System lohnen. Mesh-Knoten erweitern nicht nur die Reichweite, sondern verwalten die Verbindungen auch intelligenter.

Wie sieht es mit Router/Modem-Kombinationen aus, die vom Internetanbieter bereitgestellt werden?

Der Umgang mit Geräten von Internetanbietern ist eine ganz andere Sache. Wenn Ihnen ein Kombigerät mit geringer Leistung zur Verfügung gestellt wurde, sollten Sie es wahrscheinlich durch Ihren eigenen, leistungsstärkeren Router ersetzen. Normalerweise bedeutet das, das Gerät des Internetanbieters in den „Bridged-Modus“ zu versetzen. Dadurch werden dessen Routing-Funktionen deaktiviert und Ihr eigener Router übernimmt die gesamte Kommunikation. Dieser Schritt hängt vom jeweiligen Internetanbieter und dessen Firmware ab – manchmal genügt ein kurzer Anruf oder die Anmeldung im Administrationsbereich.

Falls eine Netzwerkbrücke nicht möglich ist, funktioniert die Einrichtung Ihres eigenen Routers als Access Point (AP) wie oben beschrieben weiterhin. Wichtig ist dabei: Ziel ist es, doppeltes NAT zu vermeiden und die Leistung Ihrer hochwertigen Hardware optimal zu nutzen. Da die Geräte von Internetanbietern oft einfach und unhandlich sind, lohnt es sich, die Konfiguration zu optimieren.

Hoffentlich helfen Ihnen diese Tipps, die Leistung und Reichweite Ihres Routers zu optimieren – egal ob günstig oder teuer, oft kommt es einfach auf die richtige Konfiguration an. Denken Sie daran: Manchmal kann ein Firmware-Update oder ein anderes Firmware-Projekt (wie OpenWRT oder DD-WRT) zusätzliche Funktionen und mehr Flexibilität freischalten, die Ihre Original-Firmware möglicherweise nicht bietet.

Zusammenfassung

  • Prüfen Sie, ob Ihr Router in seiner Firmware den AP-Modus unterstützt.
  • Um doppeltes NAT zu vermeiden, verwenden Sie LAN-zu-LAN-Verbindungen.
  • Bei LAN-zu-LAN-Verbindungen sollten für sekundäre Router statische IP-Adressen außerhalb des DHCP-Bereichs konfiguriert werden.
  • Um die Netzwerke sauber zu halten, deaktivieren Sie DHCP auf dem sekundären Gerät.
  • Übereinstimmende SSIDs können das Roaming vereinfachen; unterschiedliche SSIDs sorgen für eine Trennung der Geräte.
  • Bei älteren oder günstigeren Routern ist Vorsicht geboten; ohne angepasste Firmware kann es vorkommen, dass sie die Bridge-Funktion nicht zuverlässig bewältigen.
  • Die Geräte des Internetanbieters können die Sache verkomplizieren, aber der Bridge-Modus oder die Einrichtung eines eigenen Routers als Access Point kann Abhilfe schaffen.

Zusammenfassung

Einen alten Router als Access Point einzurichten, ist nicht immer einfach, besonders wenn die Firmware veraltet oder einfach ist. Mit etwas Geduld und der richtigen Vorgehensweise ist es aber eine solide Möglichkeit, das Netzwerk kostengünstig zu erweitern. Manchmal reicht es schon, auf LAN-zu-LAN umzuschalten und DHCP zu deaktivieren. Ich drücke die Daumen – hoffentlich hilft das, sich etwas Kopfzerbrechen zu ersparen und das Netzwerk wieder reibungsloser laufen zu lassen.