Wie man das Flackern des Monitors effektiv behebt
Ein Monitor, der flackert oder blinkt, ist wirklich extrem nervig, besonders mitten im Spiel oder beim Serienmarathon. Es sieht aus, als würde sich das Display kurz aus- und wieder einschalten, was den Spielspaß trübt und viele Ursachen haben kann – von Problemen mit der Grafikkarte über lose Kabel bis hin zu falschen Monitoreinstellungen. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Probleme lassen sich beheben, und oft reicht es, die möglichen Fehlerquellen Schritt für Schritt auszuschließen.
Manche Probleme lassen sich schnell beheben – zum Beispiel durch das erneute Anschließen von Kabeln oder das Zurücksetzen der Treiber –, andere erfordern etwas mehr Aufwand, wie das Überprüfen der Temperaturen oder das erneute Einsetzen der Grafikkarte. Solche Dinge können manchmal etwas knifflig sein, aber nach ein paar dieser Schritte sollte das Flackern hoffentlich aufhören. Denken Sie daran: Die Ursache kann hardware- oder softwarebedingt sein – manchmal auch beides – und nicht alles ist hundertprozentig einfach. Hoffentlich erspart Ihnen das ein paar Stunden Fehlersuche und bringt Ihr Bild wieder zum Laufen.
So beheben Sie einen flackernden oder blinkenden Monitor
Kabel und Anschlüsse wieder anschließen oder vertauschen
Dies ist immer der erste Schritt, da lose oder defekte Kabel häufig die Ursache sind.Überprüfen Sie unbedingt sowohl den Monitor als auch den PC. Wechseln Sie nach Möglichkeit zu einem anderen Anschluss – beispielsweise von HDMI zu DisplayPort oder umgekehrt. Verwenden Sie ein zertifiziertes Kabel, idealerweise zwischen 1 m und 1, 5 m lang. Längere Kabel (über 2 Meter) neigen zu Signalproblemen, selbst wenn sie hochwertig sind, was zu Bildflackern führen kann. Seltsamerweise behebt ein Kabel- oder Anschlusswechsel bei manchen Konfigurationen das Flackern sofort, bei anderen hingegen nicht.
Installieren oder aktualisieren Sie den Grafiktreiber.
Veraltete oder beschädigte GPU-Treiber können fehlerhafte Signale an den Bildschirm senden und so ein Flackern verursachen. Ein Update oder eine Neuinstallation behebt viele dieser Probleme. Manchmal hilft es auch, den Treiber komplett zu entfernen, um das Problem zu beheben. Bei einem fehlerhaften Treiber kann der Bildschirm flackern oder blinken, insbesondere bei grafikintensiven Anwendungen oder Spielen.
So geht’s. Verwenden Sie am besten Display Driver Uninstaller (DDU), da dieser alles restlos entfernt:
- Download UK
- Starten Sie im sicheren Modus neu – drücken Sie die Windows + REingabetaste, geben Sie den Befehl ein
msconfig, wechseln Sie zum Reiter Start und aktivieren Sie Sicherer Start mit aktiviertem Netzwerk. Starten Sie den Computer neu. - Führen Sie DDU aus, wählen Sie Ihren GPU-Typ (AMD/NVIDIA/Intel) und klicken Sie dann auf Bereinigen und neu starten. Das System wird neu gestartet, der Treiber wird entfernt.
- Besuchen Sie nun die Website des Herstellers, um den neuesten Treiber herunterzuladen: für Intel die offizielle Intel-Website, für AMD die AMD-Treiber oder für NVIDIA die NVIDIA-Treiber.
- Laden Sie die Software herunter, installieren Sie sie und starten Sie den Computer anschließend neu. Hoffentlich hört das Flackern dann auf oder tritt seltener auf.
Übertaktungseinstellungen deaktivieren
Wenn Sie Ihre Grafikkarte oder CPU übertaktet haben, kann die zusätzliche Leistung manchmal zu Instabilität, einschließlich Bildflackern, führen. Das Deaktivieren der Übertaktung oder das Zurücksetzen auf die Standardtaktfrequenzen trägt zur Stabilisierung bei. Solche Übertaktungen neigen dazu, die Leistungs- und Wärmegrenzen zu überschreiten, was zu Bildflackern oder sogar Abstürzen führen kann.
Drücken Sie einfach die Eingabetaste Windows + R, geben Sie appwiz.cpl„Übertaktung“ ein und suchen Sie nach der Übertaktungssoftware wie MSI Afterburner, ASUS GPU Tweak oder AMD Ryzen Master. Deinstallieren Sie diese oder stellen Sie sie auf die Standardeinstellungen zurück. Bei manchen Systemen ist zum Deaktivieren der Übertaktung sogar der Aufruf des BIOS erforderlich – suchen Sie dort nach den Einstellungen „OC“ oder „Übertakten“ und stellen Sie diese auf die Standardwerte zurück.
Adaptive Bildwiederholratenfunktionen deaktivieren (Freesync / G-SYNC)
Manchmal verursachen diese ausgeklügelten adaptiven Synchronisierungsfunktionen Bildflimmern, wenn sie nicht optimal mit den Monitor- oder Spieleinstellungen harmonieren. Bei Monitoren ohne zertifiziertes FreeSync oder G-SYNC kann die Aktivierung dieser Funktionen insbesondere bei niedrigen Bildwiederholraten zu Instabilität führen.
AMD-Nutzer öffnen AMD Adrenaline: Zahnradsymbol > Registerkarte Anzeige, FreeSync deaktivieren. NVIDIA-Nutzer öffnen die NVIDIA-Systemsteuerung: Gehen Sie zu Anzeige > G-SYNC einrichten und deaktivieren Sie G-SYNC oder stellen Sie es auf Vollbildmodus ein. Beobachten Sie nach dem Deaktivieren dieser Optionen, ob das Bildschirmflimmern weiterhin besteht – dies ist eine häufige Lösung, die bei manchen Systemen das Problem behebt.
GPU-Temperatur und -Leistung prüfen
Wenn die GPU hohe Temperaturen erreicht (z. B.über 80 °C unter Last), kann sie die Leistung drosseln oder Komponenten vorübergehend abschalten, was zu Bildschirmflackern führen kann.Öffnen Sie den Task-Manager (Taste Strg+Alt+F Ctrl + Shift + Esc), wechseln Sie zum Tab Leistung und wählen Sie GPU aus, um die Temperaturen anzuzeigen, sofern Ihre GPU diese Option unterstützt. Falls die Temperaturen beim Spielen oder unter hoher Last regelmäßig ansteigen, kann die Reinigung der GPU, das Erneuern der Wärmeleitpaste oder die Verbesserung der Luftzirkulation die Überhitzung reduzieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Netzteil: Liefert es nicht genügend Leistung, insbesondere für High-End-Grafikkarten, kann dies zu Instabilität, Bildflackern oder sogar Stromausfällen führen.Überprüfen Sie das Handbuch Ihrer Grafikkarte, vergleichen Sie die empfohlene Netzteilleistung und versuchen Sie im Zweifelsfall ein leistungsstärkeres Netzteil, um diese Fehlerquelle auszuschließen.
Setzen Sie die Grafikkarte neu ein oder testen Sie sie.
Das ist zwar etwas mühsam, kann aber helfen, wenn die Grafikkarte nicht richtig sitzt oder die PCIe-Verbindung locker ist. Schalten Sie den PC aus, öffnen Sie das Gehäuse, trennen Sie alle Kabel, schrauben Sie die Grafikkarte heraus und setzen Sie sie vorsichtig in denselben oder einen anderen PCIe-Steckplatz ein. Achten Sie darauf, dass der Verriegelungsmechanismus einrastet. Schließen Sie alles wieder an und schalten Sie den PC ein. Blinkt die LED immer noch, versuchen Sie es mit einem anderen PCIe-Steckplatz – manchmal ist der Kontakt nicht optimal oder der Steckplatz hat einen Defekt.
Bei manchen Konfigurationen könnte das Problem an den Stromanschlüssen liegen – überprüfen Sie diese ebenfalls. Falls das erneute Einstecken nicht hilft und Ihr Mainboard über mehrere PCIe-Steckplätze verfügt, kann ein Tausch der Steckplätze manchmal Abhilfe schaffen. Es ist zwar ärgerlich, aber Hardware nutzt sich nun mal ab oder verstaubt.
Überprüfen Sie Ihre Monitoreinstellungen und das Netzteil.
Im Zweifelsfall kann ein Zurücksetzen des Monitors interne Fehler beheben. Verwenden Sie dazu die Menütasten des Monitors, wählen Sie Zurücksetzen oder Werkseinstellungen und bestätigen Sie. Reduzieren Sie gegebenenfalls Helligkeit oder Kontrast etwas, da Einstellungen manchmal fehlerhaft sein und ein Flimmern verursachen können.
Überprüfen Sie außerdem, ob das Netzteil oder -kabel einwandfrei funktioniert. Ein altes oder ein Netzteil eines Drittanbieters könnte die Ursache für das Bildschirmflackern sein. Befindet sich das Gerät noch in der Garantiezeit, ist ein Austausch ratsam. Ist die Garantie des Monitors abgelaufen, kann eine Reparatur vor Ort oder ein Test mit einer anderen Stromquelle Aufschluss darüber geben, ob ein Hardwaredefekt vorliegt.
Ehrlich gesagt gibt es hier keine Patentlösung – Bildschirmflackern kann viele Ursachen haben. Die meisten dieser Schritte decken aber die üblichen Verdächtigen ab. Normalerweise reicht es, Kabel, Treiber und Temperaturen zu überprüfen und Hardwarefehler auszuschließen. Gehen Sie systematisch vor, dann sollte das Flackern hoffentlich aufhören.
Zusammenfassung
- Schließen Sie Ihre Displaykabel und -anschlüsse erneut an oder tauschen Sie sie aus.
- Aktualisieren oder installieren Sie Ihre Grafiktreiber mit DDU neu.
- Deaktiviere die Übertaktungs- und Adaptive-Sync-Funktionen.
- Überprüfen Sie die GPU-Temperatur und die Leistung des Netzteils.
- Setzen Sie die Grafikkarte neu ein oder versuchen Sie es mit einem anderen PCIe-Steckplatz.
- Setzen Sie die Monitoreinstellungen zurück und überprüfen Sie die Stromkabel/Netzteile.
Zusammenfassung
Flackernde Bildschirme sind wirklich nervig, aber meistens lassen sie sich durch einfache Systemprüfungen beheben. Manchmal reicht schon ein Treiberupdate oder ein Kabeltausch – in anderen Fällen ist eine genauere Hardwareprüfung oder sogar der Austausch des Monitors nötig. Nicht entmutigen lassen; vieles ist ein Versuch-und-Irrtum-Verfahren. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden.