Wie man das Problem behebt, dass die Remotedesktopverbindung den Computer nicht findet
Beim Fernzugriff auf Ihren PC, insbesondere über Remote Desktop, können verschiedene Probleme auftreten. Manchmal ist es nur eine einfache Einstellung, die Sie vergessen haben zu aktivieren, manchmal blockiert aber auch ein Hintergrunddienst oder eine Netzwerkeinstellung die Verbindung. Falls Sie Fehlermeldungen wie „Remote Desktop kann den Computer nicht finden“ erhalten oder einfach keine Verbindung herstellen können, bietet Ihnen diese Anleitung die häufigsten Lösungsansätze. In der Regel funktioniert die Fernverbindung nach diesen Schritten zuverlässiger, oder zumindest lässt sich die Fehlerursache leichter eingrenzen.
So beheben Sie das Problem „Remotedesktop kann den Computer nicht finden“ unter Windows
Remotedesktop auf beiden Seiten aktivieren
Das klingt selbstverständlich, wird aber oft übersehen. Wenn auf Ihrem PC oder dem Remote-Rechner die Remotedesktopverbindung nicht aktiviert ist, funktioniert sie nicht. Prüfen Sie das zuerst – denn Windows-Updates setzen diese Einstellungen manchmal zurück, und das ist ärgerlich.
- Öffnen Sie das Startmenü und gehen Sie zu Einstellungen.
- Klicken Sie auf System > Remotedesktop.
- Stellen Sie sicher, dass der Schalter unter „Remotedesktop aktivieren“ auf „Ein“ steht. Spoiler: Wenn er deaktiviert ist, passiert nichts.
- Klicken Sie gegebenenfalls auf „Bestätigen“. Notieren Sie sich außerdem den dort angezeigten PC-Namen – diesen benötigen Sie für die Remote-Verbindung.
Diese Einstellung gilt sowohl für Ihre lokalen als auch für Ihre Remote-PCs. Wenn Sie die Verbindung von einem anderen Netzwerk oder über ein VPN herstellen, überprüfen Sie bitte, ob Ihre Firewall oder Ihre Netzwerkrichtlinien den RDP-Verkehr blockieren.
Stellen Sie sicher, dass die Remotedesktopdienste ordnungsgemäß funktionieren.
Bei manchen Systemkonfigurationen benötigt die Remotedesktopverbindung bestimmte Dienste, die aktiv sein müssen. Wenn diese beendet oder falsch konfiguriert sind, erhalten Sie die Fehlermeldung „Computer nicht gefunden“.So überprüfen Sie dies:
- Drücken Windows + Rund tippen Sie
services.msc, dann drücken Sie Enter. - Das Fenster „Dienste“ wird angezeigt – suchen Sie nach „Remotedesktopdienste“ und „Remotedesktopdienste-Benutzermodus-Portumleitung“.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jedes Element und wählen Sie „Eigenschaften“. Stellen Sie sicher, dass der Starttyp auf „Automatisch“ oder „Manuell“ und nicht auf „Deaktiviert“ eingestellt ist.
- Prüfen Sie, ob der Dienststatus „ Wird ausgeführt“ anzeigt. Falls nicht, klicken Sie auf „Starten“.
Profi-Tipp: Manchmal starten die Dienste nach einem Neustart nicht sofort. Ein schneller Neustart oder sogar ein manueller Neustart der Dienste kann helfen, falls Probleme auftreten.
Firewall-Einstellungen noch einmal überprüfen
Dies ist ein häufiger Fehler – die Windows-Firewall oder Sicherheitssoftware von Drittanbietern blockiert oft den RDP-Port ( 3389 ) oder die Anwendungen selbst. Stellen Sie sicher, dass der Remote-Desktop-Zugriff zugelassen ist.
- Öffnen Sie die Systemsteuerung (suchen Sie danach oder finden Sie sie im Startmenü).
- Wechseln Sie gegebenenfalls zur Ansicht „Große Symbole“ und klicken Sie dann auf „Windows Defender Firewall“.
- Klicken Sie links auf „ Eine App oder ein Feature durch die Windows Defender Firewall zulassen“.
- Klicken Sie auf Einstellungen ändern (möglicherweise benötigen Sie Administratorrechte).
- Scrollen Sie durch die Liste und aktivieren Sie sowohl die Option „Privat“ als auch „Öffentlich“ für Remote Desktop.
- Falls es fehlt, können Sie es manuell über „Andere App zulassen“ hinzufügen.
Wenn Sie ein Antivirenprogramm eines Drittanbieters verwenden, überprüfen Sie auch dessen Firewall-Einstellungen. Manchmal blockieren andere Sicherheitstools RDP-Verbindungen ohne Benachrichtigung, selbst wenn Windows dies als unbedenklich meldet.
DNS-Cache leeren – Da DNS-Probleme die Ortung des PCs beeinträchtigen können.
Verwirrend, aber manchmal führen veraltete DNS-Informationen dazu, dass die Remotedesktopverbindung den Standort des PCs nicht mehr erkennt. Das Leeren des DNS-Caches kann dieses Problem beheben.
- Drücken Sie die Eingabetaste Windows + Rund geben Sie
cmd.ein. Drücken Sie anschließend Ctrl + Shift + Enter, um das Programm als Administrator auszuführen. - Tippen
ipconfig /flushdnsund drücken Enter. - Schließen Sie die Eingabeaufforderung, wenn Sie fertig sind. Der nächste Verbindungsversuch könnte nun erfolgreich sein.
Ich weiß nicht genau warum, aber manchmal werden DNS-Caches beschädigt oder nicht mehr synchron, insbesondere nach Netzwerkänderungen oder VPN-Einrichtungen.
Überprüfen Sie die Einstellungen für die Remoteunterstützung in den Systemeigenschaften.
Es empfiehlt sich, die Remoteunterstützung zu aktivieren, insbesondere wenn Sie RDP zur Fernsteuerung verwenden. Windows deaktiviert diese Funktion manchmal standardmäßig oder nach Updates.
- Gehen Sie zu Einstellungen > System > Info.
- Klicken Sie auf Erweiterte Systemeinstellungen (dadurch werden die Systemeigenschaften geöffnet ).
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Fernbedienung“.
- Aktivieren Sie unter „Remoteunterstützung“ das Kontrollkästchen „ Remoteunterstützungsverbindungen zu diesem Computer zulassen“.
Ändern Sie die RDP-Portnummer – denn Port 3389 ist nicht immer die beste Wahl.
Der Standardport für RDP ist 3389. Wenn dieser jedoch belegt oder blockiert ist, kann ein Wechsel zu einem anderen Port Abhilfe schaffen. Seien Sie aber vorsichtig – Änderungen an der Registrierung sind nicht ungefährlich, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie tun. So geht’s:
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein
regeditund drücken Sie Enter. - Navigieren Sie zu
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Control\Terminal Server\WinStations\RDP-Tcp. - Doppelklicken Sie auf PortNumber.
- Im Dialogfeld „DWORD bearbeiten“ stellen Sie die Basis auf „Dezimal“ ein.Ändern Sie den Wert beispielsweise in 3390.
- Klicken Sie auf OK und starten Sie Ihren PC neu. Wenn Sie den Port ändern, müssen Sie ihn in Ihrem Remotedesktopclient aktualisieren.
Achtung: Ändern Sie keine anderen Registrierungswerte, es sei denn, Sie sind sich absolut sicher – Windows macht es einem manchmal unnötig schwer.
Antivirusprogramm und Windows Defender deaktivieren (vorübergehender Trick)
Manchmal sind Sicherheits-Apps übereifrig und blockieren RDP-Verbindungen. Deaktivieren Sie sie vorübergehend, um zu prüfen, ob die Verbindung funktioniert. Wenn ja, kennen Sie den Verursacher. Für Windows Defender:
- Gehen Sie zu Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Windows-Sicherheit.
- Klicken Sie auf Viren- und Bedrohungsschutz und anschließend auf Einstellungen verwalten.
- Schalten Sie den Echtzeitschutz für einen Schnelltest aus.
Wenn Sie ein Antivirenprogramm eines Drittanbieters verwenden, befolgen Sie dessen Anweisungen zur vorübergehenden Deaktivierung. Vergessen Sie nicht, anschließend alles wieder zu aktivieren – Sicherheit ist unerlässlich.
Fehlerbehebung bei der Internetverbindung
Für die Remotedesktopverbindung ist eine stabile Internetverbindung erforderlich. Führen Sie die integrierte Problembehandlung aus, falls Probleme auftreten.
- Gehen Sie zu Einstellungen > System > Problembehandlung > Andere Problembehandlungen.
- Suchen und führen Sie die Problembehandlung für Netzwerkadapter aus.
- Es wird Ihr Netzwerk anpingen und prüfen, ob Probleme den RDP-Zugriff blockieren. Je nach Ergebnis müssen Sie möglicherweise Ihr Netzwerk zurücksetzen oder das Netzwerk wechseln.
Überprüfen Sie Ihren Netzwerkprofiltyp
Wenn Ihr Netzwerk auf „Öffentlich“ eingestellt ist, blockiert Windows standardmäßig eingehende Remote-Verbindungen. Stellen Sie sicher, dass es auf „Privat“ eingestellt ist. So geht’s:
Für Windows 10
- Klicken Sie auf Einstellungen > Netzwerk & Internet > Status > Verbindungseigenschaften ändern
- Unter Netzwerkprofil auf Privat umschalten
Für Windows 11
- Gehen Sie zu Einstellungen > Netzwerk & Internet > Eigenschaften
- Netzwerkprofil auf Privat einstellen
Ziemlich ärgerlich, aber typisch Windows: kompliziert. Prüfen Sie bitte, ob Ihr Netzwerk eingehende RDP-Verbindungen aufgrund von Profileinstellungen blockiert.