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Wie man den Fehler „Datei ist zu groß für das Zieldateisystem“ effektiv behebt

Februar 12, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 12, 2026

Die Fehlermeldung „Datei zu groß für das Zieldateisystem“ kann sehr ärgerlich sein, insbesondere beim Verschieben oder Kopieren großer Dateien wie Videos, Backups oder ISO-Images. Diese Meldung erscheint, weil das Dateisystem des Laufwerks so große Dateien nicht unterstützt. Wenn Ihr Laufwerk also mit FAT32 oder dem älteren exFAT formatiert ist, können Sie keine Dateien kopieren, die größer als etwa 4 GB sind.

Glücklicherweise gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses Problem zu beheben. Die wichtigste ist die Umstellung des Dateisystems auf NTFS, das deutlich größere Dateien verarbeiten kann. Beachten Sie jedoch, dass ein Wechsel des Dateisystems in der Regel eine Formatierung des Laufwerks erfordert. Sichern Sie daher vorher unbedingt alle wichtigen Daten. Falls Sie Bedenken wegen des Datenverlusts haben, gibt es einige Tricks, um die Beschränkung zu umgehen oder zu konvertieren, ohne das Laufwerk vollständig zu löschen.

Wie lässt sich der Fehler „Datei zu groß für das Zieldateisystem“ beheben?

Sobald Sie die Ursache kennen, können Sie leichter entscheiden, was Sie zuerst versuchen sollten. Da die Beschränkung vom Dateisystem des Laufwerks abhängt, sollten wir über eine Umstellung auf NTFS sprechen, da dieses Dateisystem bei großen Dateien deutlich flexibler ist.

Dateisystem durch Formatierung ändern (Riskantiger, aber unkompliziert)

Diese Methode beinhaltet das Formatieren des Laufwerks – das heißt, alle Daten werden gelöscht. Um Datenverlust zu vermeiden, sollten Sie Ihre Dateien vorher unbedingt an einem sicheren Ort sichern. Nach der Datensicherung gehen Sie wie folgt vor:

  • Drücken Sie diese Taste Windows + E, um den Datei-Explorer zu öffnen, und navigieren Sie zu Dieser PC.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk, das Probleme bereitet, und wählen Sie Formatieren.
  • Im Formatierungsfenster wählen Sie als Dateisystem die Option NTFS. Unter Datenträgerbezeichnung können Sie dem Laufwerk bei Bedarf auch einen neuen Namen geben.
  • Um Zeit zu sparen, vergewissern Sie sich, dass Schnellformatierung aktiviert ist, und klicken Sie dann auf Start.

Dadurch werden die Daten auf der Festplatte gelöscht, aber sie werden in das NTFS-Dateisystem konvertiert, sodass Sie größere Dateien speichern können. Beachten Sie jedoch: Bei manchen Rechnern kann diese Formatierung beim ersten Mal hängen bleiben oder fehlschlagen – nach einem Neustart oder einem zweiten Versuch funktioniert es dann.

Dateisystem ändern ohne Formatierung (Weniger riskant, erfordert Kommandozeile)

Wenn Sie das Dateisystem aktualisieren möchten, ohne Daten zu verlieren, können Sie versuchen, FAT32 oder exFAT direkt in NTFS zu konvertieren. Nicht alle Laufwerke unterstützen dies, aber es ist einen Versuch wert – insbesondere, wenn Sie Ihre Dateien behalten möchten. So geht’s:

  1. Drücken Sie diese Taste Windows + R, um das Dialogfeld „Ausführen“ zu öffnen.
  2. Geben Sie den Befehl ein cmdund drücken Sie die Eingabetaste Ctrl + Shift + Enter, um die Eingabeaufforderung als Administrator auszuführen.(Möglicherweise erscheint eine Benutzerkontensteuerung – klicken Sie auf Ja.)
  3. Geben Sie in der Eingabeaufforderung Folgendes ein convert X: /fs:ntfsund drücken Sie die Eingabetaste. Ersetzen Sie X: durch den Laufwerksbuchstaben Ihres problematischen Laufwerks.

Es ist etwas undurchsichtig, aber überraschenderweise gelingt Windows die Konvertierung recht gut, ohne Ihre Daten zu löschen. Natürlich ist das nicht perfekt – bei manchen Konfigurationen können Fehler auftreten, und auf manchen Laufwerken funktioniert diese Methode gar nicht. Denn Windows muss es natürlich unnötig kompliziert machen.

Hinweis: FAT oder exFAT können nur in NTFS konvertiert werden, nicht umgekehrt. Beispielsweise ist eine Rückkonvertierung von NTFS in FAT ohne Formatierung nicht möglich.

Große Dateien komprimieren und aufteilen, um Beschränkungen zu umgehen

Manchmal ist die Datei einfach zu groß, und die Konvertierung des Laufwerks ist keine Option – insbesondere, wenn es sich um ein Laufwerk handelt, das Sie regelmäßig für andere Zwecke nutzen. Eine Alternative ist daher, sehr große Dateien zu komprimieren oder in kleinere Teile aufzuteilen. Dafür verwenden Sie Programme wie WinRAR oder 7-Zip. Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber durch das Komprimieren einer großen Datei in kleinere Teile lässt sich die Größenbeschränkung umgehen, und die Datei kann später wieder zusammengesetzt werden.

  1. Laden Sie WinRAR herunter und installieren Sie es.
  2. Öffnen Sie WinRAR und suchen Sie die Datei, die Sie verschieben oder kopieren möchten.
  3. Klicken Sie auf Hinzufügen, um die Archivoptionen zu öffnen.
  4. Unter dem Reiter Allgemein finden Sie die Option *Auf Volumes aufteilen, Größe*.Stellen Sie dort eine Größe ein, die kleiner als die Grenze des Dateisystems ist, z. B.4 GB, um FAT32 zu entsprechen.
  5. Starten Sie die Komprimierung; dadurch werden mehrere kleinere Dateien erstellt, jede unter 4 GB.
  6. Übertragen Sie diese Teile auf Ihr Ziellaufwerk und extrahieren Sie sie anschließend, indem Sie den ersten Teil (normalerweise part001 oder ähnlich genannt) öffnen und auf Extrahieren nach klicken.

Es ist nicht perfekt – man muss die Teile wieder zusammensetzen, um die Originaldatei wiederherzustellen –, aber es funktioniert deutlich besser als das Herumprobieren mit den Laufwerkseinstellungen. Bei manchen Konfigurationen kann die Komprimierung oder das Aufteilen fehlschlagen oder langsam sein, aber das ist reine Erfahrung.

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann eigene Skripte zum Aufteilen von Dateien schreiben, aber das führt schnell ins Detail. Für die meisten reicht ein Tool wie WinRAR oder 7-Zip völlig aus.