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Wie man die automatische BIOS-Wiederherstellung versteht

Februar 11, 2026 4 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

Die automatische BIOS-Wiederherstellung ist etwas ungewöhnlich, greift aber beim Systemstart ein, wenn das System Beschädigungen im BIOS-Image feststellt. Kurz gesagt: Wenn Ihr BIOS beschädigt wird – beispielsweise durch ein fehlgeschlagenes Update, einen Stromausfall oder sogar Malware –, versucht Ihr System möglicherweise, sich selbst zu reparieren, bevor es aufgibt. Der Sinn dahinter ist, Sie vor einem Totalausfall zu schützen, aber nur, wenn diese Funktion auf Ihrem System aktiviert und korrekt konfiguriert ist. Normalerweise benötigen Sie eine Sicherungskopie der BIOS-Firmware, die bereits irgendwo gespeichert ist – entweder auf der primären Festplatte, einer versteckten Partition oder einem dedizierten Firmware-Chip.

Die automatische BIOS-Wiederherstellung ist meist ein Segen, wird aber nicht von jedem System unterstützt. Manche BIOS-/Firmware-Einstellungen deaktivieren sie standardmäßig oder blockieren sie komplett. Wenn Ihr PC nach einem fehlgeschlagenen BIOS-Update nicht neu startet und keine automatische Wiederherstellung erfolgt, müssen Sie wahrscheinlich manuell vorgehen – beispielsweise durch Flashen von einem USB-Stick, Neuprogrammieren des Chips oder durch Hardware-Tricks. Unterstützt Ihr Mainboard oder Laptop die automatische Wiederherstellung gar nicht, bleibt Ihnen nur ein frustrierender Totalausfall und ein langer Weg zur Reparaturwerkstatt.

So reparieren Sie ein beschädigtes BIOS ohne automatische Wiederherstellung

Führen Sie einen Hard-Reset durch, um den eingebetteten Controller zurückzusetzen.

  • Dies hilft, seltsame Fehler zu beheben, die möglicherweise die BIOS-Wiederherstellung blockieren. Normalerweise genügt es, den Netzschalter nach dem Trennen vom Stromnetz etwa 10–15 Sekunden lang gedrückt zu halten – bei Laptops muss unter Umständen sogar der Akku entfernt werden.
  • Dadurch wird der eingebettete Controller (EC) zurückgesetzt, der Hardwarefunktionen wie die Stromversorgung steuert. Führen Sie diesen Schritt zuerst durch – er geht schnell und hat bereits bei einigen Geräten geholfen, bei denen das BIOS in einer Art Schwebezustand feststeckte.

Bei manchen Konfigurationen versucht das System beim nächsten Start möglicherweise, sich wiederherzustellen. Das kann funktionieren, muss aber nicht – ein Versuch kostet nichts. Bei einigen Laptops kann auch ein CMOS-Reset (durch Überbrücken der CMOS-Pins oder kurzzeitiges Entfernen der CMOS-Batterie) die BIOS-Fehler so weit beheben, dass der Wiederherstellungsprozess gestartet werden kann.

CMOS-Speicher löschen oder CMOS-Batterie wieder einsetzen

  • Suchen Sie den CMOS-Jumper oder entfernen Sie die CMOS-Batterie auf Ihrem Mainboard. Die Vorgehensweise kann variieren, aber üblicherweise geht es darum, die kleine Knopfzelle zu finden, sie für einige Minuten zu entfernen und anschließend wieder einzusetzen. Dadurch werden die BIOS-Einstellungen auf die Standardwerte zurückgesetzt und manchmal beschädigte BIOS-Images gelöscht.
  • Bei Laptops sollte man im Handbuch oder in den Servicehandbüchern nachsehen – manchmal ist es zwar etwas mühsam, aber theoretisch lässt sich das Problem oft ganz einfach beheben.

Rechnen Sie damit, dass BIOS-Anpassungen verloren gehen, aber das System könnte dadurch ausreichend vorbereitet sein, um die BIOS-Wiederherstellung erneut zu versuchen. Erwarten Sie jedoch keine Wunder, wenn die Hardware tatsächlich defekt ist.

Verwenden Sie einen BIOS-Wiederherstellungs-USB-Stick oder eine Tastenkombination

  • Bei einer Konfiguration funktionierte es, bei einer anderen eher weniger. Schauen Sie aber in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts nach, welche Tastenkombinationen beim Einschalten nötig sind – manchmal aktiviert das Gedrückthalten von Strg + Pos1 oder einer anderen Sequenz den Wiederherstellungsmodus.
  • Sie können auch einen BIOS-Wiederherstellungs-USB-Stick erstellen. Wie? Laden Sie die neueste BIOS-Firmware von der Website Ihres Herstellers herunter, formatieren Sie einen USB-Stick als FAT32 und kopieren Sie die BIOS-Update-Dateien darauf. Schließen Sie anschließend den USB-Stick an, schalten Sie den Computer ein und prüfen Sie, ob das BIOS die Wiederherstellungsdateien automatisch erkennt. Einige OEMs bieten spezielle Wiederherstellungsverfahren an (z. B.ASUS USB BIOS Flashback oder Dell USB BIOS Flash).Diese bestehen in der Regel darin, den USB-Stick anzuschließen, einen Knopf zu drücken und einige Minuten zu warten, bis das BIOS aktualisiert ist.

Profi-Tipp: Prüfen Sie unbedingt, welche Funktionen Ihr Gerät unterstützt, bevor Sie irgendwelche Maßnahmen ergreifen. Manche Mainboards oder Laptops reagieren nur auf die jeweilige Wiederherstellungsmethode. Falls keine Option angezeigt wird, sollten Sie ein BIOS-Update per Flashback oder sogar eine Hardware-Programmierung in Betracht ziehen.

BIOS neu flashen oder einen Programmierer verwenden

  • Wenn alle anderen Versuche fehlschlagen und der PC nicht mehr startet, kann das direkte Neuflashen des BIOS-Chips mit einem BIOS-Programmiergerät die einzige Lösung sein. Nicht jeder ist damit vertraut, aber in manchen Fällen ist es der letzte Ausweg. Zum Austausch des Chips benötigen Sie ein Programmiergerät, einen BIOS-Chip-Sockel und Lötkenntnisse.
  • Wenn Sie vermuten, dass das BIOS endgültig defekt ist und Ihr Mainboard noch zu retten ist, suchen Sie nach einem Service, der den EEPROM-Chip neu programmieren oder austauschen kann. Oder, falls Sie technisch versiert sind und über die nötige Ausrüstung verfügen, können Sie es selbst versuchen – gehen Sie dabei aber äußerst vorsichtig vor.

Das ist ziemlich komplex, und Fehler können das Mainboard beschädigen. Ziehen Sie daher im Zweifelsfall professionelle Hilfe in Betracht. Bei Desktop-PCs haben Sie oft mehr Möglichkeiten, wie z. B.den Chip auszutauschen oder ein spezielles Flash-Gerät zu verwenden.

Wenn Sie sich eingehender mit BIOS-Wiederherstellungstechniken befassen möchten, konsultieren Sie die entsprechenden Ressourcen oder offiziellen Handbücher Ihres Geräteherstellers. Manchmal stellen diese sogar spezielle Wiederherstellungsabbilder oder Flash-Tools zur Verfügung, die Sie verwenden müssen.