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Wie man die Virtualisierungstechnologie im BIOS aktiviert

Februar 14, 2026 3 Minuten Lesezeit Updated: Februar 14, 2026

Wer schon einmal eine virtuelle Maschine mit mehreren Kernen betrieben oder Fehlermeldungen wie „VT-x ist deaktiviert“ erhalten hat, kennt das Problem: Die hardwaregestützte Virtualisierung im BIOS muss aktiviert werden. Manchmal hat man das Gefühl, Windows und das Mainboard machen die Sache unnötig kompliziert. Die Aktivierung dieser Funktion ist ganz einfach: Man muss nur im BIOS/UEFI die entsprechende Einstellung finden und sie einschalten. Das Ergebnis? Die VM läuft flüssiger und Fehlermeldungen verschwinden. Eine kleine Änderung mit großer Wirkung, insbesondere bei der Verwendung von Hypervisoren wie VMware, VirtualBox oder Hyper-V.

Wie man die Virtualisierung im BIOS/UEFI aktiviert

Rufen Sie die BIOS- oder UEFI-Einstellungen auf.

Der erste Schritt besteht darin, ins BIOS oder UEFI-Firmware Ihres Systems zu gelangen. Normalerweise blinkt beim Start die BIOS-Taste auf dem Bildschirm – je nach Mainboard- oder Laptop-Marke kann dies beispielsweise „Entf“, „F2“, „F10“ oder eine andere Taste sein. Falls Sie sich nicht sicher sind, hilft Ihnen die folgende Tabelle weiter:

  • Bei den meisten Desktop-Computern: Entf oder F2
  • Bei vielen Laptops: F2, F10, Esc oder eine herstellerspezifische Taste

Starten Sie den Computer neu und drücken Sie die Taste so lange, bis das BIOS/UEFI-Menü erscheint. Falls das nicht funktioniert, schauen Sie im Handbuch Ihres Geräts oder in der Dokumentation Ihres Mainboards nach. Manchmal ist die Taste nicht sofort ersichtlich, insbesondere bei markenspezifischen Laptops.

Erweiterten Modus suchen und aktivieren

Die meisten BIOS-Einstellungen starten in einem vereinfachten Modus, der die benötigten erweiterten Einstellungen ausblendet. Um die Virtualisierung zu finden, müssen Sie in den erweiterten Modus wechseln.

  • Drücken Sie die auf dem Bildschirm angezeigte Taste (z. B.F7 bei MSI-Mainboards).Ich habe gesehen, dass ASUS F9 oder F10 verwendet.
  • Suchen Sie nach einer Registerkarte oder einem Abschnitt mit der Bezeichnung „Erweiterte CPU-Konfiguration“ oder etwas Ähnlichem.
  • Dort finden Sie die Virtualisierungseinstellungen. Bei AMD-Systemen heißt diese oft SVM. Bei Intel-Mainboards ist sie als VT-x oder Intel Virtualization Technology zu finden.

Probleme? Die genauen Menüpfade finden Sie in der Regel im Handbuch des Motherboards oder des Systems. Manchmal sind diese Optionen unter den CPU-Funktionen oder im Sicherheitsmenü versteckt.

Virtualisierungseinstellung aktivieren und speichern

Sobald Sie die Option für die Virtualisierung gefunden haben, aktivieren Sie sie. Vergessen Sie anschließend nicht, Ihre Änderungen zu speichern. In den meisten BIOS-Menüs geschieht dies durch Drücken von F10 oder durch Auswahl von „Speichern und Beenden“.Bei manchen Systemen befindet sich die Option unter einem separaten Reiter „Speichern und Beenden“, oder Sie drücken einfach die entsprechende Taste, Ctrl + Ssofern dies unterstützt wird. Stellen Sie sicher, dass die Änderungen vor dem Neustart übernommen werden.

Und falls verfügbar, können Sie auch Funktionen wie PCIe-Passthrough aktivieren, bei Intel VT-d und bei AMD IOMMU genannt. Das ist praktisch, um Hardware direkt an virtuelle Maschinen durchzureichen, aber das ist ein anderes Thema.

Hinweis: Bei manchen Mainboards ist die Virtualisierung standardmäßig deaktiviert oder versteckt, insbesondere bei Laptops mit proprietärem BIOS. Falls die Option nicht angezeigt wird, ist möglicherweise ein BIOS-Update erforderlich. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an den Support des Herstellers.

Überprüfen Sie, ob die Virtualisierung in Windows aktiviert ist.

Nachdem Sie das BIOS verlassen haben, starten Sie Windows neu. Um zu überprüfen, ob die Funktion tatsächlich aktiviert ist, gibt es einige schnelle Möglichkeiten:

  • Öffnen Sie den Task-ManagerCtrl + Shift + Esc. Wechseln Sie zum Tab „Leistung“ und klicken Sie dann auf „CPU“. Suchen Sie nach der Zeile „Virtualisierung“. Wenn dort „Aktiviert“ steht, ist alles in Ordnung.
  • Nutzen Sie Tools wie CPU-Z, die Befehlsflags anzeigen können. Prüfen Sie im Abschnitt „CPU-Funktionen“ auf VT-x oder AMD-V. Manchmal liefern diese Tools ein klareres Bild als der Task-Manager.
  • Oder versuchen Sie einfach, eine VM zu starten. Wenn diese ohne Fehlermeldungen über deaktivierte Virtualisierung startet, ist alles eingerichtet.

Meiner Erfahrung nach funktioniert die Virtualisierungsanzeige im Task-Manager auf manchen Rechnern nach BIOS-Änderungen nicht richtig.Überprüfen Sie daher mit CPU-Z, ob etwas nicht stimmt.

Von hier aus können Sie mit Hypervisoren und VM-Setups experimentieren oder sich sogar mit verschachtelter Virtualisierung auseinandersetzen, falls Sie daran interessiert sind. Sollten Sie noch nicht weiterkommen, gibt es zahlreiche Einsteigeranleitungen für VMware, VirtualBox, Hyper-V und andere Systeme. Zunächst müssen Sie lediglich die Virtualisierung aktivieren.