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Wie man ein digitales Multimeter richtig benutzt: Eine Anleitung für Anfänger

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, haben Sie sich vielleicht gerade ein Digitalmultimeter gekauft oder ein altes wiederentdeckt und sind sich nicht ganz sicher, wie Sie genaue Messwerte erhalten oder gar Schäden vermeiden. Es mag seltsam klingen, aber die Wahrheit ist: Wenn Sie wissen, wie Sie mit den verschiedenen Teilen und Funktionen eines DMM umgehen, können Sie sich viel Ärger – oder Schlimmeres – ersparen. Dieser Leitfaden ist zwar nicht perfekt, enthält aber einige praktische Tipps und Tricks, die Ihnen helfen, die vielen Knöpfe und Anschlüsse zu verstehen, insbesondere wenn Sie Dinge wie Spannung, Widerstand oder Durchgangsprüfung in einem Stromkreis messen müssen. Ob Sie nun ein altes Radio reparieren oder einfach nur prüfen, ob Ihre Batterien noch gut sind: Wenn Sie diese Grundlagen verstehen, wird alles viel weniger nervenaufreibend und Sie vermeiden versehentliche Sicherungen oder Stromschläge. Mit Sicherheitshinweisen, praktischen Schritten und ein bisschen Frust sollten Sie sich mit dem Gerät vertraut machen, ohne dass es zu kompliziert wird.

So verwenden Sie ein digitales Multimeter – Praktische Tipps und Tricks

Lösung 1: Kennen Sie Ihre Teile und Einstellungen

Das klingt vielleicht banal, ist aber grundlegend. Die meisten Digitalmultimeter haben ein Display, einen Drehschalter (den großen Drehknopf) und mehrere Eingangsbuchsen. Das Display (heutzutage meist hintergrundbeleuchtet) zeigt den Messwert an – ganz einfach, oder? Mit dem Drehknopf können Sie zwischen Wechselspannung (~-Symbol), Gleichspannung (⎓), Widerstand (Ω), Stromstärke (A, mA) und weiteren Messbereichen umschalten. An die Eingangsbuchsen werden die Messspitzen angeschlossen. Diese sind typischerweise mit COM für Masse/Minus und VΩmA oder A für Plus/Messung beschriftet. Einige High-End-Modelle verfügen sogar über zusätzliche Tasten für Datenhaltefunktion, Maximal-/Minimalwert, automatischen/manuellen Messbereich und Temperaturanzeige. Wenn Sie die Funktion der einzelnen Teile verstehen und den richtigen Anschluss und Messbereich auswählen, vermeiden Sie Schäden am Messgerät oder falsche Messwerte.

Lösung 2: Sicherheit geht vor – Überprüfen Sie Ihr Handbuch und Ihre Einstellungen

Wenn Ihrem Multimeter eine Bedienungsanleitung beiliegt, sollten Sie diese so schnell wie möglich überfliegen. Das ist nicht nur eine Formalität; Sie müssen verstehen, welche Belastung Ihr Gerät verträgt. Die IEC-Klassifizierung (Kategorien I–IV) gibt beispielsweise an, wie hoch die Spannung sein darf, die Ihr Messgerät sicher messen kann. Eine zu hohe Spannung oder ein zu hoher Strom in der falschen Einstellung können die internen Schaltkreise beschädigen oder, schlimmer noch, Ihnen einen Stromschlag verursachen.Überprüfen Sie außerdem die Eingangsanschlüsse – verwenden Sie die richtigen für Ihre Messung? Beginnen Sie immer mit dem höchsten Messbereich und reduzieren Sie diesen dann schrittweise; das ist sicherer und schont das Gerät. Vergessen Sie nicht, Ihr Multimeter auszuschalten oder die Messspitzen zu trennen, wenn Sie mit der Messung fertig sind, insbesondere bevor Sie das Gehäuse öffnen. Sie wollen schließlich keinen Stromschlag bekommen, nur weil das Messgerät im Stromkreis angeschlossen war oder Teile noch unter Spannung stehen.

Lösung 3: Spannungsmessung – Die schnelle und einfache Methode

  • Stecken Sie die schwarze Sonde in COM.
  • Schließen Sie die rote Messspitze an VΩmA oder ein entsprechendes Netzteil an.
  • Stellen Sie den Drehknopf auf die richtige Spannungsart ein: Wechselstrom (~ Symbol) für Netzspannung oder Gleichstrom (⎓) für Batteriespannung.
  • Wählen Sie zunächst einen höheren Messbereich als erwartet – beispielsweise 750 V bei einer 230-V-Versorgung. Eine zu niedrige Einstellung kann natürlich die Sicherung Ihres Messgeräts durchbrennen lassen.
  • Halten Sie die Messspitzen vorsichtig, schwarz an Masse/Neutralleiter, rot an Phase oder den zu messenden Punkt. Berühren Sie die Metallspitzen nicht direkt – Sicherheit geht vor.
  • Lesen Sie den angezeigten Wert ab – er sollte in etwa Ihrer Netzspannung entsprechen, also ungefähr 1, 5 V, wenn Sie eine AA-Zelle testen.
  • Nach Gebrauch das Messgerät ausschalten oder zuerst die Sonden abklemmen und anschließend sicher verstauen.

Profi-Tipp: Bei manchen Konfigurationen kann die Massespannung aufgrund von Verkabelungsproblemen abweichen. Keine Panik also, wenn die Messwerte ungewöhnlich erscheinen.Überprüfen Sie einfach Ihre Anschlüsse.

Reparatur 4: Widerstand und Durchgang – Prüfen, ob ein Stromkreis defekt ist

  • Stellen Sie den Drehknopf auf Ω für Widerstand oder auf das Durchgangssymbol (Diode + Schallwelle).
  • Schwarz an COM, Rot an VΩmA anschließen.
  • Berühren Sie mit einer Messspitze jedes Ende eines Widerstands oder Drahtes. Der angezeigte Widerstandswert sollte dem Farbcode entsprechen oder sehr nahe daran liegen. Bei Durchgangsprüfung hören Sie einen Piepton oder sehen einen Wert von 0 Ω oder einen Wert nahe 0 Ω.
  • Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung des Stromkreises ausgeschaltet ist – beim Messen des Widerstands darf keine Spannung angelegt werden.

Hinweis: Bei hohem Widerstand müssen Sie möglicherweise einen höheren Ω-Bereich wählen. Bei manchen Messgeräten bedeutet die Anzeige „OL“ oder „1“, dass der Widerstand zu hoch ist oder ein offener Stromkreis vorliegt.

Tipp 5: Digitalmultimeter und Strommessung – Vermeiden Sie tödliche Fehler

  • Schwarze Messspitze an COM anschließen, rote Messspitze je nach erwarteter Stromstärke an den 10A- oder mA -Anschluss.
  • Drehen Sie den Drehknopf auf Gleichstrom (A). Normalerweise werden kleine Ströme (weniger als 200 mA) an den mA- Anschluss angeschlossen; höhere Ströme werden an den 10A-Anschluss angeschlossen.
  • Unterbrechen Sie den Stromkreis (trennen Sie den Pluspol), dann schließen Sie das Multimeter in Reihe an – rote Messspitze an den Pluspol der Stromquelle, schwarze Messspitze an die Lastseite.
  • Schalten Sie den Stromkreis ein – die LED sollte leuchten, und das Display zeigt den Stromfluss an.
  • Denken Sie daran, Ihr Messgerät nach der Messung auszuschalten und die Messspitzen abzuklemmen. Lassen Sie es nicht angeschlossen – es könnte ein Kurzschluss entstehen.

Kurz gesagt: Strommessungen in Stromkreisen sind knifflig. Achten Sie immer darauf, den richtigen Anschluss zu verwenden und messen Sie niemals mehr als den Nennstrom. Ich habe schon erlebt, wie Messgeräte durch unüberlegte Messungen Sicherungen durchgebrannt haben – seien Sie also vorsichtig.

Reparatur 6: Testen von Transistoren und anderen Bauteilen

Die hFE-Prüfung eines Transistors ist nicht immer präzise, ​​hilft aber, die Funktionsfähigkeit des Bauteils zu überprüfen. Stecken Sie den Transistor in die hFE-Buchse, nachdem Sie den Drehknopf entsprechend eingestellt haben. Basis (B), Kollektor (C) und Emitter (E) gehören in die entsprechenden Öffnungen. Zeigt die Anzeige keinen Wert oder Null an, drehen Sie den Transistor um. Die Bedienungsanleitung oder Markierungen helfen in der Regel bei der Bestimmung der korrekten Ausrichtung. Es erfordert etwas Geduld und Ausprobieren, aber so finden Sie heraus, ob der Transistor funktioniert.

Fix 7: Spezielle Messungen – Frequenz, Temperatur, Rechteckwellen

Manche Multimeter können Frequenz oder Temperatur direkt messen. Für die Temperaturmessung benötigen Sie einen Sensor oder ein Thermoelement. Stellen Sie den Drehknopf auf den richtigen Modus ein und halten Sie die Messspitze an das Heizelement oder die Umgebung. Die Frequenzmessung ist unkompliziert, sofern Ihr Gerät dies unterstützt: Stellen Sie den Schalter auf Hz, schließen Sie die Messleitungen an und lesen Sie den Wert ab, oft direkt auf einem separaten Display. Beachten Sie: Bei günstigeren Geräten sind diese Funktionen möglicherweise eingeschränkt oder erfordern zusätzliches Zubehör. Lesen Sie die Bedienungsanleitung – denn jeder Hersteller verwendet seine eigenen Bezeichnungen.

Zusammenfassung

Wer diese Bauteile und Methoden versteht, kann korrekte Messwerte erhalten und Unfälle oder Beschädigungen seiner Ausrüstung vermeiden. Es geht darum, das Werkzeug mit Respekt zu behandeln und zu wissen, wann etwas sicher und wann gefährlich ist. Nicht alles muss perfekt sein, aber ein wenig Vorsicht schadet nie. Vor allem aber erleichtert es die Fehlersuche erheblich, das Multimeter griffbereit zu haben und die verschiedenen Messmodi bedienen zu können.

Zusammenfassung

  • Machen Sie sich mit Display, Wählscheibe und Anschlüssen vertraut – das ist Ihr A und O.
  • Um Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie immer mit hohen Werten beginnen.
  • Beachten Sie die Sicherheitshinweise, insbesondere in unter Spannung stehenden Stromkreisen.
  • Üben Sie an defekten Bauteilen, bevor Sie an funktionsfähigen Geräten arbeiten.
  • Lesen Sie das Handbuch – nicht alles ist so einfach, wie es aussieht.

Ich drücke die Daumen, dass es hilft.