Wie man eine Flüssigkeitskühlung für die CPU effektiv installiert
Der Einbau einer Flüssigkeitskühlung für die CPU ist nicht ganz so einfach, vor allem, wenn man das noch nie gemacht hat. Manchmal fühlt es sich an, als würde man in einem engen Raum mit winzigen Teilen hantieren, und wenn man einen oder zwei Schritte auslässt, kann die ganze Sache schnell schiefgehen. Aber ehrlich gesagt, wenn man den Dreh erst einmal raus hat, ist es gar nicht so schwer – und die Kühlleistung? Die ist die Mühe absolut wert. Außerdem kann eine gute Flüssigkeitskühlung verhindern, dass hochgetaktete CPUs überhitzen oder, schlimmer noch, dabei durchbrennen. Hier gibt es ein paar detailliertere Informationen, die den Einbau erleichtern und vielleicht einige Unklarheiten beseitigen.
Wie man eine Flüssigkeitskühlung für die CPU richtig installiert
Alles vorbereiten, bevor man eintaucht
Als Erstes sollten Sie unbedingt prüfen, ob Ihr Gehäuse die gewählte AIO-Wasserkühlung aufnehmen kann. Manche kleinere Gehäuse bieten nicht genug Platz für größere Radiatoren, insbesondere für 360-mm-Modelle. Beachten Sie die Herstellerangaben (meist unter „ Unterstützte Radiatorgrößen “ oder Ähnliches).Halten Sie außerdem Ihr Werkzeug bereit: Schraubendreher, Wärmeleitpaste (falls nicht bereits aufgetragen) und eventuell Alkoholtücher zum Entfernen alter Wärmeleitpaste vom CPU-Heatspreader (IHS).Es empfiehlt sich, alle Komponenten vorab bereitzulegen, damit Sie nicht mittendrin in Hektik geraten, weil Sie eine winzige Schraube nicht finden.
Vergessen Sie nicht, alle Komponenten zu entfernen, die Ihren Arbeitsbereich blockieren könnten – Grafikkarte, Arbeitsspeicher oder PCIe-Karten –, damit Sie problemlos an den CPU-Sockel gelangen. Diese kleine Vorbereitung macht einen großen Unterschied.
Montieren Sie die Rückplatte und sichern Sie sich selbst.
Dieser Schritt bereitet manchen Schwierigkeiten, aber im Grunde geht es nur darum, die Backplate an den Befestigungslöchern um den CPU-Sockel auszurichten. Einige AIO-Wasserkühlungen werden mit einer Montagehalterung geliefert, bei der die Befestigungsschrauben bereits vormontiert sind, was die Montage vereinfacht. Befindet sich das Mainboard im Gehäuse, muss es möglicherweise ausgebaut werden, um alles korrekt auszurichten – denn in manchen Konfigurationen lässt sich die Backplate mit eingebautem Mainboard nicht ohne Weiteres montieren.
Richten Sie die Rückplatte an den Schraubenlöchern aus – einige Mainboard-Hersteller bieten hierfür eine Aussparung in der I/O-Blende oder der Seitenwand an. Ziehen Sie die Befestigungsschrauben zunächst nur locker an, um die Position feinjustieren zu können. Die Schrauben sollten fest sitzen, aber ziehen Sie sie nicht sofort zu fest an – eventuell sind Nachjustierungen nötig.
Lüfter und Kühler anbringen
Die Lüfter sitzen auf dem Radiator, den Sie an der gewünschten Stelle montieren können – ambitionierte Übertakter platzieren ihn je nach Luftstrom oben oder vorne. Normalerweise sollten die Lüfter im Push-Modus (Luft wird ins Gehäuse geblasen) ausgerichtet sein, aber überprüfen Sie die Pfeile auf Ihrem Lüfter oder die Bedienungsanleitung. Achten Sie einfach darauf, dass der Luftstrom sinnvoll ist – warme Luft raus, kühle Luft rein usw.
Führen Sie die Befestigungsschrauben des Radiators durch den Lüfter und dann in das Gehäuse. Ziehen Sie die Schrauben nicht sofort fest; richten Sie zunächst alles aus und ziehen Sie sie dann rundherum fest. Bei manchen Konfigurationen ist die Montage des Radiators oben im Gehäuse einfacher, da Sie ihn vor dem Einbau des Mainboards montieren können – das spart Zeit und Mühe.
Montieren Sie den Wasserkühler auf Ihrer CPU.
Das ist der knifflige Teil – die exakte Ausrichtung des Wasserkühlers auf den CPU-Sockel ist entscheidend. Entfernen Sie alte Wärmeleitpaste, falls Sie einen Luftkühler ersetzen. Tragen Sie anschließend neue Paste auf, wenn Ihr Kühler keine voraufgetragene Wärmeleitpaste besitzt oder Sie Ihre eigene verwenden möchten (beides funktioniert einwandfrei).Geben Sie gegebenenfalls einen erbsengroßen Klecks Wärmeleitpaste in die Mitte der CPU.
Richten Sie die Montagehalterung für den Wasserkühler aus. Dazu schieben Sie in der Regel die Befestigungsschrauben oder -clips durch die Löcher der Rückplatte. Achten Sie darauf, dass der Wasserkühler bündig und waagerecht auf dem Heatspreader (IHS) der CPU aufliegt. Manchmal hilft es, die Position leicht anzupassen, um einen besseren Kontakt zu erzielen. Schrauben Sie die Halterung vorsichtig fest, indem Sie zuerst die Rändelschrauben und anschließend einen Schraubendreher verwenden. Ziehen Sie die Schrauben nicht zu fest an – die CPU soll nicht beschädigt werden.
Alles anschließen – Kabel, Lüfter, Stromversorgung
Schließen Sie die Lüfterkabel an den CPU-Lüfteranschluss oder die dedizierten Radiatorlüfteranschlüsse an. Falls Ihr Kühler über RGB-Beleuchtung verfügt, schließen Sie diese ebenfalls an – Reihenschaltung ist hier üblich. Verbinden Sie anschließend das Stromkabel der AIO-Wasserkühlung (in der Regel SATA für die Stromversorgung oder einen separaten Pumpenanschluss).Achten Sie auf ein ordentliches Kabelmanagement – dies verbessert den Luftstrom deutlich und erleichtert zukünftige Aufrüstungen.
Überprüfen Sie vor dem Einschalten alle Schrauben und Anschlüsse. Es wäre ärgerlich, wenn sich der Radiator löst oder die Pumpe wegen eines losen Kabels nicht läuft. Schalten Sie das Gerät anschließend ein und behalten Sie die Temperaturen im Auge. Anfangs empfiehlt sich ein kurzer Stresstest wie Prime95 oder Cinebench, um die einwandfreie Funktion zu überprüfen.
Der Einbau einer Wasserkühlung ist etwas knifflig, da wenige Schritte die Kühlleistung und die Geräuschentwicklung des Systems entscheidend beeinflussen können. Mit Geduld und Sorgfalt kommt es aber hauptsächlich darauf an, die richtige Reihenfolge einzuhalten, nicht auf Gewalt. Das Ergebnis – bessere Kühlung und ein aufgeräumteres Erscheinungsbild – ist die Mühe absolut wert.
Zusammenfassung
- Prüfen Sie, ob Ihr Gehäuse zur Größe des Radiators passt.
- Bereiten Sie Ihren Arbeitsplatz und Ihre Werkzeuge vor.
- Montieren Sie die Rückplatte und die Befestigungsschrauben.
- Montieren Sie den Heizkörper an Ihrem bevorzugten Ort
- Befestigen Sie den Wasserkühler mit Wärmeleitpaste.
- Lüfter, RGB-Beleuchtung und Stromkabel anschließen
- Testen Sie es, bevor Sie alles zusammenbauen.
Zusammenfassung
Letztendlich kommt es auf Geduld und Genauigkeit an. Sobald alles angeschlossen und betriebsbereit ist, werden Sie hoffentlich feststellen, dass Ihre CPU kühler, leiser und vielleicht sogar etwas besser läuft. Kein thermisches Throttling mehr, zumindest vorerst. Der Vorgang mag anfangs etwas kompliziert erscheinen, ist aber machbar – gehen Sie die Schritte einfach sorgfältig durch und überprüfen Sie die Montage doppelt. Hoffentlich trägt dies dazu bei, dass Ihr System kühl bleibt und Sie nicht den Verstand verlieren.