Wie man eine hohe CPU-Auslastung effektiv reduziert
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Ihre CPU-Auslastung fast 100 % beträgt, obwohl alles reibungslos läuft? Manchmal sind die CPU-intensiven Programme offensichtlich – wie ein Spiel oder eine Rendering-Anwendung –, aber oft schleichen sich Hintergrundprozesse oder Schadsoftware unbemerkt ein. Den Übeltäter zu finden, ist nicht immer einfach, besonders wenn man nicht gewohnt ist, den Task-Manager oder Ressourcenmonitor zu nutzen. Doch wer weiß, wie man diese Prozesse im Auge behält, kann verhindern, dass das System langsamer wird oder überhitzt. Und falls Sie auf den Bug mit der hohen CPU-Auslastung stoßen, können diese Tipps helfen, die Last zu reduzieren, ohne dass eine Neuinstallation des Betriebssystems oder ein Hardware-Upgrade nötig ist.
Warum ist meine CPU-Auslastung so hoch?
Wenn Ihre CPU ständig voll ausgelastet ist, liegt das oft daran, dass ein Programm oder Prozess deutlich mehr Ressourcen beansprucht als nötig. Manchmal ist das normal – zum Beispiel beim Spielen oder Bearbeiten von Videos –, aber wenn die Auslastung beim Surfen im Internet oder bei einfachen Aufgaben konstant bei 100 % liegt, ist das verdächtig. Es könnte sich um Malware, einen fehlerhaften Prozess oder einfach um eine Vielzahl von Hintergrundanwendungen handeln. Manchmal hilft ein Neustart des PCs, diese Prozesse vorübergehend zu beenden. Wenn das Problem jedoch anhält, sollten Sie der Sache genauer auf den Grund gehen.
So überprüfen Sie die CPU-Auslastung in Windows
Um zu sehen, welche Programme und Dienste die CPU-Auslastung erhöhen, drücken Sie Strg+Alt+Entf und klicken Sie auf den Task-Manager. So erhalten Sie eine schnelle Übersicht. Falls nur wenige Details angezeigt werden, suchen Sie nach der Schaltfläche „Mehr Details“ – manchmal ein kleiner Schalter am unteren Rand. Im ersten Tab „Prozesse“ werden alle laufenden Programme und Dienste angezeigt. Die Spalte „CPU-Auslastung“ befindet sich direkt daneben und ändert ständig ihre Werte. Durch Sortieren nach dieser Spalte können Sie die Programme und Dienste mit der höchsten CPU-Auslastung identifizieren.
Es ist etwas seltsam, aber bei manchen Systemen schnellen die Werte innerhalb von Sekunden in die Höhe und fallen dann wieder ab – keine Panik. Auf einigen PCs hingegen liegt die Auslastung *ständig* bei 90–100 %, selbst im Leerlauf. Dann sollten Sie mit der Fehlersuche beginnen. Verwenden Sie den Pfeil neben der CPU-Gesamtauslastung in Prozent, um die Prozesse von der höchsten zur niedrigsten Auslastung zu sortieren – oft ist es ein einzelnes Programm oder ein Hintergrunddienst, der ohne ersichtlichen Grund die gesamte Ressourcen beansprucht.
So senken Sie die CPU-Auslastung
Ganz ehrlich, man muss es nicht kompliziert machen – meistens reicht es, unnötige Programme zu schließen und ein paar Aufräumarbeiten durchzuführen. Falls Ihre CPU ohne ersichtlichen Grund überlastet ist, helfen diese Schritte oft.
Finden Sie heraus, was diese ganze Nutzung verursacht.
Zuerst sollten Sie herausfinden, welche Prozesse die CPU stark beanspruchen. Der Task-Manager ist hierfür Ihr bester Helfer – achten Sie auf die Prozesse mit der höchsten CPU-Auslastung. Wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt oder ein Prozess übermäßig viel CPU-Leistung verbraucht, sollten Sie diesen genauer untersuchen. Manchmal verstecken sich Schadsoftware oder Viren hinter Prozessen mit zufälligen Namen. Daher ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, einen vollständigen Systemscan mit Windows Defender oder Ihrem bevorzugten Antivirenprogramm durchzuführen.
Bei manchen Maschinen schlägt dies beim ersten Mal fehl oder erfordert einen Neustart, um das Problem zu beheben, aber durch systematisches Überprüfen der Dinge wird der Übeltäter oft aufgedeckt.
CPU-intensive Apps und Hintergrundprozesse schließen
Wenn Sie beispielsweise einen Browser mit zehn geöffneten Tabs, ein Spiel und einige Hintergrundanwendungen gleichzeitig nutzen, ist es kein Wunder, dass Ihre CPU stark ausgelastet ist. Schließen Sie alle Programme, die Sie gerade nicht benötigen – insbesondere ressourcenintensive Anwendungen. Im Task-Manager können Sie mit der rechten Maustaste auf einen Prozess klicken und „Task beenden“ auswählen. Seien Sie dabei jedoch vorsichtig: Einige Prozesse sind für Windows unerlässlich. Beenden Sie daher nur die eindeutig unnötigen.
Dies gilt insbesondere, wenn Ihre CPU-Auslastung aufgrund eines fehlerhaften Prozesses konstant bei 100 % liegt. Bei manchen Systemen hilft dies sofort, bei anderen ist ein Neustart oder mehrere Versuche nötig.
Autostartprogramme deaktivieren
Viele Apps starten beim Hochfahren automatisch, und diese Hintergrundprozesse können sich mit der Zeit summieren.Öffnen Sie den Task-Manager und dann den Tab „Autostart“. Deaktivieren Sie alle Prozesse, die Sie nicht täglich benötigen. Das ist zwar keine große Lösung, reduziert aber mit der Zeit die Systemlast, insbesondere direkt nach dem Start.
So verhindern Sie, dass unnötige Apps direkt nach dem Windows-Start Rechenleistung verbrauchen. Weniger Auslastung bedeutet weniger Wärmeentwicklung, weniger Lärm und hoffentlich ein flüssigeres Nutzungserlebnis.
Führen Sie einen Malware- und Virencheck durch.
Wenn die CPU-Auslastung dauerhaft hoch ist und Sie Ihre normalen Prozesse bereits überprüft haben, könnte Schadsoftware die Ursache sein. Verwenden Sie ein zuverlässiges Antivirenprogramm – Windows Defender ist für viele ausreichend – und führen Sie einen vollständigen Scan durch.Öffnen Sie es einfach, suchen Sie die Scanoptionen, wählen Sie „Vollständiger Scan“ und warten Sie. Es kann eine Weile dauern, aber es lohnt sich, um auszuschließen, dass Schadsoftware im Hintergrund aktiv ist und die CPU-Auslastung erhöht.
Natürlich umgehen manche Schadprogramme die üblichen Überprüfungen. Wenn Sie also immer noch misstrauisch sind, könnte es sich lohnen, ein spezielles Anti-Malware-Tool wie Malwarebytes auszuprobieren.
Rüsten Sie Ihre Hardware auf
Irgendwann hilft das Aufräumen und Schließen von Programmen, aber wenn Ihre CPU weiterhin fast ständig zu 100 % ausgelastet ist, reicht Ihre Hardware möglicherweise nicht aus. Ein Upgrade von CPU, RAM oder beidem könnte nötig sein – insbesondere, wenn Sie viel Multitasking betreiben oder rechenintensive Aufgaben ausführen. Denken Sie daran: Wenn die CPU 100 % Auslastung erreicht, versucht sie, mehr zu verarbeiten, als sie sollte, und greift dabei auf die Festplatte zu, was deutlich langsamer ist.
Sie wissen nicht, warum die Auslastung so hoch ist? Es könnte an veralteter Hardware liegen, vielleicht hat sich Ihr System infiziert oder eine Anwendung ist einfach schlecht optimiert. Falls nichts anderes hilft, beheben Hardware-Upgrades meist den Flaschenhals. Denn Windows macht es einem natürlich manchmal unnötig schwer.
Starten Sie Ihren PC neu.
Das klingt banal, aber ein Neustart wird oft unterschätzt. Viele Hintergrundprozesse und Speicherlecks werden beim Neustart behoben. Dadurch lassen sich oft Prozesse zurücksetzen, die sich nicht ordnungsgemäß beenden lassen, und Sie haben einen Neustart. Manchmal reicht ein Neustart schon aus, um die CPU-Auslastung wieder auf ein normales Niveau zu bringen – überspringen Sie diesen Schritt also nicht, wenn Ihre CPU auch nach dem Schließen von Apps noch stark ausgelastet ist.
Führen Sie Windows Update aus
Fehler in Windows können zu unerwartet hohen CPU-Auslastungsspitzen führen, insbesondere bei veralteten Systemen. Prüfen Sie daher, ob Updates verfügbar sind: Klicken Sie auf „ Start“, dann auf „Einstellungen“ und anschließend auf „Update und Sicherheit“. Führen Sie ein vollständiges Update durch – Microsoft stellt mitunter Fehlerbehebungen bereit, die CPU-Probleme beheben. Starten Sie Ihren PC nach der Installation der Updates neu und prüfen Sie, ob sich die Situation verbessert hat.
Ändern Sie die Energieeinstellungen auf maximale Leistung.
Manchmal drosseln Energiesparmodi die CPU-Leistung und verursachen unvorhersehbare Probleme. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Akkusymbol in der Taskleiste, wählen Sie „ Energieoptionen “ und anschließend eines der Profile mit der Option „Höchstleistung“.Dadurch wird die CPU gezwungen, mit voller Geschwindigkeit zu laufen, was Leistungsschwankungen reduziert und die CPU-Auslastung möglicherweise senkt, wenn diese aufgrund aggressiver Energiesparmodi unnötig hoch ist.
Bei Laptops kann diese Optimierung einen Unterschied machen, insbesondere wenn Sie Verzögerungen oder plötzliche CPU-Auslastungssprünge ohne ersichtlichen Grund bemerken.
So überwachen Sie Ihre CPU-Auslastung unter Windows 10
Die regelmäßige Überwachung der CPU-Auslastung hilft, solche Probleme frühzeitig zu erkennen. Neben dem Task-Manager gibt es je nach Bedarf noch einige weitere nützliche Tools.
Methode 1: Grundlegende Überprüfung mit dem Task-Manager
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste, wählen Sie „Task-Manager“ und wechseln Sie dann zum Tab „Leistung“. Hier sehen Sie ein Live-Diagramm Ihrer CPU-Auslastung. Ein Klick auf „CPU“ zeigt Ihnen die aktuell ressourcenintensivsten Prozesse an. Die Sortierung nach CPU-Auslastung hilft Ihnen, das Problem schnell zu erkennen.
Methode 2: Ressourcenmonitor (Mehr Details)
Um genauer hinzusehen, klicken Sie im Task-Manager auf der Registerkarte „Leistung“ auf „Ressourcenmonitor öffnen“. Wechseln Sie zur Registerkarte „CPU“.Dort erhalten Sie einen detaillierten Überblick über aktive Prozesse, deren Auslastung und die Prozesse, die in Echtzeit die meisten Ressourcen beanspruchen. Die Spalten und Diagramme können zunächst unübersichtlich wirken, eignen sich aber hervorragend, um sporadisch auftretende Probleme zu identifizieren.
Methode 3: Leistungsmonitor (Ausführlich)
Wer die CPU-Auslastung über Tage oder sogar Wochen hinweg detailliert verfolgen möchte, dem sei der Windows- Leistungsmonitor empfohlen.Öffnen Sie ihn über die Suchleiste, fügen Sie die Leistungsindikatoren für den Prozessor hinzu und aktivieren Sie die Aufzeichnung über einen bestimmten Zeitraum. Für die meisten Anwender mag das etwas übertrieben sein, aber es kann helfen, wiederkehrende Probleme zu analysieren oder das Verhalten der CPU unter bestimmten Lasten zu beobachten.
Zusammenfassung
Das Bearbeiten des Task-Managers, das Schließen unnötiger Programme, die Überprüfung auf Malware und das Anpassen der Energieeinstellungen beheben in der Regel die meisten Probleme mit hoher CPU-Auslastung. Sollte dies nicht helfen, sind möglicherweise Hardware-Upgrades oder eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich. Ein gelegentlicher, leichter Anstieg der CPU-Auslastung ist normal, bei einem dauerhaften Anstieg ist jedoch eine genauere Überprüfung ratsam.
Zusammenfassung
- Überprüfen Sie mit dem Task-Manager, welche Prozesse die CPU beanspruchen.
- Nicht benötigte Apps und Hintergrundprozesse schließen.
- Führen Sie einen Malware-Scan durch, falls die hohe Auslastung anhält.
- Deaktivieren Sie unnötige Autostartprogramme.
- Stellen Sie sicher, dass Windows und Treiber auf dem neuesten Stand sind.
- Sollten alle anderen Maßnahmen fehlschlagen, ziehen Sie Hardware-Upgrades in Betracht.
- Starten Sie Ihren PC regelmäßig neu, um verbleibende Probleme zu beheben.
Ich drücke die Daumen, dass es hilft.
Eine hohe CPU-Auslastung kann wirklich ärgerlich sein, besonders wenn sie den gesamten PC plötzlich ausbremst. Normalerweise findet man den Übeltäter schnell im Task-Manager, und das Schließen oder Deaktivieren einiger Programme kann schon viel bewirken. Wenn Sie gerne selbst Hand anlegen, sind diese Schritte einfach genug, um sie ohne großen Aufwand auszuprobieren. Behalten Sie einfach Ihren Task-Manager im Auge und führen Sie regelmäßig Virenscans durch. Vielleicht läuft Ihr System dann flüssiger und Sie vermeiden diese lästigen Ruckler. Viel Glück – und hoffentlich erspart Ihnen das ein paar Stunden Frust!