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Wie man eine physische Maschine mit VMware virtualisiert

Februar 15, 2026 6 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Ihre physische Maschine in eine virtuelle verwandeln – ohne den Verstand zu verlieren

Die Umwandlung eines physischen Computers in eine virtuelle Maschine (P2V) kann eine große Hilfe sein, insbesondere wenn man Hardware aussortieren, aber alles andere beibehalten möchte. VMware-Tools wie der vCenter Converter gelten als Goldstandard – kein Wunder –, werden aber mittlerweile nur noch notdürftig unterstützt. Das letzte offizielle Update erschien 2018, der Support wurde 2019 eingestellt. Seit Anfang 2022 ist das Tool nicht einmal mehr offiziell auf der VMware-Website erhältlich.

Die Betaversion der neuen Version ist in Arbeit, vielleicht kehrt sie also irgendwann zurück. Bis dahin sind Sie auf ältere Versionen angewiesen, wenn Sie dies direkt umsetzen möchten, und müssen einige Besonderheiten in Kauf nehmen. Hier finden Sie eine Übersicht zur Virtualisierung einer physischen Maschine mit den noch verfügbaren Tools sowie einige Tipps und Hinweise zu möglichen Fallstricken.

Wie man häufige P2V-Probleme in VMware behebt

Bevor Sie irgendetwas tauchen

  • Stellen Sie sicher, dass das Laufwerk oder die Netzwerkfreigabe mit NTFS, FAT32 oder ExFAT formatiert ist – FAT32 ist zwar veraltet, kann aber je nach Datenquelle weiterhin erforderlich sein.
  • Falls VMware Fusion oder andere Programme installiert sind, deinstallieren Sie diese bitte zuerst.
  • Deaktivieren Sie Ihre Firewall vorübergehend mit [Befehl einfügen netsh advfirewall set allprofiles state off].Dies könnte bei Netzwerkproblemen helfen, insbesondere während der Umstellung.
  • Die Benutzerkontensteuerung (UAC) kann lästig sein – deaktivieren Sie sie:
    1. Drücken Sie Win + R, geben Sie ein secpol.msc, drücken Sie Enter
    2. Gehen Sie zu Lokale Richtlinien > Sicherheitsoptionen
    3. Benutzerkontensteuerung finden : Alle Administratoren im Administratorgenehmigungsmodus ausführen
    4. Deaktivieren Sie die Option und starten Sie den Computer neu. Ich bin mir nicht sicher, warum es funktioniert, aber es ist oft notwendig, um Berechtigungsprobleme zu vermeiden.

Virtualisieren mit VMware Workstation Pro

Diese Methode ist einfacher, wenn Sie Windows und eine Workstation verwenden – es geht lediglich darum, eine virtuelle Maschine auf dem physischen Rechner zu erstellen. Beachten Sie, dass dabei tatsächlich alles geklont wird. Führen Sie den Vorgang daher am besten durch, wenn der Rechner im Leerlauf ist, da Sie sonst eine Momentaufnahme erhalten, die während des Vorgangs quasi eingefroren ist.

  1. Schalten Sie den von Ihnen vorgesehenen physischen PC ein. Keine Überraschung.
  2. Öffnen Sie VMware Workstation Pro und wählen Sie dann Datei > Virtualisieren einer physischen Maschine. Diese Option wird angezeigt, wenn das Installationsprogramm/Plugin installiert ist.
  3. Laden Sie bei Aufforderung VMware vCenter Converter Standalone herunter und installieren Sie es. Verwenden Sie bei der Installation die Standardoptionen, es sei denn, Sie wissen genau, was Sie tun.
  4. Wählen Sie im Einrichtungsbildschirm die Client-Server-Installation (erweitert). Dies ist hilfreich, wenn Sie zusätzliche Flexibilität wünschen – und auch auf Systemen, auf denen das Standardinstallationsprogramm nicht funktioniert.
  5. Setzen Sie den HTTPS-Port auf einen ungenutzten Port – versuchen Sie es mit 8000 4433oder 84438000. Sie können die belegten Ports in der Eingabeaufforderung mit dem Befehl `ports` überprüfen, netstat -a -bum zu sehen, welche frei sind.
  6. Entscheiden Sie sich für die Teilnahme am VMware CEIP-Programm und wählen Sie die für Ihre Systemkonfiguration passende Option. Klicken Sie auf „Weiter“ und anschließend auf „Installieren“.
  7. Nach der Installation gehen Sie zurück zu Datei > Virtualisieren einer physischen Maschine.
  8. Geben Sie ipconfigauf dem Quellrechner in der Eingabeaufforderung (cmd) oder PowerShell die IPv4-Adresse ein und notieren Sie sie. Dies kann bei der Fehlersuche helfen und wird außerdem für den Fernzugriff benötigt.
  9. Geben Sie die IP-Adresse oder den Hostnamen sowie den Benutzernamen und das Passwort ein und klicken Sie dann auf Weiter.
  10. Falls eine Zertifikatswarnung erscheint, klicken Sie einfach auf „ Trotzdem verbinden“. VMware reagiert manchmal etwas empfindlich auf Zertifikate.
  11. Geben Sie der VM einen Namen und wählen Sie einen Speicherort – am besten einen eigenen Ordner, da die Dateien sonst leicht verstreut werden.
  12. Geben Sie erneut Benutzername und Passwort des Hostsystems ein und klicken Sie auf „Fertigstellen“.Der Vorgang kann je nach Festplattengröße einige Stunden dauern. Gönnen Sie sich also eine Kaffeepause. Auf älterer Hardware kann es zu Verzögerungen oder Abstürzen kommen; starten Sie die Anwendung in diesem Fall einfach neu und versuchen Sie es erneut.
Hinweis: Die offizielle Dokumentation von VMware in der Wissensdatenbank enthält Schritt-für-Schritt-Anleitungen, insbesondere für ältere Versionen wie 7.x. Ein Blick lohnt sich, falls Sie nicht weiterkommen.

Virtualisieren mit vCenter Converter Standalone

Diese Methode ist flexibler, aber auch etwas komplizierter. Sie konvertieren ein physisches System in eine virtuelle.vmdk-Festplatte. Beachten Sie jedoch vorab: Ihr Quelllaufwerk muss mit ExFAT, NTFS oder FAT32 formatiert sein. Linux oder Mac? Verwenden Sie besser spezielle Methoden – diese Anleitung ist am besten für Windows geeignet.

  • Entfernen Sie zuerst alle Fusion Migration- oder ähnliche Tools – diese sind nicht mit Converter kompatibel.
  • Deaktivieren Sie Firewalls und Antivirenprogramme und beheben Sie Treiberprobleme. Sie werden es sich später danken.
  1. Starten Sie vCenter Converter Standalone. Klicken Sie nach dem Öffnen auf „Computer konvertieren“ oder gehen Sie zu „Datei“ > „Neu“ > „Computer konvertieren“.
  2. Stellen Sie den Quelltyp auf „Eingeschaltet“ ein, da wir uns noch nicht mit VMs beschäftigen, sondern nur mit dem physischen PC.
  3. Wählen Sie „Dieser lokale Computer“ – also den Computer, den Sie konvertieren möchten – und klicken Sie auf „Weiter“.
  4. Wählen Sie VMware Workstation oder eine andere virtuelle VMware-Maschine als Zieltyp.
  5. Wählen Sie die VMware-Produktversion, die mit Ihrer Konfiguration kompatibel ist; die meisten neueren Versionen funktionieren einwandfrei.
  6. Geben Sie der VM einen Namen und wählen Sie einen Speicherort – am besten in einem separaten Ordner, um späteres Chaos zu vermeiden.
  7. Wählen Sie anschließend die Partitionen oder Daten aus, die kopiert werden sollen. Für eine schnelle, vollständige Kopie können Sie diesen Schritt überspringen. Klicken Sie andernfalls auf „Bearbeiten“.
  8. Überprüfen Sie alles und klicken Sie dann auf „ Fertigstellen“. Der Kopiervorgang kann einige Zeit dauern, insbesondere bei großen Festplatten – manchmal sogar Stunden. Seltsamerweise bleibt der Vorgang bei manchen Systemen ohne ersichtlichen Grund hängen. Starten Sie in diesem Fall einfach den Computer neu und versuchen Sie es erneut.

Sie haben nun eine.vmdk-Datei, die im Prinzip die virtuelle Festplatte Ihres physischen Systems darstellt. Beachten Sie: Diese Dateien sind an die von Ihnen erstellte VM gebunden. Wenn Sie sie kopieren und an anderer Stelle wiederverwenden möchten, sind möglicherweise zusätzliche Schritte erforderlich, wie z. B.das Kopieren des gesamten VM-Ordners, um sicherzustellen, dass alle darin enthaltenen VMDK-Dateien erhalten bleiben.

Zusammenfassung

Die Umwandlung physischer in virtuelle Datenträger – insbesondere bei veralteten Systemen – ist nicht ganz einfach. Mit etwas Geduld und den folgenden Schritten ist es aber machbar.Ältere Versionen können unter Umständen instabil sein oder sich aufhängen; ein Neustart oder ein erneuter Versuch kann helfen. Bei großen Datenträgern kann es einige Stunden dauern, aber es ist immer noch besser als eine Neuinstallation.

Viel Glück und ich hoffe, dass dies zumindest ein oder zwei Umstellungen etwas reibungsloser gestaltet.

Zusammenfassung

  • Deaktivieren Sie Firewalls und Benutzerkontensteuerung vor dem Start.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit VMware Workstation Pro für eine einfachere Virtualisierung.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Quelllaufwerk ordnungsgemäß formatiert ist.
  • Stellen Sie sich auf lange Wartezeiten ein – Geduld ist der Schlüssel.
  • Bei Problemen mit älteren Versionen konsultieren Sie bitte die offiziellen Anleitungen von VMware.

Zusammenfassung

Das ist vielleicht nicht die eleganteste Methode, aber unter den gegebenen Umständen die beste. Ein Versuch lohnt sich, wenn Sie noch einen alten Rechner haben oder einfach nur schnell alles klonen möchten. Ich drücke die Daumen, dass es hilft – bei mir hat es auf einigen Rechnern funktioniert, vielleicht klappt es ja auch bei Ihnen.