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Wie man einen Ultrawide-Monitor in zwei Bereiche teilt

Februar 15, 2026 7 Minuten Lesezeit Updated: Februar 15, 2026

Ultrawide-Monitore sind wie geschaffen für Multitasking und die mühelose Aufteilung des Arbeitsbereichs. Wenn Sie schon immer zwei verschiedene Systeme gleichzeitig nutzen oder Ihren Bildschirm in zwei übersichtliche Bereiche unterteilen wollten, gibt es einige Tricks, die tatsächlich funktionieren – und überraschenderweise sind manche davon direkt in Windows oder den Monitoreinstellungen integriert. Es ist etwas ungewöhnlich, wie manche Funktionen versteckt wirken oder zusätzliche Tools erfordern, aber sobald man sie entdeckt hat, sind sie ein echter Gamechanger. Besonders praktisch, wenn Sie auf der einen Seite ein Spiel spielen und auf der anderen arbeiten oder zwei verschiedene Computer an denselben großen Bildschirm anschließen möchten.

Insbesondere können Sie den Bild-in-Bild-Modus (PBP) nutzen, sofern Ihr Monitor dies unterstützt. Damit können Sie mehrere Systeme an denselben Bildschirm anschließen und ihn in unabhängige Bereiche aufteilen. Für alltägliches Multitasking direkt in Windows gibt es jedoch zahlreiche Funktionen, Tastenkombinationen und Drittanbieter-Apps, die die Bedienung recht einfach machen. Der Haken dabei ist: Nicht alle Monitoreinstellungen sind optimal konfiguriert, und manchmal reichen die Standardoptionen von Windows einfach nicht aus. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen daher einige praktische Möglichkeiten, Ihren Ultrawide-Monitor in zwei Bereiche aufzuteilen – egal, ob Sie zwei PCs anschließen oder einfach nur Ihr Fensterlayout in Windows verwalten möchten.

Wie man einen Ultrawide-Monitor in zwei Systeme oder Windows-Systeme aufteilt

Verbinden Sie verschiedene Systeme mithilfe des Bild-in-Bild-Modus Ihres Monitors.

Als Erstes sollten Sie den PBP-Modus Ihres Monitors aktivieren – sofern Ihr Monitor dies unterstützt. Dadurch wird das Display in zwei separate Eingänge aufgeteilt. Der Vorteil? Sie können zwei verschiedene Computer, Konsolen oder Geräte anschließen und deren Inhalte nebeneinander anzeigen lassen, als hätten Sie zwei Bildschirme in einem. Warum das funktioniert? Weil dadurch ein echtes Dual-Source-Setup entsteht, bei dem jeder Bildschirmbereich einem einzelnen System zugeordnet ist. Warum es bei manchen Monitoren funktioniert und bei anderen nicht, ist mir nicht bekannt, aber bei den meisten modernen Geräten ist es recht einfach.

Diese Option finden Sie normalerweise im Bildschirmmenü Ihres Monitors unter Begriffen wie „Eingang“ oder „Bild-in -Bild/Bild-ab-Bild“. Bei manchen Geräten funktionierte es nach dem Umschalten dieses Modus, bei anderen war möglicherweise ein Neustart oder ein Firmware-Update erforderlich. Wichtig ist, den Anzeigemodus zu aktivieren, die richtigen Eingangsquellen auszuwählen und die Bildaufteilung anzupassen (was oft automatisch nach Aktivierung des Modus erfolgt).

Verbinden Sie beide Systeme ordnungsgemäß mit kompatiblen Kabeln.

Um zwei Systeme zu verbinden, benötigen Sie natürlich die passenden Kabel. Die meisten Monitore unterstützen heutzutage HDMI, DisplayPort und USB-C. Achten Sie darauf, dass die Eingänge Ihres Monitors PBP (Multi-Source Input) unterstützen, was üblicherweise angegeben ist. Verbinden Sie Ihr erstes System per HDMI oder DisplayPort mit einem Eingang und wiederholen Sie den Vorgang für das zweite System. Bei älteren Geräten benötigen Sie möglicherweise Adapter oder andere Kabeltypen wie VGA, falls Ihr Monitor dies unterstützt. Dies kommt jedoch immer seltener vor.

  • Prüfen Sie die verfügbaren Eingangsanschlüsse an Ihrem Monitor (HDMI, DisplayPort, USB-C).
  • Besorgen Sie sich die passenden Kabel oder Adapter für jedes System.
  • Schließen Sie jedes System an einen anderen Eingangsport an und schalten Sie alles ein.
  • Gehen Sie zum Monitormenü, suchen Sie nach PIP/PBP und schalten Sie es ein.

Split-Screen-Funktion in den Monitoreinstellungen einrichten

In diesem Schritt geht es darum, zwei Eingänge gleichzeitig auf Ihrem Monitor anzuzeigen. Sobald der Modus aktiviert ist, zeigt Ihr Monitor jedes System halbseitig an. Suchen Sie nach Optionen wie „Split Screen“, „Dual View“ oder „PBP“ – diese variieren je nach Hersteller. Beispielsweise verwenden LG, Samsung und ASUS leicht unterschiedliche Bezeichnungen, bieten aber ähnliche Funktionen. Passen Sie das Teilungsverhältnis an, wenn Sie eine Seite größer als die andere darstellen oder ein ausgewogenes Verhältnis beibehalten möchten. Anschließend sollten beide Eingänge in Echtzeit angezeigt werden. Vergessen Sie nicht, die richtige Eingangsquelle an Ihrem Monitor auszuwählen, falls dieser nicht automatisch umschaltet.

Passen Sie die Anzeigeeinstellungen in Windows für einen reibungslosen Betrieb an.

Wenn Sie zwei Systeme verwenden, erkennt Windows auf beiden Systemen möglicherweise unterschiedliche Auflösungen, was zu schwarzen Balken oder abgeschnittenen Rändern führen kann. Um dies zu beheben, gehen Sie auf dem zweiten System zu Einstellungen > System > Anzeige und stellen Sie die Auflösung ein, die der nativen Auflösung Ihres Monitors oder der gewünschten Ausgabe entspricht. Falls das Bild verzerrt oder gestreckt aussieht, versuchen Sie, verschiedene Auflösungen auszuprobieren, bis alles korrekt angezeigt wird. Manchmal hilft es, die Auflösung auf die native Auflösung von 3440×1440 oder die Ihres Ultrawide-Monitors festzulegen. Sollte die Positionierung nicht stimmen, können Sie die Anzeigesymbole unter „ Mehrere Bildschirme“ an Ihre physische Konfiguration anpassen.

Hinweis: Windows setzt beim Umschalten der Eingabegeräte manchmal die Skalierung oder Auflösung zurück. Passen Sie die Einstellungen daher gegebenenfalls an. Wenn Sie Ihren Laptop mit dieser Konfiguration verwenden, empfiehlt es sich außerdem, den primären Bildschirm zu wechseln oder den erweiterten Modus zu deaktivieren, um Probleme zu vermeiden.

Verwenden Sie einen KVM-Switch oder eine Dual-Controller-Software für eine bessere Steuerung.

Ärgerlich ist, dass bei der Verbindung zweier Systeme im PBP-Modus die Eingabegeräte (Maus und Tastatur) oft nur auf dem Hauptsystem funktionieren. Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Um das zu umgehen, kann man einen KVM-Switch oder Softwarelösungen wie Microsofts „Mouse Without Borders“ verwenden. Diese sind kostenlos und ermöglichen die Steuerung mehrerer PCs mit nur einer Maus und Tastatur – der ideale Workflow, wenn man an zwei Computern an einem großen Monitor arbeitet.

  1. Laden Sie es von der Microsoft-Website herunter und installieren Sie es auf beiden Systemen.
  2. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, geben Sie die Sicherheitscodes ein und verbinden Sie die Computer.
  3. Wenn Sie nun den Mauszeiger an den Rand eines Bildschirms bewegen, wird die Steuerung nahtlos umgeschaltet.

Wie man Fenster in Abschnitte unterteilt, ohne mehrere Systeme zu verbinden

Drag & Drop-Methode für Windows 10 & 11

Wenn Sie Ihren Bildschirm für Multitasking in zwei Bereiche aufteilen möchten, bietet Windows einige praktische Funktionen. Am einfachsten ist es, Fenster an den Rand zu ziehen – allerdings muss dafür die Funktion „Fenster aneinanderreihen“ aktiviert sein. Unter Windows 11 hat Microsoft dies mit den Layout-Anheftungen sehr einfach gemacht, aber auch unter Windows 10 ist diese Funktion noch recht nützlich.

  • Stellen Sie sicher, dass die Funktion „Fenster anheften“ aktiviert ist: Gehen Sie zu Einstellungen > System > Multitasking und aktivieren Sie die Option „Fenster anheften“.
  • Ziehen Sie ein Fenster an den linken oder rechten Rand, bis ein transparentes Rechteck erscheint, das anzeigt, dass es an dieser Seite einrasten wird.
  • Lassen Sie die Maustaste los und wählen Sie das zweite Fenster für die andere Seite.

Diese Methode ist einfach, kann aber etwas umständlich sein, wenn die Größenänderung oder Skalierung Ihres Monitors nicht perfekt ist.

Windows 11 Snap-Layouts verwenden

Unter Windows 11 ist es noch einfacher:

  1. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Schaltfläche zum Maximieren eines beliebigen Fensters.
  2. Es öffnet sich ein Layout-Auswahlmenü mit Optionen wie Aufteilung in zwei, drei oder Raster.
  3. Wählen Sie das gewünschte Layout aus, und Windows positioniert das Fenster automatisch entsprechend.
  4. Wählen Sie Ihr zweites Fenster – so einfach ist das.

Tastenkombinationen für schnelles Fenstermanagement

Wenn Sie eine schnelle Lösung ohne umständliche Mausbewegungen suchen:

  • Wählen Sie ein Fenster aus und drücken Sie dann die entsprechende Taste Windows + Left arrow, Windows + Right arrowum es an dieser Seite des Bildschirms anzudocken.
  • Wiederholen Sie den Vorgang für das zweite Fenster auf der gegenüberliegenden Seite.

Es ist ziemlich einfach, aber super schnell, sobald man sich daran gewöhnt hat.

Spielen mit PowerToys (für fortgeschrittene Benutzer)

Für mehr Kontrolle und individuelle Layouts ist Microsofts PowerToys einen Blick wert. Es ist kostenlos, Open Source und bietet zahlreiche Funktionen – darunter das Tool FancyZones zum Erstellen benutzerdefinierter Fensterraster.

  1. PowerToys herunterladen und installieren.
  2. Starten Sie PowerToys und wählen Sie dann FancyZones in der Seitenleiste aus.
  3. Aktivieren Sie FancyZones und konfigurieren Sie Ihr Layout mit der Schaltfläche „Layout-Editor starten“.
  4. Erstellen oder wählen Sie ein Rasterlayout, das zu Ihrem Ultrawide-Seitenverhältnis passt.
  5. Wenn Sie fertig sind, halten Sie beim Ziehen eines Fensters die Umschalttaste gedrückt, und es rastet automatisch in Ihren benutzerdefinierten Zonen ein.

Ja, die Einrichtung erfordert etwas Zeit, aber sobald man drin ist, wird das Teilen von Bildschirmen und Multitasking deutlich einfacher. Zum Glück nutzen diese Tools den Platz auf Ihrem Ultrawide-Monitor optimal aus, ohne viel Aufwand.

Zusammenfassung

  • Nutzen Sie den PBP-Modus Ihres Monitors für mehrere Systemeingänge.
  • Besorgen Sie sich die richtigen Kabel und verbinden Sie Ihre Systeme über HDMI, DP oder USB-C.
  • Konfigurieren Sie die Anzeigeeinstellungen für Auflösung und Positionierung.
  • Mit Mouse Without Borders oder ähnlicher Software lassen sich mehrere Computer nahtlos steuern.
  • Unter Windows können Sie Fenster per Drag & Drop verschieben oder mithilfe von Snap-Layouts den Bildschirm einfach teilen.
  • PowerToys bietet fortschrittliche Rasterlayouts für perfekte Fensterzonen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Aufteilen eines Ultrawide-Monitors auf zwei Systeme oder einfach für Multitasking unter Windows keine Raketenwissenschaft ist – es erfordert jedoch etwas Geduld, insbesondere beim Finden der richtigen Einstellungen und Kabel. Sobald alles eingerichtet ist, ist es wirklich toll, alles übersichtlich auf einem großen Bildschirm zu sehen. Beachten Sie nur, dass einige Konfigurationen möglicherweise einen Neustart oder Treiberaktualisierungen erfordern, aber so ist das eben mit Technik, oder? Hoffentlich hat diese Information dem einen oder anderen etwas Zeit gespart. Viel Erfolg!