Wie man Hypervisor-Fehler behebt und den BSOD HYPERVISOR_ERROR repariert
Die Fehlermeldung „HYPERVISOR_ERROR“ in Form eines Bluescreens ist ziemlich ärgerlich, besonders wenn man mit virtuellen Maschinen arbeitet oder rechenintensive Grafikprogramme nutzt. Meistens liegt es an einem fehlerhaften Hypervisor – beispielsweise aufgrund von Treiberkonflikten, Hardwareproblemen oder beschädigten Systemdateien. Da Windows-Updates, Treiberinstallationen oder auch BIOS-Probleme diese Fehler verursachen können, sind zur Behebung unter Umständen mehrere Schritte nötig. Dieser Leitfaden beschreibt die gängigsten Lösungsansätze. Sollte einer nicht funktionieren, gibt es also noch einen anderen. Hoffentlich lässt sich Ihr System damit ohne großen Aufwand wieder normal betreiben.
Wie behebt man den HYPERVISOR_ERROR BSOD-Fehler?
Die Idee ist, die üblichen Verdächtigen zu beheben: Speicherprobleme, veraltete Treiber, Windows-Updates oder beschädigte Systemdateien. Manchmal reicht eine einfache Lösung wie der Neustart eines Dienstes, manchmal muss ein defekter RAM-Riegel ausgetauscht oder das BIOS aktualisiert werden. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, und manche Lösungen erfordern einen oder zwei Neustarts. Nichts Kompliziertes, einfach praxiserprobte Schritte, die hoffentlich helfen.
Führen Sie das Windows-Speicherdiagnosetool aus.
Speicherprobleme gehören zu den häufigen und oft heimtückischen Ursachen von Bluescreens. Wenn Ihr Arbeitsspeicher Probleme hat, kann die Windows-Speicherdiagnose diese aufspüren. Bei manchen Systemen ist das etwas ungewöhnlich – der erste Scan schlägt möglicherweise fehl oder hängt sich auf, aber beim zweiten oder dritten Mal werden die Probleme gefunden. Geben Sie also nicht auf, wenn nicht sofort Fehler gefunden werden.
- Drücken Sie Windows + R, um das Ausführen-Fenster zu öffnen.
- Geben Sie den Text ein
mdsched.exeund drücken Sie die Eingabetaste. - Wählen Sie „ Jetzt neu starten“ und prüfen Sie auf Probleme.
- Ihr PC wird neu gestartet und führt den RAM-Test durch. Dies kann einige Minuten dauern.
Nach Abschluss des Vorgangs startet Ihr PC neu und zeigt die Ergebnisse an. Falls Fehler gefunden wurden, müssen Sie möglicherweise die defekten RAM-Riegel austauschen. Manchmal hilft es, alle bis auf einen Riegel zu entfernen und jeden einzeln zu testen, um den defekten Riegel einzugrenzen.Überprüfen Sie auch Ihre Speicherslots mit einem ähnlichen Verfahren. Denn natürlich muss Windows es einem unnötig schwer machen.
Treiber aktualisieren – insbesondere Ihre Grafik- und Chipsatztreiber
Treiber sind im Grunde die Schnittstelle zwischen Hardware und Windows. Wenn sie fehlerhaft sind – beschädigt, veraltet oder inkompatibel –, treten Bluescreens auf. Durch ein Treiberupdate lässt sich das Fehlverhalten des Hypervisors beheben. Wer manuelle Updates vermeiden möchte, kann auf Treiberupdate-Tools von Drittanbietern zurückgreifen. Die manuelle Aktualisierung über den Geräte-Manager ist aber durchaus machbar.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie Geräte-Manager.
- Erweitern Sie relevante Kategorien wie Grafikkarten oder Systemgeräte.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Gerät und wählen Sie „Treiber aktualisieren“.
- Wählen Sie „Automatisch nach aktualisierter Treibersoftware suchen“.
- Wiederholen Sie den Vorgang für alle Komponenten, die möglicherweise Probleme verursachen, insbesondere für Grafikkarten, Chipsätze und Speichercontroller.
Das ist zwar etwas zeitaufwendig, aber es lohnt sich, die Treiber auf den neuesten Stand zu bringen. Außerdem erhält man durch das direkte Herunterladen von Treibern von den Herstellerwebseiten manchmal neuere Versionen als über Windows Update.
Prüfen Sie, ob Windows-Updates verfügbar sind.
Wenn Windows veraltete Updates verwendet, kann dies zu Inkompatibilitäten führen, insbesondere wenn einige Updates bekannte Fehler beheben, die mit Ihrem Problem zusammenhängen. Es empfiehlt sich daher, alle ausstehenden Updates zu prüfen und zu installieren.
- Drücken Sie Windows + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehen Sie zu „Update und Sicherheit“.
- Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“.
- Falls Updates verfügbar sind, klicken Sie auf „Herunterladen und installieren“ und lassen Sie Windows seine Arbeit erledigen.
Manchmal behebt ein Windows-Update bereits Fehler, die den Hypervisor-Fehler verursachen. Beachten Sie, dass nach der Installation von Updates möglicherweise ein Neustart erforderlich ist. Speichern Sie daher vorher Ihre Arbeit.
Systemdateien reparieren und Datenträgerprüfungen durchführen
Beschädigte Systemdateien oder fehlerhafte Festplattensektoren können diesen Bluescreen (BSOD) definitiv auslösen. Zwei Tools sind hier hilfreich: SFC und DISM, plus eine Festplattenprüfung.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator. Suchen Sie im Startmenü, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“.
- Führen Sie zunächst die Systemdateiprüfung aus:
sfc /scannow. Beobachten Sie den Vorgang – dies kann einige Minuten dauern. - Als Nächstes stellen Sie das Systemabbild mit DISM wieder her
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth. Manchmal benötigt Windows Hilfe bei der Selbstreparatur. - Führen Sie abschließend die Festplattenprüfung durch, um fehlerhafte Sektoren zu finden
chkdsk /r /x. Möglicherweise werden Sie aufgefordert, die Prüfung beim Neustart zu planen – stimmen Sie dem zu! - Starten Sie anschließend Ihren PC neu und prüfen Sie, ob der Bluescreen weiterhin auftritt.
Bei manchen Maschinen behebt dies die Probleme endgültig – bei anderen ist es ein Schritt hin zur Identifizierung von Hardwareproblemen.
Minidump-Dateien auf Hinweise überprüfen
Mini-Dump-Dateien speichern Absturzinformationen und können helfen, die Fehlerursache zu identifizieren. Sie benötigen WinDbg (aus dem Microsoft Store), um diese Dateien einzusehen, aber es lohnt sich.
- Laden Sie WinDbg Preview aus dem Microsoft Store herunter und installieren Sie es.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Startmenü und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“.
- Drücken Sie Ctrl + Doder gehen Sie zu Datei > Absturzabbild öffnen.
- Navigieren Sie zu
%windir%\MinidumpIhrer neuesten Dump-Datei und wählen Sie diese aus. - Führen Sie den Befehl aus
!analyze -v– dies liefert eine detaillierte Analyse. - Achten Sie auf Hinweise im Zusammenhang mit HYPERVISOR_ERROR oder Treiberfehlern – diese Hinweise zeigen, was behoben werden muss.
Wenn ein bestimmter Treiber als problematisch gekennzeichnet ist, kann eine Aktualisierung oder Deinstallation Abhilfe schaffen. Manchmal reicht es auch schon, den Treiber zu entfernen und Windows ihn beim Neustart neu installieren zu lassen.
BIOS aktualisieren – aber Vorsicht!
Manchmal kann ein veraltetes oder fehlerhaftes BIOS Hypervisor-Konflikte verursachen. Ein BIOS-Update kann das Problem beheben, ist aber riskant, wenn man sich nicht auskennt – ein Mainboard unbrauchbar zu machen, ist schließlich nicht schön. Lesen Sie daher vor dem Update das Handbuch Ihres Mainboards oder die Richtlinien des Herstellers und befolgen Sie die Anweisungen genau, insbesondere die Hinweise zur Stromversorgungsstabilität.
Die meisten BIOS-Updates erfolgen über ein spezielles Dienstprogramm oder durch das Aufspielen einer Firmware-Datei von einem USB-Stick. Suchen Sie im Zweifelsfall nach einer Anleitung speziell für Ihr Mainboard-Modell.
Deaktivieren Sie den Hypervisor, wenn Sie keine virtuellen Maschinen verwenden.
Wenn Sie keine virtuellen Maschinen betreiben oder die Hyper-V-Funktionen nicht benötigen, kann das Deaktivieren des Hypervisors den Fehler möglicherweise beheben.
- Öffnen Sie „Ausführen“ ( Windows + R) und geben Sie den Befehl ein
control, um die Systemsteuerung zu öffnen. - Klicken Sie auf Programme und dann auf Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren.
- Scrollen Sie nach unten, um die Windows-Hypervisor-Plattform zu finden. Deaktivieren Sie einfach das Kontrollkästchen.
- Klicken Sie auf OK und starten Sie Ihren PC neu.
Dadurch wird die Hypervisor-Schicht deaktiviert, die möglicherweise den Fehler verursacht, falls sie nicht benötigt wird. Bei manchen Konfigurationen reicht dies aus, um den Bluescreen zu beheben.
Die Behebung des HYPERVISOR_ERROR-BSOD erfordert im Allgemeinen etwas Ausprobieren – Treiber patchen, Hardware überprüfen, Windows oder BIOS aktualisieren oder Funktionen deaktivieren. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, aber Schritt für Schritt lässt sich das Problem meist ohne größere Schwierigkeiten lösen. Viel Erfolg bei der Fehlersuche!
Zusammenfassung
- Führen Sie die Windows-Speicherdiagnose durch, um RAM-Probleme auszuschließen.
- Aktualisieren Sie alle Gerätetreiber, insbesondere die Grafik- und Chipsatztreiber.
- Prüfen Sie, ob Windows-Updates verfügbar sind, und installieren Sie alle ausstehenden Patches.
- Verwenden Sie die Tools SFC und DISM, um Systemdateien zu reparieren.
- Analysieren Sie Minidump-Dateien, um spezifische Treiber- oder Systemfehler zu identifizieren.
- BIOS aktualisieren – aber vorsichtig! Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers.
- Wenn Sie keine virtuellen Maschinen verwenden, deaktivieren Sie den Hypervisor in den Windows-Features.
Zusammenfassung
Diese Lösungsansätze decken die häufigsten Ursachen des HYPERVISOR_ERROR-Bluescreens ab. Manchmal genügt ein Update oder das Umlegen einer Einstellung, in anderen Fällen liegt es an der Hardware oder dem BIOS. Nicht jede Lösung funktioniert sofort – Geduld und systematisches Vorgehen sind wichtig. Hoffentlich hilft dies jemandem, seine Abstürze zu beheben und wieder ohne ständige Bluescreens arbeiten oder spielen zu können. Viel Erfolg!