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Wie man integrierte Grafikkarten effektiv deaktiviert

Februar 11, 2026 5 Minuten Lesezeit Updated: Februar 11, 2026

Der Umgang mit Laptops, die sowohl integrierte als auch dedizierte GPUs nutzen, kann eine echte Herausforderung sein, insbesondere bei der Optimierung des Stromverbrauchs oder der Behebung von Grafikfehlern. Deaktiviert man die integrierte GPU (iGPU), verhält sich das System mitunter merkwürdig – manchmal greift es auf den Standard-Grafiktreiber von Microsoft zurück, in manchen Fällen lässt es sich gar nicht mehr starten, wenn es an den Mainboard-Anschluss angeschlossen ist. Das erschwert die Fehlersuche natürlich, da das Betriebssystem die integrierte Grafikkarte möglicherweise gar nicht mehr erkennt.

Da es keine Universallösung gibt, hier eine kurze Anleitung, wie Sie die integrierte Grafikkarte (iGPU) sicher deaktivieren können – entweder über das BIOS, Begleit-Apps oder den Geräte-Manager. Beachten Sie, dass die Deaktivierung der iGPU nicht immer notwendig ist, es sei denn, Sie führen umfangreiche GPU-Fehlerbehebungen durch oder möchten die Akkulaufzeit minimal verlängern. Allerdings kann eine unsachgemäße Deaktivierung zu Bildschirmflimmern, eingeschränkter Displaykompatibilität oder, schlimmer noch, zu Startproblemen führen.

So deaktivieren Sie die integrierte GPU in Windows und im BIOS

Verwendung des BIOS

Dies ist sozusagen der Goldstandard, da dadurch verhindert wird, dass das Betriebssystem die integrierte Grafikkarte (iGPU) überhaupt erkennt. Man kann es sich wie eine Deaktivierung auf Hardwareebene vorstellen. Es ist jedoch etwas heikel, wenn man nicht weiß, wo man suchen soll. Der Hauptgrund dafür ist die Behebung von Hardwarekonflikten oder die Sicherstellung, dass der Intel- oder AMD-Grafikchip keine Probleme im System verursacht.

So könnten Sie es machen:

  1. Starten Sie Ihren PC neu und drücken Sie wiederholt die BIOS-Taste – üblicherweise die Entf-Taste oder eine der F-Tasten (F2, F10 usw.).Manchmal müssen Sie eventuell das Handbuch Ihres Mainboards oder die Support-Seite Ihres Laptops konsultieren, da die Vorgehensweise stark variieren kann.
  2. Sobald Sie im BIOS sind, suchen Sie nach einer Einstellung, die mit der Grafik zusammenhängt. Gängige Bezeichnungen sind Integrierte Grafik, iGPU, Grafikgerät oder Onboard-Grafik.
  3. Navigieren Sie zu diesem Menü. Hier sind einige gängige Standorte:
    • MSI BIOS: Einstellungen > Erweitert > Konfiguration der integrierten Grafik > Integrierte Grafik (Deaktivieren)
    • Gigabyte BIOS: Chipsatz > Integrierte Grafik (Deaktivieren)
    • ASRock BIOS: Erweitert > AMD CBS > NBIO Allgemeine Optionen > Grafikkonfiguration > Integrierter Grafikcontroller (Deaktivieren)
    • ASUS BIOS: Erweitert > NB-Konfiguration
  4. Wenn Sie eine Einstellung namens „Hybridunterstützung“ oder Ähnliches finden, deaktivieren Sie diese. Normalerweise sollten Sie den Hybridmodus deaktivieren, um zu verhindern, dass das Betriebssystem automatisch zwischen integrierter (iGPU) und dedizierter (dGPU) Grafikkarte wechselt. Das ist zwar etwas umständlich, aber bei manchen Laptops schaltet die Deaktivierung der Hybridunterstützung die integrierte Grafikkarte tatsächlich vollständig ab.

Vorsicht: Wenn Ihr Monitor an den Mainboard-Anschluss anstatt an den dedizierten Grafikkarten-/Grafikkartenausgang angeschlossen ist, kann das Deaktivieren der integrierten Grafikkarte (iGPU) dazu führen, dass Ihr PC den POST (Power-On Self-Test) nicht durchführt. Er lässt sich dann nicht einschalten, da kein Anzeigegerät gefunden wird. Etwas ungewöhnlich, aber so sind manche Systeme nun mal verkabelt.

Wenn der Hybridmodus aktiviert ist, wechselt das System weiterhin zwischen den GPUs, um Strom zu sparen – gut für die Akkulaufzeit. Falls Sie die integrierte GPU (iGPU) für bestimmte Anwendungen oder aus Stabilitätsgründen deaktivieren müssen, schalten Sie sie ab. Beachten Sie, dass Sie bei Laptops mit einem dedizierten Multiplexer-Schalter die iGPU möglicherweise über diesen physischen Schalter oder eine zugehörige App deaktivieren können.

Deaktivierung über Begleit-App

Das ist wahrscheinlich einfacher, wenn Ihr Laptop über ein integriertes Kontrollzentrum oder eine vom Hersteller bereitgestellte App verfügt. Besonders bei neueren Modellen mit Multiplexer (Mux-Switch).Diese Apps können in der Regel im laufenden Betrieb zwischen den GPUs umschalten, ohne dass Sie ins BIOS müssen – ein praktisches Feature.

Hier ein Beispiel, wie man gängige Software verwendet:

  • Acer Nitro/Sens: Nitro Sense oder Predator Sense
    • Öffne die App und tippe auf Einstellungen.
    • Nur dedizierte GPU aktivieren
  • MSI Dragon Center:
    • Öffnen Sie es und gehen Sie zu Funktionen.
    • Unter „Allgemeine Einstellungen“ wählen Sie die Option „GPU-Umschaltung“ und anschließend „Diskrete Grafikkarte“.
  • ASUS Armoury Crate:
    • Öffnen Sie die App und tippen Sie auf Systemkonfiguration.
    • Suchen Sie den iGPU-Modus und schalten Sie ihn auf „Aus“.

Nach diesen Änderungen starten Sie den Laptop neu, damit die Einstellungen wirksam werden. Bei manchen Systemen reicht das bereits aus, und die integrierte Grafikkarte (iGPU) ist deaktiviert. Achten Sie jedoch auf Helligkeit und eventuelle Bildstörungen – manchmal verursachen diese Änderungen ein Flimmern, insbesondere wenn der Bildschirm an den Mainboard-Anschluss angeschlossen ist.

Geräte-Manager verwenden (letzte Möglichkeit, aber unkompliziert)

Dieser Ansatz ist zwar eher ein letzter Versuch, funktioniert aber. Durch Deaktivieren des Treibers wird Windows angewiesen, die integrierte GPU (iGPU) nicht zu verwenden und sie somit effektiv abzuschalten. Dies ist für die Fehlersuche oder Leistungstests ausreichend.

  1. Drücken Sie Windows + X und wählen Sie Geräte-Manager.
  2. Die integrierte Grafikkarte finden Sie unter Grafikkarten.
  3. Doppelklicken Sie, um die Eigenschaften zu öffnen, und wechseln Sie dann zur Registerkarte „Treiber“.
  4. Klicken Sie auf „Gerät deaktivieren“. Bestätigen Sie gegebenenfalls.

Hinweis: Nach dieser Änderung kann es zu Bildflackern oder einer vorübergehenden Reduzierung der Auflösung kommen, da Windows auf den Standard-Grafiktreiber umschaltet. Bei Anschluss an den Mainboard-Anschluss kann der Bildschirm während des Wechsels schwarz werden oder flackern. Einige Laptops aktivieren die Funktion nach einem Neustart automatisch wieder. In diesem Fall müssen Sie sie möglicherweise erneut deaktivieren.

Anpassen der Grafikeinstellungen für Apps

Wenn Sie lediglich steuern möchten, welche GPU eine App verwendet – beispielsweise für eine bessere Spieleleistung oder längere Akkulaufzeit –, können Sie unter Windows app-spezifische GPU-Einstellungen festlegen. Dies ist besonders nützlich, wenn Sie sich scheuen, das BIOS oder den Geräte-Manager aufzurufen.

Bei Laptops bewirkt die Einstellung „ Hochleistungs -GPU“ für eine Anwendung, dass diese die dedizierte Grafikkarte nutzt, während die Option „Energiesparmodus“ die integrierte GPU (iGPU) verwendet. Beachten Sie, dass dies hauptsächlich relevant ist, wenn Ihr System dies unterstützt und Sie die entsprechenden Anschlüsse verwenden.

  1. Drücken Sie Windows + I, um die Einstellungen zu öffnen.
  2. Navigieren Sie zu System > Anzeige > Grafik
  3. Scrollen Sie nach unten, um die Liste der Apps zu finden, und wählen Sie eine bestimmte aus.
  4. Klicken Sie auf Optionen und wählen Sie „Hohe Leistung“ oder „Energiesparmodus“.
  5. Speichern

Diese Methode ist zwar etwas unsauber, eignet sich aber für schnelle Anpassungen und hilft, das Verhältnis von Energieverbrauch zu Leistung auszubalancieren, ohne die Hardware komplett zu verändern.

Zusammenfassung

  • Die Deaktivierung der iGPU kann über das BIOS, Begleit-Apps oder den Geräte-Manager erfolgen – wählen Sie die Methode, die Ihnen am besten liegt.
  • Achten Sie genau darauf, an welchen Anschluss Ihr Display angeschlossen ist; die Deaktivierung der iGPU bei Laptops kann dazu führen, dass das System den POST-Vorgang verweigert, wenn nicht alles richtig konfiguriert ist.
  • Durch Anpassen der App-Einstellungen können Sie die Leistung oder den Akkuverbrauch optimieren, ohne dabei irgendetwas vollständig zu deaktivieren.

Zusammenfassung

Dieser Vorgang kann etwas knifflig sein – die Deaktivierung der integrierten Grafikkarte (iGPU) ist keine alltägliche Angelegenheit und kann auf manchen Systemen mehr Aufwand als Nutzen bringen. Wenn Sie jedoch versuchen, Probleme zu beheben oder den Stromverbrauch zu senken, sollten Ihnen diese Schritte helfen. Denken Sie daran, Ihre BIOS-Einstellungen vor dem Neustart zu speichern, und schalten Sie nicht alles ab, wenn Sie sich mit den Systemeinstellungen nicht auskennen. Hoffentlich erspart dies jemandem später viel Ärger.